Jesus und die Übeltäter am Kreuz, das Brechen der Beine
als Jesus hingerichtet wurde, waren neben ihm 2 als Übeltäter/Verbrecher bezeichnete Menschen. Die jüdische Nation wollte am Folgetag einen heiligen Feiertag begehen und deshalb wäre es unmöglich gewesen, über diesen Zeitraum Leichen hängen zu lassen.
Deshalb baten die geistlichen Oberen die Besatzungsmacht der Römer darum, die hingerichteten die Beine zu brechen.
Mir ist nun irgendwie nicht verständlich bzw. klar, welche medizinischen Folgen solch eine Tourtour nach sich ziehen würden. Wenn Menschen an ein Kreuz genagelt werden, (was in manchen Ländern der Erde jährlich einige sich selber als Leiden ähnlicherweise zufügen und wieder lebendig abgenommen werden), tritt deshalb nicht so schnell der Tod ein, warum überhaupt der Tod eintritt, wenn keine lebenswichtigen Organe zerstört sind und der Blutkreislauf noch funktioniert, wäre mir nur durch Verdursten und Austrocknung zu erklären.
Gäbe es einen Unterschied, wenn jemand an einem Pfahl mit den Armen nach oben ausgestreckt angenagelt wird oder wie in den Kirchen üblich am Kreuz?
Wenn nun die beiden als Übeltäter genannten Personen in gleicher Weise wie Jesus befestigt waren, aber noch nicht gestorben waren, in welcher Art und Weise beschleunigt das Brechen der Beine das Sterben - ODER war dies eine Ersatzstrafe für den Tod, damit sie wieder abgenommen werden könnten und weiterlebten?
mich interessiert es gegenwärtig aus medizinischer Sicht, aber auch, ob das Beinebrechen gar nicht als Instrument zum Herbeiführen des Todes gedacht war.
Vielen Dank für tolle und interessante Antworten und Denkanstöße
-
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich
Das Brechen der Beine war bei kreuzungen üblich und hiesß crurifragium. Die Beine wurden dabei mit Eisenstangen zerschlagen und nicht glatt gebrochen. Die Beine schwollen dann stark and was das Gewicht das an den Armen zieht erhöhte. Das, gemeinsam mit Dehydration und Wundbrand sorgte für einen schnelleren Tod.
Kommentar von GastExZJGastExZJ 16.06.2011kurz und dennoch sehr ausführlich. Danke für die hervorragende Antwort.
Vielleicht noch die Ergänzungsfrage, die Zeugen Jehovas behaupten ja, dass es keine Kreuzigung - also ohne oberen Querbalken - gewesen wäre, sondern ein aufrecht stehender Pfahl. Ob sie damals schon Sparmaßnahmen benötigten, um weniger Nägel und Holz und Schnüre zu verbrauchen, denke ich eher nicht. Wäre es ein Unterschied für den Todeskampf eines Deliquenten, ob er mit nach oben ausgestreckten Armen oder seitlich ausgestreckten Armen sein Leben beenden soll? Ist irgend ein externes Informationsmaterial außer dem Neuen Testament bekannt, wo diese Frage Pfahl/Kreuz während der damaligen Zeit niedergeschrieben ist?
Kommentar von CallaveraCallavera 16.06.2011Ja, Kreuzigungen werden in vielen römischen Quellen erwähnt und auch beschrieben. So zum Beispiel bei Josefius, Seneca und auch bei Sueton nachzulesen. Festzhalten ist das es nicht eine Methode gab sondern eine Vielzahl von Varianten die allerdings alle mit dem Tod endeten und für Angst und Schrecken sorgten.
Kommentar von GastExZJGastExZJ 16.06.2011Danke an alle, die mir geantwortet haben, bei den meisten Antworten ist mir die "Lampe" angegangen, leider kann ich nur eine als Beste Antwort küren, ich habe mich für diese hier entschieden.
Kommentar von garwaingarwain 16.06.2011Nur nebenbei zu der ZJ Theorie mit dem Pfahl:
Sie benutzen diese These nur aus einem einzigen Grund: Der Abgrenzung von anderen christlichen Religionen.
Ihre Argumente sind auf dieser Seite sehr schwach und bestehen nur aus Spekulationen. Sie arbeiten mit Wortspielen und angeblichen Übersetzungsfehlern. Und das, obwohl es bei ihnen nicht einen in der Übersetzungsabteilung gibt, der hebräisch, aramäisch oder altgriechisch kann.
Kommentar von Melanie19880203Melanie19880203 16.06.2011Ich zitiere mal eine Quelle von den Zeugen Jehovas:
Starb Jesus tatsächlich an einem Kreuz?
Lange vor der christlichen Zeit verwendeten die Babylonier bei der Anbetung Kreuze als Symbole des Fruchtbarkeitsgottes Tammuz. Die Verwendung des Kreuzes breitete sich auch nach Ägypten, Indien, Syrien und China aus. Jahrhunderte später verunreinigten die Israeliten die Anbetung Jehovas durch die Verehrung des falschen Gottes Tammuz. In der Bibel wird diese Art der Anbetung als eine ‘Abscheulichkeit’ bezeichnet (Hesekiel 8:13, 14).
In den Evangelien von Matthäus, Markus, Lukas und Johannes steht das griechische Wort staurós, wenn von dem Hinrichtungswerkzeug gesprochen wird, an dem Jesus starb (Matthäus 27:40; Markus 15:30; Lukas 23:26). Das Wort staurós bezeichnet einen senkrechten Balken, Stamm oder Pfosten. In dem Buch The Non-Christian Cross von J. D. Parsons heißt es erklärend: „Im griechischen Text der umfangreichen Schriften, die das Neue Testament bilden, ist kein einziger Satz zu finden, der auch nur andeutungsweise den Beweis liefern würde, dass es sich bei dem im Falle Jesu verwandten stauros um einen anderen als einen gewöhnlichen stauros handelte; von einer Andeutung, dass es sich dabei nicht um ein einziges Holzstück, sondern um zwei in einem Winkel übereinander angebrachte Holzstücke gehandelt hätte, ganz zu schweigen.“
In Apostelgeschichte 5:30 gebrauchte der Apostel Petrus das Wort xýlon, das „Stamm“ bedeutet, als Synonym für staurós, mit dem kein aus zwei Balken bestehendes Kreuz bezeichnet wird, sondern ein einfacher senkrechter Balken oder Stamm. Erst etwa 300 Jahre nach Jesu Tod setzten sich einige, die vorgaben Christen zu sein, für die Vorstellung ein, Jesus sei an einem aus zwei Balken bestehenden Kreuz hingerichtet worden. Diese Vorstellung beruhte allerdings auf Brauchtum und auf dem falschen Gebrauch des griechischen Wortes staurós. Beachtenswert ist, dass auf einigen alten Zeichnungen, auf denen von Römern vollstreckte Hinrichtungen dargestellt sind, ein einfacher Holzpfahl oder Stamm zu sehen ist.
http://www.watchtower.org/x/200604a/article_01.htm
Kommentar von riarariara 16.06.2011Das ist natürlich nicht richtig, denn Wundbrand oder Dehydration sind Dinge, die erst nach Tagen einen Tod herbeiführen können, zumal man Gekreuzzigte auch mit Wasser versorgte...
Der Tod erfolgt durch Atemstillstand oder Herzversagen, sind die Deliquenten vorher durch Folter und dem Tragen des Kreuzes/Pfahles stark geschwächt geht es dementsprechend schneller...
Das Brechen der Beine zieht den Körper nicht durch mehr Gewicht nach unten, sondern verhindert ein Abstützen des Körpers...
Kommentar von EvangelistoEvangelisto 16.06.2011... weil diese sich nicht mehr abstützen konnten, sackte der Oberkörper nach unten. Weil aber die Arme ja fest angenagelt in der horizontalen waren, gab es enorme Spannungen. (Spanne mal einen Faden zwischen einem Türramen und hänge in der Mitte ein Gewicht. Der Faden reißt viel, viel, viel, viel schneller, als wenn der Faden von oben herabhängt und so das Gewicht hält (reine Physik)).Die Arme spannten sich also sehr und schnürten den Brustkorb zu, weil die Deliquenten nach der langen Tortur schon sehr geschwächt waren, blieben ihnen nun nur noch Minuten oder vielleicht Sekunden.
Kommentar von GastExZJGastExZJ 18.06.2011danke auch für diese beiden Ergänzungen und Erkenntnisse
-
4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich
Soweit ich weiß, starben die Gekreuzigten am Erstickungstod. Evlt. konnte man sich halbwegs mit den Beinen abstützen, sodass man noch halbwegs Luft bekam und das Brechen der Beine würde dieses Abstützen verhindern, allerdings sind die Gekreuzigten ja ohnehin schon ausgepowert.
Kommentar von GastExZJGastExZJ 16.06.2011Danke für die Antwort, die Erklärung ist nachvollziehbar
-
-
4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich
Das Kreuzigen bewirkt das Volllaufen der Lungen mit Flüssigkeit, es tritt also der Erstickungstod ein. Das Brechen der Beine hatte folgenden Sinn: Die Verurteilten hatten am unteren Teil des Kreuzes einen Block auf dem sie Füsse abstellen und sich somit ein wenig aufrichten konnten. Das zögerte den Tod hinaus. Mit gebrochenen Beinen war dieses Aufstützen aber nicht mehr möglich- die Verurteilten starben schneller.
Kommentar von GastExZJGastExZJ 16.06.2011danke auch für diese Antwort, auch diese Erklärung ist nachvollziehbar
-
-
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich
Mir ist nun irgendwie nicht verständlich bzw. klar, welche medizinischen Folgen solch eine Tourtour nach sich ziehen würden.
Die Opfer können sich nicht mehr auf ihre Beine stützen und der Körper sackt zusammen. Wahrscheinlich sterben sie dadurch schneller durch ersticken.
tritt deshalb nicht so schnell der Tod ein, warum überhaupt der Tod eintritt, wenn keine lebenswichtigen Organe zerstört sind und der Blutkreislauf noch funktioniert, wäre mir nur durch Verdursten und Austrocknung zu erklären.
Plausible Erklärungen sind Kreislaufkollaps und Ersticken.
Gäbe es einen Unterschied, wenn jemand an einem Pfahl mit den Armen nach oben ausgestreckt angenagelt wird oder wie in den Kirchen üblich am Kreuz?
Die Arme werden anders belastet. Ich vermute, eine Kreuzigung ist schmerzhafter.
Kommentar von GastExZJGastExZJ 16.06.2011hört sich plausibel an, Danke auch für diese Antwort
-
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich
Mit "Bein" sind hier nicht (nur) die Extremitäten gemeint, sondern "Bein" bezieht sich allgemein auf Knochen, z.B. auch das Rückgrat. Der Begriff (aus Luthers Zeiten) steckt ja auch heute noch z.B. in Nasenbein, Jochbein, Schlüsselbein. Beim "Rädern" wurden auch die "Gebeine" gebrochen, und das war eine Todesstrafe - meist wurden Brustbein und Wirbelsäule gebrochen.
Kommentar von GastExZJGastExZJ 16.06.2011vielen Dank für die rasche und gut ausgeführte Antwort
-
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich
Bei seitlich angenagelten Fersen wurde manchmal ein Sedile genanntes Querholz auf halber Höhe ergänzt, auf dem der Gekreuzigte sein Gesäß zeitweise abstützen konnte. Dies entlastete auch die am Querbalken befestigten Arme des Gekreuzigten, um ihm das Atmen zu erleichtern. Oft wurden auch die Beine des Verurteilten auf einen kleinen Querbalken (Suppedaneum) gestellt, damit er nicht sofort durch sein Eigengewicht nach unten gezogen und ohnmächtig wurde bzw. bei angenagelten Gliedmaßen zu viel Blut verlor. Wo dies üblich war, galt es als Begünstigung, dem Gekreuzigten nach einiger Zeit die Füße bzw. Unterschenkel zu brechen, um ihm das Abstützen zu verwehren und so seinen Todeskampf abzukürzen. Dazu bestachen Angehörige mitunter die Henker.
Das sagt Wikipedia zu dieser Frage.
Kommentar von GastExZJGastExZJ 16.06.2011Danke für den Hinweis aus Wikipedia
-
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich
Wikipedia funktioniert auch bei Mondfinsternis: http://de.wikipedia.org/wiki/Kreuzigung
Kommentar von GastExZJGastExZJ 16.06.2011das ist wohl war
-
-
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich
nun der Brustkorb besteht auch aus Beine sprich Wirbel und wenn dir von aussen jemand die Wirbel bricht sieht das für die inneren Organe nicht gut aus!
Kommentar von newcomernewcomer 15.06.2011da die Bibel oft in Gleichnissen spricht denke ich dass da was anderes gemeint ist denn so wie sie Jesus eine Lanze in die Seite gerammt haben ähnlich kannst du dir das Beinebrechen - dahinschlachten vorstellen!
Kommentar von HausmeisterHausmeister 15.06.2011Auch das Stechen mit der Lanze hatte einen ganz "praktikablen" Nutzen: Man durchstach die Lungen der Hingerichteten, wenn Blut und Flüssigkeit herausfloss war dieser tot, wenn nur Blut floss noch nicht.
Kommentar von newcomernewcomer 15.06.2011finde beide Arten seehr ungemütlich!
Kommentar von GastExZJGastExZJ 15.06.2011Danke für die extrem schnelle Antwort.Die Bibel spricht aber ansonsten von Gebeinen, wenn Skelette oder Knochen beschrieben wurden. Oder waren die Römer damals so grausam?
Kommentar von newcomernewcomer 15.06.2011was heisst Römer ? Welches Volk hat jesus gekreuzigt ?
Kommentar von GastExZJGastExZJ 16.06.2011schwierige Frage, die jüdische Geistlichkeit wollte den Tod, hatten aber die Vorgehensweise und Gesetze Roms zu beachten, die ja eine Besatzermacht waren. Wenn ich die Bibelstellen richtig gelesen und in Erinnerung habe, haben die Soldaten Roms die Hinrichtung ausgeführt, wie es wohl bei den Römern die damals übliche Methode war (ich hatte das mal im Film Spartakus gesehen)
Kommentar von newcomernewcomer 16.06.2011klar aber nur weil die Soldaten Druck bekommen haben bzw ein gewisser pontius pilatus vom Volk angestiftet wurde!
Kommentar von GastExZJGastExZJ 16.06.2011ja, das stimmt
Kommentar von aaaaaaah 16.06.2011die römer wollten jesu tod. kreuzigen war die römische strafe für staatsfeinde. die jüdische strafe wär steinigen gewesen.die römer mussten ja etwas gegen jemanden haben der sich als gottes sohn bezeichnete, das war ja der rechtmäßige titel des kaisers.
außerdem ist jedem, der die bibel genau liest klar, dass jesus permanent von den römern verfolgt wurde, pilatus musste als nicht extra angestiftet werden.
"was heisst Römer ? Welches Volk hat jesus gekreuzigt ?"-> man hat den palast des pilatus vor einigen jahren ausgegraben, weißt du wieviele menschen im hof platz hatten???nichteinmal 200. wer kann denn hier von volk reden?außerdem hat pilatus in seiner 10 jährigen schreckensherrschaft 6000 jüdische männer gekreuzigt. jesus war nur einer unter ihnen
Kommentar von aaaaaaah 16.06.2011wenn dann die zeloten, aber nicht die pharisäer
-
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich
Hallo,
das Brechen der Beine hat tatsächlich zum Zweck, dass der Gekreuzigte schneller stirbt, und im konkreten Fall der Kreuzigung Christi sollte dies deshalb geschehen, damit die gekreuzigten noch vor Sabbatanfang vom Kreuz abgenommen werden konnten, damit sie - wie bereits von anderen geschildert - nicht über den Sabbat am Kreuz hingen. Durch das Brechen der BNeine wird dem Gekreuzigten die letzte Möglichkeit genommen, sich abzustützen. Das Abstützen dient dazu, dass die Last des Körpers denselben nicht erdrückt. Sobald dem Gekreuzigten dann die Beine gebrochen werden, zieht das Gewicht den Rumpf freilich nach unten. Wenn dann die Arme schwach werden - sie bilden den einzigen übriggebliebenen Halt - werden der Brustkorb und damit die beidn Lungenflügel zusammengedrückt, und der Mensch erstickt. Was jedoch an Jesu Kreuzigung nicht unbedeutend war und ist, ist die Tatsache, dass die Beine Jesu nicht gebrochen wurden. Warum nicht? Weil Er sich freiwillig in den Tod gegeben hat. Er hat genau das getan, was viele Psychologen und Therapeuten ihren Klienten empfehlen: Er hat losgelassen! Er hat Losgelassen, damit wir leben können. Er hat losgelassen und Sein Leben dahingegeben. Er hat Sein Leben dahingegeben für uns, damit wir leben können! Damit wir eines Tages mit Ihm zusammen auf der Neuen Erde leben können, damit Er uns auf diese Neue Erde holen kann, wenn Er - bakl! - wiederkommt!
Liebe Grüße
Moritz
-
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich
Hi GastExZJ,Da gibt es einige Versionen-die im neuen Testament und andere nach modernen Schriftstellern.Das Brechen der Beine ist wahrscheinlich eine Zusatzstrafe gewesen,für die Jesus nicht in frage kam,da seine Straftat im Sinne des römischen Rechtes eigentlich keine war.Das Brechen der Beine bedeutete neben den starken Schmerzen,die durch ein "aus dem Takt Treten des sympatischen Nervensystems" einen Reflextod bedeuten kann.In den Beinknochen ist im Hohlraum sogen.Fettmark enthalten.Bei einem solchem schweren Trauma tritt Fett aus dem Knochenmark in den venösen Blutkreislauf über,sodass es zui einer Fettembolie der Pulmonalarterie kommen kann.Diese ist tödlich,wenn es grössere Aeste dieser Arterie verstopft-eine innere Erstickung.Soviel ich weiss,wurde das Beinebrechen deshalb gemacht,um den sicheren Tot der Übeltäter zu garantieren,bei Jesus wandte man den Herzstich an.Eine hochinteressante Frage!Bitte um Kommentar,es kann ja sein,dass ich schiefliege.Die Quellen zu diesem Theme sind mir nicht so geläufig.Semper discere.LG Sto
Kommentar von GastExZJGastExZJ 16.06.2011Danke für diese Ausführungen mit medizinischer Sichtweise, das wusste ich so nicht.Ob man bei Jesus einen Herz- oder Lungenstich gemacht hat, lässt sich aus den Evangelien nicht so entnehmen, dort steht nur "..in die Seite" gestochen, eine Erklärung aus Wikipedia besagte, dass ein Stich in den Bauch anzeigte, ob der Betreffende schon tot sei. Ein Kommentator hier schrieb, ein Stich in die Lunge brächte den Beweis, dass der Tod eingetreten wäre, wenn Blut und Flüssigkeit - wie bei Jesus - ausgetreten ist, war er tot, wenn nur Blut austritt, noch nicht.
-
Antwort von aaaaaaah 16.06.20111 Mitglied fand diese Antwort hilfreich
Das waren nur keine übeltäter, sondern wiederstandskämpfer gegen rom.nur staatsfeinde und entflohende sklaven wurden gekreuzigt
Kommentar von GastExZJGastExZJ 16.06.2011danke für den Hinweis, deshalb habe ich in meinem Fragenkommentar auch extra so geschrieben: "...die beiden als Übeltäter genannten Personen...".
Nun, immerhin sagte einer der Beiden, dass Jesus völlig zu Unrecht hingerichtet werden würde, sie selber aber würden empfangen, was ihnen für ihre Taten gebührte. (Lukas 23,39-43)
Kommentar von aaaaaaah 16.06.2011man muss aber auch davon ausgehen dass die meisten evangelien wahrscheinlich von römern niedergeschrieben wurden. die natürlch eine römische sicht auf die dinge haben (vorallem bei johannes zu finden) und verrat am reich ist ja so das schlimmste was sich ein römer vorstellen konnte. für die judäer waren die gekreuzigten (alle) wohl eher helden.
außerdem hat jesus ja auch gegen den römischenstaat gewettert.zb. der ausspruch "gebt dem kaiser, was des kaisers ist" (was falsch verstanden wurde und später zur 2 reiche lehre geführt hat)meint jesus eigentlich das römische geld (jedesmal wenn ein kaiser gestorben war wurde das geld einkassiert nach rom gebracht und neu gegossen)auf der münze war meist ein nackter mann das gesicht des kaisers und die aufschrift soundso sohn gottes. alle drei sachen müssen für jesus ein frefel gewesen sein.also gebt dem kaiser das geld zurück und benutzt lieber einheimische münzen (shekel z.b)...das war aufruhr gegen rom
deswegen war jesus nach römischem recht schuldig und des kreuzestodes würdig und nicht weniger unrecht als die mitgekreuzigten
sorry wegen der fehler es ist spät :)
Kommentar von GastExZJGastExZJ 16.06.2011nanana, gewettert hat Jesus wohl nicht, man wollte von ihm wissen, ob er als Sohn Gottes es gutheißen würde, dem römischen Kaiser Steuern zu zahlen oder nicht. Man wollte ihn mit dieser Frage in Schwierigkeiten bringen. Jesus verlangte daraufhin eine Münze, und fragte, von wem das Bildnis auf der Münze wäre. Die Antwort ihm gegenüber war: "Cäsars (des Kaisers)". Daraufhin sagte er, gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist (manche übersetzen das mit gebührt) und dann aber: Gottes Dinge aber Gott.Deine Sicht und Erklärung ist so nicht in der Bibel zu finden. Die Juden hatten in Zeiten der Freiheit den 10ten Teil für die Leviten und den Tempeldienst zu bringen, nach dem Wunsche eines Königs auch noch für dessen notwendige oder luxuriöse Aufwendungen aufzukommen. Die Römer brachten mit ihren technischen Errungenschaften schon etwas mehr Zivilisation und Fortschritt unter die Menschheit, auch hatten sie damals einen Senat, der mitzureden hatte. Dafür wurden Einnahmen benötigt. Jesus stritt das somit nicht ab.
Es gab sogar gewisse Religionsfreiheit, weil die Juden ihre Religion ungehindert ausüben konnten, nur für Rechtsangelegenheiten, die den Tod als Konsequenz nach sich zogen, mussten sie vor die römische Gerichtsbarkeit, deshalb im Falle des Jesus, und später des Paulus. Wenn man in den Evangelien das Verhör des Jesus durch Pilatus liest, erfährt man, dass Pilatus keine beweisführende Anklage vorfand und selber nichts anstößiges an ihm fand. Nur der Druck des Volkes, dass Pilatus den Kaiser nicht genug ehren würde, wenn er Jesus, als Sohn Gottes, verschonen würde, kochte ihn weich. Als Schild am Kreuz Jesus über den Grund des Todesurteils schrieb er "König der Juden" in drei Sprachen.Ich kann also gar gar gar nichts finden, was einen Aufruhr gegen Rom bestätigen würde, geschweige denn nach römischen Recht schuldig zu sein oder gar des Kreuztodes würdig zu sein.
Kommentar von aaaaaaah 16.06.2011die zwei reichelehre ist auch nicht in der bibel zu finden.mann muss die bibel ja auch irgendwie aus der sicht der damals lebenden juden lesen und verstehen.viele worte kann man einfach nicht richtig deuten, wenn man den geschichtlichen hintergrund nicht kennt.jesus war ja jude und hat sich als mashiach (erlöser der juden) verstandenwie konnte er dann dem ehidnischen rom die herrschaft über gottes volk einräumen?außerdem haben die juden die römer gehasst. sonst hätte es ja keine revolte und dann 70 n.chr die zerstörung des tempels und die zerstreuung der juden über die ganze welt gegeben.unterdrückte völker sind halt nicht frei, auch wenn du ihnen die erungenschaft der klospülung schenkst.was denkst du warum es immer wieder revolten gab. zb von arminius. der genoss ja auch alle vorzüge roms und wandte sich trotzdem ab.
...sich könig der juden zu nennen ist doch schon schlimm genug wenn der kaiser der herrscher über alle menschen und pilatus der statthalter ist
-
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich
ich könnte mir vorstellen dass das brechen der beine tatsächlich das sterben beschleunigen kann-
nicht durch die verletzung an sich
aber ich weiss dass menschen die schlimme schmerzen ertragen müssen sehr schnell ihren lebenswillen verlieren.
wenn man sich nun vorstellt dass eine kreuzigung ansich schon nach relativ kurzer zeit schlimme schmerzen verursacht - man sich aber duch die beine noch abstüzenund somit einen teil der schmeren vermeiden / verringern kann
so sollte es wirklich unerträglich werden wenn die schmerzen durch die brüche und die daraus resultierenden schmerzen in den oberen extremitäten- die ja jetzt nicht mehr entlastet werden können dazu kommen.
Kommentar von GastExZJGastExZJ 16.06.2011danke für die ausführliche Antwort, ich kann mir die Qualen gut vorstellen und empfinde das als äußerst schrecklich
-
Das ist Teufelszeug...
Liebe/r GastExZJ,
gutefrage.net ist eine Ratgeber-Plattform und kein Chat- oder Diskussionsforum. Ich möchte Dich bitten, dies bei Deinen nächsten Fragen und/oder Antworten zu beachten. Bitte schau diesbezüglich auch noch einmal in unsere Richtlinien unter http://www.gutefrage.net/policy.
Wenn Dich die Meinung der Community interessiert, kannst Du Deine Frage gerne im Forum unter http://www.gutefrage.net/forum stellen.
Vielen Dank für Dein Verständnis!
Herzliche Grüsse
Klara vom gutefrage.net-Support