Frage von aver78, 58

Jahresabrechnung auf m2?

Hallo wir haben gestern alle (10 mietparteien) unsere Nebenkostenjahresabr. bekommen.. ist zwar zum nachteil für mich aber in ordnung finde ich das auch nicht . Das eine Singlefrau fast das selbe an Wasser zahlen soll wie ich mit 3 grossen Kindern. Kann der VM das machen?

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Antwort
von bwhoch2, 18

Wasserzähler sind nicht vorgeschrieben und können in vielen Häusern auch gar nicht nachgerüstet werden.

Somit bleiben nur drei Möglichkeiten:

1. Nach Personenanzahl in den jeweiligen Wohnungen
2. Nach m²-Wohnfläche
3. Anzahl der Wohnungen

Nach Anzahl der Wohnungen aufzuteilen, wäre nur dann gerecht, wenn jede Wohnung gleich groß wäre und damit ist man schon bei der Aufteilung nach Fläche. Diese ist vorgeschrieben, wenn der Verbrauch nicht mit Zählern ermittelt werden kann, wobei es aber erlaubt ist, stattdessen nach der Personenzahl aufzuteilen, wenn das im Mietvertrag mit allen Parteien so vereinbart ist.

Von den drei Möglichkeiten scheint das das Gerechteste zu sein, aber für den Vermieter ist es oft sehr schwierig. Wenn rein objektiv das ganze Jahr über wirklich nur die bekannten Personen eines Hauses da drin wohnen würden, wäre es noch einfach. Sobald aber eine Mietpartei zwischendurch längeren Besuch bekommt oder ein Lebenspartner zieht hinzu und irgendwann wieder aus, wird es schon schwierig. Wer war wie lange in der Wohnung zu Besuch, bzw. wer hat wann wie lange zusätzlich in einer Wohnung gewohnt. Dazu kommen dann die Meldungen von den lieben Nachbarn, die sich beschweren, weil der Besuch nach 3 Wochen immer noch da ist. (Bis 6 Wochen wäre es sowieso kein Thema.)

Dann hat eine Familie vielleicht ein erwachsenes Kind, das für ein halbes Jahr beruflich auswärts ist und dann wieder für 3 Monate zurück, dann wieder zwei Wochen auswärts und dann nochmal zwei Monate usw. Die Familie will nun jedes Mal, dass die längere Abwesenheit berücksichtigt wird und fühlt sich benachteiligt, wenn man trotzdem so viel bezahlen muss, als wenn man das ganze Jahr über vollzählig gewesen wäre. Also, nicht ganz so einfach.

Die Aufteilung nach m² hingegen gibt einen unumstößlichen Maßstab. Wer als Single wohnt, hat normalerweise eine kleinere Wohnung, als eine Familie mit 3 erwachsenen Kindern.

Angenommen: Euer Single bewohnt ein 1-Zimmer-Appartement mit 30 m² und Du mit 3 erwachsenen Kindern eine 100 m² Wohnung: Hier stimmt dann das Verhältnis fast.

Wenn aber die Single-Frau eine 70 m²-Wohnung bewohnt, hat sie aus ihrem verfügbaren Budget fürs Wohnen schon viel mehr eingeplant, als sie eigentlich müßte. Da spielt dann das bisschen zu viel Wasserverbrauch, was ihr zugerechnet wurde, wohl auch nicht mehr die große Rolle.

Die Familie hingegen, die zu viert in einer 75 m²-Wohnung lebt, muss sich offenbar sowieso schon einschränken und ist dadurch vertretbar begünstigt.

Wenn die Single-Frau in der 70 m²-Wohnung ein Problem hat, tut sie sich bestimmt leichter, auch in einem anderen Haus eine Wohnung zu finden, wo der Wasserverbrauch genau erfasst wird.

Somit bin ich der Meinung, dass die Aufteilung nach Wohnfläche schon sehr gut passt und einen jederzeit nachprüfbaren Maßstab liefert.

Kommentar von aver78 ,

ich wohne in 98 m2 und sie in 73 m2

Kommentar von bwhoch2 ,

Dann trifft es doch ziemlich genau, was ich schreibe.

Ihr zahlt ein Drittel mehr für Wasser, als die Single-Frau.

Euer Wasserverbraucht liegt bei ca. 130 m³ pro Jahr und die Single-Frau braucht ungefähr 45 m³. Ihr braucht also in etwa 3x so viel, wie sie.

Liegt der Preis für Wasser/Abwasser bei 5 € je m³, wäre Eure Wasserrechnung normalerweise bei rund 650 € und ihre bei 225 €.

In Wirklichkeit wird sie wohl rein rechnerisch 373 € bezahlen und ihr 501 €. Die Differenz von € 12,33 je Monat ist gewissermaßen so etwas wie ein "Luxus"-Aufschlag dafür, dass sie allein eine relativ große Wohnung bewohnt.

Anders gesagt, würde sie sich jetzt groß an der Differenz stören, könnte sie sich eine ähnlich große Wohnung in vergleichbarer Lage suchen, in der der Wasserverbrauch genau gemessen wird.

Diese Wohnung dürfte dann maximal 12,33 € mehr pro Monat kosten, ohne dass sie bei dieser Rechnung ins Minus kommt. Nur sie selbst kann beurteilen, ob das wirklich eine Option wäre.

Wenn der Wasser-/Abwasserpreis niedriger ist, als die 5 € je m³, wird auch diese Differenz kleiner und wenn er höher liegt, verändert sich natürlich auch der Spielraum.

Antwort
von schleudermaxe, 39

Er wird nicht können dürfen, er wird müssen, denn genau dies verlangen so die gesetzlichen Vorgaben und die Gerichte auch hier bei uns.

Zudem werden solche wichtigen Angelegenheiten mietvertraglich geordnet und warum sollten wir uns gegen die in Berlin stellen?

Kommentar von aver78 ,

im Mietvertrag steht pro person.. das hatte er einfach so mal letztes jahr in raum geworfen er machts jetzt anders.. da wir einen mieter hatte mit freundin die hier fest wohnte aber nicht gemeldet war

Kommentar von schleudermaxe ,

Mit Ankündigung darf ein Vermieter für zukünftige Abrechnungen ändern. Es ist uns bei Schlüssel Personen auch nicht zumutbar, einmal im Monat durch die Mietgegenstände zu gehen und die wohnenden Personen zu ermitteln.

Kommentar von aver78 ,

und das heisst dann die Singlefrau unter hat dann einfach pech und muss das hinnehmen?

Kommentar von schleudermaxe ,

Nein, es ist doch kein Pech, wenn sie das bekommt, was der Gesetzgeber ihr zubilligt.

Kommentar von aver78 ,

aber eine alleinstehende Frau kann doch nicht fast den selben Wasserverbrauch haben als ich mit den 3 grossen kindern die jeden Tag Duschen und jedes wochenende freunde hier haben die auch noch hier bei uns Duschen? ich wasche 1-2 mal täglich wäsche und sie wenn überhaupt 1 mal die woche ? ..

Kommentar von aver78 ,

und sie muss noch nachzahlen .. des net zu wenig

Antwort
von klklier, 9

Ein kleines bisschen differenzieren muss man da schon. Aus deinen Ausführungen geht nicht hervor, ob das Warmwasser von der Zentralheizung kommt oder dezentral in der Wohnung aufbereitet wird. Bei zentraler WW Versorgung sind WWZ Pflicht. Für den Einbau von KWZ gilt die jeweilige Landesbauordnung. Wenn wir davon ausgehen, dass es keine Einbaupflicht für KWZ gibt, dann gilt in jedem Fall was im Mietvertrag vereinbart wurde. Wenn der VM das ändern will, muss er den MV ändern (im beiderseitigen Einvernehmen). Ist im Mietvertrag nichts geregelt, greift die gesetzl. Regelung, und die sieht eine Verteilung nach qm vor.

Kommentar von aver78 ,

alle die länger als 2 jahre hier wohnen haben im mietvertrag pro person und alle ab 2 jahren haben qm im mietvertrag stehen... warmwasser läuft über beuler

Kommentar von klklier ,

Da hat der Vermieter aber ein Problem. Er muss dann ja immer zwei Abrechnungen erstellen, damit er jeden Mieter gem. seines Schlüssels abrechnen kann.

Antwort
von derbas, 18

Also bei uns wird Wasser nach Personen abgerechnet. Die anderen Umlagen nach m2 und Heizungswartung Individuell

Kommentar von aver78 ,

bei uns wie gesagt das erste mal wasser auf m2.. ich bin eigentliche die grösste mietpartei hier aber hochgerechnet die mit dem wenigsten wasserkosten... komisch.. ist für mich ja von vorteil eigentlich aber gerecht ist das nicht

Antwort
von Kometenstaub, 34

Da gibt es wohl leider viele Varianten.

Schau mal hier nach,

http://www.nebenkostenabrechnung.com/nebenkostenabrechnung-wasser-ohne-zaehler/

Im Zweifelsfall kannst Du Dich en einen Mieterverein wenden.

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