Frage von Phylosopher, 171

Jägerei und Falknerei?

Ich wollte einfach mal in die Runde fragen, wie ihr zu dem Thema jagt in jeglicher Form steht. Ich möchte bitte vernünftige Argumentationen, auf Fachwissen basierte Kommentare und nur zu schreiben "Ich bin Veganer, Jäger sind Mörder, du bist sch***se!" Außerdem möchte ich wissen, ob ihr lieber ein geschossenes Tier, was sein ganzes Leben glücklich verbracht hat zu essen, oder ein Tier aus Massentierhaltung, was unter Umständen sogar noch gequält wurde.

(Wenn möglich noch eine Quelle angeben, Ideologie brauche ich nicht)

Antwort
von Rikkin, 104

ein guter jäger weiß wie er das tier schießen muss das es so wenig wie möglich leidet. ein guter bauer kümmert sich fürsorglich um seine tiere bis sie den gang zum schlachter finden.

massentierhaltung ist natürlich nicht schön und natürlich esse ich lieber fleisch von einem tier wo ich weiß das es diesem in seinem leben gut ging.

leider aber kann ich nicht heraus lesen was man nun hier diskutieren sollte?

wenn du nicht hören willst "mimimi bin veganer, alle die fleisch essen sind mörder mimimi" kriegst du nur noch zwei weitere antworten zu hören (ziemlich sicher zumindest) und die werden lauten "is mir egal wo es her kommt, hauptsache ich hab was zu essen" und "klar ess ich lieber gut behandelte tiere als schlecht behandelte" denn ich denke kaum das jemand lieber gequälte tiere isst, denn das fleisch ist dann auch nicht wirklich gut.

und was das thema nun mit falknerei zu tun hat kann ich noch weniger raus lesen.

Kommentar von Phylosopher ,

Ich rede auch von den "schlechten Bauern", die ihre Tiere in Massen einsperren. tut mir leid, wenn meine Frage ungenau formuliert ist, aber ich wollte wissen, wie zB du zum Thema jägerei stehst (Falknerei ist damit sehr eng verbunden)

Kommentar von Rikkin ,

achso ja mit den jetzigen kommentaren erkennt man die fragestllung besser ^^.

ich persönlich habe mit der jagt und der falknerei kein problem, bin selbst in einer jägerfamilie aufgewachsen und habe mein praktikum bei falkner gemacht.

allerdings ist meine tante auch in der massentierzucht und muss sagen ... die regelungen sind bei uns sehr hoch (was natürlich wirklich gut ist).

ich stehe auf beiden seiten mit der begründung ... ein schlechter jäger oder bauer bringt schlechtes fleisch.

und wir brauchen auch beide seiten. ohne die massenzucht können wir den bedarf nicht mehr decken und ohne die jagt (sei es falknerei in zb spanien wo irsinig große kaninchenpopulationen sind zum teil oder das jagen mit gewehr bei uns) gäbe es sicher auch probleme. vor allem da wir keine größeren raubtiere hier haben (nicht so viele) welche die überpopulation dann reduzieren würden.

Antwort
von MarkusPK, 70

Also ich kann hier keinen Ansatz für eine Diskussion erkennen. Die Veganer und andere Jagdgegner schließt du schon grundsätzlich aus. Und dann stellst du keine These in den Raum, sondern etwas, das eigentlich klar auf der Hand liegen sollte: natürlich ist das Fleisch eines artgerecht gelebten und waidgerecht gestreckten Tieres dem Eingeschweißten aus dem Supermarkt vorzuziehen, bei dem man die Herkunft nicht kennt. Und ich finde die Falknerei auch sehr intessant und könnte mir vorstellen, das mal zu lernen. Inwieweit dir diese Antwort jetzt weiterhilft, kann ich nicht sagen. Sorry falls ich einfach nur nicht verstanden habe, was du jetzt gern hättest lesen wollen.

Antwort
von Weisefrau, 60

Hallo, ich bin seit 30 Jahren im Tierschutz. Ich habe mich intensiv mit der Jagd beschäftigt.

Jäger die das Weidwerk als Beruf ausüben zB Stadtjäger haben mein vollstes Verständniss. 

Hobbyjäger kann ich nicht ausstehen! Sie richten mehr Schaden an als nutzen.

Tatsache ist, ich wohne im Bundesland Bremen, es gibt zu viele Jäger und zuwenig Wild. Daher wird praktisch alles geschossen, Katzen, Hunde, Greifvögel und gerne mal ein Wolf. Die Tiere werden dann schnell verbudelt damit es keiner mitbekommt.

Kommentar von Phylosopher ,

Meinst du tatsächlich Hobby Jäger, oder Jäger, die nur Trophäen sammeln? Zu deinem letzten Abschnitt: Jäger dürfen laut Gesetz wildernde Hunde, Katzen etc schießen, um den Wildbestand zu schützen. Dass diese Tiere dann verbuddelt werden, weiß ich nicht.

Kommentar von Luftkutscher ,

Welche Jäger sind denn keine Hobbyjäger? Nur die allerwenigsten üben die Jagd als Beruf aus. 

Kommentar von Weisefrau ,

Ne du weisst das nicht aber ich weiss das! Jeder Jäger weiss das! Wie viele Hunde und Katzen sind schon abgeschossen worden nur weil dem Jäger danach war??? 

Der Wildbestand muss vor den Jägern geschützt werden! Daher auch die Wolfs Diskussion.

Ist ein Wolf im revier wird das Wild scheuer und ist schwerer zu erlegen. Daher mögen Jäger keine Wölfe ...es sein denn sie dürfen sie Offiziell abschiessen!

Antwort
von Radesch, 107

Mich interessiert Falknerei sehr, sobald ich Zeit habe, will ich da mal einsteigen. Jagen mit Schusswaffen finde ich uninteressant. Ich Imkere selbst auch, das finde ich z. B. toll.

Jagen mit Schusswaffen ist halt wie mit Kanonen auf Spatzen (xD). Das Tier hat ja keine Chance. Finde ich langweilig.

Kommentar von MonicasFly ,

Naja, hat aber weniger "lang" Schmerzen als womöglich bei der Falknerei.

Kommentar von Radesch ,

Das stimmt wahrscheinlich, wobei ein ein Raubvogel je nach Tötungsart (Griff- oder Bisstöter) auch sehr effizient ist.

Ausserdem passiert das ja in freier Wildbahn auch. Geschossen wird hingegen nur von Menschen.

Kommentar von MonicasFly ,

Es geht darum, wenn der Schuss sitzt, ist das Tier sofort tot. Der Vogel ist aber nicht immer gleich. Und Natur, ist immer grausam(er). Auch wenn natürlicher ;) Wenn ich ein Hase wär, würde ich lieber die Kugel wählen.

Kommentar von MarkusPK ,

Einen Hasen schießt man aber nicht mit der Kugel, sondern mit Schrot.

Kommentar von Deamonia ,

Es geht darum, wenn der Schuss sitzt, ist das Tier sofort tot. Der Vogel ist aber nicht immer gleich

Ehm.. das ist beides das gleiche, nur anders formuliert XD 

Man könnte es auch so formulieren: Wenn der Griff des Falken richtig sitzt, ist das Tier sofort tot, der Schuss ist aber nicht immer gleich. ;) 

Kommentar von Phylosopher ,

Das freut mich, dass du Interesse daran hast! Schau doch mal bei dem ODF (Orden deutscher Falkoniere) nach, dort wird man dir sicher mehr Infos geben können! Bei einer Sache muss ich dich verbessern, es sind Greifvögel, keine "Raubvögel" hier ein link zum Owww.falknerverband.ded.de

Kommentar von Radesch ,

Ja richtig, da muss ich also noch ne menge lernen :D Mal schauen ich bin erst 19 hab noch nicht das Geld für die Falknerei und andere Hobbys haben Priorität

Ausserdem komme ich aus der Schweiz.

Kommentar von Phylosopher ,

Bei dem link ohne das "o" bei dem "www" xD

Antwort
von jww28, 64

Also ich bin da zwiegespalten :) einerseits finde ich das furchtbar interessant, kenne auch Jäger, beziehe daher auch oft Fleisch, in der Gastronomie verkauf ich auch gerne Wild, was ich tendenziell besser finde als Fleisch aus Massentierhaltung. Und Jäger machen noch soviel mehr als nur den finalen Schuss zu setzen, die Revierpflege gehört ja auch dazu und die die ich kenne sind allesamt grosse Tierfreunde die die Natur sehr schätzen.

Was ich aber echt gruselig finde, sind Treibjagden bei uns im nahegelegenen Wald, bei jeden Schuss blutet mein Herz mit, man weiss ja das da Grad ein Tier erlegt wurde, und am Bild eines Rehs was grad im Kühlraum abhängt werde ich mich wohl auch nie gewöhnen.

Aber ich sehe es so, ich esse das Fleisch ja und muss das akzeptieren das dafür ein Tier stirbt, oder ich muss eben konsequent sein und Veganer werden. :)

Kommentar von leDafuq ,

Hey. Treibjagd ist ja wirklich eine Sache für sich. Klar ist es für die Tiere Stress pur. Was sich auch nach dem erlegen wohl am Fleisch bemerkbar macht durch das ganze Adrenalin. Jedoch denke ich ( soll jetzt nicht heißen das ich absolut dafür bin, ich vermute es nur ) das bei einer Treibjagd nicht auf alles geschossen wird was einem vor die Büchse läuft. Ich denke das hat lediglich etwas mit der Bestandsanpassung zu tun. Da es ja in einigen Bundesländern keine wirkliche Bedrohung gibt ( sprich Wölfe wie damals) Man sieht es ja beim Schwarzwild. Wenn Sie sich zu stark vermehren passiert soetwas wie die Medien berichten. Das Wild geht in die Städte verursacht Schäden wegen dem geringeren nahrungsangebot durch Artgenossen im Wald. Das wäre für mich die logische Erklärung:) mfg

Kommentar von Deamonia ,

Grad deswegen mag ich z.B. Treibjagden, überhaupt die Jagd mit lauten Schusswaffen, überhaupt nicht: der ganze Wald wird aufgeschreckt, jeder Vogel, jede Maus, einfach alles. Kleinere Tiere werden von anderen, in Panik flüchtenden Tiere niedergetrampelt, Hunde werden angeschossen uvm. So ein Massentöten ist nicht vergleichbar mit einem Jäger, der stunden im Hochsitz hockt, um EIN Tier zu erlegen. (Wobei ich wie gesagt, Schusswaffen generell nicht mag, aber immer noch besser vom Hochsitz ein einzelnes Tier zu erlegen, als den ganzen Wald zu "Verwüsten")
Wobei man bei den heutigen Hochleistungscarbonbögen auch locker wieder zur Jagd mit Pfeil und Bogen übergehen könnte, meiner Meinung nach die beste Art zu jagen.

Kommentar von Luftkutscher ,

Soso, das Jagen mit einem Bogen ist für Dich die beste Art zu jagen? Wenn Du exekutiert werden solltest und Du hättest die Wahl, entweder mit einer großkalibrigen Jagdwaffe oder mit einem Pfeil aus einem Jagdbogen erschossen zu werden, was würdest Du wählen?

Dir ist hoffentlich klar, warum sich Tierärzte klar gegen die Jagd mit Pfeil und Bogen aussprechen und warum diese bei uns nicht zur Jagd verwendet werden dürfen.   

Kommentar von cg1967 ,

Dir ist hoffentlich klar, warum sich Tierärzte klar gegen die Jagd mit
Pfeil und Bogen aussprechen und warum diese bei uns nicht zur Jagd
verwendet werden dürfen.   

Nein, ist mir nach betrachten von <https://www.youtube.com/watch?v=i27aBUogYfQ> nicht klar.

Und auch nach Betrachten von per Bogen gestrecktem Wild nicht: <http://www.jagdschule-jagdprofi.de/bogenjagdschein/>.

Kommentar von jww28 ,

ja ich weiss ja das es sein muss, aber es macht doch irgendwie betroffen, höre die Schüsse ja zuhause noch , da meldet sich dann das schlechte Gewissen :)

Antwort
von Vivibirne, 30

Hi. Ich esse nur Tiere vom Metzger oder Bauern woher ich weiß, die hatten ein gutes Leben. Wenn der Mensch aus Spaß tötet und seine Triumphe auch feiert (zb Elefanten etc) dann werde ich sauer. Tiere töten auch nicht zum Spaß.
:-) lg

Kommentar von Phylosopher ,

vielen Dank, ich teile deine Meinung. Tiere nur zu jagen um Trophäen zu sammeln zählt für mich auch nicht ner zur jägerei, danke für deine Antwort :)

Kommentar von Luftkutscher ,

Was ist dann das sinnlose Massentöten von Tieren, die weder bejagt werden müssen noch einer sinnvollen Verwertung zugeführt werden? Ist das Jagd, ist das Jagdsport oder ein Hobby? 

Kommentar von Vivibirne ,

Gerne :)

Antwort
von Luftkutscher, 61

Die Jagd als solche und besonders die Falknerei wird überwiegend als Hobby ausgeübt, denn nicht mal 1% der Jagdausübungeberechtigten üben die Jagd zum Lebensunterhalt aus. Leider wird nur ein ganz geringer Teil der erlegten Tiere als Wildbret verwertet. Der überwiegende Teil landet in der Mülltonne oder bleibt irgendwo liegen. Selbst die Tiere, welche zum Verzehr geschossen werden, sterben in vielen Fällen nicht sofort, sondern werden nur angeschossen und verenden erst Stunden oder gar Tage später. Insofern ist diese Form der Fleischgewinnung nicht besser als die Massentierhaltung.  

Kommentar von cg1967 ,

Satz 1 glaub ich dir mal, da vorstellbar, daß in D nicht mehr als 3500 Menschen hauptberuflich jagen.

Bitte gib mal Belege für deine Behauptungen in den Sätzen 2, 3 und 4 an.

Kommentar von Luftkutscher ,

Mir scheint, Du hast von Jagd noch recht wenig Ahnung. Meine Behauptungen kannst Du ganz einfach selbst bestätigen, indem Du die von den Jagdverbänden veröffentlichen Strecken erlegter Tiere ergoogelst. Hier wirst Du sehen, wieviel Wild erlegt wird, das offensichtlich weder verzehrt wird, noch sonst in einer Art und Weise verwertet wird oder glaubst Du wirklich dass die jährlich erlegten rund 500.000 Füchse in der Gastronomie verwertet werden?   

http://www.wasjaegerverschweigen.de/kap_8.htm  .

  

Antwort
von Deamonia, 40

Also ich muss sagen, das ich Falknerei, und auch das Frettieren ziemlich interessant finde. 

Das Jagen mit Waffen ist nicht so meins, da man den halben Wald mit einem Schuss aufschreckt, während ein Falke oder Frettchen nur in ihrer unmittelbaren Umgebung "Angst und Schrecken" verbreiten. 

Aber ob lieber Wild oder z.B. Rind aus Massentierhaltung, finde ich schwer zu beantworten, da beides total andere Geschmäcker sind. 

Da könnte man auch fragen: Ist du lieber Geflügel aus Massentierhaltung, oder einen Fisch vom Angler? Es ist einfach nicht zu vergleichen. Wenn man in dem Moment keinen Fisch(Wild) möchte, bleibt eben nur das Geflügel(Rind) übrig...

Antwort
von RexImperSenatus, 64

Wenn es mir finaziell möglich wäre, würde ich lieber mehr Geld für ein Stück Fleisch aus einer artgerechten Tierhaltung kaufen, als aus der M-Tierhaltung.

Außerdem schmeckt es einfach besser - jedoch sind die Geschmäcker der meisten schon so an Massentierfleisch und Wassergemüse gewöhnt, das ich es schon erlebt habe, daß solche Leute fragwürdig geschaut haben, nachdem sie "gutes" Fleisch gegessen hatten.

Zu Deinem letzten Satz - ??? Was für eine Quelle ???


Antwort
von cg1967, 28

Ich wollte einfach mal in die Runde fragen, wie ihr zu dem Thema jagt in jeglicher Form steht.

Jagd! Sie muß weidgerecht ausgeübt werden.

Außerdem möchte ich wissen, ob ihr lieber ein geschossenes Tier, was
sein ganzes Leben glücklich verbracht hat zu essen, oder ein Tier aus
Massentierhaltung, was unter Umständen sogar noch gequält wurde. 

Ich lese lieber Sätze, bei denen ich a) nicht rätseln muß, was gemeint ist und b) dies dann noch von Ideologie (gequält) trennen muß.

Bei der Haustierhaltung gibts noch eine andere Möglichkeit: Tierhaltung zur Selbstversorgung. Dann ißt du das von dir aufgezogene und von dir geschlachtete Tier.

BTW: Ich bereite mich derzeit auf die Jägerprüfung vor.

Kommentar von Luftkutscher ,

Soso, Jagd muss waidgerecht sein und dann ist alles gut. Sorry, aber diesen schwachsinnigen Begriff "waidgerecht" kann ich nicht mehr hören. Der begriff suggeriert dem Laien, dass bei der Tötug eines Tieres alles seine Ordnung hat und dass das Tier nicht leidet. Leider hat waidgerecht weder was mit tierschutzgerecht noch mit human was zu tun. Wird ein Fuchs bei der Baujagd von einem Hund in einem lang andauernden Kampf tot gebissen, dann ist das weder tierschutzgerecht noch human, aber waidgerecht. Werden Vögel im Flug mit Schrot geschossen, dann ist das waiddgerecht, selbst wenn ein Drittel der beschossenen Vögel nur verletzt werden und erst nach Tagen irgendwo qualvoll verenden. 

Die Jagd ist ein blutiges Hobby, mehr nicht.   

Antwort
von kuechentiger, 38

Am Anfang meiner fleischlosen Zeit habe ich, wenn ich denn zu besonderen Anlässen zum Essen eingeladen war und es (vor 20 Jahren) kein vegetarisches Gericht auf der Speisekarte gab, ein Wildgericht bestellt. Das war nicht aus der Kühltruhe und von sonstwo importiert, sondern die Restaurants bei mir auf dem Land hatten das damals tatsächlich aus der Region vom Förster.

So gesehen also ja, es ist besser ein geschossenes Tier zu essen, wenn es einem nicht egal ist, woher das Fleisch stammt. Über 90% der Leute ist es vermutlich egal.

Zum Jagdwesen allgemein hab ich eine eher negative Einstellung, weil ich nicht einsehe, wieso mensch erst die Beutegreifer ausrottet, um sich nachher an deren Stelle zu betätigen - und offensichtlich mit schlechterem Ergebnis für die Natur. Zum Beispiel bei den sogenannten "Schadvögeln" (??!) http://www.naturefund.de/erde/aktuell/naturschutz\_360/artikel/article/brutale-j...

Ähnliche Zusammenhänge gibt es Studien zufolge auch bei Wildschweinen (
Servanty, Journal of Animal Ecology, 2009) und Füchsen.
Und wenn tatsächlich nicht aus Spaß geschossen wird, sondern aus Naturschutzgründen, dann fragt sich der Laie, wieso zu diesem Zweck z.B. Fasane ausgesetzt werden müssen, die man nachher wieder abschießt? Und wieso Feldhasen geschossen werden, die auf der roten Liste stehen?

Wölfe und Luchse, die entweder verschwinden, teils zerstückelt wieder auftauchen, oder angeblich aus Versehen abgeschossen werden, machen die Sache nicht grade besser. Und auch nicht die Fallen oder Giftköder für Greifvögel, die von den Vogelschützern gefunden werden.

Da sind doch offensichtlich Leute in der Jägerschaft, die eine ziemlich seltsame Vorstellung von Naturschutz und Recht haben. Und sowas führt zu einem schlechten Image... und auch die lustigen (Mord?)geschichten, die in Foren, wie Wild&Hund etc., zum Besten gegeben werden - mit Smileys verziert.

Die größte Gefahr für das Fortbestehen der Jagd ist die Vernunft .
Ortega y Gasset (Philosoph und Jäger)

Kommentar von Phylosopher ,

Erstmal, danke für deine komplexe Antwort! Bei einigen Punkten muss ich dir leider widersprechen. Die Giftköder gegen die Greifvögel kommen definitiv NICHT von den Jägern, sonder den Jagtgegnern! Und von zerstückelten, unter Naturschutz stehenden Wildkatzen ist mir nicht bekannt. Bitte schau dich doch mal ein wenig auhttps://www.jagd-und-hund.de.de vorbei Natürlich gibt es einige Deppen bei der Jagerschaft, allerdings gibt es auch in euren Reihen "schlechte" Leute, genauso wie es in der Politik schlechte Politiker gibt. Das ist leider nicht zu vermeiden, jedoch werden unzuverlässige Jäger, bei einem offensichtlichem Verstoß aus den eigenen Reihen "verstoßen" und wird zB nicht mehr zu den Jagten eingeladen.

Kommentar von kuechentiger ,

Die Giftköder kommen sicher nicht von den Jagdgegnern! http://www.komitee.de/node/443
Wenn die Jäger sich den Gift-Schuh nicht anziehen wollen, dann bleiben dafür immer noch die Brieftaubenleute, die Fallen und Schußverletzungen sind aber sicher nicht von denen.

Luchse im Bayrischen Wald
https://www.bund-naturschutz.de/tiere-in-bayern/saeugetiere/luchs.html#c69272
https://www.welt.de/vermischtes/article141813503/Der-mysterioese-Tod-der-Luchse-...

Ist das Futterneid? Könnte man fast meinen.

Kommentar von Luftkutscher ,

Tatsächlich ist es schwierig die Täter zu ermitteln, die immer wieder Greifvögel, Wildkatzen, Luchse und Wölfe vergiften,  erschiessen oder mit Fallen fangen. Allerdings waren die wenigen Täter, die man bisher dingfest machen konnte, überwiegend Jäger. Ob das wohl ein Zufall ist, denn wer sonst hätte ein Interesse daran, einen Mäusebussard zu vergiften? Die gleiche Logik treibt ja auch Jäger dazu, jährlich rund 600.000 gesunde Füchse zu erlegen, obwohl diese Tiere als Gesundheitspolizei und Schädlingsvertilger eine wichtige ökologische Aufgabe wahr nehmen. 

Kommentar von cg1967 ,

Zum Jagdwesen allgemein hab ich eine eher negative Einstellung, weil ich
nicht einsehe, wieso mensch erst die Beutegreifer ausrottet, um sich
nachher an deren Stelle zu betätigen - und offensichtlich mit
schlechterem Ergebnis für die Natur.

Die wurden einerseit ausgerottet (Wolf), sind aber andererseits hauptsächlich durch die Zerstörung ihrer Lebensräume (Luchs, Wildkatze) ausgestorben. Jetzt gibts zum Glück Bemühungen, denen wieder Lebensraum zu geben. Mit der Rückkehr dieser mittleren Beutegreifer dürfte mancher Hegeabschuß obsolet werden.

Zu der von dir angeführten Studie: Ich halte den Ansatz für methodisch falsch, da die Reviergröße viel zu klein gewählt wurde. Als Beobachtungsfläche mag sie geeignet sein, man müßte aber Beutegreifer mindestens in einem Umkreis von 10, besser 25 km niederhalten, da diese logischerweise freigewordene Reviere von außen besetzen.

Die größte Gefahr für das Fortbestehen der Jagd ist die Vernunft.

Sehe ich anders, es ist die Unvernuft der Jäger.

Antwort
von kami1a, 63

Hallo! Zunächst stellst Du Veganer in eine falsche Ecke. Alle die ich kenne würden auch so 

 ob ihr lieber ein geschossenes Tier, was sein ganzes Leben glücklich verbracht hat zu essen, oder ein Tier aus Massentierhaltung, was unter Umständen sogar noch gequält wurde

Argumentieren also in Deinem Sinne.

Ich akzeptiere wenn man Jagen zum Hegen oder zur Ernährung betreibt. Ist leider bei den beiden Jägern die ich kenne nicht der Fall.

Da werden dann z. B. Kaninchen geschossen und liegen gelassen, alles Gute.

Kommentar von Phylosopher ,

erstmal danke für deine Antwort, allerdings werden die Kaninchen, wie in deinem Beispiel erwähnt, nicht einfach liegen gelassen, das ist reine Ideologie. Es findet sich immer jemand, der die Beute verarbeiten kann.

Kommentar von kami1a ,

Es findet sich immer jemand, der die Beute verarbeiten kann.

Damit kann man jedes sinnlose Töten rechtfertigen und ich dachte da willst Du nicht hin.

Antwort
von MonicasFly, 51

Die Frage ist etwas unpräzise.

Ich komme aus einer Jäger und Falkner Familie.

Weiß aber gerade nicht was genau du mit dieser Frage wissen willst, bzw. welche Art von Diskussion dabei entstehen soll.

 

Kommentar von Phylosopher ,

Ich habe die Frage gestellt, um raus zu finden, wie viele Leute auf welcher "Seite" sind. Ich komme nämlich auch aus einer Jäger und Falkner Familie

Kommentar von MonicasFly ,

Nun ja, dann weißt du ja eh, dass Leute die keine Ahnung haben, schon mal grundsätzlich gegen alles sind.

Die Argumente für Pro & Contra bezüglich der Jagd, sollten dir dann wohl auch ein Begriff sein ;)

Hier werden wahrscheinlich mehr Leute dagegen sein.

Kommentar von Luftkutscher ,

Du kommst aus einer Jägerfamilie? Was sind das für Jäger? Hobbyjäger oder Profis?

Kommentar von MonicasFly ,

Weiß jetzt zwar nicht warum das relevant ist, aber mein Vater ist Aufsichtsjäger, Falkner & besitzt einen Greifvogelpark & eine Auffangstation für verletzte Wildtiere. 

Die Jagd war auch schon bei meinen Großeltern & Urgroßeltern ein wichtiger Bestandteil des Lebens. Jedoch wurde immer größeres Augenmerk auf das "Hegen" gelegt. Abknallen nur um eineTrophäe aufzuhängen ist nicht Sinn der Sache, & rückt leider die Jagd in ein sehr schlechtes Licht.

Antwort
von Saisha, 61

ähm, was genau ist denn diese Frage in Bezug auf Falknerei und Jägerei eigentlich?

Eine sachliche Diskussion lässt sich ohne das genaue Thema nicht führen, geschweige denn Quellen springen. Das Thema "Jagd" in allen Facetten geht hier definitiv über die Grenzen eines jeden Kommis

Kommentar von Phylosopher ,

Ich wollte einfach wissen, wie zB du dazu stehst? Findest du es okay, dass Jäger ihre Waffen ordnungsgemäß verschließen etc und damit auch Tiere erschießen dürfen? Oder sagst du, nein, das geht zu weit, ich nehme lieber ein Tier aus der Massentierhaltung

Kommentar von Saisha ,

Also fragst du rein nach der gegenüberstehung - Wildfleisch frisch vom Jäger versus Zuchtfleisch aus Massentierhaltung?

Meine Meinung: kein Vergleich möglich, da der Ausgangspunkt zu unterschiedlich ist.

Massentierhaltung an sich ist nicht unbedingt gut, jedoch gibt es auch hier Biobetriebe in denen die Tiere ein vergleichsweise gutes Leben haben. Diese Betriebe sind darauf ausgelegt, den Menschen mit seinem heutigem Fleischbedarf zu versorgen - und dieser Bedarf ist enorm.

Die Jagd hingegen ist ein anderes Thema: hier wird sehr wenig gezüchtet und dies vorwiegend zur Erhaltung von Land und Tier. Heutzutage können die Wälder den Bedarf der Menschen einfach nicht mehr decken.
Die Tierhaltung und -Schlachtung auf größerer Ebene ist mittlerweile überlebensnotwendig und keine Diskussions- oder Meinungssache.

Kommentar von Saisha ,

PS: Antwort rein vom Verbraucher aus gesehen - welches Fleisch würd` ich eher essen?

Das was mir schmeckt und ich mir leisten kann (je nach Kunden auch genau anders rum).

Ob Tierhaltung vs Jagd spielt auch hier keine Rolle - weder bei der Qualität des Fleisches noch ob die Haltung artgerecht war (Verallgemeinerung verhindert Aussagekraft).
Es macht eher aus ob man die Alternativen bzw Hintergründe kennt, ausprobieren kann und dann trotzdem genug im Geldbeutel ist ums sich den besseren Geschmack zu leisten.

Was mir am besten schmeckt: Fleisch mit sehr gutem Geschmack und Textur, das seiner Art entspricht, aus artgerechter und extensiver Haltung (inklusive Futtermittel), möglichst schnell gestorben, möglichst wenig Lateralschäden (zB unnötiges Töten/Leiden anderer Tiere) - ob mit Biosiegel, konventionell oder gejagt ist an sich egal, solange diese Punkte zutreffen.

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