Frage von LeaOhneName, 51

Jüdische Mythologie.. 36 Gerechte?

Habt ihr zufällig Infos zum Thema? Ich weiß schon einiges..

"Kennen Sie die Legende der 36 Gerechten? Die Legende von den 36 Gerechten besagt, dass es auf der Welt stets sechsunddreißig Gerechte gibt, um derentwillen Gott die Welt, trotz ihrer Sündhaftigkeit, nicht untergehen lässt. Die Sechsunddreißig sind namenlos, niemand weiß, ob sie arm oder reich, Wasserträger, Hausmeister, Schuhmacher, Soldaten oder Kaufleute sind – aber ohne ihre selbstlosen Werke wäre die Welt längst zerstört. Sobald einer der 36 Gerechten stirbt, wird ein weiterer Gerechter geboren. Auch die Gerechten selbst wissen nicht, dass sie zu dieser Gruppe dazugehören. "

Wenn ihr weitere Infos habt bitte als Kommi schreiben.. Danke

Da ich mich momentan wirklich für das Judentum interessiere und fasziniere wäre es nett wenn ihr ernst gemeinte Kommentare schreiben könntet

Danke

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von schlonko, 24

Ich kann mir den Namen nicht merken: Lamed-Waw Zaddikim, wobei der Zaddik wohl der einzelne "Gerechte" ist. Dass sie ihrer selbst nicht bewusst sind, habe ich zwar gehört, aber ebenso, dass sie in großer Not den Juden zur Seite stehen, um dann ungesehen und unbemerkt von der Bildfläche zu verschwinden. Das hieße aber natürlich, dass sie sehr bewusst handeln. Sie tun also Gutes, mit der Absicht, das jüdische Volk zu retten, wissen aber nicht, dass sie Zaddikim sind. Hilft das irgendwie? Ich fürchte nicht..

Es gab noch einen Zusammenhang mit dem jüngsten Gericht. Gott wird ja erst über die Menschen richten, wenn die 36 verschwunden sind. Diese erhalten damit aber die "sündhafte" Welt am Laufen, die ja erst errettet wird, wenn Gott alle nach dem jüngsten Gericht befreit hat. Somit stehen sich diese Menschen selber im Weg zur Befreiung ihres Volkes. Ist das so richtig? Ich habe keine Ahnung..

Antwort
von Accountowner08, 16

Das ist im Prinzip eine GEschichte, um die Leute darauf aufmerksam zu machen, dass die wahren Gerechten oft sehr unauffällig und nicht beim Establishment dabei sind, d.h. dass man nicht nach dem Schein gehen soll...

D.h. man sagt manchmal, quasi als Kompliment für eine Person "das ist vielleicht einer der 36 Gerechten", aber niemand käme auf die Idee, die 36 zu suchen oder eine Liste der 36 zu erstellen.

Es geht einfach darum auszudrücken, dass oft sehr bescheidene Menschen (und nicht unbedingt grosse, berühmte, Rabbiner) die wahren Gerechten sein können.

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