Frage von Riesenseekuh, 107

Juden Heute in Deutschland?

Ich komme aus den USA.

Wie ist es Heute für die Juden in Deutschland? Gibt es noch Probleme für sie? Gibt es viele Gruppen, die gegen die Juden sind?

Ich bin nicht blöd. Ich weiß, dass die Deutschen heute keine Nazis sind und dass Deutschland ganz anders als während des Zweiten Weltkrieg ist.

In den USA haben wir keine Sklaverei mehr. Aber nach 150 Jahren haben wir noch große Probleme zwischen den schwarzen und den weißen Amerikanern. Es gibt noch viele Leute die rassistisch sind.

Ist es ähnlich für die Juden in Deutschland heute? Gibt es viele Leute, die noch antisemitisch sind?

Ich frage, weil das letztes mal, das ich in Berlin war, es Polizisten vor der Tür aller jüdischen Gebäude gab.

Antwort
von wfwbinder, 48

Hier in Berlin ist es schon erschreckend, dass vor einer jüdischen Buchhandlung und dem Gemeindehaus Bewachung stehen muss.

Es laufen hier auch einige orthodoxe Juden auf der Straße herum, an Kleidung und Frisur erkennbar.

Es könnte schon sein, dass die mal angepöbelt werden, aber mitbekommen habe ich soetwas noch nie. Allerdings sehe ich die auch nur in "zivilisierten Stadtteilen." 

Wenn die so in Neukölln, oder Marzahn herumlaufen, könnte ich mir schon Probleme vorstellen.

Die meisten jüdischen Mitbürger erkennt man ja gar nicht als solche. Die leiden zum Teil natürlich auch unter Anfeindungen wegen der israelischen Siedlungspolitik, für die sie nichts können.

Antwort
von Gwennydoline, 71

Das kann dir wahrscheinlich nur ein hier lebender Jude erzählen :)
Kommt auch auf die Gegend an, etc.

Also in meinem Umfeld gibt es (zumindestens kriege ich es nicht mit und ich habe mit sehr sehr vielen Kulturen zu tun) KEINEN offensichtlichen Antisemitismus (man hört hier mal 1-2 Stimmen, aber das von Leuten, die gegen alles und jeden etwas haben)
Die Vorurteile, etc. richten sich derzeit eher gegen Muslime

Antwort
von willom, 43

Der normale Durchschnittsdeutsche hat nicht das geringste Problem mit Menschen jüdischen Glaubens....: einfach weil es eher wenige hier gibt, weil sie hier leben und sich benehmen wie andere völlig normale Menschen und weil sie in keinster Weise irgendwie auffällig sind ( und wenn, dann nur positiv...).

Es gibt aber zwei Gruppen mit mehr als nennenswerter Größe, die deutlich antisemitisch auftreten.....:

- Zum einen wären da unsere  " überaus geschätzten " moslemischen Mitbürger die ihren Judenhass mehr als deutlich ausleben und auch in die Öffentlichkeit tragen.....

- Zum anderen wären da dann auch noch Deutsche mit politisch-linker Weltanschauung die ihre ideologische Abneigung gegen Juden inzwischen elegant als " Israelkritik " verkaufen.

Vor kurzem gab es anläßlich der Europameisterschaft mal wieder einen naiven Selbstversuch eifriger Journalisten.....: die haben sich nämlich mit umgehängter Israelfahne in Wohngebiete mit stark moslemischer Bevölkerung gewagt.....

Ergebnis...: Sie mußten die Flucht antreten weil sie offen bedroht, bespuckt , angepöbelt und körperlich attakiert wurden.

Insofern in deutschen Medien über solche antisemitische Vorfälle berichtet wird, wird meist die moslemische Herkunft der Agressoren verschwiegen und es wird so hingestellt, als würden antijüdische Ausfälle von normalen Durchschnittsdeutschen begangen.

Kommentar von Dahika ,

du hast  deine rechten Gesinnungsgenossen vergessen, wenn du die Linken erwähnst. Ich habe noch keinen Linken gesehen, der AfD wählen würde.

Antwort
von NEONBLAUPINK99, 71

Nein juden haben eigentlich keine probleme mehr zumindes werden sie nicht von den deutschen polizisten grundlos erschossen

Antwort
von Spot1978, 48

Ist Deutschland inzwischen wirklich so anderst als damals? Ich denke der einzige Unterschied ist dass Rassismus und Nationalismus nur nicht mehr so offen praktiziert werden. Unterbewusst werden immer noch Leute diskriminiert wegen Ihres Glaubens (Muslime), Ihrer Herkunft (Asylbewerber) oder ihrer sexuellen Orientierung (Schwule & Lesben). Ganz zu schweigen von Behinderten oder Arbeitslosen. Denkt mal drüber nach....

Kommentar von Riesenseekuh ,

Danke. Ja es ist Schade wie es noch in unseren beiden Ländern so viel Intoleranz gibt :/ Wie schwer ist es für Flüchtlinge und andere Muslime in Deutschland? In unseren konservativen Fernsehsendungen und Zeitungen in den USA hören wir immer wie die Asylbewerber Deutschland zerstören und die Kultur verderben. Aber das sagen die gleichen Leute, die eine Mauer bauen wollen, um niemanden hereinzulassen...

Ann Coulter (wenn du von ihr gehört hast) hat wirklich gesagt, dass wir die DDR und die Berliner Mauer als Beispiel für unsere Grenzen nehmen sollen!

Kommentar von Spot1978 ,

Ich persönlich habe mit Flüchtlingen nicht viel Kontakt, höchstens mal beim Einkaufen im Supermarkt oder wenn ich sie durch unser Dorf spazieren sehe. Sind eigentlich ganz nett und Ärger gab es hier auch noch nie. Aber einfach haben die es auch nicht. Arbeit finden ist extrem schwer und wenn dann nur so Hilfsjobs. Die meisten können ja auch kein Wort Deutsch. Ich habe kein Problem echten Kriegsflüchtlingen (die im übrigen auch durch die Amerikanische Politik überall auf der Welt geradezu "produziert" werden!) zu helfen aber mich ärgert es z.B. auch dass sich manche andere Gruppen vom Deutschen Staat (und damit auch von mir) durchfüttern lassen. Die kommen einfach nach D weil es da in 3 Monaten mehr Sozialhilfe usw. gibt als sie zuhause in einem Jahr verdienen. Beispiel gefällig? Bitte sehr: Albaner kommt nach D (ohne jede Chance auf Asyl), kassiert 3 Monate Stütze und bekommt dann, als Anreiz "freiwillig" heimzukehren noch zwischen 200 und 500.- EUR Anschubhilfe... natürlich ohne Einreisesperre im Pass dann. Also erst kassieren, dann mit für dortige Verhältnisse viel Geld heim und dann wieder anstellen bei uns und abkassieren. Und das kanns auch nicht sein...

Was die Mauer angeht: Die Berliner Mauer war dazu da die Leute in der DDR an der Flucht zu hindern, nicht dazu Westdeutsche davon abzubringen in die DDR zu flüchten. Insofern ist das totaler Käse was diese Frau Coulter da absondert.

Antwort
von Kefflon, 49

Es ist nicht so wie mit den Schwarzen und Weißen in den USA. Hier in Deutschland gibt es nur wenige, einzelne Gruppen die offen Antisemitisch sind. Es kommt auch ab und zu zu Brandanschlägen und Vandalismus gegen Synagogen. Aber keine Morde oder regelmäßige Gewalt. Momentan konzentrieren sich die Nazis in Deutschland auf Flüchtlingsunterkünfte...

Antwort
von Geraldianer, 31

Die Fremdenfeindlichkeit hat sich überwiegend auf Muslime und südländisch aussehende Menschen übertragen.

Aber sowohl im rechten wie teilweise auch im extrem linken Lager gibt es eine Israelfeindlichkeit, die wohl in ganz Europa verbreitet ist.

http://www.hagalil.com/2016/05/wolfgang-gedeon/

Antwort
von BertRollmops, 44

Der Zentralrat der Juden in Deutschland beklagt jedes Jahr die Antijüdischen Tendenzen. Das richtet sich zunehmend nicht gegen den Glauben und die Gläubigen, sondern macht sich heute vor allem in einem latenten Antizionismus bemerkbar, der sich gegen eine angeblich durch die USA gestützte zionistische Weltverschwörung (im Finanzsektor etc.) oder die jüdische Siedlungspolitik auf der anderen Seite richtet. 

Antwort
von lupoklick, 19

Der Begriff "JUDE" wird bei rechtsradikalen Spinnern durch  "Rothschild" ersetzt. 

  DUMMHEIT wird nie ganz verschwinden, so wie NEID ("Gerechtigkeit"  bla bla) und Selbsthass. "Weisse Neg.r" nennt man die sich selbst Isolierenden  wohl in anderen Staaten.  

ALT-Nazis sind nur noch mit dem Elektronenmikroskop zu finden. Neonazis bekommen ihre Schriften aus Dänemark und USA. !!! ----

In Deutschland gilt zur Meinungsfreiheit:  Grundgesetz Artikel 5, Absatz 2

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