Jobcenter zahlt Vermieter auf dessen Anforderung Kaution aus, obwohl die Anforderung ungerechtfertigt war und will nun das Geld zurück?

... komplette Frage anzeigen

3 Antworten

Nunja es sind 2 verschiedene Sachverhalte. Die Kaution wurde laut deinem Text als Darlehen ausgezahlt direkt an den Vermieter. Sowas bekommt man nicht geschenkt. Und Kautionen sind üblich. Wenn ihr euch damals die Wohnung angeschaut habt und euch dafür entschieden habt wieso sollte das Jobcenter dann nicht die Kaution vorstrecken, wenn es der Gesetzgeber so vorsieht bzw diesen Luxus gönnt.

Zum anderen die fristlose Kündigung. Viele Mieter meinen sich im Inet schlau zu machen und dann in die Vollen zu gehen. Und dann letztendlich auch Recht zu haben. Tatsache ist aber das man nicht so einfach fristlos kündigen kann. Es gibt Mahnungsfristen die man wahren muss. So nach dem Motto ich gebe heute eine Kündigung ab und ziehe morgen aus funktioniert in 99% der Fälle nicht. Auch Vermieter haben gewisse Schutzrechte. Demzufolge ist zu prüfen ob ihr bei eurer vermeintlichen fristlosen Kündigung alles richtig gemacht habt.

Die von euch geschilderten Umstände dort klingen nicht gerade berauschend. Aber ihr hattet doch Augen im Kopf als ihr bzw er dort eingezogen ist? Und defekte Wasserhähne lassen sich reparieren. Dazu muss man den Vermieter ordnungsgemäß kontaktieren. Anruf, schriftlich, letztendlich Frist setzen, Anwalt.

Solltet ihr all das nicht gemacht haben bzw keine Nachweise dafür haben sieht es sehr schlecht für euch aus.

Mit dem Jobcenter braucht ihr nicht zu diskutieren, das Geld wurde als Darlehen an deinen Freund ausgezahlt (hier direkt auf das Konto des Vermieters). Das Amt interessiert die Rechtslage nicht. Dein Freund ist Hauptschuldner. Und von dem holt es sich das Geld zurück, unweigerlich.

So wie es aussieht zahlt der Vermieter euch das nicht. Der einzige Weg ist ein Anwalt um zu prüfen ob die fristlose Kündigung rechtmäßig ist/wahr. Dann gibts evtl das Geld vom Vermieter und dann gehts zurück ans Amt.

Er hätte sich vor der Kündigung Gedanken machen müssen, schließlich ist es eine staatliche Leistung bzw der Steuerzahler hat ihm das ermöglicht. Da einfach "ichbezogen" sein eigenes Ding durchzuziehen ist eigentlich eine Frechheit.

Dennoch viel Erfolg


Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Widerspruch gegen die Forderung einlegen und mit dem ganzen Schriftverkehr zum zuständigen Sozialgericht und dort eine Klage einreichen!

Natürlich muss das Jobcenter eine Forderung vorher prüfen,du bekommst ja ohne Antrag und vorherige Prüfung auch nicht einfach so Leistungen gezahlt,nur weil du sagst dir stehen sie zu.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Eiinfach weiterhin widersprechen - wenn das JC Geld verschenkt, dann ist das deren Problem. Offensichtlich hat der Vermieter genau darauf spekuliert.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?