Frage von Sommeil, 103

Jobwechsel auf Zeit und Wohnung steht leer, kann gekündigt werden?

Kann der Vermieter, trotz regelmäßiger und pünktlicher Mietzahlungen die Wohnung kündigen wenn sie 1 oder 2 Jahre leer steht (und er einer Untervermietung widersprochen hat)?

Expertenantwort
von Gerhart, Community-Experte für Mietrecht, 54

Der Vermieter kann aus diesem Grund weder fristlos noch ordentlich kündigen. Der Widerstand des Vermieters gegen die Untervermietung ist substanzlos. Du kannst seine Zustimmung zur Untervermietung einklagen, wenn dir durch diesen Widerspruch große finanzielle Verluste nachweisbar entstehen. Aber die Hinweise von @Turbomann solltest du realisieren.

Antwort
von Turbomann, 52

Warum redest du in dem Fall nicht persönlich mit dem Vermieter?

Eigentlich ist es ja egal, wenn er pünktlich seine Miete bekommt, die Wohnung ab und zu von jemandem gelüftet wird.

Ein oder zwei Jahre eine Wohnung so zu lassen, ohne Lüftung etc. das ist auch nicht gerade ohne.

Auch minimal geheizt wird im Winter, dass die Wohnung nicht auskühlt. Dein Briefkasten geleert wird und falls es bei euch eine Kehrwoche gibt, du jemanden beauftragst.

Du bist in der Zeit der Mieter und musst dich trotzdem um solche Dinge kümmern.

Quasi du eine Vertrauensperson hast, die das für dich erledigt, auch die einen Schlüssel hat, wenn jemand in die Wohnung muss, auch wenn du nicht darin wohnst in der Zeit.

Zudem Rolladen ständig unten zu haben, ist eine willkommene Einladung für Einbrecher.


Kommentar von Sommeil ,

Ich arbeite schon einige Monate in einer anderen Stadt und handhabe es natürlich so wie du sagst. Lüften, Wasser laufen lassen, heizen ... all das pasiiert natürlich

Expertenantwort
von johnnymcmuff, Community-Experte für Mietrecht, 30

Kann der Vermieter, trotz regelmäßiger und pünktlicher Mietzahlungen die Wohnung kündigen wenn sie 1 oder 2 Jahre leer steht .

Solange der Mieter die  Miete pünktlich zahlt, kann der Vermieter nicht ordentlich kündigen, nicht aus oben genanntem Grund.

Ob der Mieter die Sache nutzt oder nicht, geht den Vermieter nichts an, solange die Mietsache keinen Schaden nimmt.

Regelmäßiges Heizen und Lüften sind da wichtig.

Ich arbeite schon einige Monate in einer anderen Stadt und handhabe es natürlich so wie du sagst. Lüften, Wasser laufen lassen, heizen ... all das pasiiert natürlich

Und was ist mit Flurwoche usw? Sowas muss man auch einhalten sofern es vereinbart ist.

Kommentar von Sommeil ,

Nein, die gibt es bei uns nicht!

Kommentar von johnnymcmuff ,

Dann hast Du Glück. Zahle einfach immer schön pünktlich die Miete und achte auf regelmäßiges Heizen und Lüften, dann kann Dir der Vermieter auch nichts.

Kommentar von bwhoch2 ,

... und Du bist der beste Mieter, den sich ein Vermieter nur vorstellen kann. Er nutzt die Wohnung nicht ab, lärmt und dreckt nicht rum und geht anderen Hausbewohnern nicht auf die Nerven.

Antwort
von Wuestenamazone, 45

Solange er sein Geld bekommt kann ihm doch egal sein ob da jemand wohnt oder nicht

Antwort
von gadus, 45

Natuerlich kann er das,wenn er die Fristen einhaelt.Er hat sich aber ins eigene Fleisch geschnitten,als er der Untervermietung widersprochen hat.Eine so lange nicht bewohnte Wohnug ist nicht so gut fuer ein Haus.(Schimmel und Stockflecken)   LG  gadus

Kommentar von Skibomor ,

Ja, da hast Du recht. Ich nehme aber an, dass er genau wegen dieser Gründe nun kündigen will (und darf).

Kommentar von gadus ,

Das war auch mein erster Gedanke.   LG  gadus

Kommentar von bwhoch2 ,

Kündigen dürfen, darf er nur, wenn er einen berechtigten Grund hat. Z. B. Eigenbedarf oder wenn die Mieter die Wohnung leer stehen lassen und sich nicht mehr um die Wohnung kümmern, also im Winter alles einfrieren lassen und nicht mehr lüften beispielsweise, sodass die Wohnung Schaden nimmt. Das nennt man dann Verletzung mietvertraglicher Pflichten.

Antwort
von Skibomor, 58

Fristgemäß darf er jederzeit kündigen - ob die Wohnung nun bewohnt ist oder nicht.

Kommentar von Sommeil ,

Dazu muss er doch nach meinem Wissen einen Grund angeben?

Kommentar von Skibomor ,

Nein, das muss er nicht. Wenn Du kündigen würdest, müsstest Du ebenfalls keinen Grund angeben.

Kommentar von Gerhart ,

Du erzählst hier den blanken Unsinn. Schweige lieber, wenn du keine Ahnung hast.

Kommentar von Skibomor ,

Liebelein, ich habe selbst im Laufe meines Lebens viele Wohnungen gemietet und vermietet; ich habe lange bei Rechtsanwälten gearbeitet, bin Mitglied im Mieterschutzverein und auch beim Haus- und Grund-Eigentümerverein. Ich behaupte mal, dass "Keine-Ahnung-haben" hier nicht ganz zutrifft.

Kommentar von imager761 ,

dass "Keine-Ahnung-haben" hier nicht ganz zutrifft.

Doch, wenn dir der Begriff berechtigtes Interesse - mit Ausnahme des erleichterten Kündigungsrechts n. § 573 a BGB - bei ordentlichen vermieterseitigen Kündigungen offenbar nichts sagt.

Tatsächlich darf nur der M grundlos fristwahrend kündigen, der VM nie.

Kommentar von johnnymcmuff ,

Liebelein, ich habe selbst im Laufe meines Lebens viele Wohnungen gemietet und vermietet; ich habe lange bei Rechtsanwälten gearbeitet, bin Mitglied im Mieterschutzverein und auch beim Haus- und Grund-Eigentümerverein.



Das war bestimmt kein Anwalt für Mietrecht und nur weil man Mitglied in diversen Vereinen ist, bedeutet das nicht, das man Ahnung hat.

Ich behaupte mal, dass "Keine-Ahnung-haben" hier nicht ganz zutrifft.

Zumindest in dieser Sache liegst Du falsch!

Kommentar von johnnymcmuff ,

Fristgemäß darf er jederzeit kündigen - ob die Wohnung nun bewohnt ist oder nicht.

Bitte nicht antworten wenn man keine Ahnung hat. Du hast auch schon Fragen gestellt und erwartest gute und richtige Antworten, das wollen andere Fragende User auch!

Der Vermieter muss schon einen triftigen Grund haben und diesen in einer Kündigung nennen. z.B. Eigenbedarf . Dann hat er noch das Recht auf außerordentliche Kündigung, sofern dafür Gründe vorliegen; was hier nicht der Fall ist.

Kommentar von DarthMario72 ,

Fristgemäß darf er jederzeit kündigen 

Woher hast du nur diesen Unfug??

Kommentar von Skibomor ,

So einseitig ist das Mietrecht nun auch wieder nicht, dass Vermieter tatsächlich keinerlei Möglichkeiten zur Kündigung haben. Niemand würde dann mehr vermieten! Kündigungsfristen liefern das Mietrecht und der geltende Mietvertrag.

Ich musste vor nicht allzu langer Zeit einer alleinerziehenden Mutter den Mietvertrag kündigen (sie hatte sich nichts zuschulden kommen lassen, aber ich hatte meine Gründe) und ich musste 9 Monate Kündigungsfrist einhalten wegen der sehr langen Mietdauer. Aber grundsätzlich war auch diese Kündigung rechtens und es gab keinerlei Einwände des gegnerischen Anwalts!

Kommentar von Sommeil ,

9 Monate Kündigungsfrist sind nicht mehr zulässig, diesbzgl. bin absolut sicher. 3 Monate und nicht länger!

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