Frage von Patriciiia, 226

Ja oder nein zur Organspende und warum?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Mucker, 24

NEIN - aus humanen und ethtischen Gründen !

Nach den Informationen, die ich unter anderen über
die Leiden von „Spendern“ und Empfängern sowie über das heftig
umstrittene Hirntod-Konzept gesammelt habe, kann ich – bis auf wenige Ausnahmen - niemand raten, freiwillig Organspender zu werden.

Die Medizin sollte andere, humanere und ethisch einwandfreie Wege  einschlagen, um den Menschen zu helfen. Mit moderner Technik dürfte es sicher möglich sein, effiziente künstliche Organe zu entwickeln, die ausserdem noch den Vorteil hätten,
dass sie die gefürchtete Abstossungsreaktion vermeiden könnten.

Es wird zwar immer argumentiert, dass man helfen möchte. Das dürfte aber nur die halbe Wahrheit sein. Denn solange es vielen Medizinern, Kliniken und anderen Beteiligten und kliniken vorrangig vor allem um Profit auf Kosten des „Spenders“ geht und durch den Prozess der Entnahme ein
friedlicher Tod verhindert wird, finde ich die ganze Sache menschlich
und ethisch nicht akzeptabel.

Seit Experten ausgerechnet haben, dass man auf diese Weise mit den Teilen eines Menschen ca.

bis zu eine Million Dollar

machen kann, boomt der Organhandel. Und dass inzwischen eine

Organ-Mafia

besteht, kann nach den bekanntgewordenen Organ-Skandalen ernsthaft wohl niemand bestreiten.

Begierden sind geweckt. Und solange die Medizin unter der Fuchtel
(Abhängigkeit) von Big Pharma zum Geschäft verkommt, wird sich nichts
ändern. Und anstatt andere medizinische Wege zu gehen, die ethisch
einwandfrei sind, konstruiert man das sog. Hirntod-Konzept, damit
Mediziner nicht wegen Mord angeklagt und verurteilt werden können.            Was ist das nur für eine inhumane Medizin !

Die Transplantationsmedizin blickt eher auf die Empfänger als auf den Spender - und betont den lebensrettenden Aspekt der Organspende.

Dabei blendet sie die entsetzlichen Leiden von „Spendern“ und auch Empfängern einfach aus. Letztere überblicken i.d.R. gar nicht, was da auf sie zukommt.

Auch die psychischen Belastungen, welche die Arbeit in der Transplantationsmedizin mit sich bringt – werden ausgeblendet.

Pflegende (Krankenschwestern, Krankenpfleger und andere) leiden oft anquälender Wahrnehmungsspaltung durch

das gleichzeitige Vorhandensein von Lebens- und Todeszeichen bei Gehirntoten.

Siehe untenstehenden Link !

Der Link zeigt Insider-Info eines Dipl. Psychologen, der früher lange als Krankenpfleger tätig war – und dadurch tiefen Einblick in die Praxis der „Organspende“ bekam.

Erinnert werden können noch die unseligen Tateh und Experimente vonskrupellosenMedizinern im 3. Reich. Das Ausschlachten von noch lebenden Menschenunter dem Deckmantel der Nächstenliebe halten viele für ethisch ebenso verdammenswert !

Das Hirntod-Konzept taugt nichts ! Es wurde entworfen, damit sich
Mediziner dahinter verstecken können – denn ohne dies Konzept wäre das eindeutig MORD ! Und nicht wenige Experten bezeichnen es auch so - nämlich als MORD ! Das Hirntod-Konzept ist ethisch nicht haltbar !

Und letztendlich wird der Mensch, der ausgeschlachtet wird wie ein
Stück Vieh um einen friedvollen und würdigen Tod gebracht.

Die Seele – für Mediziner nicht existent ( was für eine masslose Überheblichkeit !) – kann sich nicht in Ruhe vom Körper und von der Welt verabschieden, sondern wird mit Gewalt aus dem Körper getrieben.

Was das für Folgen und Qualen mit sich bringt, lässt sich kaum ermessen.

Wissenschaft und Forschung haben andere Möglichkeiten, wenn sie wirklich helfen wollen. Die Entwicklung von hochentwickelten künstlichen Organen habe ich oben schon genannt.

Lies die Informationen des Dipl.Psychologen und früheren langjährigenKrankenpflegers, roberto rotondo.

www.robertorotondo.de

Antwort
von Enzylexikon, 91

Ich halte Organspende für sinnvoll, denn sobald das Bewusstsein des Menschen erloschen ist, benötigt er diesen Körper sowieso nicht mehr.

Da ich die Organe ohnehin nicht mehr benötige, sehe ich keinen Grund, weshalb sie nicht anderen Menschen nutzen sollten, wenn es ihr Leben retten kann.

Klar gibt es immer wieder Geschichten über angebliche Vorzugsbehandlung auf Wartelisten usw. - aber in wessen Körper meine Organe dann wandern, ist mir egal.

Ob das nun der russische Milliardär ist, der sich eine Niere illegal gekauft hat, oder ein kleines Mädchen aus Afrika hat für mich keine Bedeutung mehr - ich bin ohnehin tot.

Kommentar von cyracus ,

Du bist tot, nachdem Dir die Organe rausgeschnitten wurden. Lebendige Organe werden gebraucht für die Transplantation, und die kriegt man nur aus lebendigen Menschen.

Kommentar von Enzylexikon ,

Nur weil der Kreislauf aufrecht erhalten wird, bedeutet dass für mich nicht, dass mein Bewusstsein noch vorhanden ist. Das ist für mich ausschlaggebend, nicht die Tätigkeit einer Herz-Lungen-Maschine.

Kommentar von Mucker ,

Ausschlaggebend ? Woher willst du wissen, dass bei Feststellung des Hirntods kein Bewusstsein mehr im Spiel ist - und was ist mit dem Unbewussten ? Das kriegt auch ne Menge mit. Das sind immerhin 6/7 des psychischen Apparates.

Sind dir die Fälle nicht bekannt, in denen Eltern trotz Hirntod-Diagnose ihre Zustimmung zur Organentnahme NICHT gegeben haben - und sich die Patienten wieder voll erholt aben - und z.T. noch heute munter unter uns leben ?

Gibt dir das nicht irgendwie  zu denken ? 

Kommentar von Enzylexikon ,

Gibt dir das nicht irgendwie  zu denken ? 

Nein das gibt mir nicht zu denken. Wegen Einzelfällen lebensrettende Maßnahmen wie die Organspende zu verweigern kommt für mich persönlich nicht in Betracht.

Das kann natürlich jeder für sich selbst entscheiden, ich schreibe niemandem vor,  was er mit seinem Körper zu machen hat.

Antwort
von drachenfreund, 52

Ja, für mich ist das ein Akt der Menschlichkeit. Immerhin bin ich Humanist. Wenn ich nicht mehr lebe, so leben Teile von mir in einem anderen Menschen weiter - Ein schöner philosophischer Gedanke, der mich glücklich macht.

Wenn ich tot bin, bin ich tot. Ich möchte nicht im Krankenbett dahin vegetieren oder wochenlang an Apparate angeschlossen werden. Bei Koma bitte irgendwann von mir Abschied nehmen und den Stecker ziehen. Man lebt nicht ewig , so traurig es auch ist.

Ich habe beschlossen mich verbrennen zu lassen, ich möchte keinen offenen Sarg (gruselig, noch mal von der Verwandtschaft begutachtet zu werden) und lehne ab dass ich mit Schminke und Chemikalien so aufbereitet werde dass ich noch gut aussehe.

Ich mache mir nach meinem Tod nicht viel aus meinem Körper. Hauptsache die Bestattung und die Abschiedsnahme läuft würdevoll ab, mehr verlange ich nicht nach meinem Ableben. Ich vertraue den Ärzten und der Wissenschaft, dass sie meinen Hirntod ordnungsgemäß feststellen und angemessen mit mir umgehen.

Antwort
von Lexonaa, 57

Also ich würde sowas nicht machen. Nichts für ungut und versteh mich bitte nicht falsch aber ne sry. Es rettet zwar leben aber nimmt dir deine Organe weg.

Kommentar von DerBube01 ,

Und was willst damit noch, nach dem Ableben?

Kommentar von cyracus ,

@Lexonaa, vertraue Deiner Intuition, die Dich warnt.

Wenn Du mehr zum diesem Thema wissen möchtest, lies gern meine ausführliche Antwort an SaraWarHier auf ihre Frage

War ich zu voreilig mit dem Orgenspendeausweis?

https://www.gutefrage.net/frage/war-ich-zu-voreilig-mit-dem-orgenspendeausweis?f...

Bitte pass gut auf Dich auf.

Antwort
von Championliker, 83

Ich finde ja, weil du das Leben eines Menschen retten kannst. Wenn du Tod bist kann es dir ja nicht mehr schaden.

Kommentar von cyracus ,

Organe von wirklich Toten sind unbrauchbar, weil sie giftig sind. Und: Solange ein Mensch lebt, braucht er seine Organe selbst.

Kommentar von Mucker ,

"Wenn du Tod bist kann es dir ja nicht mehr schaden."

Wenn du "tot" bist, kann es dir noch gewaltig schaden !

Warum? Weil du nämlich erst hinterher tot bist ! Nach der Entnahme !

Und : es hat schon viele falsche Diagnosen gegeben ! Ausserdem haben Eltern -  trotz Hirntod-Diagnose und  Drängen der Ärzte - KEINE Einwilligung gegeben - und totgesagte Patienten  hatten deshalb die Möglichkeit, sich wieder zu regenerieren und leben z.T. heute noch lustig.

Daran sieht doch selbst ein Blinder mit nem Krückstock deutlich, dass die Hiorntoddiagnose nicht sicher ist !

In meiner Antwort findest du bei interesse weitere Infos.

Antwort
von VaLeRiA5, 74

ja 

du kannst damit leben retten. von erwachsenen und von Kinder. 

Antwort
von PaSan, 83

Klar doch. Du bist eh tot und wirst anschließend so wieder zusammengestückelt, dass man von der Entnahme nichts mehr sieht.

Und ein anderer Mensch erhält eine neue Chance aufs Leben. Ich seh da nur Gewinner.

Kommentar von Mucker ,

ich seh da auf Seiten der "Spender" und auch Empfänger eher Verlierer. Weitere Infos bei Interesse in meiner Antwort.

Antwort
von BumsKrokette94, 80

Klar, absolut ! Ich bin Motorradfahrer und da ist ein Organspendeausweis ein muss. Wenn ich "im Eimer" bin was soll ich dann noch mit meinen Organen, warum nicht jemandem helfen der dann noch die Chance auf ein Leben hat ?!

Antwort
von Zeitzeugin, 84

Nein, das lehne ich aus ethischen Gründen ab. Organe werden lebenden Menschen entnommen, die Theorie des Hirntodes ist nicht haltbar. Die meisten Befürworter sind nicht gut informiert und glauben deswegen dass der Hirntod dem Tod gleichzusetzen ist, sie wissen nicht, dass vor einer Entnahme der Organe in manchen Ländern Narkosen verabreicht werden.

Kommentar von Mucker ,

ich halte das Hirntod-Konzept ebenfalls für ethisch nicht einwandfrei und haltbar. Es wurde entwickelt, um Mediziner zu schützen, damit das was sie tun nicht als Mord geahndet wird. Nach Meinung veiler Experten ist es aber Mord !

Und wenn man bedenkt, dass bei der Diagnose "Hirntod" noch 97% des Körpers lebendig ist, dürfte das auch nachvollziebar sein.

Zudem ist die Hirntot-Diagnose nicht sicher, denn es hat schon viele falsche Diagnosen gegeben.

Und wenn man bedenkt, dass einige Fälle bekannt wurden, wo sich ein Patient, weil Eltern doch nicht zustimmten oder die Entnahme abgebrochen wurde, wieder vollkommen regeneriert und erholt haben - und heute noch munter leben - weist das aus meiner Sicht doch auf eines hin:

Die Messmethoden sind nicht sicher !

Wahrscheinlich ist das HIRN gar nicht tot, sondern hat nur auf einen anderen Modus geschaltet ! Und der könnte feinstofflicher Art sein. Feinstoffliche Phänomene sind aber durch unsere bisherigen physikalischen Messinstrumente nicht zu erfassen !

Dieser Aspekt sollte dringend geprüft werden.

Alles Gute !

Antwort
von Visch2010, 110

Ich habe einen Organspendeausweis. Bin absolut dafür und würde es sogar befürworten, dass jeder Spender ist, der nicht explizit nein sagt.

Ich brauche die Organe nicht mehr wenn ich tot bin und warum sollte ich damit nicht das Leben eines anderen retten?

Kommentar von cyracus ,

Auch wenn Dir die Widerspruchslösung lieb ist, sie verstößt gegen unser Grundgesetz. Und das ist gut so.

In Österreich gilt die Widerspruchslösung, und sehr viele Österreicher wissen das gar nicht. Die gehen davon aus, dass die Zustimmungslösung für sie gilt.

Außerdem wissen viele deutsche Touristen nicht, die Österreich besuchen, dass sie automatisch Organlager auf zwei Beinen sind, wenn sie nicht in der offiziellen Widerspruchsliste stehen.

Dieses Nichtwissen der Bürger ist ganz im Sinne der Organtransplantationsorganisation. Und das ist eine Schande!

Kommentar von Visch2010 ,

Ja, das ist mir schon bewusst... 

Ich finde es nur schade, dass sich so wahnsinnig viele Leute keine Gedanken darüber machen. Einen Organspendeausweis zu bekommen ist so einfach und ich möchte wetten, dass unendlich viele keinen haben, nicht weil sie nicht spenden möchten, sondern weil sie sich noch nie die Frage gestellt haben...

Kommentar von cyracus ,

Hm, da sind wir verschiedener Meinung. Während Du meinst, viele Menschen sollten sich über dieses Thema Gedanken machen, finde ich es unverschämt, dass die Politiker dafür gesorgt haben, dass sich die Bürger überhaupt darüber Gedanken machen müssen.

Normal ist doch: Wenn man krank ist, wird man behandelt, und das ganz besonders, wenn man schwerstkrank ist.

Und wenn man im Sterben liegt, soll man Ruhe und Schutz haben und vollständig zu Ende sterben können, bis die klassischen Totenzeichen auftreten.

Sich mit dem Gedanken der sogenannten O-spende auseinandersetzen zu müssen, wobei die Bürger auch noch bezüglich dem sogenannten "Hirntod" und der Behauptung, die Organe würden NACH dem Tod entnommen werden, hinters Licht geführt werden, finde ich unterirdisch.

Vor der Gesetzesänderung zur 100%igen Zustimmungslösung (keine Antwort = Nein) hin zur eingeschränkten Zustimmungslösung (bei keiner Antwort werden die Angehörigen gefragt) war die Sache klar. - So als Beispiel:

Fragt Dich einer, ob Du ihm 100 Euro schenkst, und Du sagst nichts dazu, heißt es Nein. - So war die 100%ige Zustimmungslösung.

Nun gilt: Fragt Dich einer, ob Du ihm 100 Euro schenkst, und Du sagst nichts dazu, kann der zu Deinen Angehörigen gehen und Fragen: "Schenkt Visch2010 mir 100 Euro?" Die Angehörigen entscheiden nun, sagen sie Ja, musst Du dem Fragenden die 100 Euro schenken.

Das ist doch verkehrte Welt. - Dass es in anderen Ländern noch schlimmer ist, macht dies ja nicht geringer.

Naja, bezüglich O-ausweis sind wir verschiedener Meinung. Unser aller Verschiedenheiten bereichern ja unser Zusammenleben.

Kommentar von Gondor94 ,

Wenn alle Leute deine Meinung teilen würden, dann würden keine Organe mehr gespendet werden. Ich bin mir sicher, wenn du auf eine Organtransplantation angewiesen sein solltest, würdest du dich darüber freuen, dass jemand gespendet hat.

Kommentar von cyracus ,

Wenn alle Leute deine Meinung teilen würden, dann würden keine Organe mehr gespendet werden.

Das wäre wunderbar. Dann würden ALLE Schwerstkranke behandelt werden oder, wenn der Mensch sich im Sterbeprozess befindet, könnte er in Ruhe zu Ende sterben.

Ich bin mir sicher, wenn du auf eine Organtransplantation angewiesen sein
solltest, würdest du dich darüber freuen, dass jemand gespendet hat.

Du kennst mich doch gar nicht!

Auf meinem Nicht-O-ausweis steht:

  • Ich widerspreche grundsätzlich jeglicher Entnahme von Organen, Gewebe oder Knochen. Der Hirntod bedeutet für mich nicht den Tod des Menschen, sondern einen unumkehrbaren Prozess im Sterben, den es zu achten und zu respektieren gilt und der liebevollen Begleitung bedarf.
    Ich lehne daher im Bewusstsein aller Konsequenzen auch den Erhalt eines Spenderorgans ab.

Die Personen, die im Falle eines Falles benachrichtigt werden, kennen meine Einstellung und befürworten die auch für sich selbst.

Es denken also nicht alle so wie Du.

Kommentar von Visch2010 ,

Hallo cyracus,

ich habe mich neulich ein wenig mit dem beschäftigt, was du schon zu anderen Fragen zu dem Thema geschrieben hast. Ich finde es gut, dass du diese Meinung vertrittst. Trotzdem glaube ich, dass viele einfach noch nicht dran gedacht haben. Ein (natürlich) anderes Beispiel ist die Blutspende. Ich weiß, dass ich dabei lebe und hinterher hoffentlich auch immer noch. Trotzdem gibt es einfach zu wenige, die sich dazu bereit erklären. Das selbe bei Plasma oder Knochenmark. Das sind alles Themen, bei denen mir selber nicht wirklich was passiert und wobei ich relativ einfach Menschen helfen kann. Trotzdem wird es zu selten gemacht.

Da finde ich es richtig, dass von Versicherungen oder wem auch immer das Thema publik gemacht wird. Natürlich sollte keiner dazu gezwungen werden und jedem sollte offen und ehrlich erklärt werden was passiert, aber es totzuschweigen oder als Unverschämftheit zu bezeichnen finde ich nicht gut

Kommentar von cyracus ,

@Visch2010, danke für Deine Rückmeldung. - Auch wenn jeweils Teil des Wortes von Organ"spende", Blutspende, Plamaspende und Knochenmarkspende Teil des Wortes "spende" ist, sind die letztgenannten nicht mit dem erstgenannten Begriff zu vergleichen. Deshalb finde ich es etwas unglücklich, diese Begriffe in einem Thema zur sogenannten "Organspende" zu vermengen.

Wie Du ja schreibst, bei den letztgenannten Spenden sind es tatsächlich Spenden - niemand wird in irgendeiner Weise genötigt, auch nicht moralisch unter Druck gesetzt, keine Organisation bearbeitet die Politiker, dass alle Bürger verpflichtet werden sollten, sich in eine Widerspruchsliste eintragen zu lassen, wenn sie diese Art von "Spenden" nicht tun wollen. Und Voraussetzung für diese Art von "Spenden" ist auch nicht, dass dadurch die Spender auf grausame Art zu Tode kommen.

Gerade der Druck, der auf die Bürger ausgeübt wird, und die Verlogenheit bezüglich der "Organspende" von angeblich NACH dem Tod ist in der Tat eine Unverschämtheit. Eine andere Bezeichnung dazu fällt mir beim besten Willen nicht ein. - Vielleicht weißt Du ja eine bessere.

Kommentar von Visch2010 ,

Hallo cyracus, ich finde, dass Spende schon das richtige Wort dafür ist. Ob ich nun von Blut, Geld, Organen, Kleidung oder was auch immer rede: ich gebe Dinge ab, die ich nicht mehr brauche. Bzw. bei denen ich für mich entschieden habe, dass ich sie nicht mehr brauche.

Wir sind natürlich einer Meinung, wenn es um das Thema unter Druck setzen geht. Jeder sollte aus freien Stücken ja oder nein sagen können und dürfen. Bei der Blutspende zum Beispiel habe ich vor der Entnahme nochmal die Möglichkeit anonym ein Häkchen bei nicht spenden zu setzen. Der Vergleich hinkt natürlich wieder ein wenig, aber ich hoffe, du merkst worauf ich hinaus will.

Für mich bleibt es eine Spende und zu denen wird auch im Fernsehen offen aufgerufen (Geldspenden für Kinder z.B.), aber dabei sollte wie gesagt keiner gezwungen werden oder sich gezwungen fühlen.

Kommentar von cyracus ,

ich finde, dass Spende schon das richtige Wort dafür ist.

Das kann ich Dir gerne lassen.

Bei der Blutspende zum Beispiel habe ich vor der Entnahme nochmal die Möglichkeit anonym ein Häkchen bei nicht spenden zu setzen.

Zur Blutspende gehst Du hin, um Blut zu spenden. Warum solltest Du dann irgendwo ein Häkchen für Nein setzen??

Für mich bleibt es eine Spende und zu denen wird auch im Fernsehen offen aufgerufen (Geldspenden für Kinder z.B.)

Bei dem Thema dieser Frage geht es um die sogenannte "Organspende", nicht um Geldspenden.

Zum Geldspenden für Kinder

  • werden wir nicht verlogen und mit moralischem Druck "informiert",
  • wir werden nicht alle zwei Jahre von einer Institution erinnert, uns zu erklären, ob wir Geld spenden wollen oder nicht,
  • es werden nicht unsere Angehörigen gefragt, ob wir Geld spenden wollen, falls wir uns dazu nicht erklären, und uns wird vom Konto kein Geld abgezogen, falls unsere Angehörigen sagen, ja, sie meinen, wir würden spenden wollen,
  •  und durch das Spenden von Geld verlieren wir nicht unser Leben.
Kommentar von Visch2010 ,

 und durch das Spenden von Geld verlieren wir nicht unser Leben. 

natürlich verlieren wir das nicht, aber darum gehts ja auch nicht. Der Spender, oder wie du ihn auch nennen magst, hat entschieden, dass er das nicht mehr braucht. Was hinterher mit ihm passiert steht ja bei dem Wort Spende gar nicht zur Debatte.

Zur Blutspende gehst Du hin, um Blut zu spenden. Warum solltest Du dann irgendwo ein Häkchen für Nein setzen??

Die Frage habe ich direkt beim DRK Blutspendedienst auch gestellt. Die Antwort ist recht simpel: es kommt häufig vor, dass z.B. Pfadfindergruppen oder oder oder zusammen zur Spende gehen. Wenn dann einer nicht spenden will muss er das nicht vorher in seiner Gruppe zugeben und sich damit ausschließen lassen, sondern kann anonym das Kreuzchen bei nicht spenden setzen.

Zum Geldspenden für Kinder werden wir nicht verlogen und mit moralischem Druck informiert

Doch werden wir... Verlogen in der Hinsicht, dass bei vielen Organisationen von unserer Spende nur ein kleiner Teil wirklich da ankommt, wo er benötigt wird. Außerdem finde ich, wenn man im Fernsehen sieht wie ein paar halb verhungerte Kinder um Geld bitten ist das moralischer Druck 

Ich glaube, wir beide werden uns gegenseitig nicht überzeugen können und das sollte auch nicht unser Ziel sein. Deine Sicht kann ich verstehen, habe aber eine andere.

Antwort
von Gondor94, 89

Ich habe auch einen Organspendeausweis. Das ist finde ich wie mit Blutspenden oder mit den Krankenversicherungen. Wenn ich selber ein Organ brauche, dann bin ich auch froh, wenn einer eines spendet. Warum dann nicht selber spenden. Wenn ich tot bin, dann brauche ich sie nicht mehr. Meine Seele (wenn es sie denn gibt) ist nicht mehr im Körper, was bleibt ist eine leere Hülle. Wenn anderen damit geholfen werden kann, bitteschön.

Kommentar von cyracus ,

Wenn ich tot bin, dann brauche ich sie nicht mehr.

Wenn Du wirklich tot bist, braucht niemand mehr Deine Organe, denn dann sind sie giftig. Für Transplantationen müssen die Organe aber lebendig sein, und die kriegt man nur aus lebendigen Menschen. So wie es nicht ein bißchen schwanger gibt, gibt es auch nicht ein bißchen tot.

Kommentar von Gondor94 ,

Tot ist man, wenn keine Gehirnaktivität mehr vorliegt, ich also von der Transplantation nichts mehr mitbekomme. Ob jetzt meine Organe dann noch leben, ist mir recht egal.

Kommentar von cyracus ,

Kennst Du das Interview mit Professor Coimbra (auf YouTube, google so) mit dem Titel

Der tödliche Apnoetest

Nimm dann das 18-Min.-Video. - Prof. Coimbra erklärt da den "Hirntod", auch warum das voll funktionierende Gehirn von Schwerstkranken oftmals keine messbaren (!!) Hirnströme aussendet, und er geht auf die Folgen der Tests ein.

(Hier ist es aus technischen Gründen nicht ratsam, unter einer Antwort einen Link mehrmals reinzusetzen. Du findest das Video mit dem Titel aber leicht.)

Kommentar von Gondor94 ,

Soweit ich weiß wird von zwei Ärzten überprüft, ob der Hirntot eingetreten ist, auch wenn da wirklich noch etwas ist, die lebenserhaltenden Maßnahmen werden dann abgebrochen, also ist es mir eigentlich recht egal, ob da noch irgendwas unmessbares im Kopf ist.

Kommentar von cyracus ,

Google mal mit

hirntod diagnosen falsch

so kriegst Du mehrere Infos dazu. - Und sieh Dir diese Reportage an:

Tabuthema Hirntod -- Zweifel an der Qualität der Diagnostik

https://www.youtube.com/watch?v=dkcDtfLjqnQ

Auch lies unter diesem Artikel von dem Medizin-Journalisten Richard Fuchs

Die Wertschöpfung einer "Organspende"
Wirtschaftsfaktor Organtransplantation

http://www.initiative-kao.de/r-fuchs-10-12-11-organtransplantation-und-geschaeft...

den Abschnitt

"justified killing" = gerechtfertigtes Töten

Kommentar von Gondor94 ,

Meinen Organspendeausweis behalte ich trotzdem :D

Kommentar von Mucker ,

Das ist auch dein gutes Recht ! Der Mensch hat eben auch das Recht auf Irrtum und Fehleinschätzung. Und das kommt vor allem auch bei Usern jund anderen mit eingeschränktem Urteilsvermögen vor. Leider !

Sonst wäre die Welt wahrscheinlich um einiges humaner.

Antwort
von cyracus, 32

Schade dass Du nicht begründet, warum Du das von uns wissen willst. - So gibst Du von Dir im Grunde nichts preis, und von uns willst Du Erklärungen.

Hast Du schon in die Liste mit all den Fragen zu diesem Thema reingeschaut

https://www.gutefrage.net/tag/organspende/1

Da findest Du viele Antworten von den Usern - auch von mir.

.

Eben gerade habe ich hier ausführlich geantwortet:

Organspender sein, wir (beide 14 Zwillinge)
sind verstört, was wir für uns darüber denken sollen, es macht uns
psychisch echt zu schaffen?

https://www.gutefrage.net/frage/organspender-sein-wir-beide-14-zwillinge-sind-ve...

Antwort
von brido, 98

Bin für Organspende wenn der Spender oder seine Erben Geld bekommt.  Wenn Ärzte daran  verdienen dann der Spender auch. In der Familie  wäre ich dafpür ohne Bedingung, aber das geht nur bei Lebendspende. 

Kommentar von Mucker ,

In der Medizin sollte es vorrangig um Gesundheit gehen - und nicht vor allem um Profit ! Und selbstverständlich auch darum, dass das was prakziziert wird  auch ethisch einwandfrei ist. 

Hirntodkonzept und Organentnahme sind aber ethisch nicht einwandfrei ! Sonst würde es nicht so viele Kritiker geben.

In meiner Antwort findest du weitere Argumente.

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