Jainismus was ist das?

... komplette Frage anzeigen

2 Antworten





DerJainismus ähnelt dem Buddhismus. Beide sind atheistische Religionen, glauben an Karma, Wiedergeburt und Nirwana. Beide Religionen sind als Protestbewegungen gegen die mächtige Priesterklasse des Hinduismus entstanden. Die Hindus betrachten Jainismus und Buddhismus als ein Teil des Hinduismus. Obwohl klein an Zahl (etwa 4 Millionen Anhänger), ist diese Gruppe der Jains nicht nur sehr reich, sondern auch einflussreich. Sie leben hauptsächlich in Gujarat,  sind aber auf fast allen Erdteilen anzutreffen. Sie haben prächtige Tempelanlagen erbaut und das Denken von vielen Indern beeinflusst.

„Ahimsa“ist das oberste Gebot der Jains, es verbietet jegliches Töten eines Lebewesens.Die Jains befolgen dieses Gebot konsequent. Manche tragen sogar einen Mundschutz,um die kleinsten Lebewesen nicht zufällig zu töten. Andere fegen die Straßesauber, bevor sie darüber laufen. Sie essen nicht alles, was unter der Erdewächst - weder Kartoffeln, Zwiebeln, Erdnüsse, Knoblauch etc., aus Angst, dass sie daran anhaftende Lebewesen töten könnten. Aus dem gleichen Grund filtern sie ihr Trinkwasser. Ackerbau ist den Jains verboten, weil sie beim Aufreißender Erde Insekten und Würmer töten könnten. Deswegen wurden sie Händler und dadurch sehr reich.

 

Das einzige Leben, das ein Jain töten darf, ist sein eigenes. Die Lehre billigt den Selbstmord, besonders den durch langsames Verhungern. Denn das sei der größte Sieg des Geistes über den blinden Lebenswillen. Viele Jains sind in der Vergangenheit auf solche Weise gestorben und wurden als Heilige verehrt. Aberdie Zeiten haben sich geändert. Kaum ein Jain tötet sich heute noch durc hVerhungern. Es gibt keinen einzigen Soldaten in Indien, der ein Jain ist.Verboten sind auch Rauschmittel und Alkohol. Der Einfluss der Jain-Ideen in Gujarat ist so groß, dass alle Hindus in diesem Landesteil strenge Vegetarier sind und jeglichen Alkoholgenuss  meiden.

 

Die Weltsicht der Jains: Es gibt keinen Gott! Begründung: dieAnnahme, es gebe einen Gott, der ungeschaffen ist, oder eine erste Ursache, die nicht wieder eine Ursache hat, ist genauso schwer verständlich, als wenn man sagt, die Welt ist ungeschaffen. Fest steht nur, dass die unaufhörlichen Wandlungen auf der Erde den ihr innewohnenden Naturkräften und -gesetzen zuzuschreiben sind. Dafür ist keine ewig eingreifende Gottheit notwendig.

 

Aberauch im Jainismus ereilte den Gründer Mahavira das gleiche Schicksal wieBuddha. Beide werden als Götter verehrt und angebetet. Später kamen noch einpaar weitere Götter bzw. die früheren Inkarnationen des Mahavira dazu.Anscheinend vertrug das geistige Klima Indiens keinen bleibendennaturalistisch-atheistischen Glauben. Anders scheint es in Europa zu sein, woder Atheismus mehr und mehr Anhänger gewinnt.

 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Es ist eine Abwandlung des Hinduismus (inklusive Kasten). Was meinst du mit "Bedinungen"? Schau doch einfach in Wikipedia & das restliche Internet um mehr zu erfahren..

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung