Frage von Blumen123,

Jobangebot- Selbstständigkeit

Hallo liebe User,

ich habe ein Jobangebot, reine Dienstleistung, 700 € monatlich und das Ganze soll als "Selbstständigkeit" verrechnet werden... Ich brauche also einen Gewerbeschein. So.. Wie ist das nun mit den Steuern? Gehen bei 700 € aus selbstständiger Tätigkeit Steuern ab, wenn ja wieviel ca.? Und was ist mit meiner Krankenversicherung? Muss ich privat versichert werden und selber zahlen?

Ich schreibe nur hier, weil ich übers Wochenende bereits die Infos brauche- wenigstens grob. Bitte helft mir!

LG

Hilfreichste Antwort von Geochelone,
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Das was dir dort angeboten wird, ist kein Job. der zwingt dich eine eigene Firma zugründen, um alle Kosten auf dich abzuwälzen. Du musst dich von deinen Erträgen selbst versichern. Dann kommen Berufsgenossensschaft und Finanzamt. Da bleibt kaum etwas übrig. Auch bekommst du nix, wenn du mal krank bist oder Urlaub machst. Wie willst du bei so minimalem Einkommen noch etwas für diese Zeiten zurücklegen ?

Kommentar von Blumen123,

ja.. wow.. das ist heftig! aber mit sowas habe ich fast gerechnet, das klang so gut- da gibts immer nen Haken. Danke jedenfalls für deine Antwort.

Antwort von RHWWW,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Hallo,

Steuern fallen nur an, wenn im Kalenderjahr mehr als 8004 Euro verdient wurde. Kosten der Selbständigkeit (z.B. Fahrkosten) sind vorher abzuziehen.

Neben Rücklagen fürs Krankheit und Urlaub sind auch noch Erwerbsminderung und Alter zu beachten. Ggf. auch eine Betriebshaftpflicht, falls man Schäden verursacht. Teilweise entsteht auch je nach Branche Pflicht zu einer gesetzlichen Unfallversicherung.

Am besten die Existenzgründerberatung der IHK kontaktieren. Teilweise gibt es Zuschüsse für Existenzgründer von der Arbeitsagentur oder vom Jobcenter.

Als Selbständiger kann man in der bisherigen gesetzlichen Krankenkasse bleiben. Der monatliche Mindestbeitrag liegt bei 215 Euro. Eine Privatversicherung ist oft eine lebenslange Entscheidung mit vielen Besonderheiten.

http://www.gutefrage.net/frage/bei-gewerbetreibende-was-ist-besser-private-oder-...

Gruß

RHW

Antwort von kosy3,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Das klingt alles sehr illegal. Schon mal was von "Scheinselbständigkeit" gehört? Das ist reine Ausbeutung. Der braucht dir nicht einmal zu kündigen, wenn er dich nicht mehr bezahlen will. Der sagt dann einfach: "Kein Auftrag mehr."

Antwort von Werther,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Von Deiner Tätigkeit gehen minimale Steuern ab. Aber die Krankenversicherung wird teuerer Du musst alles alleine Zahlen!. Einen Gewerbeschein brauchst Du ganz bestimmt. Der ist für ein Kleingewerbe aber erschwinglich. Was willst Du machen? Zeitschriften verkaufen? oder Versicherungen? Lass die Finger davon. Kann sein, dass Du in eine Schuldenfalle gerätst. Sieh zu, dass Du mindestens ein Fixum bekommst (fester Satz mit dem Du rechnen kannst).

Viel Erfolg trotzdem!

Kommentar von Geochelone,

Ein Gewerbeschein kostet für ein kleines Gewerbe genauso viel, wie für ein großes, weil es weder ein Klein- noch ein Großgewerbe gibt !

Kommentar von Blumen123,

Es geht um Auslieferung von Lebensmittel. Ich hab gerechnet.. bei 50 km am Tag und 7 Tagen pro Woche muss ich ja schon 200 € tanken von den 700! Und was sind dann minimale Steuern? 100€? 200 €? Bisschen genauer brauch ich das.. wenn ich unter die 400 € rutsche werd ichs lassen.

Ich hab vorher 400€ Basis geschafft und da hatte ich auch nie 400 €.. das niedrigste waren 340 €! Da gabs auch kein Fixum.. Bin echt frustriert gerade über den Arbeitsmarkt!

Kommentar von Werther,

Du rutscht unter € 400,00. Denke mal nicht nur an die Spritkosten. Das Auto kostet Wartung, Öl, Reifen, Reparaturen etc. Die Krankenkasse wird Dich geschätzt € 250,00 kosten. Ich glaube Du hast mehr wenn Du Zuhause bleibst.

Antwort von elbarto666,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Wenn Du selbstständig bist, musst Du auf Deine Tätigkeiten 19% Umsatzsteuer rechnen, daher ist auf alle Fälle schonmal wichtig, dass Deine Einnahmen 700+Steuern sind sonst werden die 19% davon auch noch abgezogen. Allerdings hast Du die Möglichkeit als Kleinunternehmer Umsatzsteuerfreiheit zu beantragen. D.h. Du brauchst Deine Einnahmen nicht versteuern, allerdings bekommst Du die Steuer für Deine Ausgaben (z.B. Benzin, andere Kfz-Kosten) nicht wieder zurück. Es gibt dann noch die Gewerbe- und die Einkommenssteuer auf den Gewinn, aber da wirst Du vermutlich unter der Freibetragsgrenze bleiben.

Auf jeden Fall solltest Du die Existensgründerberatung aufsuchen und Dich über die Themen Steuern, Versicherung und Scheinselbstständigkeit informieren bevor Du Dich selbstständig machst.

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