Frage von XxKiba, 42

Job überfordert?

Hallo zusammen! Ich bin 23 Jahre jung und arbeite seit 09/15 als Altenpflegerin in der häuslichen Intensivpflege (habe dort gelernt). Seit ca. 3 Monaten habe ich das Gefühl durchzudrehen. Die Überstunden häufen sich (aktuell etwas über 60...In 3 Monaten).Zur zeit habe ich einen Zyklus mit 80 Stunden in 8 Tagen. Mir macht die Arbeit keinen Spaß mehr. Im Gegenteil: ich sehe daran nur noch negatives. Ich fange nun schon an meine Arbeit zu vernachlässigen, vergesse häufig Dinge oder mache etwas falsch. Andererseits kontrolliere ich seit kurzem alles 20x da ich mir selbst nicht mehr zutraue das alles passt. Ich fange manchmal fast das weinen an wenn ich weiß ich muss da wieder hin oder bekomme immer häufiger depressive Stimmungen. Ich schlafe sehr viel (wenn ich mal nicht arbeite). Ich habe das Gefühl psychisch nicht mehr auf der Höhe zu sein und das macht mir Angst. Habe bereits einen Termin beim Hausarzt für ein erstes Gespräch, aber vllt hat jemand von euch sowas schonmal erlebt und möchte seine Erfahrungen und Tipps mit mir teilen?

Danke vorab für alle Antworten :)

Antwort
von techniqueFreak, 19

Hallo XxKiba,

dass ist das "typische" verheizen von Jungen, engagierten Menschen.

Manche würden sagen, rede mit deinem Arbeitgeber. Oder ersuche Psychotherapeutische Hilfe.

Wenn der Schritt schon so weit ist, das du deinen Job nicht mehr ausleben willst, dann wird es höchste Zeit für einen Tapetenwechsel. Du bist ja noch jung!

Falls du dich noch für den Job begeistern kannst, schaue doch mal, ob in deiner Gegend nicht noch freie Stellen sind. Manchmal ist es besser in einem Unternehmen zu arbeiten, in dem man nicht gelernt hat!

Grüße aus'm Pott,

chris

Kommentar von XxKiba ,

Ich würde auch gerne auf meine Ausbildung aufbauen damit das viele lernen nicht umsonst war. Da ich aber nicht die Mittel dafür habe drehe ich mich sozusagen im Kreis.

Kommentar von techniqueFreak ,

Es gibt Einrichtungen, die dir besonders günstige Kredite zur Verfügung stellen, wenn sie denn für Ausbildungszwecke ist. 

In NRW gibt es den Bildungscheck und von der KFW gibt es den Studienkredit. Eventuell kommt auch Bafög für dich in Frage. Je nach dem welche Weiterbildung du anstrebst.

Aber dir ist hoffentlich klar das du einen Ausweg finden MUSST. Denn so wie es momentan ist, kann es nicht weitergehen.

Lieber ein Schrecken mit Ende, als ein Schrecken ohne Ende.

Kommentar von XxKiba ,

Ja das ist mir bewusst. Ich werde wohl mal eine Auszeit nehmen müssen um mal nur an MICH denken zu können und einen Ausweg zu finden. Danke für deine Hilfe :)

Kommentar von techniqueFreak ,

Gerne. Manchmal kommt man eben erst über Umwege an sein Glück!

Viel Erfolg auf deinem weiteren Lebensweg!

Antwort
von colagreen, 16

80 Stunden in 8 Tagen ist eine Zumutung! Das sind ja 10 Stunden Arbeit am tag und dazu gibt es noch nichtmal ein Wochenende.
So arbeitet man doch nicht freiwillig??

Überstunden macht ja jeder mal aber wenn man Täglich 2-4 Überstunden macht ist das nicht mehr normal und endet im burnout.

Rede mit deiner Chefin und lasse dich so einteilen, dass zu maximal 7 Stunden täglich arbeitest und mindestens 2 freie Tage pro 7-tage-Woche bekommst.

Wenn das nicht möglich ist, dann arbeite nur noch teilzeit.

Falls du weiterhin so arbeitest, bekommst du ein burnout.

Kommentar von XxKiba ,

Die Überstunden kommen durch spontanes einspringen und Personalmangel zustande. 8 tage mit jeweils 10 Stunden wäre ein Traum. Bei uns gibt es leider vermehrt 12 Stunden Dienste (hatte von 8 tagen 4x 12 Stunden). Teilzeit ist leider nicht möglich, da man in der Pflege generell schon nicht viel verdient. Ich fühle mich einfach nur noch schlecht :/

Antwort
von mefsio, 20

Was hälst du von dem Gedanken, dass Job und/oder Arbeitgeber nichts für dich sind und du dich entsprechend nach alternativen umsehen solltest?

Kommentar von XxKiba ,

Das habe ich bereits. Aber aus der Altenpflege aussteigen ohne eine weiter Ausbildung zu haben ist fast unmöglich. 

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