Frage von dbmtrde, 54

Job wechsel von befristeten in unbefristeten Arbeitsvertrag ALGI?

Hallo Leute,

es geht um Job wechsel von befristeten in unbefristeten Arbeitsvertrag.

Ich arbeite seit 17 Monaten bei der Firma A (Zeitarbeit Firma) als angestellter mit befristete Arbeitsvertrag und habe 4 Woche Kündigungsfrist zum Fünfzehnten oder zum Ende eines Kalendermonats.

Meine frage ist wenn ich einen neuen Job finde mit bessere Verhältnisse z.B. mit Unbefristete Arbeitsvertrag bei der Firma B.

Wenn ich meine derzeitige Arbeitsvertrag bei der Firma A selbst kündigen würde und mit Firma B unbefristete Arbeitsvertrag unterschreibe;

Was würde mich erwarten wenn ich bei der Firma B ende des sechs Monate Probezeit Kündigung bekommen würde.

Habe ich dann immer noch Anspruch auf ALGI oder kriege ich nen sperre (Wenn Ja, Wie Lange ?).

Ich bedanke mich im voraus..

Mfg,

Antwort vom Anwalt erhalten
Anzeige

Schneller und günstiger Rat zum Arbeitsrecht. Kompetent, von geprüften Rechtsanwälten.

Experten fragen

Antwort
von isomatte, 34

Wenn du dann die Kündigung in Firma B nicht zu verantworten hast,dann bekommst du auch keine Sperre !

Dann könnte ja kein AN - seinen Job wechseln wie er lustig ist und müsste immer damit rechnen 12 Wochen keine Leistungen zu bekommen,wenn man z.B. in der Probezeit gekündigt wird.

Es wird dann eben der Durchschnitt deines Einkommens der letzten 12 Monate ( 360 Tage )vor deiner Arbeitslosigkeit ermittelt und davon dann dein ALG - 1 Anspruch berechnet.

Würdest du dir in der Firma B dann auch schon einen neuen Anspruch erworben haben,also min. 12 Monate ( 360 Tage ) beschäftigt gewesen sein und das nahtlos,also ohne arbeitslos gewesen zu sein und in Firma A aber mehr als 10 % mehr Einkommen gehabt haben,dann müsstest du die Agentur für Arbeit darauf hinweisen,dann würde der Berechnungszeitraum erweitert.

Antwort
von konstanze85, 54

Eine Sperre müsstest Du in dem Fall nur befürchten, wenn Du die Probezeit nicht bestehst, weil man Dir Absicht unterstellen kann, also wenn Du gezielt auf die Kündigung hingearbeitet hättest, aber das machst Du ja nicht.

Also ist alles gut.

Antwort
von ShinyShadow, 46

Es gibt durchaus Fälle, in denen man echt Pech haben kann, aber bei dir sehe ich keinen Anlass zur Sorge.

Du kündigst ja einen BEFRISTETEN Vertrag für einen UNBEFRISTETEN.

Fast jeder Job hat ja ne Probezeit, und dann könnte man ja niemals wechseln.

Wenns dich beruhigt, kannst du den Jobwechsel ja beim Arbeitsamt melden (Musst ja sowieso evtl, weil du nur befristet angestellt und deshalb schon gemeldet bist?), dann ist alles gut! :)

Kommentar von atzef ,

Hehe, das ist einen Ticken zu unproblematisch gedacht...Vom Grundsatz her läuft das schon in deine Richtung, aber es kann durchaus sein, dass da Arbeitsagenturen Stress machen...

Jobwechsel muss man nie bei der Arbeitsagentur melden.

Kommentar von ShinyShadow ,

Klar kann es sein, aber wenn man jetzt hier alle Eventualitäten aufschreibt, sprengt das den Rahmen... (Mal davon abgesehen, dass nicht immer alles logisch ist, was das Amt so macht...) Wie gesagt, ich denke, hier SOLLTE es kein Problem geben.

Und wegen dem Melden: Eventuell ist er ja schon gemeldet dort, weil der befristete Vertrag bald endet... In dem Fall kann er ja einfach kurz Bescheid sagen, so in die Richtung: "Behaltet eure Kohle! Ich hab nen neuen Job!" und wenn man dann von offizieller Stelle nicht gesagt bekommt, dass man was tun muss, fühlt man sich einfach besser ;)

Kommentar von dbmtrde ,

Ich habe mich noch nicht gemeldet bei Arbeitsagentur weil ich ganz genau wusste das Vertrag wird immer wieder verlängert bis auf 2 Jahre grenze.. ich bin mir jetzt nicht sicher ob ich es tun muss oder nicht ? :S :)

Kommentar von ShinyShadow ,

Nein, musst du nicht, Wenn die Probezeit auch als Probezeit und nicht als Befristung angegeben ist.

Viele Arbeitgeber machen das inzwischen so, dass die Probezeit quasi ein befristeter Vertrag ist, der dann bei "Bestehen" der Probezeit verlängert wird. (Durch eine Zusatzvereinbarung oder indem man es stillschweigend einfach weiter laufen lässt) Klingt zwar doof, ist aber so. In dem Fall musst du das dem Arbeitsamt melden, dass du auch ALG1 bekommst. Wenn da allerdings tatsächlich steht, dass der Arbeitsvertrag direkt unbefristet ist, ist alles gut.

Kommentar von dbmtrde ,

Vertrag siehts so aus (wurde verlängert ) :S
http://imageshack.com/a/img922/2711/8sPusO.png

Kommentar von dbmtrde ,
Kommentar von ShinyShadow ,

Neee, ich meinte den neuen. Viele tarnen ne Befristung als Probezeit. Wenn das beim neuen der Fall ist, musst du das dem Amt melden.

Kommentar von dbmtrde ,

achso ok :) aber sowas würde ich selbst nicht unterschreiben es bringt mir nicht wenn ich eine befristete kündige für andere befristete.. Aber gut zu wissen kann schon vorkommen. ;)

Antwort
von Bitterkraut, 40

Du behältst den Anspruch natürlich. Es gibt keinen Grund für eine Sperre.

Kommentar von atzef ,

Vorsicht! Es gibt genug Entscheidungen von Arbeitsagenturen in solchen Fällen für eine Sperre. Allerdings liegen gegen solche Entscheidungen Urteile vor. Ob auch ein höchstrichterliches, weiß ich allerdings gerade auch nicht. Insofern muss man da schon etwas auf der Hut sein...

Kommentar von Bitterkraut ,

Es wäre absurd, wenn man nicht von einem unbefristeten Job in einen befristeten wechseln dürfte, weil man dann bei einer Kündigung im unbefristeten Job ne Sperre kriegen würde. Man darf sich also nicht besser stellen, weil man dann vielleicht schlechter gestellt wid, das kann nicht sein.

Antwort
von atzef, 49

Praxis der Arbeitsagenturen war lange, dann eine Sperre auszusprechen...

Dagegen liegen aber mittlerweile verschiedene Urteile vor.

Der Bereich ist also etwas grauzonig. Notfalls müsstest du halt bedarfsweise den Widerspruchsweg einschlagen.


Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten