Frage von hilho, 108

Ist zur Anmeldung eines neuen Mitarbeiters die Krankenkasse unwichtig?

Ich bin davon ausgegangen, dass zur Anmeldung eines neuen Mitarbeiters die Sozialversicherungsnummer nicht ausreicht.

Wäre zur Anmeldung bei der Krankenversicherung nicht auch der Name der genauen Krankenkasse und deren Ort erforderlich? (Aus der Sozialversicherungsnummer lässt sich dies meines Wissens nicht ableiten)

Welche Strafe würde einen Arbeitgeber erwarten, der zum Geld sparen der Sozialversicherung, dies für einen Monat einfach nicht tut bzw einfach verzögert?

Antwort
von Steff9393, 60

Wenn der Arbeitnehmer dir keine Mitgliedsbescheinigung seiner Kasse vorlegt, kannst du dir aussuchen bei welcher Kasse du ihn anmeldest.

Kommentar von Steff9393 ,

Strafrechtlich kann ich dir leider nichts sagen

Kommentar von hilho ,

Danke! Ich bin nicht der Arbeitgeber. In dem Fall verhält es sich so, dass generell nach keiner Krankenkasse gefragt wurde, ganz zu schweigen von einer Mitgliedsbescheinigung.

Wäre es denn rechtens, den Mitarbeiter ohne Zustimmung bei einer "fremden" Krankenkasse anzumelden?

Kommentar von Steff9393 ,

Der Arbeitnehmer muss die Mitgliedsbescheinigung vorlegen. Wird sie nicht fristgerecht abgegeben wird man normalerweise da angemeldet, wo man zuletzt versichert war (Arbeitgeber muss somit den Arbeitnehmer und der Arbeitnehmer ist verpflichtet Auskunft zu erteilen)

Antwort
von Apolon, 46

 Ist zur Anmeldung eines neuen Mitarbeiters die Krankenkasse unwichtig?

Nein - aber der Arbeitnehmer muss einen Nachweis vorlegen, wo er krankenversichert ist.

Nicht der AG entscheidet über die Krankenversicherung, sondern der AN.

Kommentar von hilho ,

Danke für die Antwort. Mich sorgt eben nur, dass mich auch nach sieben Tagen Arbeit noch keiner nach der Krankenkasse gefragt hat.

Kommentar von Apolon ,

Man muss doch nicht warten bis gefragt wird.

Die Auskunft wo man krankenversichert ist kann man doch auch von sich aus mitteilen.

Antwort
von Lumpazi77, 60

Zur Anmeldung ist die Angabe der KK notwendig.

Man kann das nachträglich machen, allerdings riskiert man ggf. ein Bußgeld

Antwort
von kevin1905, 34

Der Mitarbeiter hat freie Kassenwahl. Er bringt einfach eine Mitgliedbescheinigung seiner Wunschkasse binnen 14 Tagen bei, ansonsten melde ihn an, wo du willst.

Antwort
von eulig, 49

um einen Arbeitnehmer anmelden zu können benötigt der Arbeitgeber auch den Namen der Kasse. denn jede Kasse hat eine spezielle Nummer, an die der Arbeitnehmer gemeldet wird.

bei Minijobbern, die in keinem Sozialversicherungszweig der Versicherungspflicht unterliegen, ist der Name der Kasse eher unwichtig, da alle diese Minijobber an die Knappschaft gemeldet werden. da reicht dann die Sozialversicherungsnummer.

Kommentar von hilho ,

Vielen Dank. Meine Vermutung: Die Anmeldung des Teilzeit-Mitarbeiters erfolgte bei der Minijob-Zentrale, um die Abgaben zumindest für einen Monat verzögern zu können. Würde das gerne auffliegen lassen, da ich es unmöglich finde.

Kommentar von eulig ,

nicht nur Minijobber werden bei der Knappschaft angemeldet, sondern auch kurzfristig Beschäftigte. dabei ist die Verdiensthöhe unrelevant. kurzfristige Beschäftigungen sind von vornherein auf nicht mehr als drei Monate oder insgesamt 70 Arbeitstage im Kalenderjahr begrenzt und werden nicht berufsmäßig ausgeübt.

um welche Rahmenbedingungen geht es denn bei dem Beschäftigungsverhältnis?

Kommentar von hilho ,

Für mich ist es eine "Überbrückungstätigkeit" bis zum Antritt einer Beamtenstelle als Sercivekraft auf einem Schiff mit VIELEN Arbeitsstunden und Vertrag über 120 Monatsstunden.

Vom Arbeitgeber befristet - mit Kündigungsoption - bis Ende Oktober.

Antwort
von Dea2010, 37

Wenn der Arbeitnehmer keine Kasse angibt, ist die AOK zuständig. Ganz einfach.

Anmeldefrist durch die Firma kannst du hier nachlesen: http://www.aok-business.de/fachthemen/sozialversicherungsrecht/meldungen/meldeve...

Kommentar von hilho ,

Der Arbeitnehmer wurde aber nicht gefragt!

Welche Möglichkeiten hätte der Arbeitnehmer, wenn er gegen seinen Willen bei der AOK angemeldet worden wäre?

Kommentar von Dea2010 ,

Nachträglich eine Mitgliedsbescheinigung SEINER Kasse vorlegen, dann wird das umgemeldet!

Und "gegen seinen Willen"... das wird bei Einstellung im Personalfragebogen vom Mitarbeiter erfragt, in welcher Kasse er ist! Wird da NICHTS angegeben, MUSS der Arbeitgeber die Anmeldung bei der AOK machen!

Kommentar von Steff9393 ,

Die AOK würde sich über viele neue Mitglieder freuen, aber leider bist du aufm Holzweg ;)

Kommentar von Dea2010 ,

Du liegst falsch, Steff.

Ich zitiere:

Die Meldungen sind bei der zuständigen Krankenkasse zu erstatten. Das ist für krankenversicherungspflichtige und freiwillig krankenversicherte Arbeitnehmer die Krankenkasse, die der Arbeitnehmer gewählt hat.

Wählbare Krankenkassen sind:

- Die AOK des Beschäftigungs- oder Wohnorts

Dann erst folgt eine Aufzählung der anderen Kassen. Teilt der Arbeitnehmer keine Kasse mit, ist eben die AOK fürs Erste zuständig. Ergibt sich aus den Durchführungsbestimmungen zum SGB5...

Nachzulesen auf den HPs der AOK.

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