Welche Lieder/Alben dürfen eurer Meinung nach in keiner Jazz-Sammlung fehlen - am besten "quer" durch die verschiedenen Stilrichtungen/Geschichte dieser Musikrichtung!? Möchte mir eine kleine, vorerst nicht allzu umfangreiche Sammlung aufbauen und weiß nicht recht, womit ich anfangen soll...

Take five von Dave Brubek, einer der ganz großen Klassiker.
Schwierig! Aber vielleicht hilft ja das preiswerte Büchlein von Ralf Dombrowski, Basis-Diskothek Jazz, Reclam 2005. Da sind wichtige Aufnahmen der Vertreter der verschiedenen Jazz-Stile aufgeführt. Danach einfach mal in den Internet-Musicshops zu den einzelnen Musikern reingehört.

So eine Sammlung ist doch eher etwas persönliches. Die sollte aus solchen Alben bestehen welche man persönlich mag und nicht aus Sachen welche andere gut finden.

unverzichtbar: miles davis - kind of blue. alles andere, von mir subjektiv als "muss" empfundene, liest du in meinem kommentar zu hkausm's antwort.
regideur und pelzbohne haben sich da natürlich ein sehr leinwandes und nachvollziehbares wortgefecht geliefert, und sie haben auch recht, aber um festzustellen, ob man etwas mag, müsste man es ja erst mal kennen....und da kann man ja mal einen hinweis verfolgen - sich was anhören - und danach entscheiden, ob oder ob nicht.... in diesem sinne möchte ich dir, confusius, völlig abgesehen von solchen grössen wie jaco pastorius oder mike mainieri, lena horne, john mclaughlin, colosseum ( john hiseman ) oder barbara thompson ( paraphernalia ) eigentlich nur eine band ans herz legen, die völlig untypisch war für alles, was ich erwartet habe - wie gesagt, die, die ich aufgezählt habe, sind kult, aber da sind noch immens viel mehr und während ich das hier schreibe, fallen mir wieder unglaublich viele ein - aber ich beschränke mich jetzt auf eine band, die es nicht mehr gibt : und zwar die "mark-almond band" - jon mark - johnnie almond haben einen illustren haufen von irren um sich versammelt ( kult-irre !!) wegen derer sich manch einer überlegt haben mag, wieder mit der musik aufzuhören und zurück ins büro zu gehen - unter anderem leute wie billy cobham, carlos rios, jock ellis, tommy eyre oder gary barone....also, genug gequatscht - reinhören und selber entscheiden.....
Von vielen als das wichtigste Jazz-Album aller Zeiten angesehen: Kind of Blue (Miles Davis)
Gefällt auch vielen Jazz-Einsteigern.
Falls Du nicht von dem Alt-Herren-Kneipen- Down-by-the-Riverside Schubiduba ausgehst, leih' Dir (Stadtbücherei?)doch mal einige CD's von Miles Davies und Charlie Parker und hör' sie Dir in Ruhe, laut genug und ungestört mehrfach an. Dann müsstest Du spüren, ob Jazz Dein Ding ist und es sich lohnt, eine Sammlung anzufangen.
frijola am 10. Februar 2008 15:01 schöner tipp, aber das sind eben nur 2 von unzählig vielen möglichen einstiegsdrogen. ich gebe andyfreund recht, dass man ruhig mal verschiedenen hinweisen folgen kann, um irgendwo einen anfang zu finden bei so much confusion, dear confusius! ich alte sängerseele empfehle dir wärmstens ella fitzgerald in allen facetten für das "old-school-feeling", cassandra wilson mit "travlin' light" für modernere und bluesigere einflüsse, kurt elling für moderne virtuosität, die new york voices a cappella oder mit big band-atemberaubend perfekt.
und auch in england gibts immer mal wieder interessantes auf dem gebiet : ich liebe ja kenny wheeler (flügelhornist) im quartett mit lee konitz, bill frisell und dave holland- traumhaft! norma winstone ist auch ein geheimtipp, was einfühlsame und eigenständige gesangs-interpretationen aus GB angeht. am liebsten im duo mit john taylor(piano).
and what about scandinavia? meine favoriten: torun eriksen (tolle frau, eigene stücke, wahnsinns-band), esbjörn svensson trio (sphärisch-modern), jan johansson (mix aus schwedischer und russischer folklore mit jazz)
aus brasilien gibts auch ne menge gutes. mein tipp wäre z.b. die platte "tom und elis", antonio carlos jobim und die bossa nova-legende elis regina im duo-legendär! etwas aktueller die tochter von e. regina, rita maria, auch sehr nett.
wenn du dich dann auch noch an die hiesige szene und etwas mehr avantgarde rantraust, versuchs doch mal mit den bands "der rote bereich" oder "hyperactive kid" oder "glücklich 1". viel spass beim hören und beim eigenen geschmack finden!

Wenn einem Jazz gefällt muß man ja irgendwann einmal damit in Berührung gekommen sein.Irgend ein Song,ein Album,eine Stimme,eine Band oder ein Solist muß meine Aufmerksamkeit erregt haben.Dort setzt man an.Man informiert sich,bekommt vieleicht Kontakt zur Szene,erfährt mehr über andere Bands und und und.Das ist aber ein individueller Weg,den jeder anders geht.Geschmäcker sind zum Glück verschieden.

Alle Sachen, die Dir gefallen, da es ja Deine Sammlung ist. Und eine international anerkannte Sammlung wirst Du eh nicht mehr zusammenbekommen.