solf1 am 08.10.2007 um 22:41 Uhr
Jeder Mensch ist sowas von aufgewühlt.. immer und immer! Der Kampf ist immer und überall!! Im Kopf läuft was wahnsinniges... !!! Wie geht ihr damit um?? Kein Partner kann verlässlich sein.. Was da abgeht passt ja wohl nirgends wo hin!! Nicht mal auf die berühmte Kuhhaut!! Wer kann hier zu was sagen? Danke!!!
Also ich merk grad nix, bin ganz ruhig, geh auch demnächst schlafen. Solfi was ist los mit Dir?

Wer einsam ist, der hat es gut
Weil niemand da, der ihm was tut
Ihn stört in seinem Lustrevier
Kein Mensch, kein Tier und kein Klavier
(W. Busch)
Das kann so nicht stimmen, dass jeder einsam ist. Ich fühle mich nie einsam!!!!
solf1 am 8. Oktober 2007 22:54 Ich bedaure dich.. ehrlich!
Solf hat nicht so unrecht. Im Grunde ist jeder Mensch einsam, man betäubt das nur durch Aktivität und Pseudo-Gemeinsamkeit. Alles Illusionen und Projektionen. Jeder Mensch kam allein auf die Welt und wird allein sterben müssen. Dazwischen ein beachtenswertes Gedankenmeer, bei dem er auch wieder allein ist. Seine Gedanken wird nur immer er allein haben. Mitteilungen haben fragwürdiges Ergebnis. Also, ganz ehrlich: der Mensch ist total einsam. Die einzige Lösung liegt in der Erkenntnis, dass man Teil der Natur ist und eben deshalb nicht allein und einsam. Dazu muss man sich selbst (oder was man dafür hält) aber vergessen, vorher läuft da nichts. Das hier zu erläutern, würde aber den Rahmen sprengen. Nur so viel: es ist nicht so schlimm, wie es scheint, solf :-))
solf1 am 8. Oktober 2007 23:01 schön dass es dich hier gibt, du hexe in der Freizeit! ;-) Das hat dir auch gut getan, oder?
Gut erkannt, solf, tzh liebt es, Vorträge zu halten...Erwache und lache :-))
Diese ANtwort hat mir sehr geholfen
...Solf geht es dir gut, brauchst du Hilfe, was können wir für dich tun, wenn du gerade so einen Kampf mit dir austrägst....;-)
solf1 am 8. Oktober 2007 22:57 Ich helfe dir gerne!!! Wollte halt mal wieder zum nachdenken anregen..! Ist bei dir wohl nicht nötig..;-)))
...mir ist nicht mehr zu helfen g ... und derartige Denkanstöße zu so vorgerückter Stunde mmmhhh... zum anregen brauche ich um diese Zeit etwas anderes...

Zuweilen hilft einem GF, wie mir eben bei meiner Frage, auf die ich so schöne Antworten bekommen habe. Aber manchmal weiß ich auch nicht weiter, weil die Gedanken Amok laufen. Ich glaube da müssen wir alle durch. Es gibt auch verlässliche Partner. Das Leben geht immer weiter, und es sind immer wieder schöne Momente dabei.
solf1 am 8. Oktober 2007 22:58 Du bist in Ordnung!! Ich umarme dich jetzt grad heimlich.. ;-))
Shira am 8. Oktober 2007 23:02 Na so ganz heimlich geht das ja hier nicht! Aber ich fühl mich trotzdem wohl. ;))
Solf ist ein unheimlicher Umarmer. Da er den Menschen nicht so ueber den Weg traut, sollte er sich gen Sueden wenden, die Sonne umarmt ihn ehrlich.

Der Wunsch, sich zu erfüllen ist eine Flucht vor dem, was wir Einsamkeit nennen
Krishnamurti

Also ich unterscheide da noch zwischen Einsamkeit und Alleinsein. Einsamkeit ist die Abtrennung vom Ganzen (ein-same) und Alleinsein die Integration des Ganzen (Alleins-sein). Ich habe die Beobachtung gemacht, je mehr ich mich in diese materielle Welt und ihre Aktivitäten reinziehen lasse, desto einsamer kann ich werden. Was ich allerdings meistens erst merke, wenn die Aktivität nachläßt. Je mehr ich hingegen die Integration des Ganzen zulassen kann (zB durch intensive Aufenthalte in der Natur oder durch meditieren) um so eher bin ich alleine. Dann geht es mir für gewöhnlich sehr gut...! :-)
solf1 am 8. Oktober 2007 23:40 Da erübrigt sich ein "blöder" Kommentar! Danke!

Naja, diese Frage finde ich allerdings auch etwas merkwürdig.
Ich würde eher sagen "Jeder Mensch ist eine Welt", weiß leider nicht mehr, wer es vor mir gesagt hat.
solf1 am 8. Oktober 2007 22:53 in der Richtung...;-)

Also Solf, einsam bin ich nie. Mein Partner ist absolut verlässlich. Und ohne Kampf, fehlt dem Leben doch die Würze. Solf, was ist passiert, das passt doch gar nicht zu Dir?

Jeder Mensch stirbt alleine! Also schon zu Lebzeiten die Einsamkeit pflegen. Die Einsamkeit ist nichts schlimmes! Nur die Bewertung! Jeder kann aus sich selbst und alleine existieren, das wird allerdings gesellschaftlich verzerrt.
Aber es werden sich immer liebe Menschen finden, die an unserer Seite gehen wollen!

Lieber Solf, merkwürdig. Liegt etwas in der Luft heute, was wir vielleicht beide eingeatmet haben? Ein paar Gedanken zur guten Nacht ...
Gestern abend lief auf Phönix ein Bericht über Savants, die Inselbegabten. Forschung läuft darauf hinaus, daß bei denen jene Wahrnehmungsfilter fehlen, die Komplexität auf ein "überschaubares Format" reduzieren. Der Bericht hinterläßt bei mir ein Erstaunen über die Macht jener Filter und die Frage: wie würde ich die Welt wahrnehmen, hätte ich diese Filter nicht?
Das habe ich mich heute auch beim Einkaufenlaufen zum Markt gefragt. Eines der am Weg liegenden Häuser mutete mich besonders häßlich an. Ein schwarzer gußeiserner Zaun mit weißen Zinnen vor einem blendend weißem Haus mit Grauschattierungen einzelner Steine als einzigem Farbtupfer. Buäähh. In diesem Moment schoß mir durch den Kopf "das bin ich nicht" und dann:
Absurd! Wir sind unser Leben lang damit beschäftigt, zu entscheiden "das bin ich" - und - "das bin ich nicht". Was für ein ungeheurer psychisch energetischer Aufwand zur Formung von Identität, Meinungen, Werten und Glaubenssätzen. Wozu eigentlich? Abgesehen davon, daß es uns günstigstenfalls in die Lage versetzt uns im Alltag psychiatrisch unauffällig zu bewegen, uns zu ernähren und zu telefonieren. Bedeutet aber nicht ebendieses Denk- und Wahrnehmungsmuster die unaufhörliche selbstbestätigende Manifestation von Trennung?
Ist also die Trennung Ich-Du in Wahrheit eine Illusion, eine Sinnestäuschung? Und würden wir noch immer so sehr unter dem "das-bin-nicht-ich-DU" unserer Liebsten leiden, wenn wir den Schleier der Illusion von den Augen reißen könnten? Wenn wir wirklich begriffen, daß Ent-Täuschung eben auch "Ende der Täuschung" und deshalb Befreiung bedeutet? Für beide?

Lieber Bruder, diese Frage passt irgendwie nicht zu Dir. Ist alles in Ordnung? Was ist das eigentliche Problem, das Dich so aufwühlt?
solf1 am 8. Oktober 2007 22:55 kein wikliches..! Das Leben!!

Heiraten......usw
solf1 am 8. Oktober 2007 22:56 kurz und doof..(das darf man hier sagen!!) Gute Nacht Aalbärt..

Jeder macht sich allein auf die Suche nach dem Sinn des Lebens. Vergebens??
Der Mensch fuehlt sich einsam, so lange er mit sich nicht im Gleichgewicht, glaubt dass Partner/in die Luecken im eigenen Lebensmosaik schliesst. Wer gluecklich mit sich, ist auch gluecklich mit Partner/in, dem bereichernd Sahnehaeuptchen zum "vollkommen" Lebensglueck.

Jeder Mensch ist immer einsam?
Wo haste denn das her?
Oder genauer gefragt: Was tust du, damit du immer einsam bist?
Es kommt schon vor, ich habe solche Phasen hinter mir. Aber ICH war die Ursache, nicht die anderen.
Erst als ich begriffen habe, dass Beziehung auch immer Arbeit ist, war ich nicht mehr einsam, was nicht heisst, dass ich ab und zu gern allein bin...

Du hast völlig recht, jeder Mensch ist einigen Moment allein, einsam. Fühlt sich auch so. Verlassen und missverstanden. Gedanken kreisen um einen herum, manchmal (oft) weiss man keine Lösung. Und doch geht dann irgendwo immer wieder eine Tür auf, das Leben kann sich weiter drehen....
Viel zu häufig verschwenden wir unsere Energien in völlig sinnlose Tätigkeiten, statt sich Zeit zu nehmen verschiedene Sachen geniessen zu können. Kann ich einen Sonnenuntergang noch geniessen? Oder denke ich dabei schon daran, was ich heute abend kochen muss....undundund. Was ich damit sagen möchte, ist, dass unsere Zeit viel zu schnelllebig ist. Etwas mehr Ruhe und Einsamkeit...Ferien vom ICH.... täten uns allen sicher gut!
Ich bin auch manchmal einsam. Es gibt keine Phasen, die ich nicht einsam bin. Ich habe zum Glück meine Tiere die ich immer um sie kümmern kann. Jeder Mensch ist mal einsam, auch wenn doch in Wirklichkeit nicht einsam aussieht. Es ist so;: Es gibt viele Wege die wir allein gehen müssen, und es gibt Wege die man einsam hingehen muss, und andere Wege mit Freunde/Familie usw.

Ich bin nicht einsam. Lieber Solf.
Wirklich / Es sind doch alle hier versammelt und bei Dir
Ich kann mir nicht vorstellen, daß jeder Mensch, der alleine ist, auch einsam ist.
Also, wenn mir grade danach ist, dann schaue ich nach GF und poste z.B. ein Gedicht von Hermann Hesse, wo es gut zum Thema passt:
Seltsam, im Nebel zu wandern!
Einsam ist jeder Busch und Stein,
Kein Baum sieht den andern,
Jeder ist allein.
Voll von Freunden war mir die Welt,
Als noch mein Leben licht war;
Nun, da der Nebel fällt,
Ist keiner mehr sichtbar.
Wahrlich, keiner ist weise,
Der nicht das Dunkel kennt,
Das unentrinnbar und leise
Von allen ihn trennt.
Seltsam, im Nebel zu wandern!
Leben ist Einsamkeit.
Kein Mensch kennt den andern,
Jeder ist allein.
geheim am 17. Oktober 2007 23:39 das hatten wir mal in der Schule...:_)

Der Adler fliegt allein, der Rabe scharenweise; Gesellschaft braucht der Tor, und Einsamkeit der Weise
Von wem stammt das bitte ?
Der Weise braucht keine Einsamkeit - sondern Ruhe.
Einsamkeit schadet auf Dauer jedem Wesen - bis zum Aussterben.
Von wem stammt das bitte ?
Der Weise braucht keine Einsamkeit - sondern Ruhe.
Einsamkeit schadet auf Dauer jedem Wesen - bis zum Aussterben.
Diese Antwort hat mir sehr geholfen

Einsamkeit kann man auch in großen Menschenmassen versüren, denn Einsam ist man nur, wenn man nicht verstanden wird, wenn lauter Menschen um dich herum sind und dich keiner von ihnen versteht, weil du anders bist, anders denkst, dann bist du einsam. Dagegen, Menschen/Tiere suchen die einen Verstehn, dass hilft wirklich gut, sonst spüre das du lebst, das hift auch, indem man irgendetwas tut, dass eine Emotion auslöst, ExtremübelbeispielfürPsychopathenundEmos: Schneidet euch die Arme auf! Für normale: Geht mal raus und spürt vil. die Kälte/Hitze. MfG
musik hören und essen oder einfach mal chatten mit leuten die unterhaltsam sind
...ich bin und fühle mich im großen und ganzen nicht einsam.
Einsam in mir wird es manchmal nur, wenn ich merke, daß jemand um seinen Egoismus oder übertriebenen Sozialismus unbedingt in den Vordergrund zu stellen - sich über alles menschliche wie ein Ex-KZ - Aufseher hinweg setzt.
Da mir dieser Mensch irgendwie leid tut.
Nur mit materiellen Dingen zu messen.
Dabei ist alles, was man mit Geld machen kann, eigentlich quasi nebensächlich.
Ich meditiere. Das ist ganz einfach und hilft den Kopf vom Alltagsballast freizubekommen. Ausserdem Einsamkeit ist immer eine Frage der Einstellung. Ich kenne einen Benediktinermönch, der kaum mit jemanden spricht, aber einsam würde ich ihn nie nennen. Einsamkeit ist schön, wenn man die Einsamkeit sucht und will, Einsamkeit ist die Hölle, wenn man einsam sein muss und nicht will.
Das sehe ich nicht ganz so: es stimmt zwar, daß sehr viele Menschen alleine sind, ich bezweifle aber, daß sie deshalb einsam sind.
Ich fühle mich schon mein ganzes Leben lang einsam; schon meine Erinnerung an den Kindergarten ist davon geprägt. Manchmal habe ich eine Ahnung von menschlicher Wärme. Mehr ist, glaube ich, für mich nicht drin. Ich bin schon ganz komisch, nach außen hin. Schäme mich deswegen. Würde mich trotzdem über Antwort freuen. Ich glaube nicht, dass es allen Menschen so geht. Meine Hoffnung ist, dass es irgendwann vorbei ist.
Ich wollte nur sagen, dass diese Fragestellung auch für mich zentral ist und ich einige Antworten treffend fand.