Frage von lockenkopf1993, 21

Ist Webradio heutzutage altmodisch?

Hallo. In Zeiten von Spotify stellt sich eher die Frage, ob das Webradio für euch auch schon "altmodisch " für euch ist ?

Lohnt es sich daher einen Radiosender im Internet zu betreiben?

Antwort
von MalteR, 4

Da die terrestrischen Stationen gröstenteils auf das Webcasting parallel mit umgestellt haben, denke ich kaum, dass man hier von altmodisch reden kann.

Allerdings führst Du nun auch einen Altersbereich an, der zwei Zielgruppen betrifft:

  • 12 bis 18 Jahre: Wie weit man hier regulär von einer für den Radiobereich überhaupt interessanten Zielgruppe sprechen kann, sei dahingestellt, da man hier (vom Taschengeld abgesehen) noch nicht von einer wirklichen Käuferschicht spricht. Andererseits bekommen auch die Jugendlichen streckenweise derart hohes Taschengeld, dass sie sich auch jedes halbe Jahr (gefühlt) ein neues Smartphone zulegen können.

    Diese Altergruppe kennt gröstenteils gar keine HiFi-Anlagen mehr, weil einfach alles über das Smartphone oder ggf noch über ein Tablet abgewickelt wird.

    Von audiophilem Hörverhalten möchte ich hier lieber nicht sprechen, weil die Qualität gar nicht über die verwendeten Geräte abgebildet werden kann. Noch dazu wird hier doch mehr auf eine möglichst große Auswahl an Musik für die eigene Playliste gelegt, als auf Hintergrundinformationen zu den einzelnen Gruppen.
  • 18 bis 30 Jahre: Hier wird das erste Geld verdient und auch meistens direkt wieder investiert. Und auch hier gilt die Verschiebung der Geräte, mit denen die Musik gehört wird - allerdings wird auch schon einmal mehr auf die entsprechenden Informationen geachtet.

    Leider (so ist meine eigene Erfahrung) gibt sich auch diese Zielgruppe mehr und mehr mit einer akustischen Qualität zufrieden, die damals als HiFi (High Fidelity) definiert wurde. Dies ist die Zielgruppe, die auch im Auto eher das iPhone in den Docking-Adapter steckt als einen Sender zu suchen.
    Am heimischen PC ist eher wichtig, wie brachial laut die Sounds bei den verschiedenen Spielen rüberkommen.

Die Zielgruppe 30 + wiederum ist auch für die Webcasting-Szene interessant, denn hier kann man auch von einer ausgeprägteren Kaufkraft sprechen. Das heißt, dass hier auch wieder eine mehr oder weniger umfangreiche Anlage zu finden ist.

Webcasting umfasst viele verschiedene Bereiche, wobei man bei den kleineren Stationen mit freundschaftlich-familiären Charakter beginnen kann und schlussendlich bei den semi-professionellen bis professionellen Präsentationen landet. Der Vorteil des Webcastings liegt beispielsweise in dem Punkt, dass man a) eine deutlich bessere Qualität als im normalen terrestrischen Bereich erzielen kann und b) ein viel größeres Einzugsgebiet hat. Denn eine UKW-Station hat eine Reichweite von 100 km (die mittels weiterer Funkmasten erweitert werden kann), das Internet geht über den kompletten Globus.

Die meisten Receiver verfügen heutzutage über eine Anbindung an das Internet und können Radiostationen direkt per LAN/WLAN empfangen. Im Zuge dessen würde ich den Bereich bestimmt nicht als altmodisch betrachten - allerdings bin ich auch eher ein Freund dessen, wirklich gute Qualität zu hören, als eine bereitgestellte Auswahl von 60 Millionen Titeln abrufen zu können, von denen mir 59.500.000 Titel nicht zusagen. Auch in dem Sektor gilt für mich "Klasse statt Masse" - auch, wenn ich durch Tätigkeiten in Diskotheken und auch bei verschiedenen Webcasting-Stationen eine (für Privatpersonen) beachtliche Sammlung an CDs und Vinyls angesammelt habe.


Antwort
von Steffile, 21

Ich hore immer Webradio, bin aber auch altmodisch :-D

Antwort
von Stig007, 20

Ich denke nicht das Webradio altmodisch ist, sie sind auf einem guten Weg, sind immer wieder am verbessern, ich glaube das Webradio wird uns noch lange erhalten bleiben.

Kommentar von lockenkopf1993 ,

ok und wie sieht es in der zielgruppe 13-30 Jahren aus? Die haben doch Spotify für sich erobert?

Antwort
von DJFlashD, 19

Webradio finde sogar ich noch neumodisch :D

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