Jemand, der trotz Traumata nicht umkippt?

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7 Antworten

das ist jemand, der einiges vertragen kann. man kann schreckliche situationen erleben und lacht darüber, man kann auch sehr nachdenklich werden und sich still verhalten. Bei jedem Menschen ist das unterschiedlich. Mir ist es beispielsweise unerklärlich, wieso leute von Trauma reden und haben kaum etwas schlimmes erlebt. die soldaten im irak brauchten psycholgische behandlung nachdem sie aus dem krieg zurückkamen, frage mich, was die soldaten denn im 1 und . weltkrieg machten, und da waren sogar sehr junge menschen dabei. manche leute bekommen probleme, wenn sie einen toten hasen auf der strasse sehen oder unglücklicherweise einen überfahren haben. das hat nichts mit gefühlskälte zu tun. letzten endes sind wir auf der welt um zu leiden und das grad des leidens liegt an unserem verhalten. allerdings bei den menschen, die weniger probleme haben, kommt es auch vor, dass sie sich länger mit dem ereignis beschäftigen.

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Kommentar von Dauerspeck
08.12.2015, 19:08

Hallo,
danke für die Antwort. Inzwischen habe ich mich anderweitig kundig gemacht: Der Begriff heißt Resilienz. Bei Wikipedia wird das ausführlich erläutert. Auch da wird darauf abgehoben, dass Menschen sehr unterschiedlich auf Unglück reagieren. Eine ganz schlüssige Erklärung gibt es noch nicht; die Forschung steht noch am Anfang. Bis vor Kurzem gab es noch nicht einmal den Begriff. Ein Hinweis ist ein gutes Elternhaus und Eingebettetsein in die Familie. Ich kenne allerdings einen Fall, wo der Mann ein sehr schlechtes Elternhaus hatte, zeitweise auch gar keines. Heute hat er eine wunderbare Familie, steht im Beruf seinen Mann und kann seine Fähigkeiten gut einschätzen. Und das ohne irgendwelche psychologische Hilfe.
Übrigens war der 1. Weltkrieg auf eine Art schlimmer als der 2. . Aus der Zeit stammt das Wort vom Kanonenfutter. Es kam viel öfter vor als nach dem 2.Weltkrieg, dass Soldaten nach ihrer Heimkehr nicht darüber sprechen konnten. Es klingt makaber und wie Blasphemie: Selbst Stalingrad (und das war ja nun die wahrhaftige Hölle) war nicht ganz so schlimm wie die Frankreichfront im 1. Weltkrieg. Dafür gibt es Zahlen, die schon beim Lesen Grauen erzeugen.
Was den Irak betrifft, liegst Du nicht ganz richtig. Es kamen schreckliche Dinge vor. Wer einmal mit dem Jeep über eine Landmine gefahren ist und ein paar Fetzen von seinen Kameraden hat herumliegen sehen, wird dieses Bild, und sei er noch so stark, sein Leben lang nicht mehr los - trotz psychologischer Behandlung.
Zum Schluss: Ich habe den Eindruck, dass Du Dir Gedanken machst. Das finde ich gut. Deshalb habe ich Dir etwas ausführlicher geschrieben.
Nur mit dem "Leiden" ist das so eine Sache. Ich halte es lieber mit dem "Lieben Augustin" von Horst Wolfram Geissler: "Da kann sich einer noch so gescheit anstellen: Jeder muss den Packen tragen, den er mitbekommen hat. Ihr könnt euch aber eine leichte Schulter anschaffen und ihn darauf legen. Dann geht es schon."
Ich halte die Welt nicht für ein Jammertal. Auch wenn sie ungerecht ist.

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Dafür gibt es keinen eigenen Begriff in Bezug auf Traumata. "Überlebende/r" ist die übliche Bezeichnung in der Literatur.

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Hallo Leute,

danke für Eure Mühe. Inzwischen habe ich die Antwort gefunden: Der Begriff heißt Resilienz.

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Wenn einer das ständig betont, wieviel er durchgemacht hat und daß es ihm dennoch gut geht: Ein nerviger Angeber

Ein Gentleman schweigt. never complain never explain

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eine starke Persönlichkeit

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wie der begriff ist weiß ich auch nicht. ich würde einfach sagen, das ist ein glücklicher mensch, trotz alledem

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Ein in seiner psychischen Konstitution gefestigter Mensch.

Einen Fachbegriff gibt es dafür im deutschen nicht.

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