teresia am 17.02.2008 um 18:24 Uhr
Würdet ihr, wenn euch ein unbefriesteter Arbeitsvertrag, Vollzeit, gute Bezahlung etc, angeboten würde, dafür in die Kirche eintreten?

wenn man in einem Unternehmen arbeitet, dass in kirchlicher Trägerschaft arbeitet, dann ergibt sich ganz einfach die Tatsache, dass vorausgesetzt wird , dass du in der Kirche bist..aber entscheiden musst du das ganz alleine..

zum Beten?
Solf am 17. Februar 2008 18:31 Interessant wie man Dinge ganz verschieden sehen kann..DH

In welche denn?
berthold11 am 17. Februar 2008 18:29 Berechtigte Frage-DH

Da kann es keinen Zusammenhang geben. Selbst wenn Dir ein Job angeboten wird, der eine Kirchenzugehörigkeit voraussetzt, so wird ein Eintritt zu diesem Zweck nicht anerkannt.
teresia am 17. Februar 2008 18:30 erst der Kircheneintritt, dann der Arbeitsvertrag. Und das geht!
HerrLich am 17. Februar 2008 18:48 Sorry, das kann ich mir nicht vorstellen. Die kirchlichen Institutionen möchten Mitarbeiter mit Kirchenzugehörigkeit und nicht Mitarbeiter, die eintreten um den Job zu bekommen.

Wenn ein Arbeitgeber das von mir verlangen würde, dann würde ich diesen angebotenen Job SEHR hinterfragen. Da muss irgendwo ein dicker Hund begraben liegen, denn meine Arbeit hat nichts mit meiner (oder irgendeiner) Religions- oder Konfessionszugehörigkeit zu tun. Außer: der Job wäre bei einer kirchlichen Institution. Da wäre es verständlich, dass der Arbeitgeber sich eine entsprechende Konfessionszugehörigkeit wünscht. Aber wer in so einem Bereich arbeiten möchte dürfte mit einer kirchlichen Mitgliedschaft auch keine größeren Probleme haben

Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) – umgangssprachlich auch Antidiskriminierungsgesetz genannt – ist ein deutsches Bundesgesetz, das ungerechtfertigte Benachteiligungen aus Gründen der "Rasse", der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion, der Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität verhindern und beseitigen soll. Zur Verwirklichung dieses Ziels erhalten die durch das Gesetz geschützten Personen Rechtsansprüche gegen Arbeitgeber und Private, wenn diese ihnen gegenüber gegen die gesetzlichen Diskriminierungsverbote verstoßen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Allgemeines_Gleichbehandlungsgesetz
Is schön und gut, was im AGG steht, aber ich glaube kaum, daß Du es nachweisen kannst, einen Job aus Diskriminierung heraus nicht bekommen zu haben. Die Kirchen sind am längeren Hebel und können sich genauso wie andre Firmen ihre Leute aussuchen; schon aufgrund der Arbeitsmarktlage.
Das gilt natürlich nicht für Kirchen. Würde eine Freikirche gezwungen, einen Küster einzustellen, der Atheist ist? Oder der Vegetarierverband einen Geschäftsführer, der Koteletts isst?
Warum nicht, das tut doch nicht weh.
Bist Du ein Fähnlein im Wind?
Warum bist du denn nicht drin? Falls du nicht getauft bist, ist es gar nicht so einfach mal eben einzutreten. Du mußt wissen, ob du dann auch bereit bist die Kirchensteuer zu zahlen. Die Frage ist auch , ob du das mit deinem eigenen Glauben vereinbaren kannst.

Ich würde nicht extra in eine Kirche eintreten für einen Job, jedoch kann man verstehen (z.Bsp: bei katholischen Krankenhäusern) das man für einige Jobs auch Menschen möchte, die der Religion angehören
Wieselchen am 18. Februar 2008 13:17 ...und als atheistische Buchhalterin habe ich keine ausreichende Qualifikation für eine Krankenhausbuchhaltung? Was meinst du denn, dass ich beim Buchen von Geschäftsvorfällen die katholische Autorität untergraben kann? Oder dass ich auf jeden Ordner ein kleines Teufelchen klebe....
Sorry, aber das ist lächerlich. Das ist für mich genauso wie in den "guten alten Zeiten", in denen man ohne das richtige Parteibuch keinen Job mehr fand.

Die Kirchen verlangen ja meist eine bereits bestehende, aktive "Mitgliedschaft" in ihrem "Verein". Selbst wenn Du jetzt ganz schnell eintrittst und dann die Bewerbung losschickst, haben die das schneller herausgefunden als (mir fehlt grad ein Vergleich)...
Also lass es bleiben.
Es sei denn, Du wolltest langfristig tatsächlich in der Glaubensgemeinschaft tätig werden...
teresia am 17. Februar 2008 18:35 Nein, es sind nur die Konditionen sehr viel besser als in meinem aktuelle Job
claude5 am 17. Februar 2008 18:46 Na ja, auch in anderen Bereichen gibt es vielleicht bessere Konditionen. Wenn Du bisher nicht viel mit Kirche "am Hut" hattest, nutz doch das Geld, das Du für die Kirchensteuer zahlen würdest, lieber für ein paar "gewinnbringende" Fortbildungen / Bildungsurlaube. Ist vielleicht besser angelegt.

Also ich arbeite jetzt seit einiger Zeit in der Auditingabteilung bei der Scientology Church und bin sehr zufrieden.
Wenn wir erst mal die Weltherrschaft haben, müssen das sowieso alle . ...
america am 17. Februar 2008 18:33 muss ich dann auch mitspielen und werrde ich dann auch hllywoodstar???
knetartpunktde am 17. Februar 2008 18:35 Eigentlich hätten wir's lieber, wenn du schon Hollywoodstar wärst . ....
teresia am 17. Februar 2008 18:35 ich komme
Maienblume am 17. Februar 2008 18:36 O erlauchter Thetan erleuchte uns alle... ;-)
Findest Du dies Lustig ? Weltherrschaft wuenschen wir uns von nirgendwoher !
knetartpunktde am 17. Februar 2008 18:39 Oh, hat das Nazometer ausgeschlagen ?
Habe Erfahrung (nicht persoenlich) aus beruflichen Gruenden mit S.C.
Danke für die Angedrohte Weltherschaft,aber noch wird diese Sekte vom Verfassungsschutz Überwacht.Ist ja noch Perverser wie die Rechtsradikalen.DH,Bruno
DH!!

Niemals! Tut zwar nicht weh, kostet aber einen A.... voll Geld! Außerdem darf das niemand verlangen, wenn es nicht gerade eine kirchliche Institution ist!
naja also wenn du arbeitslos bist denke ich darf man darüber nicht nachdenken sei froh wenn du so einen job bekommst ob kirchen eintritt ja oder nein das ist doch egal.es ist ja nicht so viel was du an kirchen steuer zahlst
schurke am 17. Februar 2008 18:32 ev. 8% der Lohnsteuer und kath. 9% summiert sich schon übers Jahr
Aber besser als AL zu sein.
Wieselchen am 18. Februar 2008 13:13 Na klar. Und wenn dann demmächst die Mafia einen guten Job anbietet oder eine rechtsradikale Vereinigung, dann mache ich auch die Augen zu...
Nein. Zudem ziel die Frage an der Wirklichkeit vorbei. Auch eine kirchliche Organisation ist nicht mal an der Bewerbung interessiert, wenn die Zugehoerigkeit zu Glaubensgemeinschaft nicht bereits existiert. Ist auch eine Frage der Ehrlichkeit.

Nein.
Ich hab aber schon in ner kirchlichen Organisation gearbeitet. Sozusagen mit ner ''Ausnahmegenehmigung'', weil es denen in der Hauptsache um die Fähigkeiten ging, die für diese Tätigkeit notwendig waren.
Nö! Das wird nicht mal die Hartz4-Behörde von mir verlangen.
Wer ist der Arbeitgeber? Evangelische Kirche und Diakonie akzeptieren auch Nichtkirchenangehörige, wenn diese ihr Christsein glaubwürdig machen. Katholisch sollte es auch nicht Formsache sein. Und sonstige Arbeitgeber haben kein Recht, Kirchenzugehörigkeit zur Bedingung zu machen.
Sie müssten genauer sagen, wer der Arbeitsgeber wäre, konkret, und in welcher "Etage" die Arbeit zu tun wäre.
Heucheln sollte niemand, aber auch zur Heuchelei sollte niemand.

Nein, würde ich nicht. Ich prostituiere meine Überzeugungen nicht. Und schon gar nicht für so einen Verein wie die katholische Kirche. Allerdings würde ich mich da wahrscheinlich auch gar nicht bewerben, denn alles dort geht mir gegen den Strich. Die Dogmatisierung, die aufgeklärte, kritische Christen mit dem Kirchenbann belegt, die Art und Weise, wie dort mit Frauen umgesprungen wird... Nein DANKE! Da will ich gar nicht arbeiten. Und genau so wenig, wie ich froh wäre, bei der Mafia oder in einem Freudenhaus einen Job zu bekommen, geht es mir mit dieser Vereinigung auch.
barnabas am 18. Februar 2008 14:17 Hast Du daran gedacht, dass Du mit solch einer Antwort viele gläubige Menschen verunglimpfst, die nicht einfach so mit der Mafia oder Bordellen verglichen werden möchten - was auch nicht gerechtfertigt ist. Oder würde Dir ein solcher Vergleich gefallen?
Wieselchen am 18. Februar 2008 14:27 Nein, ich verunglimpfe keine gläubigen Menschen, ich bin selber ein gläubiger Mensch. Ich glaube aber an Gott, und nicht an einen Moloch, der nur noch darauf bedacht ist, seine Machtstrukturen zu erhalten und dafür jedes Mittel recht ist, andersgläubige zu diskriminieren und zu diskeditieren. Eigene, kritische Gedanken sind nicht unbedingt das, was der heilige Stuhl von uns fordert, nicht wahr? Und daher drängt sich mir der Vergleich gerade zu auf.

Ich selber habe auch schon auf eine vielversprechende Ausbildungsstelle verzichtet, weil ich kurz zuvor aus Glaubensgründen aus der kath. Kirche ausgetreten war. Ich mache da aber der Kirche keinen Vorwurf. Egal, um was für eine Position es sich handelt, sollte der Arbeitgeber eine Identifikation mit der "Firmenphilosophie" erwarten können. Es gibt viele Arbeitgeber, die in den voraussetzungen für eine Einstellung eine Identifikation mit den Firmengrundsätzen verlangen. Die wissen schon warum. Bei einer Kirche kann man das eben durch eine Mitgliedschaft "beweisen". Also wo liegt das Problem?

Nein, das würde ich auf keinen Fall! Das ist ja eine widerliche Bedingung!
Wie unchristlich muß man sein, um so etwas zu verlangen?
Wenn Du jetzt nicht Mitglied bist, dann doch wahrscheinlich, weil Du nicht glöäubig bist. Warum solltest Du zu Heuchelei gezwungen werden?
Finger weg!
Das ist nicht unchristlich, was die Kirchen sich wünschen. Wenn man die Voraussetzungen nicht erfüllt, sollte man auch nicht dort arbeiten wollen. Nur wegen dem Geld? Was ist denn das?
Wieselchen am 18. Februar 2008 13:11 Edgarine, wofür arbeitest du denn? Für dein Seelenheil? In einem Job kommt es auf die Qualifikationen an. Auf nichts weiter.

Im Grunde alle Jobangebote der kath. Kirche bedingen eine Zugehörigkeit zur Kirche. Nur für den Job in die Kirche einzutreten, wenn man sonst quasi "nichts mit der Kirche zu tun hat oder haben will", ist nicht klug, denn wie will so ein Mensch z.B. in einem kath. Kindergarten den Kindern die kath. Glaubenslehre nahe bringen.
Selbstverständlich! In der heutigen Zeit! Viele wären froh wenn sie einen krisenfesten Arbeitsplatz mit einem unbefristeten Arbeitsvertrag hätten!

Deine Frage wirkt auf mich so, als hätte Dich das Ansinnen des Arbeitgebers (wahrscheinlich eines kirchlichen Trägers) irgendwie kalt erwischt. Du wolltest doch "nur" einen Job, und bekommst jetzt die Chance auf einen mit guten Konditionen - und dieser Bedingung.
Wenn Du bei AUDI arbeiten würdest, dann wäre ab einer bestimmten Führungsebene sicher ein mehr oder weniger ungeschriebenes Gesetz, dass Dein Auto natürlich auch vier Ringe hat. Bei manch anderen Firmen ist das nicht anders, dass man auch durch sein Konsumverhalten zeigt, dass man hinter den Produkten der eigenen Firma steht. Daher kann ich manche der ätzenden Antworten auf Deine Frage nicht nachvollziehen ("widerliche Bedingung" u.ä.).
Um der Wahrhaftigkeit willen würde ich mein Zögern hinterfragen und alle Gründe gegen einen solchen Schritt mit allen Argumenten für diesen Schritt (einschließlich Job) gegeneinander halten. So präpariert kannst Du auch gut mit dem potentiellen Arbeitgeber reden, egal, wie Deine Entscheidung dann letztlich aussieht.
Wenn Du massive Gründe gegen eine Kirchenmitgliedschaft hast, dann würde ein Eintritt für Dich wie ein kleiner Verrat aussehen. Stehst Du eher neutral zur Kirche, wären die "Schmerzen" sicher nicht so groß. Schau Dir Dein mögliches Arbeitsfeld genau an und überlege, ob Du mit den Spielregeln dort leben kannst. Manchmal ticken die Uhren bei Kirchens etwas anders. Bedeutet: Hier ist vielleicht nicht ganz so wie in der freien Wirtschaft der Eine des Anderen Wolf. Andererseits sind wir dennoch nur Menschen. Du wirst also kaum einen Heiligen treffen ;-)
Lass Dich nicht aufhetzen, sondern denke in aller Ruhe alles durch. Viel Weisheit Dir!
Gruß Barnabas
Nö, never! Bin zwar Christ, aber eines Jobs wegen in eine der beiden großen Kirchen eintreten finde ich - tja, am ehesten unaufrichtig. Ich kenne jemanden, der nur aus diesem Grund einen Job nicht bekommen hat (Vertrag war schon fast unterschrieben...)
Nö. (Soweit ich vermuten kann, nicht.) Ich fände das ziemlich seltsam, plötzlich z. B. die eigene Taufe für ungültig anzusehen (wenn man schon in einer Kirche drin ist) und sich nochmals taufen zu lassen wenn man schon längst Christ ist, nur weil eine andere Kirche der Meinung ist, eine Taufe im Doppelpack oder als Erwachsener sei unbedingt nötig.
Und schließlich sollst du ja in deinem (kirchlichen, gemeindemäßigen) Job den Glauben vermitteln - wie geht das, wenn du wesentliche Dinge tun musst, die nicht zu deinem Glauben passen? (Beispiel oben)
Theoretisch wär ein Kirchenwechsel denkbar.Es gibt z.B. Kirchenarten, die sich recht nahestehen. Da wärs möglich. Es gibt aber auch Kirchen, die vielfache andere Glaubensinhalte vertreten - da hieße ein Wechsel bzw. Eintritt woanders ja, man hätte seinen bisherigen Glauben nicht ganz so für voll genommen ;-).
Kircheneintritt wenn man vorher noch nicht drin war - nur des Jobs wegen:
Wie gesagt, man soll ja den Glauben an Jesus weitergeben, egal ob nu als Pastor, Diakon, Jugendreferent, Öffentlichkeitsarbeiter oder was auch immer. Wenn man selber gar nicht an Jesus glaubt - wie will man dann durch Wort oder Tat was von ihm weitergeben?
Das wird net nur vorausgesetzt; Du mußt es auch beweisen! Das Lohnbüro merkt doch, ob Kirchensteuer zu berechnen und abzuführen ist oder nicht ...