Job kündigen wegen zu hohen Fahrtkosten?

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9 Antworten

Ich fahre fast 250 Kilometer pro Arbeitstag was insgesamt mehr als 2 Stunden Fahrt bedeutet. 

Wie du es schaffst 300 €für nur 60 Km zu verbraten ist mir unerklärlich, was fährst du denn für eine Spritschleuder? :p 

Also ich fahr schon ziemliche Schlucker und hab bei fast doppelter Strecke bei weitem nicht das doppelte an Kosten...

Verdienst du wenig? Ich kann die Kosten stemmen. Klar das sind schon hohe Abzüge aber mir reicht derzeit, was da überbleibt. Allerdings würde ich mal ins Blaue hinein raten, dass ich mehr verdiene als du. :p

Mein mittelfristiger Plan ist mir eine kleine Wohnung nahe bei meiner Arbeitsstelle zu suchen, die nur minimalistisch einzurichten und nur unter der Woche zu nutzen. So kann ich mein gewohntes Umfeld beibehalten. Und ich kette mich nicht an meinen Arbeitgeber. Darauf habe ich nämlich gar keine Lust, mein altes Leben aufgeben und in der neuen Stadt keine Alternative (mit Stadt ist nämlich Kleinstadt im Nirgendwo gemeint) zu meinem derzeitigen Job zu haben.

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Einen neuen Job suchen ist auch schwierig, da es heutzutage wenig Arbeitsplätze gibt.

Kommt auf die Branche an....

Kann ich vom AG verlangen das er die Spritkosten bezahlt?

Nein!

Das Wegerisiko liegt immer und ausschließlich beim Arbeitnehmer!

Kann ich diese von der Steuer abschreiben lassen?

Natürlich (§ 9 EStG), Sofortabschreibung.

  • 60 km x 0,30 € = 18,- €.
  • 18,- € x ca. 230 Arbeitstage = 4.140,- €
  • abzgl. WBK-Pauschbetrag = 3.140,- €.

Kannst dir also einen Freibetrag beim Lohnsteuerabzug eintragen lassen, dann bist du aber abgabepflichtig zur Einkommensteuererklärung!

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Du fährst fünf mal die Woche zur Arbeit.

Wie oft in der Woche triffst Du Dich mit Deinen Freunden ?

Was ich meine ist, würde es nicht doch eher Sinn machen am Wochenende zu den Freunden zu pendeln, bei guten Freunden kann man übernachten, oder sie kommen mal zu Dir oder man trifft sich in der Mitte.

Eine andere Variante wäre am Arbeitsort ein Zimmer als Untermieter zu suchen, oder umgekehrt, eine solche Bleibe an Deinem jetzigen Wohnort zu organisieren.

Und bis das so weit ist eine Stelle die vom Arbeitsweg her passt gleichzeitig zu suchen....wer weiss vielleicht hast Du glück und findest zuerst den geeigneten Arbeitsplatz vor dem Notzimmer.

Viel Glück

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Du kannst das alles von der Steuer absetzen bzw schon vorher beantragen, dass der Freibetrag abgezogen wird.

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Ich fahre auch relativ lang zur Arbeit.  Dein Arbeitgeber muss die Kosten nicht erstatten. Es ist ja schließlich Deine Sache wo Du wohnst.  Ein klein bisschen bekommt man von der Steuer zurück.Wenn man die Fahrtkosten abrechnet. Letztendlich ist es die Frage ob du so viel Geld für Fahrtkosten ausgeben willst oder nicht. Lohnt sich das? Bei mir ist es ok.

Ich sehe das übrigens nicht ganz so, dass es heutzutage wenige Arbeitsplätze gibt. Im Moment können ganz viele Firmen ihre Stellen nicht besetzen. Wenn du also etwas suchst, wird vielleicht was drin sein.

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Keinesfalls kündigen ohne etwas Neues zu haben. Ziehe es durch. Andere Leute kommen nur am Wochenende heim weil sie weiter weg arbeiten

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Da hast Du wohl mehrere Baustellen, wenn man die anderen Fragen nicht ignoriert. Einfach den Job wechseln kann funktionieren (es ist schon schwer genug einen adäquaten Job in der Heimat zu finden) oder eben der Beginn einer weiteren Odysee sein. Personaler sind da wie Hyänen. Da ist man auf ewig gebrandmarkt. Leider hast Du auch sehr wenig Freizeit, um mal zur Ruhe zu kommen bzw. auf andere Gedanken, weit weg vom Arbeitstrott. Eine ganz bescheidene Zwickmühle.

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Kommentar von fluffiknuffi2
31.08.2016, 23:32

Personaler sind da wie Hyänen. Da ist man auf ewig gebrandmarkt

Wie meinst du das? In manchen Branchen werden alle drei Jahre ein Jobwechsel empfohlen - zum Vorteil des AN, natürlich. Insofern, wie meinst  du das?

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Entfernungspauschale bei der Einkommensteuer. Außerdem ist es möglich einen Freibetrag aufgrund dessen eintragen zu lassen. Das Finanzamt hilft da.

Alternativ: auf nächste Gehaltserhöhung verzichten , statt dessen um einen kleinen Firmenwagen zur Privatnutzung bitten.

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Kommentar von fluffiknuffi2
31.08.2016, 23:31

Aber das macht doch ein AG nur mit wenn er den AN unbedingt halten möchte, oder nicht? Also selbst wenn ich 2000 Euro Gehaltserhöhung fordern würde, der AG käme günstiger damit weg, als mir ein Auto zu stellen? Oder lohnt sich für ihn Leasing? Irgendwas günstiges für wenige hundert Euro pro Monat? Kommen dennoch die Spritkosten hinzu... kostet dann auch wieder 500 Euro mindestens, nach Adam Ries dann 6000 Euro pro Jahr. Also auch die zusätzlichen Kosten für eine 2K Gehaltserhöhung können das wohl kaum einholen. (Schön wär's, denn ein Firmenwagen wäre auch was tolles für mich selber aber halte das in meinem Fall für utopisch.)

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