Frage von Brasilisk, 192

Jeder Metaller den ich kennengelernt habe ist Atheist und einige von Ihnen machen sich regelmäßig über Gott/Religion lustig, warum?

Ich habe wirklich nichts gegen Metaller, ist ja auch "nur" eine Musikrichtung, aber das ist etwas was mir wirklich oft auffällt. Ich kenne keinen religiösen Metaller und viele von Ihnen finden es lustig, sich in Anwesenheit von teils religiösen Leuten, oder auch nur unter sich, wenn man sich über Gott/Religion lustig macht. Etwa, dass alle religiösen Menschen ja dumm seien, oder sich selbst als "Gott" bezeichnen etc. Wieso kann man nicht einfach respektieren was anderen wichtig ist. Woran liegt das?

Antwort
von Andrastor, 59

Dieser magelnde Respekt gegenüber religiösen Menschen rührt daher, dass Religionen und religiöse Menschen andere Meinungen ebenfalls nicht respektieren.

Das beginnt schon mit der Indoktrination. Kinder werden im Namen eines Gottes getauft, noch bevor sie begreifen was das soll, werden zu Sakramenten wie Erstkommunion, Firmung, Konfirmation etc. gedrängt, ohne dabei auf ihre eigenen Wünsche einzugehen.

Die Meinung der Kinder wird unterdrückt und sie werden in eine Richtung gedrängt, die sie vielleicht gar nicht gehen wollen.

Zusätzlich kommt die akkustische Reviermarkierung der Kirchen durch das ständige Läuten der Glocken und die zahlreichen Missionierungsversuche verschiedener Glaubensanhänger.

Und keiner konnte bisher auch nur einen überzeugenden Beweis für die Existenz des eigenen Gottes erbringen.

Bei so einem Verhalten sollte es nicht verwundern, wenn Menschen die anders denken, das Bedürfnis verspüren sich über Gläubige lustig zu machen.

Antwort
von Giustolisi, 50

Erst mal, nicht jeder Metaller ist Atheist. Ich kenne auch welche, die an Götter glauben, es sind allerdings verschwindend wenige Christen unter ihnen, der heidnische Glaube ist in der Szene stärker vertreten.

Viele Metal Texte sind religionskritisch oder gesellschaftskritisch, zudem stand die Metalszene schon immer für Auflehnung gegen gesellschaftliche Konventionen. Das sorgt dafür, dass sich nur wenige religiöse Menschen von dieser Szene angezogen fühlen. 
Metalfans sind mehrheitlich nicht konservativ, aufgeschlossen und friedfertig. Letzteres ist durch die wenigen Polizeieinsätze selbst bei großen Veranstaltungen gut belegt.

Für alle Metaller die ich kenne ist Toleranz und Meinungsfreiheit wichtig. 
Die Toleranz hat aber meist da ein Ende, wo sie nicht erwidert wird.
Bei den meisten Religionen ist das der Fall, denn sie vertreten einen Absolutheitsanspruch.

Die Metal Szene wird von religiösen Menschen oft als unmoralisch, schlecht, oder anderweitig negativ dargestellt. Das ist eben die Intoleranz, die nicht toleriert wird. Es scheint fast, als hätten Religiöse und Konservative (die Schnittmenge beider Gruppen ist eh groß) schon immer was gegen alles gehabt, was anders ist.
Logischerweise sorgt das für eine ablehnende Haltung gegenüber diesen Glaubenskonzepten und den Werten, die sie vertreten.
Diese ablehnende Haltung wird fast immer nur gegenüber den Gruppen gezeigt, die diese Haltung schon offen zur schau stellten, bevor es Metal überhaupt gab. 

So wurde schon der Rock´n Roll in seinen Anfängen häufig als Musik des Teufels betitelt, fast immer von Anhängern der abrahamitischen Religionen.

Meist wird dem Ganzen mit Humor begegnet.
Lustig machen kann man sich eigentlich über alles, das ist Teil der Meinungsfreiheit. Besonders wenn es irgendwelche absurden Träumereien von antiken Fantasiewesen sind, ist das Gelächter natürlich groß.
Dass sich Religiöse dann oft persönlich angegriffen fühlen, macht es nur noch komischer.

Ich kann mich noch gut erinnern, dass ein befreundeter Metaller ohne Provokation seinerseits von zwei Christen recht aggressiv angegangen wurde. Das war alles nur wegen seines T-Shirts. Es war ein schwarzes T-Shirt, auf dem der nordische Gott Thor abgebildet war. Darunter stand: "Your God was nailed to a Cross, my Got has a Hammer. Any Questions?"
So etwas reicht offensichtlich schon, damit sich manche Menschen angegriffen fühlen. Zu Handgreiflichkeiten kam es zum Glück nicht, womöglich aber nur aufgrund der Unterzahl der Christen, die es statt dessen vorzogen, lautstark mit dem göttlichen Gericht drohten, während sie sich verdrückten. 

Solche Vorfälle sind es, die das Christentum ziemlich lächerlich da stehen lassen.
Wir sind jedenfalls nach einer bierreichen Diskussion zu der Überzeugung gelangt, dass es sich bei dem göttlichen Gericht wahrscheinlich um Grillfleisch mit Kartoffelsalat handelt.

Antwort
von RonnyFunk, 4

Also ich erkläre es mir so, dass bestimmte Musikrichtungen eine satanisch-okkulte Ausrichtung haben, Dämonen und Finsternis zum Image gehören, das beste Lob für die Musiker und Fans ist, möglichst inkompatibel zum Christentum zu sein.

Erklärungsversuche, wie dass es an angeblich mangelndem Respekt von Seiten der Christen oder Indoktrination liegen würde, empfinde ich als Ausreden. Mag sein, dass Menschen so ihre Abwendung von Gott begründen, mag sein, dass Menschen sich deshalb Satan zuwenden.

Ob ernst gemeint oder nur "zum Spaß" zählt für den Bösen nicht. Da ist es so ähnlich, wie die Frage, ob jemand 1933 die NSDAP wählte, weil er ihr zustimmte oder weil er es den anderen Parteien zeigen wollte.

"Wieso kann man nicht einfach respektieren was anderen wichtig ist. Woran liegt das?"

Nun, vielleicht daran, dass Satan es haargenauso macht.

Antwort
von oelbart, 55

Vielleicht kennst Du die falschen Leute? Zu Schulzeiten war - grob über den Daumen gepeilt - knapp die Hälfte der Metaller in meinem Freundeskreis gläubig und oft auch kirchlich engagiert. Einer davon studiert jetzt evangelische Theologie...

Antwort
von ThomasJNewton, 26

Du wirst sicher noch andere Gruppen von Menschen finden können, wo die Mehrheit Atheisten sind.

Auch weil das eben nur eine kleine Guppe von dir bekannten Metallern aus der Gesamtgruppe der Metaller ist.

Sicherlich gibt es einige Lebenseinstellungen oder Vorlieben, die besser mit einem Glauben harmonieren als andere.
Aber mehr als dumpfe gefühlsmäßige Vermutungen habe ich zumindest auch nicht zu bieten.

Vielleicht einige Hinweise:

Der Anteil der Atheisten wächst hierzulande stetig, und ist bei jungen Menschen schon recht hoch.

Statistisch seltene Dinge sind nicht unmöglich, sondern eben nur selten.
Wenn Millionen Menschen Lotto spielen, passieren eben auch Dinge, deren Wahrscheinlichkeit 1:1000000 unterschreitet.
Oder wenn du 10 Gruppen kennst, ist da eine bei, die so extrem ist wie eine von zehn.

Gruppen können nicht jede beliebige Zusammensetzung haben.
Die Mitglieder müssen miteinander harmonieren und v.a. wollen sie nicht von Mitgliedern abgeblafft werden, wegen ihrer Art, die sie nun mal ausmacht.
Außenseiter passen nicht in eine Gruppe auf freiwilliger Basis.
Bei unfreiwilligen Gruppen gelten andere Regeln.

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Sich über andere Menschen oder Lebenseinstellungen, auch Religionen, lustig zu machen, ist hierzulande heutzutage nicht verboten.

Verboten sind nur Beleidigungen, und die sind auch keine schwere Straftat.
So ist die Rechtslage.

Auf menschlicher Ebene ist Respekt nur bedingt ein Grundrecht.
Und keines, was du einfordern kannst.

Ich bin der Meinung, dass jeder Mensch Respekt verdient, aber nicht jede Eigenart, Meinung oder Überzeugung.

Hast du denn Respekt vor dem "Humor" der Leute, die sich über Gläubige lustig machen? Wohl nicht.
Hast du Respekt vor den Menschen, die das tun? Hoffentlich schon.

Und du solltest auch die Tatsache respektieren, dass andere Menschen ihr Verhalten nach ihrer Sicht der Dinge und nach ihren Werten ausrichten.
Sie kommen eben nicht aufgrund der selben Basis zu anderem Verhalten als du, sondern aufgrund einer anderen Basis.

Es gibt sogar Menschen, die sehen jeden Gläubigen als wandelnde Beleidigung des menschliches Geistes.
Ihr Verhalten kannst nur verstehen, wenn du ihre permanente Kränkung berücksichtigst.

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Wieso kann man nicht einfach respektieren was anderen wichtig ist.

Vielleicht deshalb, weil man's nicht will?

Antwort
von schnoerpfel, 38

Lässt man einmal White Metal außen vor, dann war Heavy Metal ganz klar eine Auflehnung gegen den christlichen Konservatismus. Schon im Thrash Metal der '80er gab es eine starke antichristliche und antikirchliche Haltung. Gerade in den USA, wo das Christentum eine größere Rolle spielt, gehörte das zum guten Ton.


Antwort
von SanguineMortem, 91

Ich bin auch Metaller und Goth und mache das einfach aus Respekt nicht. Jeder darf an das glauben was er will. Ist zumindest meine Meinung.

Wenn ich etwas durch den Kleidungsstil gelernt habe dann, dass man egal an was jemand glaubt oder was er für Kleidung trägt, respektvoll miteinander umgeht beziehungsweise nicht über andere ablästert oder sich lustig macht.

Antwort
von quopiam, 20

So, so. Dann komm mal bei uns vorbei, da gibt es 5 Metaller, die gleichzeitig auch Christen sind und ihren Glauben pflegen, darunter meine Wenigkeit, meine Frau, ein Pfarrer und zwei seiner Kinder - nur meiner Frau und mir fehlt leider die richtige Haartracht, um ordentlich headbangen zu können... 

Mit religiöser Satire hab ich kein Problem, was mich ärgert, ist "haten" und pöbeln. Und das passiert mir unter Metallern schon mal überhaupt nie. Aber ich trage meinen Glauben auch nicht auf dem Silbertablett herum zum Vorzeigen. Ich praktiziere ihn einfach. Gruß, q.

Antwort
von Barbaratlos, 91

Keine Ahnung, ob das in >Metalkreisen< zum guten Ton gehört, Gottesglauben abzulehnen. Ich halte das für überhaupt nicht wichtig.

Wichtig dagegen ist, dass jeder Mensch seinen eigenen Weg findet, ob mit dieser oder einer anderen Musikrichtung, mit diesem oder einem anderen Gottesglauben. Wenn dir Toleranz wichtig ist, kannst du ja auch tolerieren, dass die anderen Atheisten sind. Wenn dir dein Glaube wichtig ist, kannst du dich beruhigt zurücklehnen und mit dir selber im Reinen sein.

Wenn sich Menschen über etwas lustig machen, wollen sie sich m.M. nach stark fühlen. Das heißt, sie fühlen sich in irgendeinem Punkt noch schwach. Wenn sie mit ihrer Meinung dominieren wollen, fühlen sie sich irgendwo im Leben nicht stark genug.

Menschen, die ihre Entscheidungen für sich selber getroffen haben und ihre Worte und Taten danach ausrichten, haben es nicht nötig, sich nach anderen zu richten oder zu diskutieren.

Antwort
von hCxFu, 98

Das liegt Definitiv an Dir und deiner Auswahl an Gesprächs Partner.

Es gibt genauso gut sog. "White Metal" der Religiös, Christlich, ist.

Antwort
von omikron, 73

Ich habe manchmal den Eindruck, dieses Lustig Machen ist einfach Zeichen von Unsicherheit. Da ist einer, der kennt und weiß etwas, was mir fremd und rätselhaft ist - also lächle ich darüber weg. Andernfalls müsste ich mich ja damit ernsthaft auseinander setzen.

Kommentar von Giustolisi ,

Du verwechselst Wissen mit Glauben, ein verbreiteter Fehler in religiösen Kreisen.

Kommentar von ThomasJNewton ,

Träum weiter!

Antwort
von Bodesurry, 47

Es gibt einige christliche Metal-Gruppen

https://de.wikipedia.org/wiki/Christlicher_Metal

und deren christliche und nicht-christliche Fans.

Wenn Leute sich über Christen lustig machen, lieben sie oft Black Metal, deren Bands durch satanistische Texte auffallen möchten. 

Antwort
von knallpilz, 55

Sich über etwas lustig machen und etas nicht respektieren sind zwei paar Schuhe.

Aber es gibt nun mal Menschen, die bestimmte Dinge nicht verstehen und sich aus Überheblichkeit darüber lustig machen. Das sind oft Menschen, die sich über ihre Vernunft definieren und alle nicht logischen Anteile des Lebens für dumm halten.

Aber, dass sie Religion nicht respektieren, oder religiöse Menschen, ist ja erstmal dahingestellt. Nur, weil sie Witze drüber machen.
Wenn sie über alles Witze machen würden, nur über Religion nicht, dann würde das von Respektlosigkeit zeugen. 
Wenn ich einen Kumpel auslache, weil seine Frisur beknackt aussieht, nen anderen aber nicht, weil ich weiß, dass der sofort beleidigt ist, wen respektier ich da wohl mehr....den, der sich wie ein Erwachsener verhält oder das Kleinkind? :D


Und machen die sich denn über Menschen lustig, die tatsächlich sprirituell sind oder über organisierte Religion?
Das sind ja zwei unterschiedliche Dinge.
An Gott zu glauben ist was anderes als in die Kirche zu rennen und sich an dogmatische Vorschriften zu halten.

Kommentar von ThomasJNewton ,

Amen

Kommentar von knallpilz ,

musste lachen :D

Antwort
von Lazybear, 56

Gegenfrage, wieso ist es für gläubige menschen so schwer zu akzeptieren, dass andere es nicht sind, wieso sehen sie auf einen herab, als ob nur sie die wahrheit haben und die lebensweisen anderer nicht gleichberechtigt ist, wieso versuchen sie einen ständig zu missionieren, wieso verteilen sie prospekte mit "was darwin nicht wusste"? Weil sie denken, sie haben die wahrheit und wollen andere menschen belehren vllt sogar für ein imaginäres punktekonto! Atheisten wollen vllt das gleiche, mit dem unterschied, dass sie sich nicht auf pseudowissenschaftliche aussagen beziehen! Lg

Antwort
von AaronMose3, 84

Wieso kann man nicht einfach respektieren was anderen wichtig ist. Woran liegt das?

Vermutlich liegt es daran, das es für viele Menschen nunmal unbegreiflich ist wie man in einem Zeitalter wie unserem noch an Geschichten glauben kann, die vor über 2000 Jahren aufgeschrieben wurden.

Würde heute jemand sagen, dass ihm der wahrhaftige Gott erschienen ist und zu ihm gesprochen hätte (wie bei Moses), würde er höchstwahrscheinlich in der Psychiatrie landen, oder zumindest als "verrückt" abgestempelt werden.

Und das sollte zum Nachdenken anregen.


Kommentar von Brasilisk ,

Das kann man doch aber für sich behalten oder nicht :)? Wenn ich weiß das jemandem etwas wichtig ist, dann muss ich ihn doch nicht vorsätzlich verletzen.

Kommentar von AaronMose3 ,

Das kann man doch aber für sich behalten oder nicht 

Wie man sieht können das manche eben nicht. Und auch wenn es nicht in Ordnung ist, meiner Meinung nach müssen sich Gläubige solche Sachen, im Zeitalter der Aufklärung, in der alle Behauptungen der monotheistischen Religionen bereits durch wissenschaftliche Erkenntnisse widerlegt wurden, ganz einfach gefallen lassen. 

Alles was in der Bibel als Tatsache dargestellt wurde ist bereits wissenschaftlich deutlich besser erklärbar. Der einzige Punkt der nicht geklärt ist, ist der Auslöser des Urknalls. Damit ist das auch der letzte Strohhalm an den sich Gläubige klammern können, wenn solche Diskussionen auftauchen. 

Kommentar von Giustolisi ,

Das kann man doch aber für sich behalten oder nicht :)? Wenn ich weiß das jemandem etwas wichtig ist, dann muss ich ihn doch nicht vorsätzlich verletzen.

Warum sollte man es für sich behalten? Wir haben zum Glück Meinungsfreiheit. Wenn sich jemand mit einem Wachturm Heft in die Fußgängerzone stellt, fühlen sich Atheisten auch nicht beleidigt. Ich habe mir einmal den Spaß erlaubt und mich mit einer Ausgabe der Titanic daneben gestellt. Warum sich die Frau dadurch beleidigt fühlte, weiß ich bis heute nicht.

Es ist mir eh ein Rätsel, warum sich so viele religiöse Menschen gleich persönlich beleidigt oder verletzt fühlen, wenn gegen ihren Glauben argumentiert wird, oder man diesen Glauben humorvoll auf die Schippe nimmt. 

Bei politischen Überzeugungen ist mir das jedenfalls noch nicht untergekommen, bei der Diskussion um moralische Fragen auch nicht. Die werden wie alle nur möglichen Ansichten und Überzeugungen offen diskutiert, angegriffen und auf die Schippe genommen, ohne dass sich gleich jemand verletzt fühlt. Warum sollte man bei religiösen Überzeugungen eine Ausnahme machen? Warum sollte es dieses Sonderrecht für mehrheitlich intolerante, unbelegte Überzeugungen geben, die kaum absurder sein könnten? Warum sollte man seine Ansichten darüber für sich behalten, die man über andere Themen frei äußern darf?

Wenn mir jemand am Mittag um 12 sagt, dass es Nacht ist, weil es ihm ein Kobold erzählt hat, fühle ich mich doch auch nicht angegriffen, nur weil ich anderer Ansicht bin.

Kommentar von AaronMose3 ,

Es ist mir eh ein Rätsel, warum sich so viele religiöse Menschen gleich persönlich beleidigt oder verletzt fühlen, wenn gegen ihren Glauben argumentiert wird, oder man diesen Glauben humorvoll auf die Schippe nimmt. 

Das verstehe ich ebenfalls nicht. Vor allem verstehe ich nicht, wieso mit allen Mitteln verhindert wird, das kritische Aussagen über den Islam auftauchen. Ich kann argumentieren wie ich möchte, auf jeder Plattform werden meine Kommentare gelöscht oder mir wird direkt das Recht überhaupt zu kommentieren entzogen. 

Und Islamkritikern, die selbst in Deutschland unter Polizeischutz leben müssen, geht es da nicht anders. Man müsse sich nur mal ansehen, wie die in Diskussionsrunden eingeladen werden, nur damit sie dann wieder unterbrochen werden können, um mehr Platz für die Muslime zu bieten die dann wiederum mehr Zeit haben um predigen zu können, wie "friedlich" ihre Religion ist.

Und wenn wir gleich mal bei Meinungsfreiheit sind (die als eine der größten Errungenschaften gilt). Was bringt mir die denn, wenn mir der Mund bei jeder Gelegenheit verboten wird, wenn es um Religion geht ? Hm ?

Eben nichts. Das Problem ist, das Religionen selbst im 21. Jahrhundert, das ja angeblich (zumindest im Westen) als "ach so aufgeklärt" gilt, immer noch eine Sonderposition einnimmt und außerhalb jeder Kritik steht. Selbst hier in Deutschland, oder eben anderen Europäischen Ländern. 

Wenn Muslime auf die Straße gehen, weil man Mohammed Karikaturen gezeichnet hat. Wieso fühlen sie sich beleidigt ? 

Er war nunmal ein Mörder. Das ist historisch bewiesen. Und nur weil beleidigte Muslime das nicht einsehen, darf man seinen Mund nicht mehr aufmachen ? 

Merkt einer wie Absurd das ist ?

Genauso ist es auch bei dieser Frage. 

Nein. Man kann das nicht für sich behalten. Weil Religion (besonders der Islam) schon lange nichts privates mehr ist und sobald diese Märchen meinen Alltag negativ beeinflussen und es schon soweit geht das mir meine Meinung verboten wird, dann reicht es ganz einfach.

Die können sich ruhig alle nach über 2000 Jahre alten Dogmen richten, aber wenn ich etwas kritisches dazu äußere, tue ich das. Und dabei muss sich keiner angegriffen oder beleidigt fühlen.  So funktioniert nunmal eine Demokratie. Punkt.

Kommentar von AaronMose3 ,

Noch ein nettes Zitat aus Dawkins Buch "Der Gotteswahn" 

In Nigeria zündeten Muslime aus Protest gegen die dänischen Karikaturen mehrere christliche Kirchen an, und Christen (schwarze Nigerianer) wurden auf der Straße mit Macheten überfallen und getötet. Ein Christ wurde in einen Autoreifen gesteckt, mit Benzin übergossen und bei lebendigem Leib verbrannt. In Großbritannien wurden Demonstranten fotografiert, auf deren Transparenten stand : »Schlachtet die, die den Islam beleidigen«, »Tod denen, die sich über den Islam lustig machen«, »Europa, du wirst bezahlen : Die Zerstörung ist schon unterwegs« und »Enthauptet alle, die sagen, der Islam sei eine gewalttätige Religion«. Glücklicherweise waren unsere Politiker zur Stelle und erinnerten uns daran, dass der Islam doch eine Religion des Friedens und der Barmherzigkeit ist.




Kommentar von Giustolisi ,

Den Religionen werden leider Sonderrechte zugestanden, die ihnen eigentlich nicht zustehen. Vom deutschen Staat, aber auch von der Gesellschaft. So dürfen die Kirchen immer noch grundlos mit ihren Glocken lärmen und vom Minarett ertönt irgendwelches Gejodel. Beides ist gleichermaßen nervig und zudem unnötig.

Wenn mir eine Gottheit erscheint, die mir sagt, ich solle drei mal am Tag für ein paar Minuten den ganzen Ort mit Death Metal beschallen, darf ich das auch? Ich nehme an, ich bekäme ein Bußgeld wegen Lärmbelästigung aufgebrummt.

Wer Kindern ohne Grund am Dödel rum schneidet, muss sich wegen Körperverletzung verantworten. Wer dies aus religiösen Gründen tut, bekommt eine Ausnahme vom Gesetz.

Wie sieht das eigentlich mit jemandem aus, dem eine Gottheit erscheint, die sagt, man müsse den Kindern die Ohrläppchen oder die kleinen Zehen abschneiden? Es lässt sich einfach nicht belegen, dass diese Offenbarung weniger wahr ist. Bekommt man dafür also auch eine Ausnahme? Wahrscheinlich nicht.

Es wird einfach mit zweierlei Maß gemessen. 

Leidet ein Mensch an einer Wahnvorstellung, so schickt man ihn zum Psychiater.

Leiden viele Menschen an einer Wahnvorstellung, dann hocken sie einträchtig vor einem Kreuz in der Kirche.

Im Endeffekt werden populäre Wahnvorstellungen bevorzugt behandelt.

Antwort
von Viktor1, 60

Ja, so ist das , jeder Atheist ist "Metaller", mit oder ohne Musik.

Kommentar von knallpilz ,

Eine Frage dazu: Hä?

Kommentar von Viktor1 ,

Antwort dazu. Ha, ha.

Antwort
von Dory1, 41

"Ridiculous beliefs, by definition, deserve ridicule"

Antwort
von fricktorel, 23

Oh, von diesen gibt es viele (Ps.53,1-2).

Der "Gott dieser Welt" (Offb.12,9) ist in der Musik-Szene vielleicht stärker wirksam (2.Kor.11,14) ??

Aber nicht mehr lange (Offb.20,2).

Antwort
von 1900minga, 38

So etwas machen nicht nur Metaller 😄

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