Frage von Rowdyy, 11

Jobaussichten Ökologische Landwirtschaft?

Hallo zusammen,

ich würde gerne später im Bereich Ökolandwirtschaft arbeiten, am Liebsten im Management, Bildung, Forschung, bei Verbänden/NGOs oder in der Entwicklungshilfe (aber nicht klassisch auf dem Bauernhof).. also noch ziemlich unkonkret. Jetzt meine Frage an euch: ist man besser qualifiziert, wenn man ein allgemein Agrarwissenschaften studiert, aber das an der Uni oder wenn man ein Duales Studium in ökologischer Landwirtschaft und eben gleichzeitig seinen Landwirt macht. In beiden Fällen würde ich noch mit einem Master-Studium meinen Schwerpunkt, den ich hoffentlich bis dahin weiß, vertiefen. Natürlich ist die Entscheidung von meinem späteren Schwerpunkt abhängig - kann man vielleicht trotzdem z.B. sagen Ökolg. Landwirt ist besser, da ich auch in die Ökorichtung gehen möchte, umso früher spezialisiert, umso besser oder ist es besser allgemein Agrarwissenschaften zu studieren, damit einen Realitätsbezug zur konventionellen Landwirtschaft hat und zudem an der Uni war?

Es wäre Klasse, wenn ich zu der doch sehr speziellen Frage ein paar Antworten bekämen. Danke euch im Voraus! :)

Antwort
von Agronom, 8

Das ist ein schwere Entscheidung, viel kann ich dir da leider nicht helfen.

Da du nicht in die praktische Landwirtschaft möchtest, ist eine Lehre natürlich nicht zwingend notwendig, bildet aber natürlich auch eine hilfreiche Grundlage. Wenn du dich schon auf die ökologische Richtung fixiert hast, würde ich da auch eher dazu tendieren, dir das direkte Studium dieser Fachrichtung anzuraten.

Zum Studium der allgemeinen Agrarwissenschaften (Uni) kann ich dir sagen, dass du dafür im wesentlichen die grundlegenden theoretischen "Gesetztmäßigkeiten" lernst, wobei es eher um die konventionelle Bewirtschaftung geht, die ökologische Landwirtschaft kommt auch öfter mal vor und wird auch verglichen, aber tendenziell weniger. Beim Studium an einer Uni musst du eben auch beachten, dass weniger die praktische Landwirtschaft fokussiert wird, als die wissenschaftliche Seite, gerade dann im Master, es ist eine akademische Ausbildung. Dort geht es viel darum, dass man lernt sich in der Wissenschaft zu bewegen, also Studien verstehen, bewerten und ggf. auch die Relevanz für die praktische Landwirtschaft beurteilen zu können. Ein konkreter Praxisbezug bleibt dabei oft auf der Strecke.

Hierbei kann ich natürlich nur für meine Uni sprechen, aber ich denke nicht, dass es bei den meisten anderen große Unterschiede gibt.

Für den Bereich Forschung wäre also das Vollstudium an einer Uni zu empfehlen, für die anderen genannten Tätigkeiten eher der Dual-Weg.

Antwort
von Coriolanus, 9

Ich plädiere für das duale Studium (Lehre plus Studium der Landwirtschaft an einer Fachhochschule). Agrarwissenschaften ist zu theoretisch und zu abgehoben und etwa für eine Tätigkeit in der Entwicklungshilfe überhaupt nicht brauchbar.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community