Frage von Trimax666, 49

Jobsituation verzwickt, was tun?

Hallo zusammen,

folgende Situation:

Seit Ausbildung 15 Jahre lang gleicher Büro-Job nach kaufmännischer Ausbildung, natürlich unbefristeter Vertrag. Habe nie das Gefühl gehabt, einen Traumjob zu haben, aber Überstunden sind ok, sehr gute Bezahlung mittlerweile und "wissen, woran man ist" haben mich einfach da gehalten.

Möglichkeit wäre da zeitnah mit Familie in ein anderes Bundesland zu gehen, da Familie Ihrerseits dort ist und wir auch ein eigenes Haus dort besitzen.

Problem: Angst in blöde Firma zu geraten (in dem anderem Bundesland), obwohl Aktuelle auch nicht besonders toll von der Stimmung her. Gehalt dürfte deutlich weniger sein, benötige das Geld aber prinzipiell, da Immobilie, Auto usw. Ihr kennt das ;-) ...Lebensstil dem Gehalt nunmal angepasst und schlecht zu drücken da Raten für Immobilie usw.!

Was tun? Risiko gehen und bewerben, oder weiter "durchhalten"...was allerdings noch weit über 25 Jahre wären, allerdings kann das Wechseln evtl. richtig in die Hose gehen...z.B. nach Probezeit rausgeschmissen und arbeitslos grusel!

LG, Trimax

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Antwort
von ChocolateSheep, 9

Auf jeden Fall solltest Du natürlich mit Deiner Familie darüber sprechen (was Du aber vermutlich eh tust oder tun wirst). Auch die Entscheidung solltet Ihr gemeinsam treffen.

Ich denke, es ist kein Risiko, zunächst Chancen auszuloten und sich zu bewerben. Wenn Du Dich dann schon in Bewerbungsgesprächen nicht richtig wohl fühlst, kannst Du Dich ja immer noch gegen die Stelle entscheiden. Aber vielleicht findest Du auf diesem Weg auch ein wirklich nettes neues Team, in dem Du Dich wohl fühlst und über Gehaltsvorstellungen lässt sich eventuell noch verhandeln, sodass auch diese Dir etwas mehr entgegen kommen.

Tendenziell ist klar, dass ein Wechsel auch immer ein Risiko mitbringt, man weiß nie 100%ig, was einen erwartet, aber genau hier entsteht auch die Chance, sich einfach weiterzuentwickeln. Vielleicht weißt Du nach der Bewerbungsphase besser, wonach Du eigentlich suchst, oder arbeitest 2 Jahre in einem Unternehmen und wechselst dann erneut, weil Du noch etwas gefunden hast. Ein jetziger Wechsel müsste ja nicht bedeuten, dass Du für immer dort bleiben musst.

In meinen Augen tut sich da eine tolle Gelegenheit auf, etwas Neues kennenzulernen, ich würde die Chance nutzen, aber am Ende ist das natürlich Deine Entscheidung. Egal, wie Du entscheidest, ich wünsche Dir dabei alles Gute! :-)

Antwort
von akkurat01, 20

All diese Fragen kannst du nur in Abstimmung mit deiner Familie entscheiden. Für gut ausgebildete Mitarbeiter ist es heute relativ leicht mittelfristig einen neuen Job zu finden.

Jede Veränderung sollte man immer als Chance sehen. Finanziell muss man abwägen was geht und was nicht. Es muss aber Sinn machen sich zu verändern.

Leider kann niemand dafür garantieren ob ein Wechsel gut geht oder nicht. Deshalb viel Zeit nehmen und lieber zweimal hinsehen bei einem Jobangebot. Denn warum ist die Stelle den offen?

Aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt.

Antwort
von tapri, 15

die Frage kannst nur du alleine und deine Familie beantworten, ob ihr dieses Risiko eingehen möchtet oder nicht.

Ein neuer Job kann aber auch eine neue Chance sein sich beruflich weiterzuentwickeln. 

Wenn du bis heute auf dem aktuellen Stand bist, was deinen Beruf angeht und dich selber weiter gebildet hast, dann wirst du in jedem Bundesland einen Job bekommen und den auch behalten wenn du dort positiver auftrittst als hier ;-)))

Kommentar von Trimax666 ,

Hi,

also mittlerweile bin ich der Meinung, ich gehe da in Ruhe dran und suche mir etwas Neues, aber nicht auf "Teufel komm raus"...!

Ich denke, ich verdiene aktuell sehr viel in meiner Position, was gibt man da bei Gehaltsvorstellung an? In der Regel liegt der Verdienst etwa bei knapp über 35000,-€ Brutto im Jahr, wenn man den allgemeinen Fundstellen im Netz so trauen kann.

Ich könnte durchaus mit weniger Einkommen leben, wenn es sich im Rahmen hält, 35000,-€ wäre da allerdings viel zu wenig.

Einen Nachteil habe ich noch bei einer Bewerbung: Meine Abschlusszeugnisse / Prüfung waren recht schlecht. Beim Arbeitszeugnis und Ausbildungszeugnis sieht das nat. wieder anders aus.

Man, echt nervig solche wichtigen Entscheidungen... ;-)

Kommentar von tapri ,

ab einem gewissen Alter legt man weder Schul- noch Berufsausbildungszeugnisse bei. Es reicht, im Lebenslauf zu schreiben welchen Abschluss mal jeweils hatte.

Da zählen irgendwann nur noch die Berufserfahrung. Also lass solch alten Dinge einfach weg.

Gehaltsvorstellungen zu schreiben finde ich immer schwer. Ich würde gar keine Zahl sagen/schreiben sondern schreiben, dass ich von einer angemessenen und fairen Bezahlung ausgehe.......

Kommentar von Trimax666 ,

Hi,

finde ich schwierig. Gehaltsvorstellungen wollen Alle eigentlich haben und Zeugnisse weglassen, habe ich mal gehört, kann auch ganz schnell negativ ausgelegt werden!?

Vielleicht jemand der in einer Personalabteilung arbeitet und dazu Infos aus erster Hand hat?

Kommentar von tapri ,

ich stelle meine Mitarbeiter ein und aus. Wenn jemand auch noch das "Seepferdchen" mit dazu legt bei besonderen Kenntnissen, dann hat er nichts besonders vorzuweisen.

Das selbe gilt, wenn man Schulzeugnisse und Ausbildungszeugnisse dazulegt. Außer diese sind weniger als 5 Jahre alt

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