Frage von TomygamingHD, 65

Jeder sagt, dass Informatik (Beruf) für mich am BESTEN sei. 100% sicher sind sich die Erwachsenen, aber ich weiß nicht, was man da genau macht?

Jeder sagt das Informatik(Beruf) für mich am BESTEN ist also 100% sind die Erwachsenen sicher aber ich weis nicht was man da genau macht ? ich bin Sehr oft am Computer und so elektronische Gerät aber ich weis nicht genau was man da macht.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von NoHumanBeing, 19

Das kommt darauf an, auf was man sich spezialisiert. Die Informatik ist ein sehr weites Feld.

Was man da so alles macht? Systeme analysieren, Software entwickeln (programmieren, etc.), Netzwerke konzipieren und aufbauen, konfigurieren, warten, Server betreuen, Sicherheit analysieren, forschen, beraten, ...

Die Informatik hat einerseits Schnittstellen zur (formalwissenschaftlichen) Mathematik (Theoretische Informatik), andererseits zur (ingenieurswissenschaftlichen) Elektrotechnik (Technische Informatik) und zu anderen Bereichen der Wissenschaft (Angewandte Informatik), wobei hier insbesondere die Naturwissenschaften zu nennen sind, die einen hohen Bedarf an spezialisierten Anwendungen zur Simulation physikalischer/chemischer/biologischer/... Vorgänge oder einfach zur Auswertung größerer Datenmengen und/oder Anpassung von Modellen haben.

Informatiker wird man durch ein entsprechendes wissenschaftliches Studium, das in Vollzeit bis zum Masterabschluss eine Regelstudienzeit von 10 Semestern (5 Jahren) aufweist. (Die tatsächliche Studiendauer liegt im Mittel noch etwas höher.) Diese wissenschaftliche Ausbildung ist in der Regel sehr breit und sehr tief angelegt, was heißt, dass Du einerseits eine Menge an Grundlagen erlernen wirst, andererseits aber auch die Gelegenheit bekommen wirst, eine Vielzahl von Spezialgebieten zu vertiefen. Insbesondere ist es bei einem Informatikstudium so, dass Du häufig zahlreiche Nebenfächer haben wirst. Bei mir waren das beispielsweise BWL, Rechtslehre, Fremdsprachen, sowie in besonderem Umfang Physik. Andererseits gibt es in höheren Semestern auch die Möglichkeit, sich auf verschiedenste Bereiche innerhalb der Informatik zu spezialisieren und dort entsprechend tiefes (oftmals eher theoretisches) Fachwissen zu erwerben, beispielsweise im Bereich Compilerbau (eher theoretisch - Stichwort: "Formale Sprachen") oder im Bereich Sicherheit (auch eher theoretisch - gerade im Bereich der Kryptographie werden viele formale Beweise geführt). In meinen Augen ist das Informatikstudium einer der "breitesten" Studiengänge überhaupt. Das liegt daran, dass die Informatik im Grunde in jedem Bereich, den man sich nur vorstellen kann, Anwendungen hat. Und in viele dieser Bereiche wird man im Studium zumindest eingeführt, was zur Folge hat, dass man sich in unglaublich vielen Domänen zumindest Grundlagenwissen aneignet und im eigenen Fachgebiet (der Informatik selbst) dann eben stark vertieft.

Daneben gibt es die Möglichkeit, sich zum Fachinformatiker ausbilden zu lassen. Hier wird nochmals in die Fachrichtungen Anwendungsentwicklung (quasi "Programmierer") und Systemintegration (quasi "Netzwerktechniker" bzw. "Systemadministrator") unterschieden. Das ganze ist ein IHK-Ausbildungsberuf. Die Ausbildung dauert ca. drei bis dreieinhalb Jahre. Wenn Du bereits das Abitur in der Tasche hast ist oftmals auch eine Verkürzung der Ausbildungsdauer bis auf zwei Jahre möglich. Beachte, dass Du hier schneller fertig bist und durch die Ausbildungsvergütung auch bereits ein wenig Geld verdienen kannst. Natürlich ist die Berufsausbildung zum Fachinformatiker mit einem Informatikstudium aber auch in keinster Weise vergleichbar, weder vom Umfang, noch von den Anforderungen her. Dementsprechend unterschiedlich sehen danach natürlich auch die beruflichen Möglichkeiten aus.

Kommentar von Blackoutd ,

Gute Antwort, hab nur ne Frage. was ist besser: Ein Informatik Studium oder Ausbildung zum Anwendungsentwickler bzw. Systemintegration?

Kommentar von NoHumanBeing ,

Das Studium bietet allgemein ein sehr viel höheres Qualifikationsniveau. Damit hast Du im Anschluss entsprechend mehr Möglichkeiten und kannst eine bessere Bezahlung erwarten.

Ein Studium ist aber eben auch bedeutend mehr Aufwand. Es dauert länger und Du wirst auch viel mehr Leistungsdruck und Stress haben. Außerdem ist die Gefahr größer, dass Du versagst und letztlich abbrichst. Dazu geht studieren ziemlich ins Geld. Wenn Du Dich für eine Berufsausbildung entscheidest, erhältst Du eine Ausbildungsvergütung. Entscheidest Du Dich für das Studium, hast Du zunächst einen Verdienstausfall, einerseits weil die Ausbildungsvergütung entfällt, andererseits weil das Studium sehr viel länger dauert und somit Dein Berufseinstieg später erfolgt. Außerdem musst Semestergebühren entrichten. Viele ziehen für ihr Studium um und müssen dadurch eine Wohnung finanzieren. Das alles geht natürlich ziemlich ins Geld.

Letztlich ist es wie überall im Leben. Das Studium ist eine sehr viel größere Investition, sowohl vom zeitlichen Aufwand her, als auch finanziell und zudem ein höheres Risiko. Und wenn man vorher viel investiert, hat man später in der Regel auch eine höhere Rendite, in diesem Fall also die Chance auf einen interessanteren und besser bezahlten Job.

Wobei das "interessanter" mir persönlich sogar noch wichtiger ist, als die Bezahlung. In viele interessante Bereiche kommst Du nur mit einem abgeschlossenen Masterstudium hinein. (Fast) alles, was in Richtung Sicherheit, kritische Infrastrukturen, Forschung, etc. geht, bleibt Dir ohne Masterabschluss leider verwehrt. Diese Jobs finde ich persönlich sehr interessant und außerdem, "als netter Nebeneffekt" sozusagen, sind viele von ihnen auch ziemlich gut bezahlt. Außerdem kommst Du mit einem abgeschlossenen Studium auch sehr viel schneller in eine Führungsposition.

Es ist ungefähr der selbe Unterschied, wie zwischen einem Industriemechaniker und einem Maschinenbauingenieur. Der eine steht an der Drehbank und dreht Werkstücke und der andere hat die Drehmaschine konstruiert. ;-)

Bedenke, dass ein Informatikstudium allgemein sehr mathematiklastig ist. Zwar hat die Mathematik im Studium nicht wirklich viel mit der Schulmathematik zu tun, sodass eine schlechte Mathenote in der Schule kein Ausschlusskriterium ist. Du solltest mit Mathematik aber definitiv nicht auf Kriegsfuß stehen, wenn Du Informatik studieren möchtest.

Kommentar von Blackoutd ,

bzw. was kann man mit den beiden machen?(berufssmäßig) und was wird von den beiden eher bevorzugt? also die Unternehmen, was bevorzugen sie?

Kommentar von NoHumanBeing ,

Das Studium ist die höhere Qualifikation. Mit der höheren Qualifikation hast Du immer die besseren Chancen auf einen gut bezahlten, interessanten Job.

Antwort
von wotan38, 12

Man muss nicht unbedingt wissen, was man später machen wird, man muss nur die Eignung dazu mitbringen. Normalerweise sind das Aufgaben, die vorher noch niemand gemacht hat. Das ist wie einen Aufsatz zu schreiben ohne vorher das Thema zu kennen. Im Berufsleben bekommt man auch immer die Möglichkeit, sich in spezielle Aufgaben einzuarbeiten.

Ich weiß nicht, auf welcher Grundlage diese "jeder" ihre Empfehlungen geben. Aber mach Dir keine unnützen Sorgen. Stöber mal im Internet und mach Dich schlau. Da gibt es vielerlei Info dazu.

Antwort
von SLS197, 22

Hi,

ich finden niemand außer du selbst kann wissen welcher Beruf für dich am besten ist. Du kennst deine Vorlieben und Berufsvorstellungen eben am besten

Ich vermute sie denken bei dem Beruf an Computer und Handys und denken alle Jugendliche finden das supertoll 

Wenn du nicht weißt was man da macht kannst du mal bei der Arbeitsagentur schauen, da stehen alle Ausbildungsberufe drin. Ich hab da mal einen kleinen Text kopiert: 

Informatiker und Informatikerinnen entwickeln, programmieren und modifizieren Hard- und Software, insbesondere im Zusammenhang komplexer Informations-, Kommunikations- und Steuerungssysteme. Sie übernehmen Aufgaben in einem der vier klassischen Teilbereiche der Informatik, der theoretischen oder praktischen Informatik, der technischen oder angewandten Informatik, oder sind in der Systemadministration oder der Projektleitung tätig.


https://berufenet.arbeitsagentur.de

Du kannst natürlich auch versuchen dich in Betrieben, welche die Ausbildung anbieten, ein Praktikum zu absolvieren dann bekommst du schon mal einen guten ersten Einblick in den Beruf 

Hab auch mal überlegt eine Ausbildung zum Fachinformatiker zu absolvieren aber das war mir viel zu wenig körperliche Arbeit. Man arbeitet halt so ziemlich nur im Büro und sitzt an den Computern rum...vielleicht gefällt dirs ja

Viel Erfolg


LG Dennis
Antwort
von TednDahai, 29

Informatiker programmieren hauptsächlich im Studium. (Es gibt sehr viele Anwendungsmöglichkeiten) 

Vorteilhaft ist hier, wenn man leicht Probleme erkennt und Lösungswege findet. (Wollte auch Informatik studieren, bin aber genau an diesem Punkt zu Blöd beim Programmieren)

Wenn du das machen willst, empfehle ich dir aber Angewandte Informatik. Da hast du nach dem Studium bessere und vor allem mehr Möglichkeiten ;)

Kommentar von TomygamingHD ,

Ok danke :D

Kommentar von TednDahai ,

immer gern :)

Kommentar von Blackoutd ,

könntest du mir bitte den Unterschied zwischen angewandte informatik, informatik und technische Informatik erläutern? Als Studiengang. Verstehe die Unterschiede nicht

Kommentar von NoHumanBeing ,

Technische Informatik ist der Elektrotechnik näher. Da beschäftigst Du Dich eher mit Netzwerktechnik, Modulationsverfahren, Kabeldämpfung, Shannon-Theorem, Microcontroller-Programmierung (systemnah, also von den Sprachen her insbesondere Assembler und C), etc.

Bei Angewandter Informatik wirst Du vermutlich eher in höheren Programmiersprachen programmieren. Häufig kommen hier objektorientierte Sprachen, wie Java und Python zum Einsatz. Insbesondere an Hochschulen, bei denen die Informatikfakultät aus der Mathematikfakultät hervorgegangen ist, kommen funktionale Programmiersprachen, wie Haskell, Erlang oder Scala zum Einsatz.

Das ist so die grobe Richtung. Konkret kannst Du das ohnehin nur entscheiden, wenn Du die Modulpläne der einzelnen Hochschulen miteinander vergleichst. Im Gegensatz zur Schule, wo es zumindest landesweit einheitliche Lehrpläne gibt, herrscht an Hochschulen die so genannte Freiheit der Lehre, d. h. die Professoren haben weitgehend freie Hand, welche Inhalte sie ihren Studenten vermitteln. So kann der Dozent in der Regel selbst entscheiden, in welcher Sprache entwickelt wird.

Auch wenn ich hier bewusst den Fokus auf das Programmiere lege, beachte, dass Informatik sehr viel mehr mit Mathematik zu tun hat, als mit Programmieren. Natürlich ist das Programmieren wichtig, keine Frage! Aber ab einem gewissen Punkt ist das einfach "Handwerkszeug", das man beherrschen muss. Der Fokus im Informatikstudium liegt auf anderen Dingen. Ich kenne viele Leute, die die Vorstellung haben: "Ich kann programmieren, also ist das Informatikstudium einfach für mich." - Programmieren zu können ist ein riesen Vorteil, keine Frage! Das bedeutet aber nicht, dass man sich dann "ausruhen kann". Der größte Teil des Informatikstudiums befasst sich nicht mit Programmierung. Ich würde es daher eher andersherum sehen. Im Informatikstudium bleiben am Anfang viele "hängen", weil sie nicht programmieren können. Es ist daher notwendig, dass man das zu einem gewissen Grad beherrscht. (Manche sagen sogar, ein Informatikstudium ganz ohne Vorkenntnisse aufzunehmen "funktioniert nicht", auch wenn ich so weit nicht gehen würde.) Es ist allerdings bei weitem nicht ausreichend, um das Studium zu absolvieren.

Kommentar von Peppie85 ,

angewante informatik ist eher praxisorientiert. du lernst also z.B. wie so ein SAP System oder eine Lagerverwaltung etc. arbeiten oder gehst in den bereich Mediengestaltung / Webdesign.

bei der teschnischen informatik geht es dann eher in die Bereiche Speicherporgrammierbare Steuerung (SPS), Smart Home oder Robotik.

lg, Anna

Antwort
von grtgrt, 7

Lies nach ausgehend von Seite http://greiterweb.de/spw/ .

Typische Themen, mit denen sich Informatiker befassen (vor allem dann, wenn sie Software zu entwickeln oder aktuellen Anforderungen anzupassen haben) sind genannt in den Abschnitten

  • Derzeit Akuelles
  • Methodisches
  • Praktisches
Kommentar von grtgrt ,

Die Gesellschaft für Informatik (als Standesvertretung deutscher Informatiker) hat eine Broschüre herausgegeben, in der sie ganz genau beschreibt, was man heute unter Informatik versteht. Bitte lies sie: https://www.gi.de/fileadmin/redaktion/Download/was-ist-informatik-lang.pdf .

Kommentar von grtgrt ,

Wie breit und vielfältig Informatik (als Thema) heute ist, zeigt sich auch recht schön am Studienangebot Informatik z.B. der TU München:

http://www.in.tum.de/fuer-studierende/module-und-veranstaltungen/modulkatalog.ht... 

Antwort
von Realisti, 27

Ich bin auch kein Informatiker. Aber zum Glück kann ich googlen:

https://www.audimax.de/informatik/berufe/

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