Jetzt wird "langsam" deutlich,was Atomenergie wirklich kostet.War es von vornherein unrentabel?

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5 Antworten

So kann man das nicht sagen. Die Kernenergie wird teuer gerechnet und gemacht, einerseits durch die Brennelementsteuer, die pro Brennelement umgerechnet 110 % Steuern verlangt, andererseits haben wie Erfahrungen aus den bereits vollständig rückgebauten Kernkraftwerken Kahl, Großwelzheim und Niederaichbach. Würgassen steht kurz vor dem Abschluss des Rückbaus. Bei allen Projekten wurden die Abrisskosten sogar unterschritten, die ursprünglich veranschlagt wurden.

Anhand von Mülheim-Kärlich wissen wir auch wie aufwendig es ist einen großen Reaktor stillzulegen und wie hoch die Kosten veranschlagt werden müssen. Über den Daumen gepeilt hat man die Kosten beim Abriss dieses Kernkraftwerks bisher eingehalten. So kann man davon ausgehen, dass die Rücklagen reichen. Das was die Politik jetzt macht ist Sicherheitsmargen aufbauen. Das heißt es wird mehr Geld gebunkert, als wahrscheinlich benötigt werden wird. Das ist das eine, das andere ist, dass sich die Politik dadurch ein Endlager finanzieren lässt, da der Rest aus dem Pott in die Endlagererkundung gehen wird. Das wollten die Energieversorger ja nicht mehr finanzieren, da man nicht mal einen Standort fertig erkunden konnte, d.h. Gorleben. Da facto betrügen die Politiker hierdurch die Energieversorger.

Man darf nicht vergessen, dass diese Rücklagen noch nicht sehr lange gebildet wurden. Eigentlich waren alle diese privaten Versorger mal staatlich. Als sie es noch waren krähte kein Hahn danach solch eine Rücklage zu bilden. Das sind Jahre, bei denen der Staat aus den Kernkraftwerke Profit schlug. De facto steht der Staat hier auch mit in der Pflicht. Diese will er aber konsequent jetzt auf die private Wirtschaft umwälzen. Im Endeffekt hat das nichts mit teuer zu tun, sondern mit den Kosten, die der Staat ohne Vorwarnung plötzlich von Unternehmen verlangt.

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Kommentar von sinari
03.05.2016, 12:54

Plötzliche Kosten-ohne Vorausahnung?Ich wage zu zweifeln.

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Unrentabel ist es doch nicht erst seit der überstüzten Energiewende. Atommeiler schaltet man nicht einfach ab. Das Herunterfahren dauert. Die produzieren noch immer Strom, der aber nicht ins Netz eingespeist wird.

Man hat sich halt am Anfang keine ausreichenden Gedanken gemacht, was mit den unbrauchbaren Dingen, die dann vor sich hin strahlen, gemacht wird.

Die Kastortransporte sind auch teurer als nötig, wegen der Demonstranten und auch der Abfall muss bewacht werden, weil man den für schmutzige Bomben verwenden kann.

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Kommentar von NuklearTV
29.04.2016, 12:05

Wenn ein Kernkraftwerk vom Netz getrennt ist, kann es keine Elektrizität mehr erzeugen. Der Generator kann dann nirgends die Energie hin liefern, das ist Punkt eins, Punkt zwei ist, dass man nur so viel Energie erzeugen kann wie verbraucht wird, da man ansonsten von den 50 Hz Netzfrequenz abweicht. Logischerweise geht das nicht, da mit der Netztrennung keine Last mehr am Generator anliegt.

Selten so einen Unsinn gelesen.....

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Kommentar von dompfeifer
07.05.2016, 10:25
Die produzieren noch immer Strom, der aber nicht ins Netz eingespeist wird.

Das ist schlicht Unsinn. Strom kann man nicht auf Vorrat produzieren wie Schnaps. Da lassen sich Produktion und Verbrauch (d.h. Wärmeabgabe) nicht zeitlich trennen.

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Ein Tsunami wie bei Fukushima 2011 ist in Mitteleuropa nicht möglich. Er führte aber nicht in Japan, sondern in Deutschland über Nacht zum Atomausstieg. Die AKW's werden jetzt in Deutschland rigoros zurückgebaut und jenseits der deutschen Grenzen vermehrt aufgebaut. Das vermindert (schon wegen der vorherrschenden Windrichtung) keinesfalls das Sicherheitsrisiko für die deutsche Bevölkerung, eher im Gegenteil. Radioaktive Emissionen scheren sich nicht um politische Grenzverläufe.

Durch die Laufzeitverkürzungen der deutschen AKW's entstanden nun die besagten unkalkulierten zusätzlichen Kosten.

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Kommentar von sinari
07.05.2016, 18:15

Mir ist trotz der engagierten Aussagen noch Eines nicht klar:Ist denn Atomenergergie vernünftig und somit(wirklich-sehr wirklich!) und letztendlich mit allen heut noch nicht absehbaren(auch finanziell) Konsequenzen vertretbar?Von der anscheinend unauffindbaren Endlalagerung des "Mülls" mal abgesehen?Vieleicht wird ja 2050 eine Lösung gefunden.Kostet ja nur eins-fünfzig.

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Es war, ist und bleibt unrentabel. Und höllisch gefährlich. Unberechenbar einfach.

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Kommentar von sinari
28.04.2016, 00:45

Der Punkt ist "unrentabel"Das ist komischerweise keinem bekannt.Wieso?

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Naja rechnet man den Abbau nicht mit ist die Atomenergie tatsächlich günstig.

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Kommentar von sinari
28.04.2016, 00:41

Dann nehmen wir mal den Aufbau und den Abbau dazu-wie sieht's dann dann aus?Die Lagerung des Endmülls ist seit Jahrzehnten ein "Rätsel".Kosten unvorsehbar?

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