Jahresabschluss mit dem Steuerberater
Wir sind eine GmbH und unser Steuerberater, besser gesagt seine Mitarbeiterin, sitzt gerade an unserem Jahresabschluss... Ich bin auch erst seit Dezember im Unternehmen und ständig ruft sie mich an, ich soll Belege mit ihr abgleichen, nicht nur dass, Zahlungen zuordnen, ihr das PayPal Konto erklären und und und...
Mein Chef meinte nun, das sei merkwürdig, die machen das seit 2 Jahren und nie gab es deswegen Probleme... da gab es allerdings eine andere Mitarbeiterin, die ist nun aber in Mutterschutz. Wenn die neue Mitarbeiterin anruft, stellt sie eben diese Fragen, auf die ich keine Antwort weiss (unter anderem, weil ich auch nicht den kompletten Zugriff auf alle Konten habe) und mein Chef ist der Meinung, die sollen sich damit selbst befassen, dafür werden die schließlich bezahlt...
Meine Frage: Ist es nicht Aufgabe des Steuerberaters, das Jahr abzuschließen? Ich meine, ich kann ja gerne helfen, wo ich kann, aber ich hab ja auch noch andere Sachen hier zu tun?!
Wie seht ihr das?
-
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich
Erstmal möchte ich niemanden was unterstellen. Zum Zweiten ist es Bestandteil des Abschlusses Stichprobenweise zu prüfen ob die Buchhaltung belastbar ist. Dieses wird häufig nicht gemacht. Da wird leider zu oft gesagt, dass die passen muss. "Nach pflichtgemäßen ermessen", heißt das dann. Drittens kann es ja auch daran liegen, dass die neue Bearbeiterin einfach den Job ernst nimmt. Das bedeutet dann auch, dass nicht nur der Endsaldo eines Kontos stimmt, sondern auch die Entwicklung des Kontos - Leider nur häufig vergebene Mühe. Das ist aber im Einzelfall zu beurteilen. Und als Praktiker habe ich umfangreiche Abschlüsse immer gehasst, wenn ich die Belege nicht im Haus hatte. Wegen jedem Müll telefonieren und Aufteilungen schreiben. Viele Nachfragen einer Steuerfachgehilfen führen aber wirklich wie hier schon anklang zu dem Gedanken, dass die Buchhaltung von einer ausgebildeten Kraft nicht in angemessener Zeit geprüft werden kann. Wer die Axt an der Wurzel anlegt sagt dann, dass die Buchhaltung nicht den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchhaltung entspricht. Das ist also nicht nur der Fall wenn Belege fehlen... Würde mit der Sachbearbeiterin einfach mal reden, warum sie so vorgeht. Wenn sie gleich die Vorbereitung für die Außenprüfung des Finanzamtes macht: SUPER, dann würde ich auch nicht an der Beraterrechnung meckern.
-
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich
und wo soll der Steuerberater die Daten hernehmen wenn nicht von euch?
Kommentar von honey444honey444 22.02.2010ist klar, aber vorher gab es diesen stress nicht und ich denke nicht, dass sich die belege aus diesem jahr von dem jahr davor nicht ähneln... alles, was da rein muss, ist drin. mir scheint es so, als wäre ihr das zu umständlich sich da reinzudenken...
Kommentar von EnnoBeckerEnnoBecker 24.02.2010Vielleicht hat sich die alte Mitarbeiterin auch bloß keinen Kopp gemacht und schlampig gearbeitet? Und jetzt seid ihr an eine Perle geraten.
Kann ja auch sein. -
-
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich
"nd mein Chef ist der Meinung, die sollen sich damit selbst befassen, dafür werden die schließlich bezahlt..."
Solche Spezialisten liebe ich ja.
Auf der einen Seite wollen sie nicht sagen, was Sache ist und auf der anderen Seite wollen sie ein richtiges Ergebnis bekommen. Da kann man sich beraterseitig nur mit Annahmen behelfen:
"...gehen wir davon aus, dass der Sachverhalt so und so ist und behandeln den dann auch so. Wenn es anders sein sollte, informieren Sie uns bitte rechtzeitig." -
-
Antwort von friesengeist 22.02.20101 Mitglied fand diese Antwort hilfreich
Scheint wohl so, dass die alte Mitarbeiterin sich mit eurem Laden ausgekannt hat und die Neue eben nicht. Dann müsst ihr eben ran und da für Klärung sorgen.
Kommentar von honey444honey444 22.02.2010Verstehe ich, aber wie gesagt, bin selbst nur seit Dezember hier, weiss längst nicht alles und hab keinen, an den ich mich wenden kann, weil keiner die Buchhaltung gemacht hat vorher...
Kommentar von pollopollo 23.02.2010Oder umgekehrt. Die vorherige Mitarbeiterin hatte keinen Bock mehr (jetzt Mutterschutz) und hat den Jahresabschluss "zusammengeklatscht"...
-
Wer hat denn die Buchhaltung gemacht?
-
Offensichtlich sind eure Unterlagen nicht so geordnet, dass jede Steuerfachgehilfin auf Anhieb etwas damit anfangen kann! Da letztendlich der Steuerpflichtige ins Visier des FA kommt, solltest Du etwas geduldiger sein! Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen! Eventuell sollte dein Chef einen %ualen Nachlass der Steuerberatungsgebühren verlangen!
-
Ja, es ist schon Sache des Steuerberaters, nur, wenn die Sachbearbeitern das neu übernommen hat, kennt sie ja die Modalitäten Eurer Firma noch nicht...
-
DH.
Zu umfangreichen Abschlüssen fahrt man auch besser ins Unternehmen, da kann man auftretende Fragen sofort erschlagen und auch noch die Sekretärin herumscheuchen, um Belege ranzuschaffen.
Danke für das DH. Zum scheuchen der Kundenmitarbeiterinnen bin ich zu schüchtern, es ist aber 100%-ig das richtige Vorgehen!
Ach, die warten doch darauf, dass sie wissen, was sie tun können/müssen. Ist ja auch nichts Schlechtes. Man bringt sowieso eine Packung Toffifee oder sowas mit.
Natürlich Enno - für 'ne Packung Toffifee würden wir Frauen alles tun. Und selbständiges Handeln ohne Anweisungen ist uns sehr fremd. Täglich warten wir einen Typen wie Dich - und wenn wir dann unser Zückerchen bekommen, ist das das Highlight unseres Tages. In welchem Zeitalter lebst Du?
DH an Gullup
LOL. So wie du dich hier angesprochen fühlst, ist es natürlich nicht gemeint.
Es geht auch weder um Anweisungen oder "alles tun fürn Stück Zucker", sondern darum, dass man gemeinsam etwas erreicht. Und wenn ich hinkomme und einen Jahresabschluss machen soll, bekomme ich eigentlich stets die notwendige Zuarbeit.
Funktioniert andersrum ganz genauso.
Nur bei "zu schüchtern" bekommt man nie den Abschluss fertig.
Das Toffifee bringe ich mit, um eine kleine Freude zu machen. Nicht um Arbeitsleistung zu kaufen. tststs...
Möchte auch nur kurz auf das Mißverständnis hinweisen, das hat nicht mit Rollenverständnis zu tun. Und Enno hat natürlich Recht, wenn man mit der Person zusammen arbeitet die auch beim Steuerpflichtigen dafür verantwortlich ist, dann kommt das dabei raus. Man(n) fragt und bekommt die Belege kopiert zurück.
Dir bringe ich auch Toffifee mit. Danke :-)
Ich habe mich nicht persönlich angesprochen gefühlt, aber wenn Du mir zustimmst, dass die Bemerkung Frauen gegenüber eher abfällig ist, Du es aber nicht so gemeint hast, dann nehme ich auch ein Toffifee ;-)
Nein, dem stimme ich nicht zu. Die "Sekretärin" ist gerne auch mal der Geschäftsführer selber. Oder der Sekretär oder die Geschäftsführerin.
Jedenfalls sind die Toffifees am Abend alle.
@Enno: hast noch MonCheri? Manchmal ist unsere Arbeit ohne Alkohol nicht zu ertragen... :-) @Gullup: DH
Schon selber 56 Packungen gegessen grade. Alles dreht sich.