Frage von regeln9, 114

Jemand hat mir mal gesagt als Ausländer kann man nie ein 100% Deutsche sein.... Aber ganz ganz früher gab es ja auch keine Deutsche. Wie wurden die dann....?

Wie wurden die dann zu Deutsche? Wo es keine Deutsche gab?

Antwort
von herakles3000, 36

Das geschah durch die Völkerwanderung bzw  wären der Eiszeit wo die Menschen herkamen .Es gibt Ausländer mit deutscher stadtsangehöriegkeit aber sie führen sich nicht auf wie es hier  üblich ist  sondern eher wie es in ihrer Heimat ist darauf bezieht sich wohl eher die aussage.Die wiege der Menschheit  soll Afrika sein womit alle anderen  Ausländern wären.Egal wo sie leben.

Kommentar von OlliBjoern ,

Während der Eiszeit wird es den Begriff "Deutscher" wohl noch nicht gegeben haben. :)

Antwort
von hutten52, 11

Man kann als Ausländer durchaus ein 100%-Deutscher werden. Es gibt solche Beispiele, aber es sind nicht allzu viele. Die meisten heutigen Einwanderer schaffen das nicht oder wollen das gar nicht. In Umfragen sagen die meisten Deutsch-Türken, dass sie sich als Türken empfinden und nicht als Deutsche. Und so erziehen sie auch ihre Kinder. 

Die Deutschen wuchsen zwischen 300 und 900 aus mehreren, eng verwandten germanischen Stämmen langsam zusammen, aus den Bayern, Alemannen (Schwaben), Franken und Sachsen.  Das hat also ca. 600 Jahre gedauert, das zeigt, wie langsam und schwierig es ist, sich in etwas Neues zu integrieren, sogar dann, wenn man eng verwandte Sprachen spricht, sehr ähnliche Sitten und dieselbe Religion, hat,  damals das noch recht neue Christentum. 

Antwort
von Akka2323, 22

Deutsche unterscheiden sich auch ganz erheblich voneinander. Bayern und Hamburger sind mindestens so unterschiedlich wie Deutsche und Holländer. Und Sachsen haben es noch nicht geschafft, sich wie Deutsche zu verhalten.  

Antwort
von Dirndlschneider, 40

" Deutsche " sind nur zufällig zusammen lebende Menschen in einem gewissen , abgegrenzten Areal........

.......ich würde eher dazu neigen , die Bayern , Schwaben , Hessen , Preußen , Westfalen , Hanseaten ....usw ......als authentisch zu bezeichnen !

Antwort
von leucolone, 35

Von den Genen und Wurzeln abgesehen, ab dem Zeitpunkt wo man die deut. Staatsbürgerschaft hat gehört man der deutschen Nationalität an.
Was die Gene und Wurzeln angehen, sagen wir dein Vater wäre Amerikaner und deine Mutter Deutsche, dann wärst du von den Genen her 50% Deutscher Abstammung und 50% Amerikanischer.

Falls ich Fehler gemacht habe, habe ich Fehler gemacht. Ich habe das hier nichr studiert ; )

Kommentar von OlliBjoern ,

Es gibt keine "deutschen" und keine "amerikanischen" Gene. :)
Die Begriffswahl suggeriert eine Einheitlichkeit, die es in der Realität aber nicht gibt.

Antwort
von howelljenkins, 46

lass dir nicht so einen quark erzaehlen. nach ca. 3 generationen ist jeder gleich deutsch.

DEN deutschen gibt es auch gar nicht.

Kommentar von Lestigter ,

...nach ca. 3 Generationen ist jeder...

Der eine mehr, der andere weniger, wie man festgestellt hat:

http://library.fes.de/fulltext/asfo/00684002.htm

Auch in Schriften der Heinrich Böll Stiftung so zu lesen:

https://heimatkunde.boell.de/2013/11/18/lebenswelten-t%C3%BCrkischer-migrantinne...

Kommentar von howelljenkins ,

es geht letztendlich nur um meinungen und um definitionen

Antwort
von Susanne88, 30

Du bist Deutscher, wenn du einen gültigen deutschen Ausweis, somit die deutsche Staatsbürgerschaft hast. Zu 100%, nicht 20%, nicht 77,7%, sondern 100%. Punkt.

Es gibt keine halben Deutschen oder Ähnliches.


Antwort
von henzy71, 44

Natürlich gab es ganz ganz früher auch schon Deutsche. Damals hießen sie nur Germanen, aber das ist in Prinzip das Gleiche.

Gruß

Henzy

Kommentar von regeln9 ,

Im Jahr 0 auch?

Kommentar von henzy71 ,

Da war ich noch nicht dabei, aber da war das was heute Deutschland ist, Teil des großen Römischen Reiches. Städte wie Aachen gab es schon. Hieß Aquis Grana und dort lebten germanische Stämme.....

Kommentar von woflx ,

Diese völkische Sichtweise, ein Volk allein durch genetische Kontinuität unter Mißachtung jeder kulturellen Entwicklung zu definieren, sollte doch inzwischen überholt sein.

Kommentar von OlliBjoern ,

Das kann schon deswegen nicht das Gleiche sein, weil es auch heute mehrere germanische Völker gibt, die keine Deutschen sind.

Kommentar von henzy71 ,

Ich sehe ich wurde misverstanden. Das was ein Volk ausmacht ist doch die Kultur!! Genetisch sind beispielsweise ein West-Europäer, ein Asiate und ein Schwarz-Afrikaner sich doch sehr ähnlich. Zumindest sind sie sich genetisch viel ähnlicher als die kulturellen Unterschiede vermuten lassen würden.

Ich selber bin Niederländer und soweit ich den Stammbaum zurück verfolgen konnte waren meine Vorfahren dies ebenfalls. Das bedeutet aber, dass auch ich letzten Endes Nachkömmling eines germanischen Volkes bin.

Kommentar von woflx ,

Das was ein Volk ausmacht ist doch die Kultur!!

Dann kannst Du aber nicht Germanen und Deutsche gleichsetzen. All das, was eine spezifisch deutsche Kultur und Mentalität ausmacht, ist größtenteils im Laufe der letzten 2000 Jahre entstanden. Natürlich spielen genetische Voraussetzungen dabei eine Rolle, Kultur entsteht ja nicht im luftleeren Raum. Aber es ist Unsinn, nach einem speziellen "Deutschen-Gen" suchen zu wollen.

Die Postulierung einer Kontinuität des deutschen Volkes seit der Zeit der Germanen hatte ausschließlich politische Gründe, nämlich die Absicht, den Einfluß des Christentums auf die Kultur zu leugnen.

Kommentar von henzy71 ,

nach einem speziellen "Deutschen-Gen" suchen zu wollen.

Wenn du diesen Satz hier richtig verstanden hättest:

Genetisch sind beispielsweise ein West-Europäer, ein Asiate und ein Schwarz-Afrikaner sich doch sehr ähnlich.

Dann wüsstest du, dass ein Deutsches Gen gar nicht gibt.

Kommentar von Karl37 ,

Germane und Germanien ist eine Fremdbezeichnung durch die Römer, hat also wenig mit dem Deutschtum zu tun.

Das Wort deutsch, althochdeutsch diutics, in mittellateinisch theodiscus sowie in den fälschlichen lateinischen Angleichung teutonicus, bedeutete volkssprachig oder Nichtlateiner.

Da es bei den Sprechern sich um die Völker des Ostfrankenreich handelte, kam daher langsam bei ihnen das Bewusstsein ein einheitliches Volk zu sein auf. Es folgen zwei Lautverschiebungen und dann  setzte sich das Meißner Kanzleideutsch als Schriftdeutsch durch.

Antwort
von Lestigter, 31

Ich denke, damit meinte er eher den Migrationshintergrund, also wenn die Eltern auch nicht geborene Deutsche waren, kann derjenige auch nicht 100% deutsch sein.

Wurde vom Statistischen Bundesamt klipp und klar definiert:

Migrationshintergrund

Eine Person hat einen Migrationshintergrund, wenn sie selbst oder
mindestens ein Elternteil nicht mit deutscher Staatsangehörigkeit
geboren wurde. Im Einzelnen umfasst diese Definition zugewanderte und
nicht zugewanderte Ausländerinnen und Ausländer, zugewanderte und nicht
zugewanderte Eingebürgerte, (Spät-) Aussiedlerinnen und (Spät-)
Aussiedler sowie die als Deutsche geborenen Nachkommen dieser Gruppen.


Die Vertriebenen des Zweiten Weltkrieges und ihre Nachkommen gehören nicht zur Bevölkerung mit Migrationshintergrund, da sie selbst und ihre Eltern mit deutscher Staatsangehörigkeit geboren sind.

(https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesellschaftStaat/Bevoelkerung/Migration...)

Und was auf dem Papier (Pass) steht? - Wers glaubt, solls glauben..

Kommentar von Susanne88 ,

"also wenn die Eltern auch nicht geborene Deutsche waren, kann derjenige auch nicht 100% deutsch sein." Ja, sind wir wieder soweit, bei den "Halb"juden des 3. Reiches, bei den "Viertel"schwarzen der amerikanischen Sklavenzeit usw,?

Wenn man die deutsche Staatsbürgerschaft hat ist man Deutscher. Egal ob die Eltern (teils) Amerikaner oder Schweizer oder Japaner  oder sonstwas sind.

Kommentar von Lestigter ,

Wie ich ja schrieb - das darf jeder so glauben, wie er will - du verwechselst auch schon wieder "Deutsch" mit "Migrationshintergrund"!

Die Friedrich -Ebert Stiftung und  Heinrich Böll Stiftung hat anderes festgestellt, siehe meine Links in anderen Antworten hier zur Frage.

Aber wahrscheinlich wissen die es nicht besser oder sind nicht renommiert genug. Ein deutscher Pass ist nur ein Stück Papier..

Kommentar von OlliBjoern ,

Und was ist eine Statistik, die den Migrationshintergrund aufschlüsselt? Richtig, ein Stück Papier.

Was willst du uns eigentlich sagen?

Mir ist der Unterschied zum Migrationshintergrund sehr wohl bewusst, aber du versuchst uns ja hier etwas zum Thema "nicht 100% deutsch" zu erläutern. Und dass man das in Prozentzahlen ausdrücken könnte, steht ziemlich sicher in keinem offiziellen Papier.

Entweder hat man den Führerschein, oder nicht.
Entweder hat man die deutsche Staatsangehörigkeit, oder nicht.
Das ist einfach. Alles andere ist natürlich diskutabel, hat aber keine Bedeutung in der juristischen Praxis.

Kommentar von Lestigter ,

Und auch hier kann ich dir gerne  - nötigenfalls laaangsam und mehrmals - wiederholen, was Ich "euch eigentlich sagen wollte", wie du mir unterstellst  (Denn eigenltich antwortet man dem Fragesteller, deshalb verblüfft es mich etwas, dass man mit mir babbelt..)

Der Fragesteller verwechselt da wahrscheinlich "Migrationshintergrund" und "Deutsche Staatsbürgerschaft". - nun begriffen oder was wird noch alles unterstellt?

Dein Unterstellungen aufgrund  evtl. Begriffstutzigkeit kannst du also lassen!

Kommentar von Susanne88 ,

Ich verwechsle nicht "deutsch" mit "MIgrationshintergrund".

Du sagst: "der Fragesteller verwechselt da wahrscheinlich "Migrationshintergrund" und "Deutsche Staatsbürgerschaft" "nun begriffen?"

Also weil du der Meinung bist, dass jemand wahrscheinlich was verwechselt, sind die anderen begriffstutzig!?

Herrliche Logik!

Kommentar von Lestigter ,

Freut mich, dass dich sowas  belustigt... aus den anderen Wirrwarr wird man nicht schlau.. Beende das damit endgültig, sehe da kein Land bei dir...

Kommentar von OlliBjoern ,

Deutscher ist man im Sinne des Gesetzes, wenn man die deutsche Staatsangehörigkeit hat.

Der Migrationshintergrund ist definiert, tut aber dem vorherigen Satz keinen Abbruch. Der Migrationshintergrund spielt für statistische Zwecke eine Rolle, aber nicht für juristische Zwecke. (daher auch vom "statistischen Bundesamt")

Der Satz "also wenn die Eltern auch nicht geborene Deutsche waren, kann derjenige auch nicht 100% deutsch sein." ist somit juristisch nicht relevant.

Kommentar von Lestigter ,

Nicht nötig, meine Aussage immer wieder neu zu formulieren - Ich schrieb ja, dass wahrscheinlich nicht  "deutsch", sondern "Migrationshintergrund" gemeint war mit dem "nicht 100%"..

Ich stimme also weiterhin den Wiederholungen zu - Deutsch nach dem Gesetz (oder Papier) ist, wer einen deutschen Pass hat..

Kann eine lange Nacht werden, wenn das nun jeder nochmal schreibt, statt eine eigene Antwort auf die Frage abzugeben..

Antwort
von hydrahydra, 44

Jemand hat mir mal gesagt als Ausländer kann man nie ein 100% Deutsche sein. --- Natürlich, als Deutscher bist du ja auch kein Ausländer mehr. Geht also nicht.

Antwort
von Secretstory2015, 46

Wir sind im Prinzip alles Ausländer. Nur kapiert das nicht jeder - auch nicht derjenige, der Dir so einen Mist erzählt hat.

Kommentar von leucolone ,

Kommt ja drauf an ob man z.B. an die Evolution glaubt, aber nach deiner Aussage wären dann die %Teile der ausländischen Genen sehr gering weniger als 0,000,000,000,000,000 etc. wenn man davon ausgeht das die letzten Ausländischen Wurzeln von früher ausgehen... Schwer zu erklären.

Kommentar von Susanne88 ,

Es gibt keine ausländischen Gene!

Kommentar von Secretstory2015 ,

Richtig, es gibt keine In- oder ausländischen Gene. Wir sollten uns eher als Menschen sehen und nicht als "Deutsche", " Schweden" oder "Türken".

Antwort
von Moskito, 49

Was macht denn einen 100%igen Deutschen aus?

Ich kenne so viele unterschiedliche Deutsche und so viele unterschiedliche Nicht-Deutsche - jeder Jeck ist anders.

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