Frage von Goldblau, 70

Job aufgeben für das kranke Kind?

Hallo an alle Muttis oder auch allein erziehende Papis. Wenn Euer Kind Krebs bekommt und ihr 100% angestellt seit würdet ihr weniger arbeiten gehen nur um für das kranke Kind mehr da zu sein? Bekommt man eig. von irgendjemand Unterstützung? Nehmen wir mal an ich lebe zur Miete. Meine Mutter betreute mehr oder weniger mein Kind seit meiner Lehre, doch leider ist sie nun auch sterbenskrank und ich schaffe es einfach nicht ohne sie. Ich kann nicht 100% arbeiten, mir frei nehmen wann ich möchte wegen dem Kind usw. Wie habt ihr das gemanegment? Mein Leben hätte keinen Sinn mehr wenn mein Knirps wegen der Chemo oder indirekt wegen seinem Krebs davon geht. Ich bin auch zutiefst unglücklich in meinem Job. Wollte für mich und mein Kind so viel wie möglich ansparen und sogar ein Haus kaufen. Das Ganze ist jetzt wie eine Seifenblase zerplatzt. Wenn mein Kind als unheilbar eingestuft wird. Kam ich schon auf die Idee uns zu erlösen. So tief bin ich gesunken. Ich glaube ich benötige seelischen Beistand um überhaupt noch funktionieren zu können. Mein Hausarzt verschreibt mir sicherlich Antidepressiva. Aber was würde das an diesen schrecklichen Schicksalsschlag schon verbessern können? Was würdet ihr an meiner Stelle tun? Tut mir wirklich leid, aber ich habe niemanden mit dem ich offen darüber "sprechen" kann.

Antwort
von michi57319, 20

Ich fühle mit dir in dieser ausweglosen Situation.

Wenn ich in deiner Situation wäre, würde ich den Job kündigen und mich den Menschen widmen, die mein Leben ausmachen. Auch wenn die Konsequenzen finanziell kaum erträglich sind.

Kündigst du selbst, bekommst du eine Sperre für den Bezug von Arbeitslosengeld, sofern du Anspruch darauf hast. Ich weiß allerdings nicht, ob es Härtefallregelungen gibt. Das mußt du dringend in Erfahrung bringen!

Sonst lass dich kündigen. Das heißt ein Jahr ALG1, dann H4. Da die Krankenversicherung gleich bleibt, auch in den Leistungen, macht das keinen Unterschied. Außer dem, daß du Zeit hast. Zeit für dein Kind und für deine Mutter.

Ich muß mich gerade mal sammeln. Die Vorstellung, was du an Aufgaben vor dir hast, raubt mir den Atem. Goldblau, es treibt mir die Tränen in die Augen.

Wenn du Hilfe benötigst, wer wie und wo helfen kann, sprich bitte die Diakonie, oder die Caritas an. Die haben eine sogenannte allgemeinen Lebensberatung und können dir sicherlich guten Rat geben, wer an deinem Ort irgendwelche Hilfen anbietet.

Wenn du jemanden zum Reden brauchst, bin ich gerne für dich da. Schreib mir einfach.

Du brauchst unbedingt seelisch-moralische Unterstützung, das kann kein Mensch ohne Gespräche mal eben mit links durchstehen.

Viele Grüße und hoffentlich bis bald.

Antwort
von SuMe3016, 39

Ich kann dir leider nicht helfen. Aber ein erster Schritt wäre es, zum Hausarzt zu gehen. Dort kannst du nach einer Therapie fragen. Wenn es ein guter Arzt ist, wird er dir auch nicht einfach so was verschreiben sondern erstmal zum Psychologen schicken, und dort seht ihr dann weiter.
Vllt wäre es auch ratsam, nach Anlaufstellen zu suchen, die dir helfen und mit Rat zur Seite stehen können? Bestimmt kann der behandelnde Arzt euch an welche vermitteln.
Ich wünsche euch alles Gute! Haltet durch.

Antwort
von Sany85, 13

Hallo Goldblau, das ist natürlich ein schwerer Schock. Aber es gibt heutzutage sehr viel Hilfe, auch finanzieller Art. Informiere Dich doch mal hier:   http://www.krebshilfe.de/deutsche-krebshilfe/tochterorganisationen/deutsche-kind... und/oder hier: http://www.kinderkrebsstiftung.de/sozialfonds.html. Dort gibt es Sozialfonds, d. h. bei nachgewiesener Bedürftigkeit, bekommt man eine finanzielle Unterstützung. Dort findest Du auch moralische Unterstützung durch die Elterninitiative.

Ich wünsche Euch sehr viel Kraft und nur das Beste für diese schwere Zeit!

Antwort
von beangato, 31

https://www.krebsinformationsdienst.de/leben/krankheitsverarbeitung/angehoerige....

Vlt. hilft Dir die oben genannte Seite.

Ich habe auch 3 Kinder - ich hätte mich, ohne zu zögern, dafür entschieden, bi meinem kranken Kind zu bleiben.

Kommentar von Goldblau ,

Und wie hast Du das finanziell gemeistert?

Kommentar von beangato ,

Ich schrieb: Ich hätte. Glücklicherweise sind meine Kinder kerngesund.

Du könntest Dich vlt. nach Sozialhilfe erkundigen.

http://www.bmas.de/DE/Themen/Soziale-Sicherung/Sozialhilfe/sozialhilferecht-2005...

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