Frage von RaidenZero, 40

Jobwechsel doch nun wegen geänderter Arbeitszeiten unmöglich?

Beispiel: Tom bereits beschäftigt, hat wegen einem neuen Jobangebot gekündigt und somit den Arbeitgeber gewechselt. Vereinbart war die Arbeitszeit von 06:00 - 18:00 Uhr und von 18:00 - 06:00 Uhr. Allgemein hatte die Vermittlerin kaum klare Informationen für Tom. Tom wusste schon vor der notwendigen Unterrichtung kurz vor knapp, wann diese tatsächlich beginnt. Nun hat er erfahren, dass der Arbeitsbeginn am 29.03.2016 um 15:00Uhr ist. Folglich wird die Schicht bis in die Nacht gehen. Da Tom aber krankheitsbedingt nicht mehr Auto fährt und niemanden hat der ihn fahren könnte, die öffentlichen Verkehrsmittel hier schon Abends nicht mehr fahren, kommt er folglich nicht mehr nach Hause. Vor Vertragsschluss hat Tom aber bei der Vermittlerin gesagt dass die Arbeitszeit von 06:00Uhr - 18:00Uhr und von 18:00Uhr - 06:00Uhr in Ordnung ist, eine Anstellung aber in regulärer Zwei- bzw. Dreischicht nicht möglich ist.

Als Antwort auf Tom´s Frage wie die Arbeitszeit jetzt tatsächlich sein wird, beantwortete dies die Vermittlerin mit: Ich und Herr "Chef" haben uns auch schon darüber gewundert, aber Sie sind so eingetragen. DIe reguläre Arbeitszeit ist das nicht.

Vertraglich (schriftlich) wurde eine klare Arbeitszeit nicht vereinbart aber mündlich hatte Tom bereits die mündliche Zusage der Vermittlerin. Was soll/kann Tom tun?

Zusatz: Tom musste einer kostenpflichtigen Unterrichtung für die Tätigkeit nachgehen. Diese wird vom Arbeitgeber (also der Vermittlung) vorerst übernommen und folglich in Raten zurückverlangt. In der Rückzahlungsvereinbarung steht nun, nicht die Höhe der Summe, nur dass jeweils ein Drittel monatlich zurückverlangt wird und dass bei Kündigung je nach Situation, seitens des Arbeitsgebers (Arbeitnehmer verschuldet) oder seitens des Arbeitnehmers, die gesamte Summe in einer Rate zurück zu zahlen sei.

Ungefähr liegt der Betrag bei 500€, Tom ist keine arme Seele aber auch kein reicher Mann. Wie kann man erwarten dass ein sterblicher Bürger 500€ von seinem Monatseinkommen entwenden soll?

Ist dies rechtlich wirklich richtig so? Tom wäre ja bei einer Kündigung bereit die Summe in Raten zu zahlen.

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von Maximilian112, 23

Die Vermittlerin ist doch aber nicht der Vertragspartner, das ist der Betrieb. Mit dem sollte Tom seine Arbeitszeit vereinbaren. Die Vermittlerin wird sich weiterhin nur wundern...

Grundsätzlich ist der AN in der Pflicht wie er auf Arbeit oder eben nach Hause kommt. Deshalb wäre eine vertragliche Vereinbarung der Arbeitszeit nicht das verkehrteste gewesen, vor allem da sich ja diese Schulung vorschaltet.

Fraglich ist, ob der Betrieb denn überhaupt diese kostenpflichtige Schulung auf den AN abwälzen kann.

Die letzte Frage könnte ein Anwalt besser beantworten.

Kommentar von RaidenZero ,

Die Vermittlerin (Zeitarbeitsfirma) ist für die ersten drei Monate die Vertragspartnerin, danach durch die Übernahme die Sicherheitsfirma. Aber ist es nicht generell ähnlich einer Täuschung zu behaupten die Arbeitszeiten wären so wie zuerst genannt, folglich wird etwas anderes genannt weil man es aber besser nicht wusste? Keine bewusste Täuschung ganz klar, aber die Vertragsperson hat von meiner Unflexibilität ja bereits gewusst?

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