Frage von Kathrin2014, 441

Jobcenter fordert Daten vom Kindesvater schon weit vor der Geburt, muss das sein?

Bitte um Hilfe, kurz gefasst: 23 SSW (Brief aber viel früher bekommen und muss morgen abgegeben sein) mit einigen Komplikationen. ... beziehe seit einem Monat Alg 2 vom Jobcenter und lebe getrennt vom Partner. Jetzt kommt das Amt (war viel Stress) möchte jetzt schon die Unterhaltssache geklärt haben und lauter Unterlagen und Auskünfte über Kindesvater, was ich unbedingt nachkommen muss angeblich würden Sie mir sonst sogar das Geld streichen! Kommt mir komisch vor, es ist ja noch lange nicht da und es kann noch so viel passieren (war schon 3x im KH) Reicht ein Schreiben mit dem ich erkläre, dass die Unterhaltssache spätestens direkt nach der Geburt geklärt wird und ich denen das schriftlich geben kann was wir vereinbaren? (die Pflicht) wie kann ich mich jetzt verhalten, ohne das ich Ärger bekomme? Möchte mich dazu noch nicht so krass äußern!! Ist mir viel zu früh. Danke!

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von isomatte, Community-Experte für Hartz 4 & Jobcenter, 313

Du kommst um deine Mitwirkungspflicht nicht drum herum,sonst kann dir die Leistung vorsorglich ganz eingestellt werden,bis du dieser dann nachgekommen bist !

Spätestens ab beginn deines Mutterschutzes ist er bei Leistungsfähigkeit eh zum Unterhalt dir gegenüber verpflichtet und der beginnt spätestens 6 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin.

Selbst nach der Geburt ist er dir dann zum Betreuungsunterhalt bis min. zum 3 Lebensjahr des Kindes verpflichtet,wenn er nach der Zahlung des Kindesunterhalts noch leistungsfähig ist,also dann noch mehr als 1200 € Netto hätte.

Wenn es aber jetzt angenommen schon Probleme in der Schwangerschaft gibt und davon gehe ich aus wenn du schon 3 mal im Krankenhaus warst,dann hast du ggf.schon ein Beschäftigungsverbot und dann ist er ab da schon zum Unterhalt verpflichtet.

Was ihr euch dann nach der Geburt ausmachen wollt ist dem Jobcenter völlig egal,er hat dann Unterhalt nach seinem Einkommen zu zahlen,weil dieser nun mal Vorrang hat.

Antwort
von DerHans, 345

Du bist zur Mithilfe verpflichtet. Das ergibt sich schon allein aus der Tatsache, dass du Leistung beziehst.

Was spricht dagegen, dass du den Vater deines zukünftigen Kindes bekannt gibst. Schließlich ist der am Entstehendes Kindes nicht ganz unbeteiligt gewesen.

Was soll das JobCenter denn tun, wenn du dich einfach nicht rührst? Da ist die Kürzung der Leistung die einzige Möglichkeit, dich zur Mitwirkung zu "motivieren"

Antwort
von passaufdichauf, 287

Der Kindsvater ist dir bereits mit Beginn des Mutterschutzes (also ab 6 Wochen vor der Geburt) zu Betreuungsunterhalt verpflichtet.

Du musst natürlich keine Angaben machen, dann wirst du allerdings auch keine (oder halt die entsprechend gekürzten) Leistungen bekommen.

Wo ist dein Problem, jetzt den Vater anzugeben und bereits alles zu klären?! Meinst du etwa, nach der Geburt, mit einem Säugling, der dich braucht, hast du mehr Zeit?

Antwort
von Maloiya, 273

sobald du in den Mutterschutz gehst ist er AUCH dir zu Unterhalt verpflichtet. Das sind 6 Wochen vor und 8 Wochen nach der Geburt. NAch der Geburt kommt zusätzlich der Kindesunterhalt dazu.

Gib denen die Daten, es schadet ja wohl nichts.

Antwort
von Brenneke, 275

Das wirst du müssen

Die wollen dem vater schon mal mitteilen das sie unterhalt einklagen wenn er nicht zahlt

Kommentar von Kathrin2014 ,

 Also nicht dass er jetzt schon was zahlen muss?  Dachte sowas wollen sie erreichen und versuchen mit ihrer Leistung drum herum zu kommen.  Warum reicht es denn nicht dass ich mich sofort nach der Geburt melde? Werde ich um dieses schreiben (schon jetzt!!) nicht herum kommen? Danke 

Kommentar von Brenneke ,

Ich glaube leider nicht

Er ist ja unterhaltspflichtig und da wollen die schon mal wissen was er verdient ob er zahlen kann und will. Damit das alles geregelt ist wenn der spatz da ist 

Kommentar von sassenach4u ,

Weil er schon VOR der Geburt unterhaltspflichtig wird, deswegen. 6 Wochen vor der Geburt geht es los mit Unterhalt für dich. Und das ist gut so, wenn er zahlen kann, sonst zahlt die Allgemeinheit.

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