Italienerin, 3+3 Monate Praktikum, Arbeitlosengeld beantragen?

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2 Antworten

Anspruch auf Wohngeld wirst du bei dem Einkommen nicht haben, denn dazu musst du über ein sog. Mindesteinkommen verfügen. Das bedeutet, du musst etwa 350 EUR mehr Einkommen haben als du Miete bezahlst (an die Profis: Ja, ich weiß das ist eine Milchmädchenrechnung, aber über den Daumen gepeilt immerhin aussagekräftig  :) ).

Arbeitslosengeld bekommt man nur, wenn man in den letzten 24 Monaten mindestens 12 Monate lang sozialversicherungspflichtig beschäftigt war, d. h. du wirst keines bekommen.

Arbeitslosengeld 2 wirst du vermutlich auch nicht bekommen, weil du dich als EU-Bürger nur zum Zwecke der Arbeitssuche in Deutschland aufhältst.

Sprich also am Besten noch einmal mit dem Arbeitgeber. So wie sich deine Geschichte allerdings liest, klingt es eher als ob dort nur eine billige Arbeitskraft gesucht wird, die zu keinem Zeitpunkt eine Festanstellung erhalten wird. Wenn er dich hätte haben wollen, hätte er schon lange zugegriffen.

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Als Praktikantin: 3xnein

Für Arbeitslosengeld muss man mindestens 12 Monate in den letzten 3 Jahren sozialversicherungspflichtig gearbeitet haben. Das liegt hier nicht vor.

Für Praktikanten gibt es kein ALG2, da man dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung steht.

Da das Wohngeld nur ein Zuschuss zu den Wohnkosten ist, muss ein gewisses Mindesteinkommen nachgewiesen werden, um Wohngeld zu erhalten.

Faustformel für das Mindesteinkommen

Regelsatz zzgl. ggfls. Mehrbedarf (§ 21 SGB II) + Warmmiete (inkl. Heizkosten)

Der Regelsatz beläuft sich nach § 20 SGB II ab 01.01.2016 auf 404 € (bei Alleinstehenden). Der Mehrbedarf nach § 21 SGB II kommt beispielsweise bei Schwangerschaften, Krankheit oder auch Alleinerziehenden zum Tragen. Hinzukommen können noch monatliche Belastungen wie Versicherungsbeiträge etc.

Beim Wohngeldantrag reicht es aus, wenn der Antragsteller als Mindesteinkommen 80% der oben genannten Beträge erreicht.

Als Minijobber: 2x nein

Da man im Minijob nicht sozialversicherungspflichtig arbeitet, erwirbt man keine Ansprüche auf ALG1. Fürs Wohngeld verdient man zu wenig. ALG2 ist möglich, muss dann beantragt werden.

Als Teilzeitkraft: 1xnein

Da man nicht arbeitslos ist, kein ALG1. Allerdings erwirbt man für mdie Zukunft Ansprüche aufs ALG1. Wohngeld...hängt von der Höhe des Lohns ab, siehe oben "Mindesteinkommen". ALG2 ist ev als Aufstockung möglich, wenn Lohn+Wohngeld nicht reichen zur Deckung.

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