Frage von DatNigguhDaz, 76

Ist "Wertschätzung" nicht eigentlich schlecht?

Beispiel: Ein armer Mann sehnt sich nach mehr Geld und Reichtum.Er vergleicht sich ständig mit reicheren Menschen die mehr haben als er.Er fühlt sich schlecht weil er denkt das er zu wenig hat.Wenn man ihm jetzt aber raten würde seine Situation Wert zuschätzen würde das bedeuten das er sich klar machen muss wie gut er es doch eigentlich hat.Und das bedeutet er macht sich klar das es ihn hätte schlimmer erwischen können.Das also andere Menschen es noch schwerer haben.In diesem Fall vergleicht er sich also mit Mensch die sozusagen in der Hierarchie weiter unten sind.Das ist doch eigentlich verwerflich, oder?Man vergleicht sich statt mit Menschen die mehr haben mit Menschen die weniger haben nach dem Motto:"Gott sei Dank bin ich nicht so arm dran wie die da." ,um sich selbst besser zu fühlen.Ist das nicht das Prinzip von Wertschätzung? Etwas mit weniger Positives vergleichen?

Antwort
von Stellwerk, 59

Nein, Wertschätzung ist die Anerkennung eines Menschen , sie es sich selbst oder eines anderen, um seiner selbst willen, unabhängig von Vergleichen. Und hat nur sehr bedingt was mit materiellem Wohlstand zu tun.

Was Du meinst, ist Dankbarkeit, Genügsamkeit, Bescheidenheit.

Kommentar von DatNigguhDaz ,

Ah ok alles klar.Aber wäre Dankbarkeit dann nicht negativ?

Kommentar von Stellwerk ,

Wenn der arme Mann sich denkt oder ihn man drauf aufmerksam macht, dass er zwar arm ist, wenig hat,  aber gesund ist und eine liebe Familie und Freunde hat - dann ist daran ja nichts negatives.

Wenn man ihm SAGT, er solle gefälligst dankbar sein, weil andre noch weniger haben, dann ist man einfach nur unsensibel ;).

Kommentar von DatNigguhDaz ,

Aber hier findet doch wieder ein Vergleich statt.Ist dieser Mann von sich aus dankbar dafür eine Familie zu haben bedeutet dass er sich nicht vorstellen könnte ohne sie zu leben und deswegen glücklich und dankbar ist.Hier vergleicht er sich dann sozusagen mit einem Menschen der keine Familie hat.Daraus resultiert dann sein Glück und seine Dankbarkeit.Dankbarkeit ist doch immer mit einem Vergleich verbunden.Mit einem Vergleich bei dem man selbst besser da steht.Oder nicht?

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