Frage von mindlessinfi, 42

Ist Wendelstein 7-x ein Schritt in Richtung Zukunft?

falls es wer nicht mitbekommen in Greifswald ist die Tage ein bahnnbrechender schritt in richtung kernfusion geglückt!

Antwort
von baindl, 5

Nein, das ist noch kein Schritt in die Zukunft, sondern weiter ein Stochern im Nebel.

An dem Modell in Greifswald wird bereits seit 1993 gearbeitet.

Bereits 1993 reiften die Pläne, die Maschine in Greifswald als Herzstück einer Zweigstelle des Garchinger Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) zu errichten. Bei den Planungen kam es aber immer wieder zu Rückschlägen. Viele der gelieferten Magnetspulen wiesen Mängel auf, ein Hersteller ging sogar pleite. Mehrere Komponenten mussten neu entworfen werden. 2003 sah es so aus, als stünde das Projekt vor dem Aus. Letztlich ist Wendelstein 7-X mit neun Jahren Verspätung fertig geworden, zu doppelt so hohen Kosten wie geplant.

http://www.sueddeutsche.de/wissen/fusionsreaktor-wendelstein-x-und-der-traum-von...

Man hofft auf Erfolg, aber sicher ist man sich noch lange nicht. Wenn überhaupt, dann wird frühestens 2050 ein solcher Reaktor Strom liefern.

Expertenantwort
von Peppie85, Community-Experte für Energie, 16

auf jeden fall ist es ein riesiger schritt. bleibt zu hoffen, dass es auch weiter geht. allerdings wäre es fatal, wenn wir dann wieder, wie damals mit der atomkraft auf ein pferd alleine setzen.

ich sehe allerdings zu dieser sorge wenig anlass, da ja schon andere energieformen verfügbar sind. nur hoffe ich, dass wenn sich die fusionstechologie etabliert auch die richtigen entscheidungen treffen und weiter regenerative energien fördern, statt dann zu sagen "ach das bisschen kohlestrom"

lg, Anna

Kommentar von mindlessinfi ,

effiziente solarzellen benötigen indium und germanium, ich bezweifele dass wir da so einen großen schritt nach vorn gemacht haben und dass eine entwicklung in diese richtung wirklich sinnvoll ist...

Kommentar von Ursusmaritimus ,

Indium und Germanium gibt es genug.....dann könnte man auch gegen Fusion sein weil man Lithium benötigt.

Kommentar von mindlessinfi ,

in der batterietechnik gibt es vielversprechende ansätze ohne liithium, meine ich gelesen zu haben ohne konkrete beispiele nennen zu können...

:)

Antwort
von Ursusmaritimus, 8

Auf jeden Fall ist es ein wichtiger Forschungsschritt um die Türen auf dem langen Weg zur Fusion weiter zu öffnen.

Diese Schritte sollten wir auf jeden Fall weiter gehen um nicht die Türen zu einer "anderen" Energieform zu schließen.

Antwort
von mindlessinfi, 22

einfach erklären kann man das egtl nicht, obwohl es ansich nicht schwer zu verstehen ist... 

was da getestet wird ist keine kernspaltung, sondern eine kernfusion(die keine radioaktiven endprodukte erzeugt), also man versucht nicht atome in seine einzelteile aufzuspalten sondern man versucht(analog dem prozess in der sonne atome miteinander zu verschmelzen( zb 2 wasserstoff atome zu einem helium atom) dabei wird energie frei 

das problem ist, dass dies nur bei bestimmten vorraussetzungen möglich ist... sprich bei extrem hohen temperaturen... ich glaub bei 100 mio ° C....

was man in dem reaktor erstmals, beim ersten versuch erreicht wurde ist wohl ein zehntel davon beim ersten versuch, was optimismus verbreitet und ein meilenstein in der forschung ist

Kommentar von mindlessinfi ,

sry um die zeit kann ich das nicht besser erklären ... :x

Kommentar von mindlessinfi ,

1 mio grad celcius wurden erreicht 

nich 10 mio

das spielt aber keine rolle... ein großer schritt zu einer sauberen energiequelle  mit riesigem potential ist gemacht

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