Frage von miles21, 67

Jobwechsel zwei Tage nicht krankenversichert. Muss ich für die2 Tage einen Beitrag zahlen?

Hallo,

Ich habe im August 2016 meinen job gewechselt. Ich habe zum 19.08.2016 gekündigt und meinen neuen Job zum 22.08.2016 neu begonnen.

Nun habe ich ein schreiben bekommen von der Krankenkasse(TTK) das ich für den Zeitraum vom 20.08.2016 bis 21.08.2016 ca. 50€ Nach bezahlen soll!

Mein Gehalt ist über dem Beitragsbemessungsgrenze und dies wurde auch zu Grundlage genommen bei der Beitragsberechnung.

Ist das gerechtfertigt? Ich habe doch kein Verdienst gehabt für die zwei Tage!? Danke für Ihr Feedback

Antwort
von kevin1905, 20

Mein Gehalt ist über dem Beitragsbemessungsgrenze

Ist es auch über der Jahresarbeitsentgeltgrenze und du bist freiwillig versichert?

Dann gilt der nachwirkende Versicherungsschutz aus § 19 SGB V nicht und die Tage sind nachzuzahlen.

Antwort
von dan030, 30

Du wirst vermutlich um die Zahlung nicht herumkommen, weil wir seit 2009 eine Krankenversicherungspflicht in Deutschland haben. Wobei die Regelungen so ausgelegt sind, dass sich die Versicherungen bei den Zwangsversicherten schamlos in solchen Situationen bedienen können.

Tipp für die Zukunft: beim nächsten Jobwechsel eine Woche dazwischen lassen, arbeitslos melden für diese Woche, dann wird's übers "Amt" bezahlt.

Antwort
von eulig, 14

der nachgehende Leistungsanspruch gilt nur für Lücken zwischen sozialversicherungspflichtigen Zeiten. da du aber über der BBG liegst, handelt es sich um eine versicherungsfreie und nicht um eine versicherungspflichtige Zeit. die Forderung ist also korrekt.

https://www.haufe.de/recht/deutsches-anwalt-office-premium/nachgehender-leistung...

Kommentar von Kunterbunt23 ,

die Forderung ist also korrekt.

Ja, aber auch in der Höhe von 50,00 Euro für 2 Tage?

Hier hätte m.E. der Fragesteller eine Einkommenserklärung abgeben müssen, dass er in den 2 Tagen kein Einkommen hatte und dann würde er nur den Mindestbeitrag der freiwilligen Versicherung zahlen, also etwa 11,30 Euro (Mindestbeitrag ~170,00 : 30 Monatstage x 2 Tage = 11,30).

Wahrscheinlich hat der Fragesteller aber keine Einkommenserklärung abgegeben, wonach die KK den Höchstbeitrag festgesetzt hat. Wenn die Widerspruchsfrist des Beitragsbescheides noch nicht abgelaufen ist, kann er die Einkommensunterlagen nachreichen und dann wird die KK den Beitrag rückwirkend für die 2 Tage von 50,00 auf 11,30 abändern.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten