Frage von Alinau03, 128

Japanologie Studium abbrechen und was dann?

Liebe Leute!

Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen, von jemandem, der sein Japanologie Studium nach einem Japan Aufenthalt abgebrochen hat. Was macht ihr jetzt? Was waren die Gründe? Wie habt ihr es mit der Uni geregelt, falls es ein Austauschaufenthalt im Rahmen eines Programms war? Denkt ihr, eine richtige Entscheidung getroffen zu haben?

meine Situation ist wie folgend: nach einem Abitur in Polen habe ich mit dem Studium in Deutschland angefangen, im Fach Japanologie und Slavistik.Mein Ziel und Traum war, nach Japan für ein Auslandsaufenthalt zu gehen Es hat alles super gelaufen, meine Noten waren sehr gut, ich habe mich nebenbei auch gesellschaftlich angagiert und den geträumten Austauschplatz plus Stipendium, plus zusätzlich noch 2 mal Deutschlandsstipendium und einen DAAD Preis bekommen. Alle Voraussetsungen für Erfolg, so zusagen, waren da............... Aber, um ehrlich zu sein habe ich schon im 1 Semester bemerkt, meine Interesse an Japan war nicht so groß wie bei anderen Studis ( vor allem Anime- und Manga Fans waren dabei, aber auch ein paar "normale Leute"). Wegen den echt guten Noten und dem Wunsch, nach Japan zu kommen, habe ich es bis zum 4 Semester durchgezogen, dachte mir, ja, wenn du mal nach Japan kommst, wird es bestimmt ganz anderes,

Zur Zeit entschied ich mich fest, das Aufenthalt hier abzubrechen, zurück nach Deutschland zu kommmen und etwas neues anzufangen- es hat hier nichts besonders tragisches passiert, es ist einfach so, das meine Interesse am Land zu 0 gesunken ist, dadurch denke ich mir, es macht kein Sinn, hier länger zu blieben und die Zeit zu verschwenden- schließlich je länger man etwas studiert, desto weniger errinert man sich an andere Wissenscgebiete, die man in der Schule hatte).

Das ich damit überhaupt angefangen habe, bereue ich unglaublich, ich schäme mich auch sehr, so viel Geld vom deutschen Staat bekommen zu haben, nur um es jetzt auf diese Weise zu verschwenden..

Also, in welche Richtung hab ihr euch gewendet? Bitte um ein paar Tips!!

Antwort
von Herb3472, 89

Ich denke, wenn Du Dein Japanologiestudium jetzt abbrichst und in eine technische oder wirtschaftliche Disziplin wechselst, dann würdest Du wohl bei einer beruflichen Karriere in einem internationalen (japanischen oder deutschen) Konzern Deine bisher erworbenen Japankenntnisse als Bindeglied und Vermittler zwischen zwei Welten möglicherweise gut brauchen können?

Kommentar von Alinau03 ,

Danke für die Antwort!

Nur daran glaube ich eher nicht- meine Japanischkenntnisse ist zu niedrig, um irgendwas ernstes damit machen zu können

Antwort
von M1603, 86

Beherrscht du Japanisch so weit, dass du es im beruflichen Kontext passiv und aktiv muehelos anwenden kannst? Nach vier Semester ist das zwar eher nicht anzunehmen, aber man kann ja nie wissen.

Moechtest du zumindest die Moeglichkeit haben bei einer Firma als Uebersetzer/Dolmetscher bei japanischen Geschaeftskontakten agieren zu koennen, solltest du dafuer sorgen, dass du ein entsprechend hohes Level erreichst, egal ob mit oder ohne Studium. Ich denke da mindestens an ein C1-Niveau und das Bestehen des JLPT N1.

Ansonsten wird es dir so ergehen, wie jedem Japanologie-Abbrecher und Mehr-schlecht-als-recht-Japanologie-Absolvent (von denen es in beiden Gruppen ziemlich viele Leute gibt): Fokus auf dem Zweitfach (mit zusaetzlichem neuen Fach) und Job ohne Japanbezug oder sogar noch schlimmer Job ohne jeglichen Studienbezug.

Mein Tipp: Zieh deine Entscheidung durch, bevor du noch mehr Zeit verlierst und mache dann einen guten Abschluss in dem, was dich gluecklich macht. Desweiteren versuche dir die Erfahrungen in der Japanologie (Arbeitsweisen, Auslandserfahrung, unter Umstaenden Sprachkenntnisse) nutzbar zu machen, sodass sie nicht umsonst waren.

Kommentar von Alinau03 ,

Lieber M1603, danke sehr für deine schnelle Antwort!

Also, ich befinde mich jetzt zwischen N3 und N2 JLPT level, eher in nächer N3 (warum es so niedrig ist, würde ich eher verschweigen). Für ein Einsatz im Berufsleben ist es viel zu niedrig, was mir ganz klar ist- wie du schreibst, man brauch den N1, mindestens, und auch dann kann es schwierig sein

Das, was du weiter geschreiben hast, denke ich mir gerade auch, über den "schlecht als recht" Absolventen- in Japanologie soll man entweder richtig gut sein, oder besser was anderes machen.

Kann ich noch eine Frage stellen: lohnt es sich überhaupt, den N3 JLPT zu machen? Um irgendein Beweiss zu haben, Japanisch zumindest auf einem "alltagsgespräch- Niveau" zu können? Schlieslich ist es keine gewöhnliche Sprache, und vlt kann man damit doch bei einer Bewerbung irgendwiepositiv auffalen

Kommentar von M1603 ,

Also man sagt immer, dass ein Japanischniveau mit dem man arbeiten kann, so ab JLPT N2 anfaengt. Ich wuerde den N3 aber trotzdem versuchen, denn es wuerde mir zeigen, dass du nicht einfach aufgegeben hast, sondern versucht hast, noch das Beste aus deiner Entscheidung heraus zu holen und nicht alles ueber Bord zu werfen.

Antwort
von Gwennydoline, 76

Habt ihr in dem Studium ein Bachelor/Master-System?

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