Ja zu Tierversuchen?

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5 Antworten

Betrachten wir die Situation mal realistisch: mit hoher Wahrscheinlichkeit hat jeder von uns schon mal in seinem Leben von einem Medikament oder einer medizinischen Therapie profitiert, die im Vorfeld an Tieren getestet wurde. Ich für meinen Teil bin dankbar für den gesundheitlich hohen Standard, der mir durch eben solche Antibiotika oder Impfstoffe ermöglicht werden kann. Bedauerlicherweise – und das wird wohl niemand bestreiten wollen – ziehen die Tiere hierbei, salopp gesagt, den Kürzeren. Aber betrachten wir mal die derzeitigen Alternativen: Können Tests an im Reagenzglas gezüchteten Gewebekulturen Tierversuche ersetzen? Nein, denn die Zellen solcher Kulturen verhalten sich wie wild wuchernde Tumorzellen und können daher nichts über die Wirkungen an Organen oder gar dem gesamten Organismus aussagen. Und Computermodelle? Für die Simulation realistischer Bedingungen muss man schon sehr genau über die entsprechenden Prozesse Bescheid wissen, wodurch sich Computermodelle erübrigen. Auch wenn die Ergebnisse aus Tierversuchen nicht immer zu hundert Prozent auf den Menschen übertragbar sind, ist die Trefferquote immer noch höher als bei oben genannten Alternativen.
Von „sinnloser Tierquälerei“, wie es Tierschützer nennen, kann nicht die Rede sein. Schließlich gibt es für zwei Drittel der heute bekannten Krankheiten immer noch keine befriedigende Therapie – Tierversuche in der Forschung zu unterlassen wäre daher  verantwortungslos und würde den medizinischen Fortschritt verlangsamen.

Es ist ja auch nicht so, dass die Forscher mit den Tieren machen können, was sie wollen: Versuche an Wirbeltieren sind anzeigepflichtig und müssen genehmigt werden. Die Haltung unterliegt strengen gesetzlichen Regeln und es herrschen ebenso strenge Maßstäbe für die berufliche und fachliche Qualifikationen des Personals.
Der Knackpunkt der Diskussion ist aber sicherlich das ethische Dilemma, um das sie kreist: Können wir Experimente am Tier zum Wohle unserer Gesundheit (und wohlgemerkt auch der anderer Tiere) moralisch vertreten? In Anbetracht unseres Selbsterhaltungstriebes bleibt uns unter den gegebenen Umständen gar nichts anderes übrig.

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Mir fällt nur in einen Fall ein Argument ein, es gibt ja Tiere, die sehr besondere Fähigkeiten haben, zb die Hydra, dieses kleine Tierchen ist in der Lage sich komplett wiederherzustellen, man kann sie in 200 Stücken hacken, sie setzt sich wieder zusammen und aus einigen Stücken bilden sich komplett neue Tiere. Dazu zeigen sie keinerlei Alterserscheinungen und scheinen unsterblich zu sein. Wenn man da Tierversuche macht um den Trick dabei rauszukriegen wie man das auch auf uns übertragen kann, fände ich es unterstützenswert. Einfach weil der Nutzen sehr hoch wäre bei Erfolg. 

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Weil häufig Kosmetika mit schädlichen, aberbilligen Inhaltsstoffen gestreckt werden und man esnicht darauf ankommen lassen sollte, man muss sehen wie es sich auf der Haut verhält. 

Sonst würde es ja an Menschen getestet. 

Vielleicht überlegst du einfach mal warum die Industrie welche macht, oder recherchierst. Schau dir einfach Argumente in deren Rechtfertigungen ab.

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Kommentar von turalo
29.11.2015, 18:43

Für Kosmektika braucht man keine  Tierversuche.

Die Rechtfertigungen der Industrie sollte man sich auf keinen Fall abschauen.....!

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Kosmetika müssen nicht an Tieren getestet werden.

Versuchstiere müssen herhalten für Operationstechniken, die erprobt werden, für Medikamente, die getestet werden müssen.

Sofern man mit diesen Labortieren "human" umgeht, kann man dieses Vorgehen auch tolerieren.

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Kommentar von speigel
29.11.2015, 19:23

Was meinst du mit "human" ?? Wie? Und ab welcher Grenze endet dieses "human"?

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An wem/was soll es sonst getestet werden, Menschen Leben sind kostbarer als Tierleben, oder nicht?

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Kommentar von speigel
29.11.2015, 18:14

Es wurde bewiesen das man die gleichen Experimente auch an Zellen durchführen könne..?😅 aber trotzdem danke. :)

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Kommentar von 1467prozentig
29.11.2015, 18:15

Ist zwar so, allerdings könnte man auch einfach Inhaltsstoffe beimischen, deren Wirkung scgon bekannt ist.

In der Pharmaindustrie könnte das aber durchaus zum Problem werden, das stimmt schon. 

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Kommentar von 1467prozentig
29.11.2015, 18:21

NonDetimal hat recht! 

Du weißt anscheinend einfach nicht wie man richtig diskutiert. Du verschießt nie alles auf einmal. 

Du fängst zum Beispiel an zu sagen: "Sonst müsste man alles an Menschen testen" dann könnte jemand sagen "man könnte auch Zellen dafür nehmen" dann sagst du "es ist aber nich nicht erprobt wie sicher das ist" BAM gekontert, dann kontert wieder der andere oder du bringst das nächsteArgument, je nachdem.

Aber nie alles auf einmal verschießen, vor allem, wenn du für eine Position argumentieren musst, von der du gar nicht überzeugt bist.

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