Frage von MarkusPK, 533

Ist Veganismus weltanschaulich als Extremismus einzustufen?

In der Diskussion mit Veganern stoße ich oft auf die gleichen Verhaltensweisen, wie sie auch von religiösen Extremisten, Fundamentalisten und Fanatikern kommen. Ein Weltbild wird verherlicht und als das einzig richtige eingestuft, zu dem es keine Alternativen geben darf. Menschen, die diesem Bild nicht entsprechen, werden als Feindbild gesehen und ihnen wird mit Unterstellungen und massiver, teils beleidigender Kritik begegnet. Ein Diskussion endet immer mit Vorwürfen, die sich bereits nach kurzer Zeit einstellen, auch wenn man sachlich argumentiert. Wissenschaftliche Tatsachen werden als Lügen und Fälschungen abgetan, während von iher Seite aus nur mit pseudowissenschaftlichen Argumenten um sich geworfen wird. Und ständig gibt es Missionsversuche, die bei Misserfolg ebenfalls mit Unmut und sogar Böswilligkeit fortgesetzt werden. Gleiches kennt man auch von Islamisten, Kreationisten und Flacherdlern.

Selbstverständlich soll dies nicht ein Angriff gegen Veganer sein, denn ich kann es auf jeden Fall akzeptieren, dass man aus Gewissensgründen den Konsum tierischer Produkte ablehnt. Dagegen ist gerade in der heutigen Zeit, in welcher wir die meisten dieser Produkte tatsächlich aus Massentierhaltungen erhalten, nichts einzuwenden. Persönlich sehe ich diese Haltungsformen ebenfalls als Tierquälerei an und fordere ihre Abschaffung, sowie einen bewussteren Umgang mit Fleisch und Tierprodukten. In der Zielsetzung unterscheide ich mich also als Jäger nicht von einem Veganer, doch ich erhalte im Gespräch allein schon weil ich Jäger bin weder Aufmerksamkeit für meine Argumente und noch nicht einmal irgendwelchen grundmenschlichen Respekt. Im Gegenteil, ich werde - obwohl ich wie die meisten Jäger ein großer Tierfreund bin - als personifizierte Grausamkeit angesehen.

Ich möchte hier nicht polemisieren oder Diskussionen lostreten, die sich mit den Pros uind Cons des Veganismus auseinandersetzen. Ich möchte nur verstehen, warum Menschen sich einer Sache derart militant verschreiben und Andersmeinungen nicht zulassen und sie noch nicht einmal anhören. Und wie man in Diskussionen vorgehen sollte, um deeskalierend zu wirken und zum Nachdenken anzuregen.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von BrightSunrise, 274

Ich frage mich immer, wo diese ganzen missionierenden Veganer leben sollen. Anscheinend konzentrieren sie sich an einigen Orten mehr als an anderen.

Mal ganz davon abgesehen, dass es auch unter Fleischessern den ein oder anderen "Extremisten" gibt.

Duden definiert Extremismus so:

"extreme, radikale [politische] Haltung oder Richtung"

http://www.duden.de/rechtschreibung/Extremismus

Jetzt ist natürlich die Frage, was "extrem" und "radikal" eigentlich sind und ich denke, da hat jeder seine eigene Meinung. Für die einen ist der Verzicht auf tierische Produkte extrem, für andere vollkommen normal.

Mir gefällt, was DinoMath geschrieben hat. Es gibt immer Menschen mit einer "extremeren" Haltung in verschiedenen Gruppierungen. Die einen hetzen gegen alles und jeden, das bzw. der nicht ihrer Meinung ist, die anderen leben lieber still und heimlich vor sich hin und versuchen mit ihrer Einstellung nirgendwo anzuecken, weil sie genau wissen, dass das Risiko dazu nicht gering ist. Auch gibt es z.B. Veganer, die komplett gegen die Haltung von sogenannten Haustieren sind und Veganer, die selbst Haustiere haben, von denen sich einige sogar von Fleisch ernähren.

Ich denke, solche Veganer, wie du sie beschreibst, sind eher selten. Das Problem ist einfach nur, dass solche Veganer einfach viel eher auffallen als die Veganer, die still und heimlich vor sich hin leben.

Und wenn du mich fragst, dann mag ich solche Veganer auch nicht, denn die sind der Grund, weshalb Veganer oft verpönt und ungern gesehen sind, zumal diese Art des Missionierens sowieso nichts bringt.

Grüße

Kommentar von MarkusPK ,

Sehr gute Antwort! Danke!

Kommentar von xttenere ,

super geschrieben !

Expertenantwort
von HikoKuraiko, Community-Experte für Ernährung, 212

Solche Leute gibt es in wirklich ALLEN Bereichen. Nicht nur bei den Veganern, sondern z.B. auch bei denen die Fleisch essen (nur um mal bei dem Beispiel hier zu bleiben.... gibt aber noch deutlich mehr Bereiche wo das so ist)! Sobald es ins extreme rutscht braucht man auch gar nicht mehr Versuchen mit den Leuten vernünftig zu reden. Da hilft es dann einfach die Diskussion zu beenden und nicht weiter darauf einzugehen. Alles andere wäre nämlich nur vergebene Liebesmüh und kostet einfach zu viele Nerven.

Kenne selbst einige Veganer und auch Vegetarier denen es egal ist ob ich daneben sitze und mein Fleisch esse oder nicht. Sie akzeptieren mich so wie ich bin und ich sie. Keiner versucht den anderen vom Gegenteil zu überzeugen das SEINE Ernährung die beste ist. Klar tauscht man sich mal aus (ja sogar bei Rezepten) und übernimmt vielleicht das ein oder andere, aber trotzdem versucht da niemand den anderen zu Missionieren. 

Für mich ist die vegane Ernährung aber auch absolut nichts und hat in meinen Augen mehr nachteile als vorteile, aber es muss jeder wissen wie er sich ernähren möchte. Für mich ist eine ausgewogene Mischkost noch das beste, aber das muss noch lange nicht für jeden so sein. 

Kommentar von MarkusPK ,

Danke für deine kluge Antwort.

Antwort
von MrHilfestellung, 206

Nein, da nur ein geringer Teil der Veganer*innen wirklich auf Missionierungskurs und intolerant sind.

Den meisten Veganer*innnen, und ich kenne viele, ist es völlig egal, ob man vegan, vegetarisch oder omnivor lebt.

Kommentar von MarkusPK ,

Guter Einwand. Danke.

Kommentar von Mirarmor ,

Ja leider fallen die Missionierung-Veganer mehr auf. :-(

Antwort
von Andrastor, 138

Die Sache mit diesen Veganern (man beachte das ich nicht pauschalisiere) ist dass der Veganismus zu einem Teil der eigenen Indentität wird. Durch den Veganismus wird ein neues Über-Ich geschaffen.

Das Über-Ich ist eine perfekte Version des Selbstbildes einer Person, es enthält alles was diese Person gerne wäre und sich dem Über-Ich anzunähern ist ein unbewusstes Lebenszil. Man könnte es mit dem stereotypischen Schulterengel vergleichen.

Diese Vermischung aus Glaubensvorstellung mit der eigenen Persönlichkeit teilen sich alle Anhänger verschiedenster Aberglauben. Wo im Veganismus der Veganismus selbst zum Über-Ich wird, werden in Religionen die verschiedenen Götter zum Über-Ich.

Das schlimme daran ist, dass das Über-Ich im seltensten Fall kritikfähig ist. Das Über-Ich anzugreifen oder zu kritisieren ist ein Angriff auf die tiefsten Wünsche und Träume einer Person. Das Über-Ich muss perfekt sein um erstrebenswert zu bleiben.

Jeder versuch es auch nur anzukratzen wird energisch abgewehrt und/oder grausam gerächt.

Gleichzeitig wird im Veganismus wie in anderen Aberglauben die Missionierung als höchstes Gut gezählt. Somit wird das Über-Ich zu einer Art veganem Jesus der mit einer Geste tausende davon überzeugen kann dass der eigene Weg der richtige ist.

Das ist eine der größten Gefahren welche Aberglauben beinhalten.

Zum Abschluss noch einmal: Ich spreche hier nicht generell von ALLEN Veganern oder Anhängern anderer Aberglauben, sondern ausschließlich von jenen, welche man als "extrem" einstufen würde, während ich die Psychologie erkläre die diesem Verhalten zugrunde liegt.


Kommentar von MarkusPK ,

Jetzt habe ich endlich das freudianische Über-Ich verstanden. Anschaulicher kann man es wohl nicht erklären, danke! =)

Kommentar von Andrastor ,

immer wieder gerne :)

Antwort
von xttenere, 125

Das hat nichts mit dem Thema Veganismus alleine zu tun...dieses Thema ist nur eines von vielen, wo man nicht miteinander vernünftig diskutieren kann...

der Mensch ist als einziges Lebewesen ( leider ) dazu in der Lage, nur seine eigene Überzeugung als die einzig Richtige zu akzeptieren....egal ob es sich um Veganer...Vegetarier oder  Fleischesser..oder ob es sich gar um Glaubensrichtungen handelt...etc....etc.

Das erlebst Du schon bei Kleinigkeiten hier auf GF..z.B. wenn`s um die Art und Weise der Fütterung eines Hundes geht...es gibt keine Kompromisse...jeder beharrt auf seiner Meinung als die einzig Richtige.

Diese den meisten Menschen angeborene und verbissene Sturheit ist nicht ganz unschuldig an Kriegen...denn wenn jeder nur ein ganz kleines Bisschen auf den Anderen zugehen würde, anstatt auf seinem vermeintlichen Recht zu bleiben...gäbe es viel weniger Streit.

Kommentar von MarkusPK ,

Das ist ganz sicher richtig. Meine Frage sollte ein Zugehen sein und eine Diskussion anleiten, um mit Vorurteilen aufzuräumen. Ich frage nach Meinungen und das sogar die, die mir offen feindselig entgegentreten, erhalte von denen aber keine Antwort - nicht einmal, wenn ich mich versöhnlich zeige und ihnen die Hand reiche. Dann endet die Unterhaltung auf einmal völlig abrupt. Ich frage mich langsam, was mit diesen Menschen los ist.

Kommentar von Maisbaer78 ,

und eine Diskussion anleiten

Ich möchte hier nicht polemisieren oder Diskussionen lostreten

Ach was denn nun?

Meine Frage sollte ein Zugehen sein

So, wo ist denn dann die alternative Auslegung, die du anbietest, neben dem Extremismus?

Du bietest die Möglichtkeit an, Veganismus als Extremismus anzusehen oder eben nicht.

Eine eventuelle positive Auslegung verweigerst du von vornherein. Das ist demnach keine Diskussion, sondern ein Versuch der Meinungslenkung.

Deine Frage soll zündeln, weil die Veggies viel zu ruhig sind. Es gibt doch kaum noch andere Fragen als solche, es nervt wie die Hölle. Was gehts euch an was einer verzehrt und am Körper trägt. Ihr könntet ein ruhiges ungestörtes Leben führen. Aber man braucht ja ein, wie hast du es oben genannt... "Feindbild".

Veganer selbst fragen hier auf GF mal nach nem Geschäft wo Sie was kaufen können, nach nem Rezept oder zb. nach Tipps im Alltag.

Wie kommt es, dass alle anderen jüngeren Fragen zum Thema "vegan" von Fleischessern, Metzgern und Jägern gestellt werden? Es gäbe überhaupt keine Berührungspunkte zwischen vegan lebenden Usern und Mischköstlern, wenn Letztere sich nicht unablässig an dem Thema abarbeiten würden.

Wer missioniert denn hier wen?

Kommentar von MarkusPK ,

Du machst es dir zu einfach. So ist es schlicht und ergreifend nun einmal nicht. Erst gestern kam hier die Frage, ob Fleischesser Tiere hassen würden. Als ich in meiner Antwort darlegte, dass ich als Jäger ein großer Tierfreund sei und ich so eine Frage unangebracht und naiv finden würde, kamen natürlich wieder die übrigen Angriffe und Vorwürfe, wie dass ich nur aus Mordlust töten würde. Auf einer sachlichen Ebene zu diskutieren habe ich mich bemüht und Beispiele für das tierfreundliche Verhalten eines Jägers angeführt, diese blieben jedoch unbeachtet und wurden mit der Bemerkung angetan, dass der Verzicht auf Fleisch allein imstande sei, Tiere zu retten und zu schützen. Obwohl mir daraufhin bald die Hutschnur geplatzt ist, habe ich weiterhin Beispiele gebracht, warum es nicht richtig sei, ddass der Verzicht auf eine Sache allein bereits etwas Gutes und Heilbringendes darstellen würde. Ein Nicht-Kaffeetrinker rettet auch keine Bauernsklaven in Kolumbien, ein Nicht-Autofahrer verbessert nicht das Klima und ein Nicht-Kinderpornogucker rettet auch keine Kinder vor Ausbeutung und Misshandlung. Auf keines dieser Argumente wurde eingegangen, sondern nur beleidigt (die Beleidigungen habe ich aber gemeldet, sie sind inzwischen gelöscht).

Ich habe also gestern das gleiche erlebt, wie neulich, als ich auf einer Studentenparty geäußert habe, dass ich als Jäger eine andere Sichtweise habe. Und dort wurde ich sogar unumschweiflich mit dem Tode bedroht, indem man mir die Absicht kundtat, meinen Hochsitz umzusägen (während ich drauf sitze) und mich mi meinen Hunden durch den Wald zu hetzen. ICH war hier in der Tat das Feindbild und habe mich auch als unerwünscht empfunden, weshalb ich die Party sofort verlassen habe. Diese feindselige Haltung hat mich dazu bewogen, diese Frage zu stellen.

Übrigens: Nur weil die keine Alternativantwortmöglichkeit einfällt, muss das nicht heißen, dass es keine gibt. Meine Frage lautete, ob Veganismus eine Form von Extremismus sei. Du hättest ganz einfach mit "Nein, ist es nicht, weil..." antworten können. Wenn dir kein passendes Satzende einfällt, kann das einerseits heißen, dass du nur noch keine Argumente gefunden hast. Das ist ja nicht schlimm, du kannst dich gerne weiter auf die Suche machen. Andererseits kann es aber auch heißen, dass ich durchaus Recht habe. Und diese Meinung darf ich solange vertreten, bis man mich widerlegt. Das hast du bislang aber nicht ferig gebracht, also hör bitte auf von Meinungslenkung zu sprechen, nur weil du das Ruder selbst nicht herumreißen kannst.

Kommentar von barbarinaholba ,

sehr konstruktiv.....gut aufgepasst...Danke 

Antwort
von juergenkrosta, 43

Hallo,

ich weiß nicht wo Du deine Erfahrungen sammelst, aber ich habe in der realen Welt mit Veganern zu tun und erlebe kaum solche Verhaltensweisen.

Anders im Internet, wie es hier ja immer wieder zu sehen und zu lesen ist. Für mich ist vieles, was unter dem Deckmäntelchen der Anonymität so geschrieben wird, jedoch nur "heiße Luft" und hat mit der Realität wenig gemein.

Ist doch nix Neues, dass sich Menschen im Internet mal so richtig "auskotzen" und verbal über die Stränge schlagen, weil sie es im täglichen Leben nicht können bzw. sich nicht trauen.

Ich entwickle Bio-Lebensmittel und Feinkostprodukte und bin häufig auf Messen unterwegs, habe also zu sehr vielen Verbrauchern direkten Kontakt. Was Du beschreibst, habe ich so noch nicht erlebt. Im Gegenteil, wenn ich mit Veganern diskutiert habe (ich selber ernähre mich normal), waren fast alle offen für Argumente und auch sehr tolerant.


LG Jürgen



Kommentar von MarkusPK ,

Dann erzähle ihnen das nächste mal, auch wenn es gar nicht stimmt, dass du Jäger seist. Nur mal so als soziales Experiment. Natürlich kann es sein, dass auf der Party neulich die Emotionen stark hochkochten (wegen dem Alkohol), aber so etwas gemeines und radikales habe ich in meinem ganzen Leben noch nicht gehört.

Antwort
von feinerle, 166

Ich sag mal so, ein paar Durchgeknallte hast Du immer, egal bei was.

Schau mal auf den Fußball, nur so als absolut triviales Beispiel. Da gibt es einige wenige, die hauen sich die Köpfe ein, weil nur ihr komischer Dingensbummensverein das allein Seeligmachende sein soll und siehst Du das nicht ein, gibts heiße Ohren.

Das ist bei Veganern nicht anders, bei Ideologien politischer Natur sicherlich, bei Religionen sicherlich, etc.

Die meisten machen das und gut. Einige aber wirst Du immer haben, die derart durchbrennen, dass sie im Namen von was auch immer ihre Umgebung traktieren, entweder man richtet sich nach ihnen alleine oder es gibt Senge.

Das sind die Extremisten unter den jeweiligen Ansichtsvertretern, also nicht die Ansicht selbst ist hierbei zunächst extremistisch sondern einige, die das deutlich übertreiben.

Kommentar von MarkusPK ,

Du bringst es auf den Punkt. Ich danke dir.

Antwort
von wickedsick05, 75

In der heutigen Zeit werden Religionen immer unattraktiver und da es Menschen gibt die ohne glaube nicht leben können suchen sie sich ersatz. Da kommen pseudowissenschaftlicher Humbug grade recht.

Das Ringen um Konsequenz ist vielmehr schon immer ein beliebter Volkssport gewesen. In religiösen Gemeinschaften wird stets umso erbitterter gerungen, je schwieriger die Gebote zu erfüllen sind. Der Veganismus eignet sich deshalb hervorragend dazu, den religiösen Phantomschmerz der Säkularisierten zu lindern. Gott spielt zwar nicht mehr die Hauptrolle, dafür wird um das Tier als „Mitgeschöpf“ ein Tanz aufgeführt wie ums Goldene Kalb.

Unerfüllbare Gebote fördern den Fanatismus, weil jeder jeden mit Recht der Inkonsequenz und Häresie beschuldigen kann. Wer dabei am lautesten den Inquisitor gibt, hat gewonnen. Das hat schon im Christentum prima funktioniert.

http://www.berliner-zeitung.de/gesundheit/veganer-in-berlin-warum-veganes-leben-...

um das zu verstehen muss man sich die denkweise von manchen Veganern vor augen halte. Manche Veganer/Vegetarier sind Vertreter einer
Gesinnungsethik, also der Ansicht, schon dadurch ein guter Mensch zu
sein, daß man alleine durch den Verzicht auf der "richtigen" Seite
steht. Menschen, die das Gute für sich reklamieren, fühlen sich oft
grundsätzlich im Recht. Im Namen der guten Sache darf beleidigt und
erpreßt werden wenn das gegenüber nicht die selbe meinung vertritt und  ignorieren völlig den Anachronismus ihrer Einstellung.

Durch die Hybris der vermeintlichen moralischen Überlegenheit
beanspruchen Veganer die Deutungs- und Diskurshoheit in allen Tierprodukte Fragen und fordern von Diskurspartnern ständig positive Bekenntnisse zur Veganen Positionen ein mit der Drohung, sie ansonsten vom Diskurs auszuschließen.

Sie sind unfähig, die Legitimität von Meinungen anzuerkennen, die
nicht mit ihrer übereinstimmen. Das Vorhandensein anderer Meinungen
erklären sie sich deshalb ausschließlich durch Vorliegen menschlicher
Defizite, intellektueller, ethischer oder auch materieller Art, und
bezeichnen deshalb Nicht-Veganer immer als dumm, bösartig oder, im
besten Fall, als "zu kurz Gekommene".

es ist auch für viele eine art Quasireligion also der galube an die einzig wahre ernährung/Lebensstil. Je stärker sie nach ihrer eigenen Definition
ethisch motiviert sind um so mehr abneigung empfinden sie gegenüber
anders denkenden und handelnden Menschen der sich bis zum Hass steigert.

Man schustert sich also die Natur zu einer idyllischen harmonischen
Paralellwelt in der der Mensch nix verloren hat, Bäume zu Pflanzen ist
gut, Bäume zu fällen böse und der Jäger ist sowieso ein Mörder
. Dass der tot zum Leben dazu gehört will man nicht akzeptieren. Daher versucht
man mit schlechten Argumenten seine Quasireligion mehr stabilität zu
geben indem man sich Scheinargumente an den Haaren herbeizieht und diese zum Dogma erhebt.

Also Fleisch ist böse – und wer Fleisch isst, auch.

So denken zumindest viele, die Tiere lieben und Steak, Wurst und Schnitzel für ungesund halten.

Daher glaubt man man könne sich und alle dieser Welt von Krankheit und allem propagierten vermeintlich schlechten das damit verbunden wird fern halten. Also getrieben von Schuld und Sündengefühlen angestachelt durch medien glaubt der innerlich leidende "Nervöse" die einzige möglichkeit dem "Teufel des Fleischessens" zu entkommen ist dieser Büßer-Ideologie nachzugehen und diese "gute Botschaft" in die ganze Welt hinauszuschreien. Ist der innere Schulddruck und die damit verbundene Rechtfertigungsnotwendigkeit entsprechend stärker – wird sogar versucht der Verzicht auf „alles Tierische“ einem jeden Menschen mit unwahren Texten aufzuzwingen. Lenkt der Missionierte nicht ein weil er diesem ideologischen Quatsch keine glauben schenkt und das sinkende Schiff nicht betreten will wird er beschimpft und angegriffen. Erst wenn jede Fleischfressende Pflanze in den Wohnungen aller Menschen am Tofutropf hängt ist seine Mission erfüllt.

Der Fanatiker - Eine Persönlichkeitsanalyse

Charakteristisch für den Fanatiker ist eine eigentümliche Enge des
Wertblicks. Mit extremer Einseitigkeit ist sein Denken und Handeln auf
die eine Idee gerichtet, die ihm eben sein Fanum bedeutet. Er ist der
Mensch des rigorosen Entweder-Oder, des Alles oder Nichts. Er kennt
keine Kompromisse und in der Sphäre dessen, was er als das Wertwidrige
ansehen muß, keine Abstufungen. In eigentümlicher Blindheit geht er an
der Fülle der Werte vorbei. Um einer abstrakten Idee willen wird die
Wirklichkeit im Denken vergewaltigt, im Handeln zerstört. "Begeisterung für
ein Abstraktes, für einen abstrakten Gedanken, der negierend sich
zum Bestehenden verhält", so definiert Hegel den Fanatismus(4).
Der Idealismus des Fanatikers läßt keine Erweiterung, keine
Erfassung von etwas Neuem, keine Angleichung an eine lebendige Situation
zu, er fährt sich fest in einer "fixen Idee", die er ernst, düster,
humorlos vertritt. Ein großartig geradliniger Dualismus bestimmt
sein Weltbild
: hier Gott, das Gute, dort der Teufel, das Böse, und
der leidenschaftliche, bis zur Entflammung gesteigerten Bejahung des einen entspricht die ebenso leidenschaftliche, bis zum Haß gehende
Verneinungund Verwerfung des anderen, das mit Stumpf und Stiel, mit
Feuer und Schwert ausgerottet werden muß
. Denn mag sich der Fanatiker an manchen Stellen noch so eng mit dem grundsätz- [82 Ende] lichen Menschen berühren(5): während dieser sich unter Umständen damit begnügt, das Leben nach Grundsätzen zu betrachten oder es zu führen, um allgemeine Regeln daraus zu gewinnen, drängt jener leidenschaftlich nach Tat und Verwirklichung. Selbst wenn ihn das Schicksal ein Leben lang zur
Untätigkeit verurteilte, nie wird er in der Theorie, in der bloßen Schau
seine Bestimmung und Erfüllung finden, und wenn ihn die historische
Stunde ruft, so wird die Unbedingtheit seines Tatwillens eruptiv aus ihm
herausbrechen und ihn zum fraglosen Lebenseinsatz führen, mag auch
seine kleine Persönlichkeit im Rausch einer Massenbewegung verschwinden.

Darin liegt zugleich seine Stärke und Schwäche, daß er in dem Einen
unbedingten Halt findet, daß er aber innerlich zerbrechen würde,
wenn er einmal die Fülle der Werte zu Gesicht bekäme. So wenig
wie er Kompromisse kennt, so wenig kennt er eigentlich eine innere Wandlung und Entwicklung, es sei denn, daß eine Bekehrung im Stile des
Damaskus-Erlebnisses ihn von einem Extrem zum anderen führt; fremd aber bleibt er jener Sphäre, in der sich die Vermittlung und Versöhnung der Gegensätze vollzieht; eher endet er im Nihilismus.

Man kämpft für Gewissensfreiheit und knechtet zugleich das
Gewissen der Andersdenkenden, und oft sind die weltbeglückenden Träume und Utopien der Fanatiker in dem Strom von Blut erstickt, das sie selbst vergossen haben.

http://www.sgipt.org/politpsy/fanat0.htm

Antwort
von DinoMath, 130

Der veganismus an sich ist ok.

Was nicht ok ist, sind die extremisten unter den Veganern, die es wie bei allen Religionen oder sonstigen Gruppierungen immer gibt, aber niemals alle sind.

Denke, da verallgemeinerst du an der Stelle etwas zu sehr.

Und warum steigert sich ein Mensch überhaupt mal in eine Sache ein?
Weil es gut tut in seinem Leben einen Sinn zu sehen, indem man sich dem Ideal seiner Wahl verschreibt und es sogar höher stellt als das eigene Wohlbefinden und dafür sogar persönliche Nachteile in Kauf nimmt.
Vor allem wenn man immer wieder mal Momente der Bestätigung findet...
Das ist denke ich mal bei jedem Extremismus so ein Aspekt.

Kommentar von MarkusPK ,

Danke für deine Antwort. Damit kann ich etwas anfangen.

Kommentar von DinoMath ,

freut mich, gern.

Kommentar von BrightSunrise ,

Man, ich bin aus Versehen auf den Pfeil nach unter gekommen. -.- Das passiert mir heute schon den ganzen Tag. Entschuldige.

Antwort
von Jimmibob, 111

Hallo MarkusPK,

Vegan lebende Menschen sind nicht Extremistisch oder Radikal.

Die wenigsten werden vegan aufgezogen, sondern sie wenden sich davon ab FLeisch zu essen aus gewissen persönlichen Gründen, mit denen sie sich nicht identifizieren wollen. Das ist verständlich und deren Sache. Die Tatsache das du nur veganer kennst die intolerant sind könnte aber auch daran leigen das diejenigen, die du nicht hörst sich nicht dafür interessieren ob du Fleisch isst oder nicht

Meines Erachtens nach ist von dir beschriebene Sachverhalt auf alle "Arten von Essern" übertragbar.

Viele Grüße JImmi

Kommentar von MarkusPK ,

Danke für deine Antwort. Dass ich mit Veganern bislang oft sehr unfruchtbare Diskussionen geführt habe, liegt vor allem daran, dass ich es so empfinde, als Jäger sofort einem Feindbild zu entsprechen. Es wurden zum Beispiel alle Argumente ignoriert, die ich bezüglich des Artenschutzes sowie der Hege und Pflege des Wildes herborgebracht habe und mir vorgeworfen, ich würde diese Dinge ja nur tun, um hinterher töten zu können. Dass ich ein großer Tierfreund bin, wird mir nicht geglaubt und mir werden stattdessen Mordlust und Grausamkeit unterstellt. 

Das war nun die Motivation für meine Frage, in der nun wie ich zugebe auch etwas Verbitterung mitschwingt.

Kommentar von Jimmibob ,

Als jemand der in der Fleischindustrie arbeitet kenne ich dein Problem:-) Ich sehe das mit dem Fleischverzehr auch kritisch, aber ich mach das dann auch so wie manch anderer..

Es interessiert mich nicht welche Meinung sie vertreten. es ist einfach subjektives Empfinden ob ich Fleisch esse oder Bio.

grade wnn man bedenkt welche Preise für die Modeerscheinung Bio oder vegan aufgerufen werden... Das ist genau so pervers.

Kommentar von MarkusPK ,

Genau so ist es!

Antwort
von Jeansprinzessin, 42

vielleicht ist es so, weil es für sie eine Ersatzreligion darstellt.

Sie fühlen sich gleich als Heilige, wenn sie Gummibärchen ohne Gelatine kaufen.

Und als Märtyer, wenn ich als Nachbarin Schokomüsli mit Milch esse.

(Milch von entrechteten geknechteten Milchkühen, die keiner gefragt hat, ob sie die Milch nicht doch lieber bis nächstes Jahr im Euter behalten und deswegen lieber an einer Mastitis sterben möchten)

Dabei benutzen sie manchmal selber stylische Lederschuhe, haben Marderhund an der Kapuze und benutzen gerne geile i-Unterhaltungselektronik Produkte, für die diverse Chinesen draufgegangen sind.

Aber trotzdem ein tolles Gefühl moralisch den Gemischtköstlern so haushoch überlegen zu sein.

Kommentar von BrightSunrise ,

Das Beispiel mit den Milchkühen ist denkbar schlecht. Denn würde man die Kühe nicht ständig neu besamen und/oder ihnen das Kalb lassen, würden sie auch nicht an Mastitis sterben.

Ich denke, der Großteil der Veganer verzichtet auch auf Leder, Pelz usw. und wenn nicht, dann handelt es sich häufig um Modeveganer, die das nicht aus Überzeugung, sondern aus anderen Beweggründen machen.

Kommentar von Jeansprinzessin ,

Die Kühe würden alle nichtmal existieren, wenn es keine Milchproduktion gäbe. Die werden nämlich nicht als Hobby gehalten.

Ich habe noch keine (auch nicht radikal missionierende) Veganer gesehen, die nackt rumliefen.

Wollpullover sind ein Tierprodukt von entrechteten geknechteten Schafen, die nicht gefragt wurden, ob sie ihre Wolle geben wollten.

Ungeschorene Wollschafe werden nach einigen Jahren durch den Wollberg übrigens bewegungsunfähig und sterben, nur so nebenbei.

Und wenn jetzt kommt: dann trage ich halt Schuhe und Gürtel aus Plastik, kriege ich die Krise. Rohöl ist nämlich auch tierischen Ursprungs, da sind exhumierte Tiere vom Meeresgrund drin enthalten.

Ohne Tiere geht nix.

Schonmal versucht ein Rapsfeld von Hand mit dem Pinsel zu bestäuben?

(wenn die entrechteten geknechteten Bienen im Urlaub sind)

Antwort
von Mirarmor, 170

Jeder Mensch hat ein Selbstbild von sich. Außerdem muss jeder Mensch nach etwas streben und sich dafür einsetzen.

Wenn nun jemand sich als guten Menschen sieht, weil er Veganer ist und seinen Alltag um vegane Lebensweise herumbaut: Dieser Mensch wird sachlichen Argumenten nicht zugänglich sein und mit allen noch so weit hergeholten Argumenten "kämpfen". Weil er sich schlecht fühlt, wenn sein Selbstbild oder seine Lebensweise ins Wanken geraten könnte. Die Diskussionen werden deswegen emotional.

Das gilt natürlich nicht nur für Veganer und auch nicht für alle Menschen, die sich vegan ernähren!

Hier ist jemand aktiv, der behauptet, Christ und Veganer zu sein. Nachdem ich ihn fragte, wie er zu der Bibelstelle steht, wo der auferstandene Jesus den Jüngern Fisch zubereitet, hat er doch ernsthaft den Namen einer vietnamesischen Alge gepostet und behauptet, das wäre ein Übersetzungsfehler und Jesus hätte Algen angeboten.

Was soll man dazu noch sagen?

Deswegen kann ich dir keinen Rat zu Diskussionen geben, weil man mit nichts zu solchen Menschen durchdringen kann. Reib dich nicht dabei auf.

Antwort
von Pangaea, 21

Ich sehe das eher als Eßstörung. Das Essen bestimmt das Denken, und die ganze militante Verbissenheit rührt daher.

Pro-Vegan ist wie pro-Ana.

Antwort
von Suboptimierer, 78

Der Großteil der Veganer stört dich nicht, sondern nur die, die laut und aggressiv werden.

Noch eine Parallele zu Religionen (und vielen anderen Bereichen).

Sagen wir so: Es stören uns laute, aggressive Menschen. :)

Kommentar von MarkusPK ,

Das stimmt. Danke!

Kommentar von wickedsick05 ,

Sagen wir so: Es stören uns laute, aggressive Menschen. :)

nicht nur. Es stören auch "zu stille" Menschen. z.b. wenn Fakten verschwiegen werden um sich eine objektive meinung zu bilden. Es stören manipulative Menschen die ALLES einseitig und/oder schwarz weiss darstellen und die müssen dabei nicht mal laut sein...

Kommentar von Maisbaer78 ,

Es stören auch "zu stille" Menschen

Siehe diese Frage. Weil von den Veganern nichts kommt über das man sich aufregen kann, bringt man den Stein eben selbst ins Rollen.

Kommentar von MarkusPK ,

Falsch. Von einigen Veganern, die ich kürzlich auf einer Party traf, kamen Todesdrohungen. Das war der Stein, der bereits rollte, als ich diese Frage stellte.

Kommentar von BrightSunrise ,

Es ging Maisbaer um diese Frage und nicht um eine Party, auf der du letztens warst.

Kommentar von MeliS1998 ,

Wer Menschen Gewalt antuen will, kann per Definition kein Veganer sein, denn Menschen sind ja auch Tiere. Du hast also auf dieser Party Pseudoveganer getroffen, die sich zwar selbst als vegan bezeichnen, aber offenbar absolut nichts verstanden haben... Über solche Irren kann ich selbst auch nur den Kopf schütteln, und ich lebe schon lange vegan.

Leider gibt es mittlerweile viele, die sich selbst Veganer nennen ohne es wirklich zu sein. Das Wort scheint momentan im Trend zu liegen und wird dann halt auch entsprechend oft falsch gebraucht.

Kommentar von wickedsick05 ,

Weil von den Veganern nichts kommt über das man sich aufregen kann, bringt man den Stein eben selbst ins Rollen.

Von "den Veganern" kommt einiges. siehe deine Vorwürfe und einfach gestrickten Antworten...

Kommentar von Suboptimierer ,

Die Wörter "stören" und "stille Menschen" passen irgendwie nicht zusammen. Es gibt keinen Redezwang oder Offenbarungszwang. Und wenn jemand meint, gar nichts sagen zu wollen, so ist es nicht nur sein gutes Recht, sondern er geht damit auch niemanden auf den Keks. Wenn jemand eine Information nicht preisgibt, muss man sie sich woanders her holen oder man hat Pech gehabt.

Kommentar von wickedsick05 ,

Die Wörter "stören" und "stille Menschen" passen irgendwie nicht zusammen.

es gibt auch kein "stillsein" Zwang somit passt stören und laut sein nicht zusammen.

Zwischen "Zwang" und "stören" besteht kein zusammenhang...

Und wenn jemand meint, gar nichts sagen zu wollen, so ist es nicht nur sein gutes Recht, sondern er geht damit auch niemanden auf den Keks.

ich schrieb EXTRA "zu" und dazu noch in anführungsstiche weil damit NICHT gemeint ist man MUSS etwas sagen DAHER habe ich es im weiteren Satz GENAUER ausgeführt WAS damit gemeint ist und zwar das WEGLASSEN und EINSEITIGE Argumentieren...

Das sind die MACHENSCHAFTEN denen sich populisten bedienen...

Wenn jemand eine Information nicht preisgibt, muss man sie sich woanders her holen oder man hat Pech gehabt.

NOCHMALS. Es geht darum dass er STÖRT und um nichts anderes...
es geht darum wenn jemand NUR einseitig argumentiert. nein DERJENIGE der etwas behauptet und nicht belegen kann ist raus aus dem gespräch und der glaubwürdigkeit...

Ergebnis DIE stören ebenso.

Kommentar von Suboptimierer ,

Wenn jemand einseitig argumentiert, ist er nicht still. Dich stören gar nicht die Stillen, sondern die, die einseitig argumentieren oder ich habe es immer noch nicht gerafft.

Antwort
von Etter, 40

Ohne den Text gelesen zu haben:

Jede Gruppe hat ihre Extremisten, welche keine andere Meinung zulassen oder auch Straftaten begehen, um ihre Meinung zu zeigen.

Ich kenne z.B. auch den einen oder anderen Veganer von dem ich es nicht wusste. Gibt halt doch nicht nur schwarze Schafe ;)

Leider fallen die schwarzen Schafe allerdings meist stärker auf, da sie schlicht lauter und dadurch auffälliger sind :/

Antwort
von Goodnight, 28

Ja das siehst du richtig, im Grunde ist es eine Angstform / Angststörung. Was man im Leben nicht im Griff hat, kontrolliert man über die Nahrung.

Gehört auch zum Themenkreis Orthorexie.

Antwort
von Schokolinda, 118

deine Erfahrungen mache ich auch - allerdings ganz unabhängig von der Ernährung.

die welt ist vielfältig und man muss  sich entscheiden, was man will. für viele ist die Entscheidung eine zwischen richtig und falsch - obwohl es objektiv möglicherweise kein richtig oder falsch gibt.

der mensch möchte mit seiner Entscheidung gerne richtig liegen. und daher nimmt er an, dass andere, die es anders machen, falsch liegen.

es reicht für manche schon, dass der andere einfach anders ist, um eine Provokation zu erleben. der andere soll gefälligst zugeben, dass er spinnt - sonst heisst das im Umkehrschluss ja, dass man selber spinnt.

so kommt es dann zu Auseinandersetzungen.

vielleicht packst du dir mal an deine eigene nase und überlegst dir ehrlich, wie gerne du recht hast oder wie überzeugt du bist, bei der Ernährung recht zu haben.

ich meine: was muss man denn die Ernährung eines anderen diskutieren? eigentlich gar nicht. daher ist es auffällig, wenn einer Person das immer wieder "passiert".

es gibt verschiedene, auch immer wieder neue Erkenntnisse zu Ernährung. aber die info ist teils widersprüchlich. so kann man gar nicht sagen, wer richtig oder falsch liegt. es ist entscheidend, durch welche Argumente man sich persönlich überzeugen lässt.

was die missionsversuche betrifft: ich habe keine erlebt, die von Vegetariern/veganern gegen mich gegangen wäre, als ich noch fleisch gegessen habe. dagegen erlebe ich es immer wieder, dass mir einer seine Meinung zu meiner Ernährung ungefragt aufzwingt, seit ich tierische Produkte meide.

hier bei GF überwiegen die fragen wie deine nach gründen für Veganismus/Vegetarismus die, in denen es um gründe fürs fleischessen geht.

top-Berater zum Thema vegan sind die bekannten anti-veganer - das finde ich auch schlecht vereinbar mit deiner Behauptung, dass veganer ständig missionieren. bei GF ist es andersherum.

Kommentar von MarkusPK ,

Nicht missverstehen. Hier geht es ganz klar NICHT um eine Diskussion über die Gründe für oder gegen das Essen von Fleisch. Ich habe diese Frage gestellt, weil ich immer wieder von Veganern angegriffen werde, weil ich als Jäger scheibar für sie das personifizierte Böse darstelle. Es sind deshalb bei mir eher nicht die Missionsversuche, die mich stören, sondern vielmehr die persönlichen Angriffe: Das Unterstellen von Blutdurst und Grausamkeit, das Leugnen meiner Tierfreundlichkeit, das negieren der positiven Aspekte der Jagd auf das ökologische Gleichgewicht und den Artenschutz und so weiter. Ich habe mit Veganern auch schon fruchtbare Diskussionen geführt, die aber alle an einem Punkt endeten: Sobald ich erwähnte, dass ich Jäger bin, tauchten sofort dieser geringschätzende Blick und wenig später die ersten Angriffe auf.

Deshalb stellte ich diese Frage, denn Feindbilder und eine sofortige oppositionelle Haltung sind auch ein Kennzeichen von politischem oder religiösem Extremismus, wie ich finde.

Kommentar von Schokolinda ,

Nicht missverstehen. Hier geht es ganz klar NICHT um eine Diskussion über die Gründe für oder gegen das Essen von Fleisch.

wenn es dir nicht um gründe geht, dann solltest du nicht schon in deiner frage eine bestimmte meinung anklingen lassen.

so wie du fragst, fragt keiner, der nicht zumindest ein bißchen denkt, veganismus wäre extremismus. und dann wären gründe für veganismus möglicherweise realitätsverkennung, aggressivität oder egoismus.

denn Feindbilder und eine sofortige oppositionelle Haltung sind auch ein Kennzeichen von politischem oder religiösem Extremismus,

dann stell dir die frage, wer dein feind ist.... es klingt so, als wären es die veganer.

weil ich immer wieder von Veganern angegriffen werde,

und wie schaffen die das?

entweder hast du dir selber eine zielscheibe auf den rücken gemalt, so wie das z.b. einige user hier machen, die sich immer wieder breit über anderer leute ernährungsweise negativ wertend auslassen. man kann auch sagen: wie man in den wald ruft, schallt es heraus.

oder du hast nicht ärger mit "den veganern", sondern mit bestimmten leuten aus deinem umfeld. und wenn die dich nicht in ruhe lassen können, dann sind das vielleicht nicht in erster linie veganer, sondern idioten.

Kommentar von MarkusPK ,

Das Anklingenlassen meiner Meinung sollte die Diskussion erst eröffnen. Ich äußere eine These, erkläre warum, bringe einige Argumente und erwarte von meinem Diskussionspartner dann ebenfalls eine Gegenthese mit Argumenten.

Veganer sind nicht meine Feinde, ich habe aber das Gefühl, der ihre zu sein. Das Wort "Jäger" ist dann in der Tat schon eine Zielscheibe auf meinem Rücken, wie ich es empfinde. Ich habe wirklich nur den Satz "Ich bin selbst Jäger und sehe es etwas anders als ihr" in den Wald gerufen beziehungsweise auf einer Studentenparty geäußert. Diese Idioten (dein Wort nicht meins!), mit denen ich mich streiten musste, bezeichneten mich daraufhin als blutrünstigen und mordlüsternden Mörder, drohten mir damit, meinen Hochsitz umzusägen (am besten, während ich noch drauf sitze) und wünschten mir, von Hunden durch den Wald gehetzt zu werden.

Das war der Grund für meine Frage.

Kommentar von Schokolinda ,

ok, dann nimmst du es für dich in Anspruch, deine Meinung über mögliche gründe für Veganismus (extremistische gesinnung) zu behaupten, lehnst es aber ab, dass in der Entgegnung auch nur im entferntesten gründe für Veganismus vorkommen (in meiner antwort nur als wort "gründe") - ist irgendwo ungerecht.

was deine streitsituation betrifft: hier haben wir nur deine Meinung bzw. kurze Schilderung der Begebenheit. es ist durchaus möglich, dass du streitbarer als du dachtest, aufgetreten bist. nach meiner Erfahrung sind leute, die dinge von sich geben wie "ich habe wirklich nur", nicht einfühlsam. der ausdruck hat nämlich schon eine Bewertung inne: ich habe nichts gemacht. aber ob man jemandem zu nahe tritt oder nicht, beurteilt man nicht selber, sondern der andere.

Kommentar von MarkusPK ,

Mit dem letzten hast du natürlich Recht. Vielleicht habe ich durch irgendetwas, sei es nur durch etwas körpersprachliches, meinen angetrunkenen Gegenübern zum Ausdruck gebracht, dass ich ihre Einstellung nicht teile und auch für etwas naiv halte. Trotzdem rechtfertigt das nicht diese verbale Entgleisung. 

Im übrigen sehe ich die extremistische Weltanschauung nicht als Grund, sondern bei manchen (da habe ich in einem anderem Kommentar schon zuruckgerudert!) Veganern als Resultat ihres übersteigerten Selbstbildes. Über die Gründe sowie das Pro und Contra habe ich eigentlich gar nicht vorgehabt zu diskutieren, weil ich nicht wollte, dass sich die Eskalation von letzter Woche wiederholt. 

Ich kann die meisten Pros nämlich ziemlich gut wiederlegen, außer das eine: dass man sich aus Gründen des eigenen Gewissens und aus Abscheu, vielleicht auch aus Ekel vor Fleisch und den Bedingungen bei der Produktion tierischer Produkte bewusst dafür entscheidet, vegan zu leben. Dagegen habe ich überhaupt nichts einzuwenden und ich akzeptiere diesen Grund vollkommen, ja er reicht für mich vollkommen aus, meinen Gesprächspartner auch ernst zu nehmen und ihm weiter zuzuhören. 

Da ich aber in den meisten Diskussionen (auch hier, du musst nur mal ein bisschen scrollen) immer wieder auf Menschen stoße, die überzeugt sind, dass sie durch ihre vegane Ernährung tatsächlich bereits automatisch bessere Menschen sind als ich und darüber hinaus aktive Umweltschützer, (was allein deshalb nicht geht, weil sie ja nicht aktiv etwas tun, sondern höchstens passiv etwas sein lassen), welche die Erde zu einem besseren Ort machen, hört mein Verständnis auf. Manche gehen gar so weit, sich eine naturbelassene Welt ohne den Einfluss des Menschen zu wünschen (paradox: wünschen sie sich dann etwa ihren eigenen Tod?), und dann haben wir nicht nur den Gipfel der Heuchelei erreicht, sondern auch ganz klar eine sogar besonders krasse Form von Extremismus. Selbst der radikalste Jihadist wünscht sich "nur" eine Bekehrung oder das Ende aller Ungläubigen, nicht jedoch das Verschwinden der ganzen Menschheit.

Kommentar von Schokolinda ,

meinen angetrunkenen Gegenübern zum Ausdruck gebracht, dass ich ihre Einstellung nicht teile und auch für etwas naiv halte.

wenn alkohol dabei eine größere rolle gespielt hat, kannst du das verhalten deines gegenüber nicht für bare münze nehmen - alkohol enthemmt und da wird schnell gepöbelt.

Ich kann die meisten Pros nämlich ziemlich gut wiederlegen,

das glauben viele, stimmt aber so was von nicht.

es geht hier um meinungen, wertvorstellungen, einstellungen - und entgehen der landläufigen meinung gibt es dabei kein richtig oder falsch. deswegen kann man auch nicht widerlegen oder im recht sein.

nicht umsonst gibt es in deutschland meinungsfreiheit - meinungen zum gleichen thema können vielfältig sein.

man kann nur für sich entscheiden, was man überzeugend findet.

man darf aber nicht denken, dass andere das ebenso überzeugend finden.

aktive Umweltschützer, (was allein deshalb nicht geht, weil sie ja nicht aktiv etwas tun, sondern höchstens passiv etwas sein lassen)

na ja, das ist eine unterstellung deinerseits - du weisst nicht, was sie in ihrer freizeit so an vogelhäuschen basteln und aufhängen etc.

Manche gehen gar so weit, sich eine naturbelassene Welt ohne den Einfluss des Menschen zu wünschen

wünschen darf man sich alles - man darf oder sollte auch mal unrealistisch rum spinnen - das baut stress ab.

Selbst der radikalste Jihadist wünscht sich "nur" eine Bekehrung

den vergleich finde ich nun unterste schublade. es gibt vereinzelt idioten, die jägerstände ansägen. aber die breite masse redet nur.

wenn sie das nicht dürften, dann dürftest du deine meinung "ich sehe das als jäger anders" auch nicht äussern.

Antwort
von quantthomas, 142

Ein eindeutiges ja! 

Die Ernährung ist zu einer Art Ersatzreligion geworden und das bedeutet aber auch, daß sich die Menschen, in ferner Zukunft, gegenseitig die Köpfe einschlagen werden. 

Friedlich miteinander essen ist jetzt schon schwierig. 

Kommentar von ApfelTea ,

..was nicht unbedingt an den veganern liegt. Man kann als Veganer kaum was essen ohne sich rechtfertigen zu müssen.

Kommentar von quantthomas ,

Das stimmt leider auch, aber die Vegander sind im Disput immer ein Spur radikaler, weil sie glauben, daß sie im Besitz der "Wahrheit" sind. 

Kommentar von kuechentiger ,

Das kommt, weil es ihnen nicht ums schnöde Futter geht, wie den Gesprächsgegnern, sondern um das Lebensrecht der Tiere.

Man muss kein Fleisch essen, man muss keine Daunen benutzen, man muss kein Leder tragen, man muss keinen Pelz tragen, man muss keine Milch trinken, man muss keine Eier essen und keinen Käse.

Es gibt für all das Alternativen.

Die Tiere haben keine Alternative, sie müssen dafür leiden und sterben. 

Schnäbel, Zähne, Hörner, Hoden, Schwänze - alles im Weg in der modernen Tierzucht. Wird abmontiert, ohne Betäubung, als normal angesehen. 

Das kurze Leben in der eigenen Sccheiße verbringen - auch egal, sieht man ja nicht an der Ladentheke.

Es schmeckt ja so gut...

Kommentar von MarkusPK ,

Können wir dieses Thema bitte an einer anderen Stelle diskutieren? Auch wenn ich deiner Meinung bin, hier geht es um die Frage, was Veganismus zu Extremismus machen könnte oder warum es ganz klar kein Extremismus ist.

Kommentar von Maisbaer78 ,

Das stimmt leider auch, aber die Vegander sind im Disput immer ein Spur radikaler,

So? Na dann such mal die letzten 10 Fragen zum Thema "vegan" raus und schau, wer die gestellt hat.

Vielleicht überdenkst du diese pauschale Aussage dann noch mal.

Kommentar von MarkusPK ,

Ich kann einem Veganer oft auch nicht gegenüber äußern, dass ich Jäger bin, ohne mich rechtfertigen oder gar verteidigen zu müssen. Ich wurde deswegen sogar schon ganz offen bedroht. Mein Hochsitz sollte man umsägen, am besten, wenn ich noch draufsitze, mich sollte man auch mal mit Hunden durch den Wald hetzen und so weiter.

Kommentar von Albion183 ,

Was sicher stimmt ist das wir verwöhnt sind, sonst gäbe es gar nicht so viele Veganer, in armen Ländern gibt es zb. kaum Veganer.  Da geht es nämlich ums überleben.

Antwort
von voayager, 74

Was aber ist extrem und warum ist der Begriff per se negativ konnotiert?

Antwort
von gottesanbeterin, 58

Jede Art von -ismus ist einseitig; Einseitigkeit ist niemals ausgeglichen und deshalb extrem.

Antwort
von mulano, 52

Ein Weltbild wird verherlicht und als das einzig richtige eingestuft

Ein Weltbild ohne Gewalt egal ob Mesch und Tier. Wiso sollte man sowas nicht "verherrlichen"?

Wissenschaftliche Tatsachen werden als Lügen und Fälschungen abgetan,
während von iher Seite aus nur mit pseudowissenschaftlichen Argumenten
um sich geworfen wird.

Hast Reißzähne womit du ein Kannichen erlegen könntest?
Hast du Krallen?
Schmeckt dir rohes unverarbeitetes Fleisch (keine Wurst) und Aas?
Nein? Dann bist du auch kein Fleischesser.

In der Zielsetzung unterscheide ich mich also als Jäger nicht von einem Veganer

Ähm, Jäger tötetn Tiere, V eganer nicht. Wo ist der Unterschied???

Im Gegenteil, ich werde - obwohl ich wie die meisten Jäger ein großer
Tierfreund bin - als personifizierte Grausamkeit angesehen.

Ich hege für Jäger größere Symphatie wie für Schlachter.

Ist Veganismus weltanschaulich als Extremismus einzustufen?

Ja, Veganismus ist extrem Tierfreundlich, extrem Menschenfreundlich,

extrem Umweltfreundlich, extrem Gesundheitsbewusst

Kommentar von MarkusPK ,

Ein Weltbild ohne Gewalt. Das klingt echt gut! Ich glaube, du hast mich überzeu... Hoppla, gerade habe ich gesehen, wie eine Eule sich eine Maus gekrallt hat. Mist. Klappt wohl doch nicht so ganz mit deinem Weltbild.

Reißzähne und Krallen habe ich nicht. Aber sehr gut eingestellte und sicher verwahrte Jagdwaffen in meinem Schrank. Meine Vorfahren hatten die auch bereits. Wir Menschen jagen bereits seit mehreren Jahrhunderttausenden. Das macht uns zwar nicht zu Raubtieren, aber im ökologischen Sinne durchaus zu Beutegreifern. Wie die meisten beutegreifenden Säugetiere sind wir aber auch imstande, pflanzliche Kost zu verdauen. Tatsächlich nimmt bei einer gesunden Ernährung pflanzliche Nahrung sogar einen sehr viel größeren Teil ein als tierische. Trotzdem habe ich leider weder vier Mägen noch Hufe noch einen extrem verlängerten Dickdarm, was mich als reinen Pflanzenfresser ebenso disqualifiziert wie als reinen Fleischfresser. Bei genauer Betrachtung meiner Anatomie würde ich mal mit einiger Sciherheit behaupten wollen, ich sei ein opportunistisch lebender Omnivore.

Veganer töten Tiere zu tausenden. Kein Mensch ist imstande, sich zu 100% vegan zu ernähren und komplett auf tierische Produkte zu verzichten. Wenn du krank wirst, brauchst du Medizin. Diese Medizin muss zuvor an Tieren getestet worden sein. Gleiches gilt übrigens auch für alle deine Kosmetikartikel. Wenn du Feldfrüchte isst, müssen die gedüngt worden sein - was ohne tierische Abfälle nicht möglich wäre, jedenfalls nicht in dem Maßstab, um alle Menschen zu ernähren. Und was ist mit der Schädlingsbekämpfung? Glaubst du, dein Salat würde noch auf deinem Teller liegen, wenn nicht irgendwer etwas gegen die ganzen Käfer und Schnecken unternommen hätte? Also bitte mal nicht rumheucheln - auch ein Veganer tötet Tiere. Es lässt sich eben nicht vermeiden. Insgesamt kann man sich selbst bei bei der hartnäckigsten veganen Lebensweise nur zu allerhöchstens 80% vegan ernähren. Wenn ich mir also eine Suppe aus 400g Gemüse aus meinem eigenen Gewächshaus, 400ml Wasser und 200g Wurst oder Hackfleisch koche, ernähre ich mich immer noch genauso vegan wie du es im besten Fall kannst.

Kommentar von mulano ,

Trotzdem habe ich leider weder vier Mägen noch Hufe noch einen extrem
verlängerten Dickdarm, was mich als reinen Pflanzenfresser ebenso
disqualifiziert wie als reinen Fleischfresser.

Haben Gorillas auch nicht und sind trotzdem reine Pflanzenfresser. Wobei sie wohl schon einen längeren Dickdarm besitzen als ein Löwe. Ach ja und sie haben Reißzähne was sie eigentlich als Pflanzenfresser disqualifizieren müsste.

Bei genauer Betrachtung meiner Anatomie würde ich mal mit einiger
Sciherheit behaupten wollen, ich sei ein opportunistisch lebender
Omnivore.

Wenn ich meine Anatomie betrachte stelle ich fest das ich ein reiner Pflanzenfresser bin. Ich könnte nicht mal ein Eichhörnchen fangen ohne Hilfsmittel von außen zurückzugreifen.

Kein Mensch ist imstande, sich zu 100% vegan zu ernähren und komplett auf tierische Produkte zu verzichten.

Kein Mensch kann vegan leben, aber zu 100% auf tierische Produkte verzichten. Komm jetzt nicht mit B12 daher und informier dich einfach selber. B12 wird auch den Nutztieren gegeben die du dann isst.

Wenn du Feldfrüchte isst, müssen die gedüngt worden sein - was ohne
tierische Abfälle nicht möglich wäre, jedenfalls nicht in dem Maßstab,
um alle Menschen zu ernähren.

Stimmt nicht, auch ohne tierischen Dünger lässt sich genügend Nahrung erzeugen.

Glaubst du, dein Salat würde noch auf deinem Teller liegen, wenn nicht
irgendwer etwas gegen die ganzen Käfer und Schnecken unternommen hätte? 

Es gibt auch Vergrämungsmittel, da muss niemand sterben.

Wenn ich mir also eine Suppe aus 400g Gemüse aus meinem eigenen
Gewächshaus, 400ml Wasser und 200g Wurst oder Hackfleisch koche, ernähre
ich mich immer noch genauso vegan wie du es im besten Fall kannst.

Wenn du meinst, dann guten Hunger.

Kommentar von MarkusPK ,

Gorillas haben dafür einen um einiges längeren Dickdarm als wir Menschen und einen Magen, der auch proportional gesehen um ein Vielfaches größer ist als der eines Menschen. Eben der Verdauungstrakt eines Pflanzenfressers. Und mit ganz klaren Unterschieden zu deinem, wie du leicht erkennst.

Der Mensch ist seit Jahrhunderttausenden ein Beutegreifer. Sogar unsere nächsten Verwandten, die Schimpansen, gehen gelegentlich auf die Jagd, weshalb man wegen des evolutionsbiologischen Prinzips der phylogenetischen Umklammerung davon ausgehen kann, dass bereits ihr gemeinsamer Vorfahre vor mehr als 6 Millionen Jahren ein opportunistischer Omnivore war. Menschen und Menschenaffen jagen nicht allein, sondern strategisch. Sie sind instande, zu planen und so ihre Beute zur Strecke zu bringen, auch ohne Reißzähne und Klauen. Damit haben unsere Vorfahren sogar so gewaltige Tiere wie Mammuts und Wollnashörner erlegen können, was ihnen bereits in der Zeit einen Platz an die Spitze der Nahrungskette verschaffte. Wir bauen uns eben Werkzeuge, weil das nunmal unserer Natur entspricht. Eine Krähe hat ja auch keine Reißzähne, nicht mal einen gebogenen scharfen Schnabel wie ein Adler, trotzdem frisst sie gerne Fleisch. Und sie benutzt ebenfalls Werkzeuge. Versuche doch mal, eine Krähe mit deinen Argumenten zu überzeugen. Ich denke, sie wird dazu nur Kra-ha-ha-ha sagen.

Das mit dem Dünger stimmt außerdem doch. Um alle Menschen, selbst nur die in Deutschland zu ernähren, bräuchte man Massen von chemischem Dünger, dessen Produktion wiederum nur unter Hinnahme weiterer tierischer Opfer realisierbar wäre. Und außerdem: Wo sollen denn die ganzen Nutztiere, die wir dann nicht mehr brauchen, alle auf einmal hin? Freilassen? Etwas naiv, findest du nicht? Selbst wenn eine einzige Kuh mal ausbüxt, erfordert dies einen Polizeigroßeinsatz, damit Straßenverkehr und öffentliche Sicherheit nicht gefährdet werden. Und da eine Milchkuh ohne Zutun des Menschen nicht überleben kann, weil sie dazu einfach nicht gezüchtet wurde, wäre dies ohnehin nur Tierquälerei.

Vergrämung bedeutet nicht, dass der Schädling plötzlich weg ist. Er geht dann einfach rüber zu den Nachbarn. Benutzen die aber alle Vergrämungsmittel, gehen die Schädlinge zu dir ins Haus. Irgendwo müssen sie dann ja hin, wenn du sie nicht loswerden sprich töten willst. 

Hast du noch mehr Argumente, die ich dir widerlegen darf? Bitte, ich bin gespannt. Ein Veganer verbessert die Welt in keiner Weise, jedenfalls auch nicht mehr als jeder andere, der sich bewusst ernährt. Und er ist auch nicht automatisch ein besserer Mensch.

Antwort
von Rationales, 72

Massentierhaltungen erhalten, nichts einzuwenden. Persönlich sehe ich diese Haltungsformen ebenfalls als Tierquälerei 

Wenn Du hier "Rat für Diskussionen" suchst, dann wäre das Wichtigste:

Werde erst mal selbst fit darin, was in der deutschen Landwirtschaft wirklich stattfindet.

Du gibst hier die abgedroschenen grundfalschen PETA-Parolen wieder betr. "Qualfleisch und Massentierhaltung".

Aber auf einem typischen bäuerlichen Betrieb mit 50 Kühen warst Du anscheinend noch nicht.

Bauern, die ihre Tiere quälen, gehören in die Psychiatrie. Es gibt solche Bauern praktisch nicht. Jeder Bauer bemüht sich bestens um Tiergesundheit - alles andere würde furchtbaren Ärger bereiten, ihn sein Einkommen und seine Existenz kosten.

Kommentar von MarkusPK ,

Ich komme vom Dorf. Ich bin sehr gut mit einem Milchbauern befreundet. Ich bekomme meine Eier von meinem Nachbarn, der eigene Hühner hält. Ich denke also, dass ich zwar kein Experte auf dem Gebiet bin, aber durchaus über ein gewisses Grundwissen über die Zustände in bäuerlichen Betrieben verfüge. Zwar kenne ich persönlich keinen Fleischbauern, aber einige Metzger und habe mich selbstverständlich bereits mit ihnen über dieses Thema unterhalten. Soviel zu meinem persönlichen Horizont, der vielleicht nicht so weit reicht wie deiner, aber doch sicher weit genug, um zu einer Diskussion über dieses Thema qualifiziert zu sein.

Dass es Qualhaltungen gibt - auch in Deutschland - wagst du hoffentlich nicht anzuzweifeln. Und auch, dass es eine Tatsache ist, dass der Fleischkonsum in Deutschland bei vielen Bürgern ohne das ihm eigentlich gebührende Bewusstsein erfolgt. Ein Tier, dass ich esse, muss für mich sterben. Das ist nun einmal so und lässt sich auch nicht wegdiskutieren, selbst wenn zwischen mich und dem Vorgang der Tötung mehrere Türen bringen kann.

Möchtest du jetzt noch etwas zum eigentlichen Thema sagen?

Kommentar von Rationales ,

Solange Du von "Qualhaltungen" sprichst, bist Du nicht ausreichend qualifiziert und solltest deswegen die durchaus wertvolle Absicht der Veganer-Aufklärung aufschieben, bis Du weißt, was in Tierhaltungsverordnungen und Cross Compliance-Vorschriften steht.

Weiterhin solltest Du Dich informieren, was "Amtsveterinäre" tun, die es überall an Schlachthöfen und in der Betriebskontrolle gibt.

Ein gequältes Tier erzielt keine Leistungen, wird krank und verendet.

Deutsche Landwirte quälen ihre Tiere nicht.

Kommentar von kuechentiger ,

Wär ja schön, wenn du recht hättest. Aber nach dem, was da neulich wieder bei diesem Schweinehalter in Süddeutschland rauskam, ist Zweifel angebracht.

Da war der Bock der Gärtner, denn der Herr war selbst bei einer Kontrollbehörde angestellt. 

Nur ein paar Monate vorher war er kontrolliert worden und angeblich absolut keine Beanstandungen. Jetzt ganz plötzlich, wie über Nacht :p,  alles voller Mißstände, Dreck und kranke, vergammelte Tiere.

http://www.swr.de/landesschau-aktuell/bw/ulm/nach-schweinemastskandal-im-alb-don...

Und sowas kommt ja jedes Jahr mehrmals vor. Da scheint ja der Verdienst nicht unbedingt vom guten Zustand abzuhängen.

Kommentar von Rationales ,

Das Extrembeispiel von "kuechentiger" beweist nichts.

Es gibt über 300000 tierhaltende Landwirte in Deutschland und da ist es "Gesetz der großen Zahl", daß sich ab und zu mal ein Gauner findet.

Man findet genauso unter den deutschen Beamten jährlich 1 bis 2 Schufte, denen man Korruption nachweisen kann.

Aber sowas ist längst kein Grund, alle Beamter als Verbrecher zu beschimpfen.

Es gibt kaum einen Tierbestand in Deutschland, der nicht alle paar Tage von "Betriebsfremden" betreten wird, z.B. Tierärzte, Veterinärkontrollen, Erzeugerring, Handwerker, EU-Kontrollteams, Fachberater usw. usw. Jeder von diesen kann/soll/muß Meldung machen, wenn ihm Sauereien auffallen.

Es kann sich kein Erzeuger leisten, zu übelsten Bedingungen zu produzieren. Der Markt fordert erstklassige Ware und die ist unter Qual-Verhältnissen nicht zu produzieren.

Kommentar von kuechentiger ,

Der Tierarzt hat in diesem Fall auch keine Meldung gemacht, und auch andere nicht, die es hätten tun können. Original-Ton: es besteht keine Verpflichtung dazu.

Und selbst in Ställen, wo so extreme Sachen nicht vorkommen: es ist alles zugeschissen. Die Tiere leben im Dreck, es ist immer alles nass und glitschig. 

Die Schweine haben nichtmal genug Platz, um sich eine Schlafstelle sauber zu halten, wie sie es normal machen würden. Die Kühe glitschen total stakelig auf dem schmierigen Betonboden rum. 

Alleine deshalb ist es schon unzumutbar. So hält man keine Tiere, das wäre im häuslichen Umfeld auch nicht erlaubt.

Kommentar von Rationales ,

Wie gesagt, dieser Einzelfall ist ein Extrembeispiel. Daß ein Landwirt seinen Viehbestand nicht pflegt und ein zuständiger Tierarzt die Sache deckt, kommt vielleicht 1x in 10 Jahren vor.

Sowas läßt keine Rückschlüsse auf die tierische Erzeugung in Deutschland zu. Es hat keine Logik, auf tierische Nahrung zu verzichten, nur weil es vereinzelt Schufte geben könnte. Einzelne Schufte gibt es immer mal wieder, auch in der pflanzlichen Produktion. Ich war schon auf hunderten von Bauernhöfen und habe überall den Eindruck gewonnen: "Die Leute tun das Menschenmögliche".

Kommentar von MarkusPK ,

Gut, halten wir fest: Wir halten alle Qualhaltung für schlecht. Und weiterhin: Qualhaltung kommt zwar vor, ist aber die Ausnahme und keinesfalls die Regel. Die meisten Betriebe produzieren ihr Fleisch innerhalb der gesetzlichen Rahmenbedingungen (über die ich mich tatsächlich einmal informieren werde, wenn ich die Zeit dafür finde. Ich wäre dir für ein paar Links zu dem Thema übrigens dankbar!)

Wir sind aber nun in einem anderen Thema hängen geblieben. Was ist denn nun mit der eigentlichen Frage? Ist Veganismus eine Form von Extremismus? Ist Veganismus gar eine Weltanschauung, die eine Gefahr in sich birgt? Wie ist denn jetzt deine Meinung dazu?

Kommentar von Rationales ,

Veganerei ist eine Art Ersatzreligion.

Folgende Befindlichkeit führt dazu:

1) Hochgradige Verstädterung in Deutschland mit entsprechender Naturferne und Landwirtschaftsferne

2) Teilweise überspitzte Wohlstandsentwicklung in Deutschland, die zu Luxusbedürfnissen wie Weltliebe, närrischer Tierliebe und Gutmenschentum führt.
Da man selbst kaum je Härte im Leben erlebt hat, findet man es schrecklich, wenn es irgendwo Härte gibt. In Schule und Massenmedien werden seit 30 Jahren die "Gutmenschen" herangezüchtet, die alles verhindern wollen, was nicht "Heidschi Bumbeischi" ist. Auch wenn der ökonomische Preis und sonstige Belastungen dadurch gigantisch ist.

3) Eine immer stärker Internet-bezogene Gesellschaft, wo Schauermärchen ungefiltert nachgeplappert und weiterverbreitet werden. Kaum einer weiß, wie die Dinge wirklich sind, aber alles schwafelt von "schrecklicher Massentierhaltung" ohne zu wissen, wie und wo die überhaupt wäre. Viel zur Desinformation tragen sogenannte Tierschutzorganisationen (Peta etc.) bei, die mit Schauermärchen den empörten Leuten Geld aus der Tasche ziehen und behaupten, sie würden damit die "Mißstände bekämpfen". Dabei fließt das meiste Geld in ihre eigenen Einkommen.

4) Allgemein rückgängiges Bildungsniveau. Auch Lehrer googlen heute Vorurteile zusammen und glauben, sich über Youtube bilden zu können anstatt sich aus erster Hand Fachwissen zu erwerben. Solides Ernährungswissen ist Fehlanzeige, man glaubt, Tierisches sei "giftig" und sonstige Ernährungsmyten.

Kommentar von kuechentiger ,

Wenn das alles so wäre, dass es an den modernen Zeiten liegt, dann hätte es nicht schon bei den alten Griechen Veganer/Vegetarier gegeben, die aus ethischen Gründen gegen Fleischessen und Tieropfer waren. Der Vegetarierbund VEBU ist schon 1892 gegründet worden-

Und Leute mit weniger Bildung sind eher diejenigen, die nicht vegan oder mindestens fleischlos leben. Je ungebildeter jemand ist, umso weniger interessieren ihn solche Dinge ernsthaft und dauerhaft - Ausnahmen gibt es natürlich auch hier.

Kommentar von Etter ,

"Je ungebildeter jemand ist, umso weniger interessieren ihn solche Dinge ernsthaft und dauerhaft"

Oder anders: Wer Fleisch isst, ist dumm.

https://www.youtube.com/watch?v=TAryFIuRxmQ

Mehr als n Slowclap hab ich leider net.

Du hast es wunderschön geschafft zu zeigen, warum so viele Menschen Vorurteile gegen Veganer haben.

Kommentar von kuechentiger ,

Nicht wer Fleisch isst, ist dumm! Sondern wer sich mehr für Gel-Nägel und so'n Mist interessiert, als dafür, wo das Fleisch her kommt  und die Klamotten, die er trägt, und was damit noch alles zusammenhängt. 

Und diese Plattform hier ist voll von solchen Leuten. Wenn das den Durchschnitt der Bevölkerung repräsentiert, dann gute Nacht.

Ich bin übrigens kein Veganer, ich esse nur kein Fleisch mehr. Es ekelt mich an, wenn ich dran denke, wie das alles abläuft.

Kommentar von Etter ,

"Ich bin übrigens kein Veganer, ich esse nur kein Fleisch mehr. Es ekelt mich an, wenn ich dran denke, wie das alles abläuft."

Tatsächlich ist es mir egal, ob jmd. Veganer oder sonst was ist, da ich eig. mit (fast) keiner Gruppe sonderliche Probleme habe.

Was ich nicht abkann sind Leute die missionieren wollen oder andere als dumm hinstellen wollen.

Ob das nun ein Anhänger einer beliebigen Religion ist, der Leute als dumm hinstellen will, weil sein Gott der richtige ist oder jmd., der es ethisch nicht vertretbar findet Fleisch zu essen ist mir dabei wumpe.

Das Problem ist, dass solche Aussagen eine Auswirkung auf den Eindruck auf die anderen Angehörigen einer Gruppe haben.

Wenn diese Leute dann auch noch aufeinmal zurückziehen wird es schon witzig.

Kommentar von Rationales ,

kuechentiger: Je ungebildeter jemand ist, umso weniger interessieren ihn solche Dinge


Wieder mal eine klassische Fehlauslegung. Wie ich selbst es klarstellte, ist es eine Wohlstandserscheinung, Fleisch zu verabscheuen. Auch bei den alten Griechen gab es schon Wohlstand und Luxus (für rel. wenige Hochgestellte).
Es gibt eine gewisse "Wohlstandsverzärtelung". Wer hungern muß, ißt dankbar alles. Wer im Nahrungsüberfluß lebt, wird immer verskrupelter, verlangt von jeder Tomate einen Stammbaum und 3 Gütesiegel.

Ich habe nie bestritten, daß Veggies gute Schulnoten haben können. Aber gute Schulnoten heißt heute längst nicht, daß man eine solide Lebensgrundbildung hat, um dort nicht auf jeden Propagandisten hereinzufallen.

Man lernt in den Schulen kaum was über solide Ernährungsgrundlagen. Man lernt kaum was über die reale Landwirtschaft in Deutschland. Einsichten über Biologie und Evolution kriegen höchstens Gymnasiasten mit.

In Bayern laufen seit vielen Jahren Initiativen um Schulen, Lehrer und Landwirtschaft zusammenzubringen um ein völliges Abheben des Raumschiffs Schule aus der realen Welt zu bremsen.

Kommentar von kuechentiger ,

Ich habe die "richtige" Landwirtschaft noch selbst erlebt. Ich musste das nicht in der Schule lernen. Die Zeit in der ich aufgewachsen bin - da hat die EWG grade damit angefangen, die "normalen" bäuerlichen Betriebe kaputt zu machen.

Es gab in den meisten Arbeiterfamilien nur 1x in der Woche Fleisch, wir hatten "Stallhasen" um das etwas auszugleichen. Und montags hatten die Metzgereien geschlossen, weil Schlachttag war. Da konnten auch die Bessergestellten kein Fleisch kaufen, weil eben keins da war. 

Ist also lange her, und ich bin mit Sicherheit keiner, der aus Wohlstandsduselei gegen den Fleischkonsum ist, oder weils grade modern ist. 

Aber diese Unmäßigkeit mit der die "Fleischproduktion" und der Fleischkonsum heute betrieben wird, und was dafür alles billigend in kauf genommen wird, das ist der Knackpunkt. Das ist abartig und pervers.

Kommentar von randomhuman ,

Na da ist ja jemand objektiv und vorurteilsfrei an die Sache ran gegangen. 

Du stellst Behauptungen auf, die sich sicherlich alle begründen lassen oder hast du dir das alles zusammen gereimt? Selbst möchtest du nicht, dass Unwahrheiten über die Fleischindustrie verbreitet werden aber du machst genau das Selbe gegenüber anderen anstatt die anderen Leute einfach zu akzeptieren, die sich auf eine andere Weise ernähren.

Kommentar von Rationales ,

aber du machst genau das Selbe gegenüber anderen anstatt die anderen Leute einfach zu akzeptieren, die sich auf eine andere Weise ernähren

Unfug von randomhuman. Ich habe keinerlei Unwahrheiten über jemand verbreitet. Vielmehr sind es die Veganer, die in ordinärer Weise von Leichenfraß, Antibiotikabomben, Folterfleisch usw. schwadronieren und ständig unsere Landwirte verteufeln.

Und nirgends geht hervor, daß ich einen Veggie nicht "akzeptieren" würde. Ich kann und will niemand vorschreiben, was er in seinen Mund hineinschiebt.

Aber ich kann es keinesfalls akzeptieren, daß dauernd von Leuten, die noch auf keinem Bauernhof waren, die Landwirte als Tierquäler, Giftmischer und Geldsüchtige diffamiert werden.

Kommentar von wickedsick05 ,

Das Extrembeispiel von "kuechentiger" beweist nichts.

RICHTIG. EIN extremer Veganer beweist ebenso nicht dass ALLE Extrem sind. SOMIT mal wieder nur Veganer populismus auf NPD Niveau... Man sucht sich EIN negativ Beispiel und legt das auf ALLE um. ALSO macht man GENAU das was man Fleischessern und dem Fragesteller hier vorwirft er würde ALLE Veganer in ein Topf werfen SELBST aber bedient man sich GENAU dieser machenschaften... DIE Mangelnde bereitschaft zur differenzierung ist das Problem..

Kommentar von Maisbaer78 ,

Es gibt solche Bauern praktisch nicht.

Es ist immer problematisch, wenn Jene, die über die Zumutbarkeit von Lebensbedingungen befinden, diese auch schaffen, vorallem wenn Profit damit erzielt werden soll.

So funktionieren die Billiglohnfabriken in Bangladesch auch.

Nach deinem Empfinden werden die Tiere absolut korrekt behandelt. Wobei es fraglich ist, ob Schweine gern Ihr ganzes Leben im Stall, Kühe ständig trächtig, und Hühner dicht an dicht leben wollen.

Vom vorzeitigem Ableben mal zu schweigen. Die Zustände die du als richtig und korrekt bezeichnest, erfüllen deine Maßstäbe. Aber um die geht es nicht. Du kannst gern so leben wenn du das möchtest. Aber du zwingst Sie anderen Lebewesen auf. Da sollte schon mehr kommen als nur "das ist schon alles richtig so".

Kommentar von Rationales ,

Aber du zwingst Sie anderen Lebewesen auf.

Ich zwinge niemand was auf.

Landwirtschaft in Deutschland ist ein extrem schwieriges Gewerbe. Täglich schließen zig Betriebe in Deutschland für immer die Tore, weil damit so mühselig Geld verdient ist, weil es Vorschriften und Kontrollen ohne Ende gibt und weil man dem internationalen Konkurrenzdruck ausgeliefert ist, wo meist viel laxere Vorschriften sind.

Die Vorschriften, wie in Deutschland Tiere zu halten sind, sind keineswegs "meine Maßstäbe". Sondern das wurde sorgfältigst in Expertengremien ausgeklüngelt, wo sehr wohl Tierärzte, Tierhaltungsprofessoren usw. mitgesprochen haben.

Eine Landwirtschaft, wo Geld rauskommen soll, darf nicht von rosabrilligen Städtern als "verfluchter Mammon" verteufelt werden: Eine Landwirtschaft, an der nichts verdient ist, ist schlicht tot - keiner kann sie betreiben, außer er ist Millionärssohn.

Ein Landwirt kann keine Tierhaltung als "tierische Wellnessfarm" betreiben, wenn ihm gleichzeitig der Schlachthof für das kg Fleisch 1,62 € zahlt.

Antwort
von CamelWolf, 94

Die wenigen Veganer die ich kenne, haben keinen Hang zur Mission. Eher die "Normalesser", welche die Veganer ständig vom Unsinn der veganen Lebensführung überzeugen wollen. 

Kommentar von MarkusPK ,

Das Äußern von Skepsis und die Frage nach dem Warum sind keine Überzeugungsversuche und ganz sicher keine Mission. Verwechsele das bitte nicht.

Kommentar von Maisbaer78 ,

Das Äußern von Skepsis und die Frage nach dem Warum sind keine Überzeugungsversuche und ganz sicher keine Mission.

Stellt ein Veganer die Art wie wir mit Tieren umgehen in Frage, ist es Radikalität und Missionierung. Tut es ein Fleischesser, ist es "Skepsis"

Heuchelei und Doppelzüngigkeit.

Kommentar von MarkusPK ,

Mach es dir nicht so einfach. Hier wird nicht geheuchelt und auch nicht doppelzüngig argumentiert. Lies mal etwas genauer meine Fragestellung: Die Skepsis und das Infragestellen in Bezug auf den Umgang mit Tieren und mit dem Fleisch auf unseren Tellern stand bereits in meinem Begleittext mit drin, und da gehe ich mit den Veganern absolut d'accord. Diese Ansicht ist noch lange nicht radikal und extremistisch, sondern rational und überlegt.

Wenn man mich jedoch als Mörder und blutrüntig bezeichnet und mir den Tod an den Hals wünscht ("Den Hochsitz sägen wir dir ab, am besten, wenn du drauf sitzt!" oder "Dich sollte man auch mal mit Hunden durch den Wald hetzen, mal sehen wie du das findest!"), finde ich das schon ein klein wenig radikal und extremistisch. Tut mir ja leid, aber wenn du es anders siehst, dann kläre mich bitte auf, warum so eine Haltung keine Form von Extremismus ist.

Antwort
von ichbinschlaeu, 18

In gewisser Weise hast du Recht! Manche (ausdrücklich Manche) Veganerleben ihren veganismus fast wie eine Religion aus und wollen sogar andere vom Veganismus überzeugen, doch das glt nicht für alle, denn manche leben ihren Veganismus für sich aus und das ist die Entscheidung eines jeden selbst.

LG

Karlheinz

Antwort
von archibaldesel, 75

Ich würde erstmal in Zweifel ziehen, dass Veganismus eine Weltanschauung ist.

Kommentar von kuechentiger ,

Ist es aber. Richtige Veganer sind Tierrechtler, keine Tierschützer

Antwort
von atzef, 83

Da hat scheinbar jemand mal wieder Denunziationsbedarf und sucht sich ein neues Hassobjekt...?! :-)

Ich bin zwar kein Veganer und mag Fleisch, aber genau das, was du den Veganern pauschal andichtest, exerzierst du hier selber vor.

Kommentar von MarkusPK ,

Ganz klar nein. Ich denunziere niemanden, ich versuche im Gegenteil, Ablehnung und Hass entgegenzusteuern und zu Diskussionen anzuregen. Meine Frage ist nun, warum von bestimmten Menschen aber keine solche Diskussionsbereitschaft zu erwarten ist und sie einem sofort mit Vorwürfen begegnen. Du tust das hier auch, darf ich fragen, warum? Schlechter Tag?

Kommentar von atzef ,

Offensichtlich gehörst du zu den Typen, die gerne über den Splitter im Auge des anderen schwadronieren und sich nicht weiter für die Balken in den eigenen interessieren.

Veganer rückst du in die Nähe von Extremisten, Fundamentalisten und Fanatikern, sprichst ihnen pauschal die Diskussionsbereitschaft ab und entblödest dich dann noch nicht einmal, dich in Scheinheiligkeit zu suhlen.

Kommentar von Trashtom ,

und zu Diskussionen anzuregen

ch möchte hier nicht polemisieren oder Diskussionen lostreten

Na was denn nun?

Kommentar von MarkusPK ,

Lest bitte noch einmal meinen Text, meine Güte. Ich möchte NICHT über das Für und Wider von veganer Ernährung diskutieren, aber gerne darüber, ob Veganismus eine extremistische Weltanschauung ist. Ihr seid offensichtlich nicht dieser Meinung. Erklärt mir warum, und wir haben genau die Diskussion, die ich mir mit meiner Frage wünsche. Und nebenbei erklärt mir bitte noch einmal, wo genau ich Scheinheiligkeit an den Tag lege und was dieses Wort für euch bedeutet. Wenn nun allerdings weitere unsachliche Vorwürfe kommen, dann ist die Tür zu.

Antwort
von Trashtom, 90

Ist Veganismus weltanschaulich als Extremismus einzustufen?

Nein. Du willst keine Diskussion lostreten aber schreibst breit deine Meinung dazu.

Ob jemand militant ist hängt von seinem Charakter ab. Weniger Schubladendenken wär angesagt.

Kommentar von MarkusPK ,

Bitte lies meinen Text noch einmal. Ich möchte keine Diskussion über das Für und Wider von Veganismus lostreten. Über meine Frage können wir aber selbstverständlich gern diskutieren, sonst hätte ich sie ja nicht gestellt. Und Diskussionen laufen nunmal so ab, dass einer eine These in den Raum stellt unf seine Meinung - am besten so breit wie nur möglich! - dazu schreibt. Jetzt hast du noch einmal die Gelegenheit, deine eigene Meinung zu äußern. Aber bitte untermaueres sie mit Argumenten und nicht mit Vorwürfen wie dem, dass ich in Schubladen denken würde. Erstens tun wir das zu einem gewissen Punkt doch alle, und zweitens bringen uns diese Vorwürfe nicht weiter. So führt man Streit, aber kein Gespräch.

Kommentar von Trashtom ,

und nicht mit Vorwürfen wie dem, dass ich in Schubladen denken würde.

Warum sind alle Veganer militant? Sind sie nicht. Punkt.

Dass Veganer militant seien, kommt aus dem Social-Media Phänomen, dass man seine Meinung anonym im Intenet breittreten muss. Egal ob AFD, Chemtrails oder Russland&USA. Es ist doch jeder militant wenn es um seine Meinung geht.

Ich kenne viele Veganer und keiner hat bis jetzt versucht mich zu "bekehren" oder wie im "Extremismus" üblich, mich mit dem Leben bedroht.

Kommentar von MarkusPK ,

Das alle militant seien, behaupte ich nicht. Allerdings hat man mein Leben tatsächlich schon bedroht. Meinen Hochsitz müsse man umsägen, am besten, während ich noch darauf sitze. Mit Hunden müsse man mich durch den Wald hetzen, damit ich mal merke, wie grausam ich bin und so weiter. Wenn mir solche Feindseligkeit begegnet und mir offen heraus der Tod gewünscht wird, ohne dass die betreffende Person mich kennt, dann frage ich mich, wo das herrührt. Ist so eine Geisteshatung tatsächlich gefährlich? Oder rührt das tatsächlich nur von der feigen Anonymität des Internet her? Würden diese Personen ihre Äußerungen wirklich in die Tat umsetzen, wenn sie die Gelegenheit/Macht dazu hätten, oder sind das nur große Worte, hinter denen gar nichts steht?

Kommentar von Trashtom ,

Oder rührt das tatsächlich nur von der feigen Anonymität des Internet her?

Ich denke ja.

Deine persönliche Geschichte dazu (dass du offensichtlich Jäger? bist) wäre natürlich vorher interessant gewesen. Da kann ich es mir schon denken, dass man angegriffen wird (wie gesagt, einige sind immer extrem).

Ich bin vom normalen "Fleisch-User" ausgegangen ;)

Antwort
von Maisbaer78, 39


Ich möchte hier nicht polemisieren oder Diskussionen lostreten

........ doch, zumindest letzteres wolltest du, sonst hätte sich die Frage als solches erübrigt.


Wo keine Konflikte sind, muss man eben welche schaffen, will man dem Gegenüber seine starke Debattierbereitschaft vorwerfen.


"obwohl ich wie die meisten Jäger ein großer Tierfreund bin"

Bist du eigentlich auch ein Menschenfreund? Wieviele aus diesem Freundeskreis erschiesst du so im Jahr?

Nur weil du glaubst ein Freund der Tiere zu sein, heisst das nicht, dass diese das ähnlich sehen, und darauf kommt es nunmal an.
Wem dient die Jagd? Den Tieren? Wohl kaum. Dem Wald? Wohl kaum.

Beides, Flora und Fauna haben millionen Jahre ohne menschliche Bejagung hervorragend funktioniert.

Die Jagd dient der Bewirtschaftung von Ländereien, und leider auch noch dem persönlichen Vergnügen, sonst nichts.

 1. Raubtiere greifen Vieh an -> Geld geht verloren-> Raubtiere erschiessen.

 2. Größere Pflanzenfresser haben keine natürlichen Feinde mehr,      beschädigen den Nutzwald - Geld geht verloren - Pflanzenfresser erschiessen

 3. Raubtiere kehren zurück -> sofort erschiessen

Geld Geld Geld Geld --  und die Lust am Schießen (Treffen), wenn wir ehrlich sind.

Naturwaldareale erholen sich in ungeahnt kurzer Zeit vom Einfluss menschlicher Regulation und entwickeln sich zu äußerst gesunden Naturreservaten. Stünde tatsächlich das Wohl der Waldbewohner und der Wälder an sich im Mittelpunkt, müssten die meisten Jäger mit Freude Ihre Flinte an den Nagel hängen. 

Kommentar von MarkusPK ,

Eigentlich wollte ich diese Grundsatzdiskussion nicht führen, sondern nur wissen, wie ich mit Veganern umgehen soll, die sich so drastisch und extrem zeigen, wie ich es neulich auf einer Feier erlebt habe. Aber auf deine Thesen habe ich glücklicherweise eine Menge Antworten. Deine Argumente höre ich nämlich ständig, und sie stimmen einfach nicht.


Bist du eigentlich auch ein Menschenfreund? Wieviele aus diesem Freundeskreis erschiesst du so im Jahr? Nur weil du glaubst ein Freund der Tiere zu sein, heisst das nicht, dass diese das ähnlich sehen, und darauf kommt es nunmal an.

Ganz schwacher Eingangsvorwurf, der mir deutlich zeigt, dass du nicht die geringste Ahnung hast, worauf es bei der Jagd tatsächlich ankommt. Für dich bin ich sofort wieder der Mörder, wie üblich. Kenne ich aber schon. Lass mich dir einmal erklären, was ein Tierfreund wirklich tut. "Tierfreund" bedeutet nicht, dass man eine emotionale Bindung zu jedem Tier im Wald hat, sondern Freude und Begeisterung für die Artenvielfalt und die Natur empfindet. Sich für Hege und Pflege des Wildes interessiert und diese wirklich sehr zeitaufwändige Aufgabe bereiwillig übernimmt, wie zum Beispiel die Tiere in einem strengen Winter mit Futter zu versorgen. Und indem man auch Dinge tut, die unangenehm, aber notwendig sind, wie überfahrene Tiere von ihrem Leid zu erlösen. Andere Aufgaben sind dagegen wirklich wunderschön und erfüllen jedes tierliebe Herz mit großer Freude, wie Jungvögel, die aus dem Nest fielen, in Aufnahmestationen zu bringen oder mutterlose Jungtiere ebenso, vielleicht sogar sie selbst aufzupäppeln, wenn sie ihre Eltern durch den Straßenverkehr verloren haben.

Wem dient die Jagd? Den Tieren? Wohl kaum. Dem Wald? Wohl kaum.

Aber Holla. Wie es um die Tiere, den Wald und auch uns Menschen bestellt wäre, wenn es die Jäger nicht gäbe, erkläre ich dir später noch einmal genauer.

Beides, Flora und Fauna haben millionen Jahre ohne menschliche Bejagung hervorragend funktioniert.

Ohne menschliche Bejagung vielleicht ja, das ist vor der Existenz eines menschenähnlichen Wesens anders auch schwer möglich. Trotzdem hat es Jäger schon immer gegeben. In den Meeren begann die Evolution quasi auschließlich durch Jäger-Beute-Beziehungen. Dort steht bis heute nicht eine Pflanze, sondern Plankton, welches gleichermaßen aus einzelligen Algen und anderen Kleinstpflanzen (Phytoplankton), aber auch aus tierischen Kleintieren wie den Ruderflusskrebsen (Zooplankton) besteht, an der Basis der Nahrungskette. Schon die frühesten Wirbeltiere waren Jäger und begannen sich im Laufe der Evolution auch an zum Teil pflanzliche Nahrung zu gewöhnen. Mir fällt keine Tiergruppe unter den Wirbeltieren ein, an deren Ursprung in der Entwicklung keine Fleischfresser standen.

Die Jagd dient der Bewirtschaftung von Ländereien, und leider auch noch dem persönlichen Vergnügen, sonst nichts.

Das ist reine Propaganda, was du hier schreibst. Sicher dient die Jagd auch dem Vergnügen. Es ist einfach wunderschön, durch Wald, Feld und Flur zu streifen und sich an der Artenvielfalt der Natur zu erfreuen. Um diese jedoch zu erhalten, muss der Mensch seiner wichtigen Rolle als Spitzenprädator eines Ökosystems nachkommen. Sonst bricht die Nahrungskette schnell zusammen, wie es in der Erdgeschichte immer wieder passiert ist, wenn der Spitzenprädator verschwand. Dann setzt nämlich ein Artensterben ein, welches das gesamte Ökosystem bedroht!

Raubtiere kehren zurück -> sofort erschiessen

So etwas passiert nicht. Der Wolf, der hier bei uns allmählich wieder Fuß fasst, steht in Deutschland unter Naturschutz und darf nicht geschossen werden. Wenn ein Jäger dies trotzdem tun würde, wäre sein Jagdschein weg. Geschossen werden nur Problemtiere, die durch die Gewöhnung an den Menschen zu einer Gefahr werden. Wenn Leute ihren Müll an Rastplätzen oder sogar mitten im wald liegen lassen, Schafe in einem ungesicherten Gatter halten oder Raubtiere sogar absichtlich aus purer "Tierliebe" anfüttern, ist es auch kein Wunder, dass wir Jäger irgendwann bestellt werden, um die unangehm gewordenen Probleme zu lösen. Gern tun wir das aber nicht, lass dir das gesagt sein!

Kommentar von Maisbaer78 ,

wie zum Beispiel die Tiere in einem strengen Winter mit Futter zu versorgen

Und indem man auch Dinge tut, die unangenehm, aber notwendig sind, wie überfahrene Tiere von ihrem Leid zu erlösen.

Andere Aufgaben sind dagegen wirklich wunderschön und erfüllen jedes
tierliebe Herz mit großer Freude, wie Jungvögel, die aus dem Nest
fielen, in Aufnahmestationen zu bringen oder mutterlose Jungtiere
ebenso, vielleicht sogar sie selbst aufzupäppeln, wenn sie ihre Eltern
durch den Straßenverkehr verloren haben.

All das tun auch Menschen, die nicht Jäger sind.  Es gibt nur eine Sache, die den Jäger von jedem xbeliebigen Naturfreund unterscheidet.  Darum meine Frage, würdest du dich auch als Menschenfreund bezeichnen oder ist "Freund" ein mehrfach belegter Begriff, je nach Situation?

 wie ich mit Veganern umgehen soll, die sich so drastisch und
extrem zeigen, wie ich es neulich auf einer Feier erlebt habe.

Du hast aber nicht danach gefragt wie du mit solchen Veganern umgehen solltest.

Deine Frage lautete, "ist Veganismus als Extremismus einzustufen?"

Trotzdem hat es Jäger schon immer gegeben.

Ja, und die hier heimischen Jäger wurden von menschlichen Jägern ausgerottet. Was nun widerum als Argument für die Jagd herhält.

Aber Holla. Wie es um die Tiere, den Wald und auch uns Menschen bestellt wäre, wenn es die Jäger nicht gäbe, erkläre ich dir später noch einmal
genauer.

Das kannst du sehen in dem du dir die Naturwälder ansiehst, in dene jede Form der Bewirtschaftund als auch der Bejagung durch den Menschen verboten ist. Da gibt es nichts zu erklären. Man kann es deutlich sehen.

Wenn nie Jemand aktiv in das Ökosystem Wald eingegriffen hätte, wäre es deiner Meinung nach trotzdem aus dem Ruder gelaufen? Na welch ein Glück für die Erde, das der Mensch aufgetaucht ist und dem entgegengelenkt hat. 

Um diese jedoch zu erhalten, muss der Mensch seiner wichtigen Rolle als Spitzenprädator eines Ökosystems nachkommen.

Was??? Es ist unsere Pflicht die eigentlichen Räuber abzuschiessen und uns deren Rolle als Bestandskontrollelement in der Natur anzueignen? Sagmal ist das dein Ernst? Wer hat uns denn diese Rolle zugedacht? Der liebe Gott? Du bist kein Spitzenprädator. Du hast ein Werkzeug, dass du nicht mal selbst herstellen könntest. Du hast keine Fähigkeiten eines Prädatoren. Du kannst nicht so gut sehen wie echte Raubtiere. Du kannst nicht so gut riechen wie echte Räuber. Du kannst nicht so schnell laufen.

Das Einzige was du hast sind opponierbare Daumen und die Möglichkeit, dir etwas zu kaufen mit dem du auf Entfernung töten kannst. Du tötest nicht um zu überleben. Andere haben dich in die Lage versetzt, zu töten obwohl du jedem größeren Räuber unterlegen wärst. 

Mir fällt keine Tiergruppe unter den Wirbeltieren ein, an deren Ursprung in der Entwicklung keine Fleischfresser standen. 

Die Fleischesser bilden lediglich ein Glied in einer langen Kette, niemals den Ursprung einer irgend einer Art.

Carnivoren neigen dazu, im Zuge der Evolution stehen zu bleiben. Die größten Säuger sind Pflanzenfresser. Einige der klügsten auch, zb. Elefanten und viele Primatenarten (nicht alle)

Der Wolf, der hier bei uns allmählich wieder Fuß fasst, steht in Deutschland unter Naturschutz und darf nicht geschossen werden.

Tja wird er aber trotzdem. Schweine sollten nicht tot in den Ställen liegen, tun sie aber mit unter trotzdem. Der Mensch sollte sich nicht für die Krone der Schöpfung halten, tut er aber trotzdem "Spitzenpredator" 

http://www.bz-berlin.de/berlin/umland/brandenburg-wieder-erschossener-wolf-entde...

http://www.deutschlandfunk.de/niedersachsen-unbekannte-erschiessen-wolf-bei-cuxh...

Focus schreibt:

"Nur 14 der 147 insgesamt seit dem Jahr 2000 in Deutschland tot

aufgefundenen Wölfe starben demnach nachweislich eines natürlichen Tods"

um die unangehm gewordenen Probleme zu lösen

Probleme die es nicht gäbe, würde der Mensch sich nicht über das Tier stellen. Die "unangenehmen" Probleme sind eben genau das was ich meinte. Sie laufen der Bewirtschaftung entgegen. Darum holt man den Jäger der sich darum kümmert und schon läuft die Maschine wieder.

Dir ist klar, dass du einem der gegen die Einmischung in das Ökosystem Wald und gegen die Viehzucht ist, schlecht mit dem Argument "Schafe in ungesicherten Gattern" kommen kannst?

Das ist als würdest du Feuer mit Benzin löschen, weil sonst das Feuer ausgeht.

Kommentar von MarkusPK ,

Und die Fortsetzung:

Geld Geld Geld Geld --  und die Lust am Schießen (Treffen), wenn wir ehrlich sind.

Seien wir doch tatsächlich einmal ehrlich: Den ökonomischen Aspekt darf man bei der Jagd nicht außen vor lassen. Die Verbissschäden in der Forstwirdschaft und die Fraßschäden in der Landwirtschaft durch
Wildtiere kosten die Wirtschaft jedes Jahr ein Vermögen, da die Jäger mangels Nachwuchses ihre Abschussquoten nicht erfüllen können. Dass du hier gleich wieder mit der Fahne "Blutdurst" und "Mordlust" wedeln musst, ist albern und unterstützt deine Argumentationskette nicht - es schwächt sie. Denn derartige Vorwürfe sind völlig falsch, das versichereich dir. Mir ist beim Schuss auf ein Tier noch nie einer abgegangen und ich finde es auch nicht geil, ein Tier sterben zu sehen. Mir ist klar, dass es aber getan werden muss und ich diese Aufgabe nun einmal habe. Und weil ich das Tier auch nicht einfach liegen lasse, sondern sein Fleisch verwerte, hast du auch vom moralischen Aspekt her keine Handhabe
mir gegenüber.

Stünde tatsächlich das Wohl der Waldbewohner und der Wälder an sich im Mittelpunkt, müssten die meisten Jäger mit Freude Ihre Flinte an den Nagel hängen. 

Wenn das geschieht, werden wir spätestens nach 10 Jahren irreversible Schäden am Ökosystem und ein Wald- und Artensterben vorfinden, dass sich nicht mehr regulieren lassen würde. Bei einem Rückzug aus den Naturarelen gibt es dort keine Menschen mehr, aber hier gibt es uns nunmal. Wirtschaft, Infrastruktur und der komplette Staatsapparat müssten doch erhalten bleiben und weiterlaufen. Wie soll das aber gehen, wenn sich das Wild unkontrolliert vermehrt und weder gehegt noch gepflegt wird? Wenn niemand mehr da ist, der kranke Tiere schießt? Seuchen wären die Folge. Unsagbares Tierleid wäre die Folge. Verkehrsunfälle würden sich drastisch häufen. Die wirschaftlichen Schäden sind kaum absehbar. Deine naive Vorstellung würde die Bundesrepublik sowohl für den Menschen, aber noch mehr für die Tierwelt in einen nahezu apokalyptischen Alptraum stürzen, wäre der Mensch tatsächlich so dumm, sie zu realisieren.

Und jetzt? Werde ich von weiterhin als Mörder bezeichnet? Wünschst du mir und meinesgleichen wieder den Tod, weil wir Tiere töten? Mach nur. Bestätige meinen eingangs gestellten Vorwurf, Veganer seien Extremisten. Oder überrasche mich, indem du einlenkst und zugibst, dass einige meiner Argumente gar nicht so dumm sind, wie du zuerst dachtest.

Kommentar von Maisbaer78 ,

Mir ist klar, dass es aber getan werden muss und ich diese Aufgabe nun einmal habe.

Eine Aufgabe die du dir selbst auferlegt hast. Und Verbiss an Wirtschaftswald ist genau das was ich sage. GELD GELD GELD.

Mit einem Wirtschaftswald verdient man Geld. Der Verdienst wird geschmältert, also schiesst man auf die Tiere. Wo also habe ich Unrecht?

Welchen Grund hätte der Jäger zu töten, wenn Wölfe sich um die kranken Tiere und um eventuelle Überpopulation kümmern würden, wenn keine finanziellen Einbußen der Pächter im Raum stünden?

Du verstehst offensichtlich meinen Standpunkt nicht. Ein Wald, völlig sich selbst überlassen, funktioniert wunderbar, auch heute noch. Dafür gibt es einige sehr eindrucksvolle Beispiele.

Der Mensch benutzt den menschlichen Einfluss als Argument, den Wald nicht sich selbst zu überlassen. Du schützt menschliche Interessen. Und zwar nur diese. Denn gäbe es diese Interessen nicht, wäre jeder Wald ein Naturwald ohne menschliche Regulation.

Wirtschaft,

Geld Geld.

Infrastruktur

Soso... weil eine Landstraße durch einen Wald führt ist mit Artensterben zu rechnen? Warum?

der komplette Staatsapparat

Welchen Einfluss hätte der Staatsapparat auf die Artenvielfalt in Wäldern?

Die wirschaftlichen Schäden sind kaum absehbar.

Geld Geld Geld... vielleicht sollte man die Art der Wirtschaft überdenken? Ach nein, das tun nur Extremisten.

Wenn niemand mehr da ist, der kranke Tiere schießt?

Naja, da waren mal die Wölfe und Bären...was wohl mit denen passiert ist

Verkehrsunfälle würden sich drastisch häufen

Ein gutes Beispiel, dass dem nicht so ist, ist Kanada. Dort sind große Teile der Wälder für die Jagd gesperrt, ganze Arten geschützt.

Dort sind Wildunfälle so selten, dass Sie zb. bei Elchen mit Strafen für den Unfallverursacher (den Autofahrer, nicht den Elch) belegt werden.

Die Umwandlung von Urwald bzw. Naturwäldern in Wirtschaftswälder und Flächen sorgt ja überhaupt erst dafür, dass Tiere häufig Straßen überqueren müssen.

Werde ich von weiterhin als Mörder bezeichnet?

Kann mich nicht entsinnen, das je getan zu haben.

Wünschst du mir und meinesgleichen wieder den Tod,

Eine unfassbare Unterstellung. Du solltest dich für diese infame Lüge schämen.

dass einige meiner Argumente gar nicht so dumm sind, wie du zuerst dachtest.

Du verkennst meine Sichtweise vollkommen. Ich halte dich nicht für dumm. Ich halte auch deine Betrachtungsweise nicht für dumm. Du bestätigst deine Handlungs und Lebensweise mit Argumenten, die eben in deiner Weltsicht funktionieren. Eine völlig natürliche Reaktion.

Jemand kritisiert was ich tue, also rechtfertige ich mich.

Veganer sind gezwungen das auch zu tun, nur dass diese dann als Extremisten hingestellt werden, oder sich zumindest einer Überprüfung auf extremistische Weltanschauungen unterziehen müssen. Veganer dürfen nicht für sich oder Ihre Lebensweise sprechen. Sie haben zu schweigen oder Sie sind extrem und militant, missionarisch und intolerant. Worte die du teilst selbst verwendest.

Weisst du, hättest du einfach dein Leben gelebt, so wie ich meines, wären wir nie an diesen Punkt gekommen. Aber das kannst du nicht. Du musstest ohne Not eine Bewertung einfordern, eine Bewertung die maximal ein neutrales, im wahrscheinlicheren Fall aber ein sehr negatives Ergebnis liefert, da du selbst in deinem ersten Absatz ausschliesslich negative und teils beleidigende Assoziationen zur Untermauerung deiner eigenen Klassifizierung lieferst.

noch mehr für die Tierwelt in einen nahezu apokalyptischen Alptraum stürzen, wäre der Mensch tatsächlich so dumm,

Der Mensch ist so dumm. Er hat der Natur, den Tieren und Pflanzen bereits die Apokalypse gebracht. Aber da er festlegt, was apokalyptisch ist und was nicht, zählt nichts anderes.

Ohne den Eingriff des Menschen in die Wälder gäbe es die Notwendigkeit des Eingriffes des Mensch in die Wälder nicht.

Du lebst in einer sich selbst rechtfertigenden Welt.

Es sollte genügen, den Revierförstern die Arbeit zu überlassen. Nur kümmern die sich eben nicht um private Wirtschaftsflächen, außer in beratender Funktion. Ein Maßstab mit dem ich leben könnte.

http://images.google.de/imgres?imgurl=http%3A%2F%2Fwww.tageblatt-colditz.de%2Fwp...

Man kann sich wirklich vorstellen, wie jeder Schuss ein brechendes Jägerherz verursacht hat und wie entzündet die Augen von den ganzen halb verdrückten Tränen waren.

Die Natur hätte das allein regeln können. Hätte man nicht..ja hätte man Ihr nicht die Mittel dazu genommen.

Kommentar von MarkusPK ,

Hätte, würd, könnte. Merkst du nicht, wie du deine Argumentation selbst ad absurdum führst? Im Konjunktiv diskutiert es sich schlecht. Denn der Konjunktiv ist nur dazu geeignet, Behauptungen aufzustellen, nicht aber, diese mit Belegen zu unterfüttern.

Wenn ich deinen Text durchgehe kann ich ihn ganz kurz zusammenfassen: Du bist mit dem Ist-Zustand unzufrieden und wünschst dir eine Welt zurück, wir sie vor dem Einfluss des Menschen ausgesehen hat. Dies ist jedoch nur durch eine einzige Option realisierbar: Alle Menschen müssen sterben. Dann tritt tatsächlich ein, was du propagierst und die Natur würde sich erholen. Nur leider, leider wärst du dann auch weg. 

Durch deinen Veganismus lässt sich diese Welt jedenfalls nicht zum besseren verändern. Auch der konsequenteste Veganer kann nur zu rund 80% vegan leben. Seine Pflanzen mussen gedüngt werden. Seine Pflanzen müssen von Schädlingen befreit werden. Seine Medizin muss an Tieren erprobt werden, so wie alle Kosmetikprodukte. Sein Auto kann zwar mit Biodiesel fahren, aber auch der Raps muss von Bienen bestäubt werden. Und klimaschädliche Emissionen produziert ein Veganer auch nicht weniger als jeder andere sich umweltbewusst, aber ausgewogen ernährender Mensch. 

Ich habe durchaus Verständnis dafür, wenn du aus Gewissensgründen kein Fleisch verzehren möchtest und auf Tierprodukte verzichten möchtest. Dagegen werde ich auch gar nichts sagen, möchte ich auch nicht, denn es ist deine Entscheidung. Aber hör auf, dir und vor allem anderen einzureden, du wärst durch deinen Verzicht ein moralisch besserer aufgestellter Mensch. Das kommt bei mir zumindest fürchterlich arrogant an, weil es einfach nicht stimmt. Als Veganer bist du entgegen aller Illusionen, die du dir macht, nicht automatisch ein guter Mensch.

Kommentar von Maisbaer78 ,

Hätte, würd, könnte

Im Gegensatz zu den Behauptungen die du aufstellst, hat es eine intakte Natur ohne Kontrolle des Menschen gegeben, und es gibt Sie auch heute noch. Gesetzlich verordnet, denn anders kann man den Räuber Mensch nicht bremsen.

Du solltest mir indess nicht vorwerfen, wessen du dich selbst in einem fort bedienst.

Deine naive Vorstellung würde die Bundesrepublik sowohl für den
Menschen, aber noch mehr für die Tierwelt in einen nahezu
apokalyptischen Alptraum stürzen

Den Beleg dafür bleibst du zwangsläufig schuldig.  Du hast Recht, es argumentiert sich sehr mühsam auf diese Weise.

Du bist mit dem Ist-Zustand unzufrieden und wünschst dir eine Welt zurück, wir sie vor dem Einfluss des Menschen ausgesehen hat.

Und das ist dein Problem, du willst gar nicht verstehen, du willst Radikalismus sehen, um jeden Preis.

Ich plädiere dafür, das der Einfluss des Menschen in einem vernünftigen und notwendigen Rahmen bleibt. Zu den Notwendigkeiten gehört für mich nicht, dass man mit einem Wald den maximalen Profit erwirtschaften muss und das man seine natürlichen Regularien zu diesem Zwecke außer Kraft setzt. Ebensowenig wie die extensive Tierhaltung die sowohl für die Zerstörung des Ökosystems Wald und für die Ausrottung und Fernhaltung der natürlich beheimateten Räuber sorgt, anderweitige Aspekte lasse ich jetzt mal außen vor, um Sachlichkeit beider Seiten zu gewährleisten.

Aus dem gleichen Grund, den ökologischen Fussabdruck zu reduzieren, fahren millionen Menschen mit dem Rad, dem öffentlichen Massentransit, Recyclen Glas und Papier. Sparen Wasser und Strom. Ich versteh nicht, was für ein Problem du mit meiner Lebenseinstellung hast. Du bist völlig unberührt davon.

Alle Menschen müssen sterben. 

Wer ist denn hier der Extremist von uns beiden?

Durch deinen Veganismus lässt sich diese Welt jedenfalls nicht zum besseren verändern.

Natürlich nicht, solange man dafür beschimpft und bekämpft wird, bloß weil man bestimmte Zustände als unrichtig empfindet und gewisse Nahrungsmittel nicht verzehrt. Du selbst hast mit deiner Frage hier dafür gesorgt, das jede Bemühung irgendwas zu verändern, gebremst wird. Du schreibst, du bist mit den Haltungsbedingungen in der konvent. Landwirtschaft nicht auf ganzer Linie einverstanden. Was tust DU denn dagegen? Mein Weg mag nicht der deine sein, aber anstatt dich selbst irgendwie dagegen zu engagieren, wirfst du anderen Knüppel zwischen die Beine. Ohne Not.

Auch der konsequenteste Veganer kann nur zu rund 80% vegan leben.

Gewiss, aber warum erzählst du mir das? Möchtest du andeuten, weil man nicht konsequent genug sein kann, lässt du es lieber gleich? Das berühmte "was kann ich allein schon tun"? Ja verwundert mich nicht.  Du sagst mir also, ich verzichte nicht genug?

Ich soll entweder gefälligst Fleisch essen oder gar nichts mehr? Ziemlich überheblich. Oder missverstehe ich dich? Welchen Zweck hatte denn dann deine 80% Aussage, bitte erläutere mir das.

Seine Pflanzen mussen gedüngt werden.

Den besten Dünger bildet Humus. Sollte Nitrat fehlen, nehmen wir doch den Kot von Allesfressern her. Warte mal, irgendwo rannten etwa 7 Milliarden rum.

Im Moment wird Deutschland aber vor dem EuGh verklagt, weil es seine Grundwasser über die Maßen mit Nitrat belastet hat.

Seine Medizin muss an Tieren erprobt werden

Muss Sie nicht und wo vorhanden, sucht der vegan lebende Mensch nach Tierversuchsfreien Präparaten. Dazu gibt es auch eine Vereinigung von Medizinern, Ärzten und Wissenschaftlern. Leider hat der gemeine Bürger nur wenig Einfluss darauf. Aber weil Ihm die Mittel genommen sind, dort zu wirken, soll er gar nichts tun?

, so wie alle Kosmetikprodukte.

Und da liegst du schon wieder falsch. Es mag teurer sein, aber Kosmetikprodukte kann man auch von Firmen kaufen, deren Produkte explizit nicht an Tieren getestet wurden. Das ist deren Hauptverkaufsargument. Du wirst hier aber auch genug Beiträge finden, in der es um die Herstellung veganer Seife, Waschmittel und ähnliche Dinge geht. Du hältst wirklich jeden für doof, der nicht deiner Meinung ist oder?

Sein Auto kann zwar mit Biodiesel fahren,

Notwendigkeiten, ich verzichte auf das was mir möglich ist, ohne zu sterben oder an den Rand der Gesellschaft gedrängt zu werden.

Biodiesel ist noch schlimmer für die Umwelt als die Produkte aus Erdöl. Wärst du auch nur ein wenig an der Umwelt interessiert, müsste dir das eigentlich klar sein.

muss von Bienen bestäubt werden

Darum bin ich gegen den Anbau von Futtermais, denn die Maisbeize rottet Bienenvölker aus.

Und klimaschädliche Emissionen produziert ein Veganer auch nicht weniger als jeder andere sich umweltbewusst, aber ausgewogen ernährender Mensch. 

Eine jede Maschine benötigt Energie für den Betrieb und den Erhalt der Funktionen.

Menschen die sich von Tieren aus der Landwirtschaft ernähren, verschenken einen großen Teil der in der Ernte enthaltenen Energie für das Wachstum und Aufrechterhaltung der Körperfunktionen dieser Tiere. Etwa 45% bei einem Schwein.

---->

Kommentar von Maisbaer78 ,

fährt man das Tier mit dem LKW zum Schlachter, ist schon wieder etwas mehr Co²  produziert worden. Die Futtermittel, die Heizung in den Ställen, alle Landmaschinen die die 45% verschwendeter Energie geerntet haben, produzieren unnötig Co²

ber hör auf, dir und vor allem anderen einzureden, du wärst durch deinen Verzicht ein moralisch besserer aufgestellter Mensch.

Wo habe ich das getan? Bitte nenne mir die Zeile in der ich das gesagt, geschrieben oder auch nur suggeriert habe.

Ich habe auch nie gesagt, ich will dich umbringen. Du hast es dennoch behauptet. Ich habe nie gesagt du wärst ein Mörder, du hast es dennoch behauptet.

Du stellst ziemlich viele unrichtige Behauptungen auf, man könnte es auch Lügen nennen.

Das kommt bei mir zumindest fürchterlich arrogant an, weil es einfach nicht stimmt.

Was genau macht mich in deinen Augen arrogant, die Dinge die ich nie gesagt habe? Wieder eine Argumentation die sich auf sich selbst stützt.

Als Veganer bist du entgegen aller Illusionen, die du dir macht, nicht automatisch ein guter Mensch.

Oh noch einer der weiß, was in den Köpfen seiner Mitmenschen vor sich geht. Woher willst du wissen, welche Illusionen ich mir mache? Bist du es nicht, der sich erdreistet, eine Lebensweise, bloß weil Sie dir nicht zusagt, mit Extremismus in Verbindung zu bringen? Der moralischen Überlegenheit bist du dir dabei sicher gewesen, möchte ich wetten.

nicht automatisch ein guter Mensch.

Auch das habe ich nie auch nur angedeutet. Und nein, ich bin kein guter Mensch. Im Gegensatz zu dir behaupte ich das aber auch nicht. Du Tierfreund.

Du hast dich noch nicht dazu geäußert wo ich dich Mörder nannte, dich umbringen wollte und warum überfahrene Tiere Artensterben verursachen würden. Bitte hole das noch nach, mein moralisch ausgeglichener Freund.

Ich habe durchaus Verständnis dafür, wenn du aus Gewissensgründen kein
Fleisch verzehren möchtest und auf Tierprodukte verzichten möchtest.

Warum dann überhaupt die Frage? Hättest du es sein gelassen wäre zwischen uns auch nie nur ein einziges Wort gefallen. Ich kenn dich nicht, ich war nie bei dir, ich würde mich hüten die Lebensweise eines Anderen als extremistisch zu bezeichnen, schon gar nicht, wenn Sie die meine überhaupt nicht tangiert.  Warum kannst du das nicht genauso?

Diesmal hast du viel Zeit aufgewendet, Veganern zu erklären, dass Sie in jedem Falle nicht konsequent genug sind (was den Veganern auch ohne deine klugen Worte klar ist. Einfach so weiter zu machen wie bisher, dafür muss man keine Entscheidungen treffen und wenn möglich gar nicht drüber nachdenken. Die meisten Veganer haben sich nach langer Überlegung zu diesem Schritt gezwungen gesehen, sonst wären Sie Ihn wohl nicht gegangen. Denn einfach weitermachen ist so einfach).

Das ist man gewöhnt von Menschen, die zwar behaupten manche Zustände nicht gut zu finden, aber es genau da vollkommen an Konsequenz mangeln lassen.

Antwort
von ApfelTea, 79

Dein ernst? Du stempelst pauschal Veganer als missionierende Fundamentalisten, Extremisten und Fanatiker ab (usw.) und wunderst dich anschließend über ihre Reaktion?
Dass du nur garstige Veganer kennst, damit hättest du rechnen können, wenn du dich jedem gegenüber so verhälst.
Lass die Leute leben wie sie möchten und gut ist.

Kommentar von MarkusPK ,

Ich habe nicht abgestempelt, sondern gefragt. Riesiger Unterschied. Bei dem einen hast du kein Anrecht auf eine eigene Meinung, denn meine eigene stünde fest und ich würde dich sowieso nicht anhören wollen. Hier jedoch darfst du gern einen Beitrag leisten und mir erklären, warum du es anders siehst. Aber bitte auf sachlicher und argumentativer Ebene und nicht mit Parolen wie in deinem Schlusssatz. Denn ich lasse dich selbstverständlich am Leben, egal wie falsch mir deine Ansicht vorkommen mag. Du bekommst also noch eine Chance, mir darzulegen, warum ich mit meinem Vergleich in deinen Augen so falsch liege.

Kommentar von Maisbaer78 ,

Du bekommst also noch eine Chance, mir darzulegen, warum ich mit meinem Vergleich in deinen Augen so falsch liege.

Weil Apfeltea im Gegensatz zu dir keine Frage gestellt hat, die deine Lebensweise mit Extremismus in Verbindung bringt. Obwohl du genau wie Sie nur bestimmte Dinge verzehrst und wahrscheinlich auch nicht alles was die Natur und Chemie so hergibt, an deinem Körper trägst.

Du selbst versuchst mit Zwang Streit vom Zaun zu brechen. Unzählige dieser Fragen Tag für Tag .... Hauptsache es fetzt ordentlich in der Bude.

Verdammte aggressive Veganer.

Kommentar von ApfelTea ,

Deine Meinung steht ganz offensichtlich fest, sonst hättest du andere Worte gewählt. Diskutieren möchtest du ja angeblich nicht aber deine Fragestellung sagt was anderes aus. Scheinbar bist du dir da selbst nicht so sicher, denn in einem Kommentar schreibst du sogar, dass es die Anleitung zu einer Diskussion sein soll.

Kommentar von MarkusPK ,

Na dann fangt doch bitte endlich einmal an zu diskutieren! Ich schreibe mir hier schon den ganzen Abend die Finger wund, aber habe von eurer Seite noch kein einziges Argument gelesen. Nur ein ziemlich hilfloses Geschwafel mit irgendwelchen wenig aussagekräftigen Vorwürfen. Sagt mir doch einfach mal ganz gerade heraus: Warum sind Veganer KEINE Extremisten?

Kommentar von ApfelTea ,

Also willst du doch diskutieren?? Deine Aussagen sind verwirrend.

Kommentar von MarkusPK ,

Sind sie nicht. Lesen bildet. Steht alles schon da oben. Ich habe geschrieben, dass ich NICHT über die Pros und Cons von Veganismus diskutieren möchte. Den Satz auch mal zuende lesen schadet nie, denn Subjekt und Prädikat allein ergeben meist einen völlig anderen Sinn, wenn man den Rest des Satzes ignoriert. Es interessiert mich nämlich bei mir völlig Fremden nicht, aus welchen Gründen sie was essen oder was anderes nicht. Diese Diskussion soll sich bloß mit der oben gestellten Frage befassen. Meinetwegen lest sie auch so: ist Veganismus eine Form von Extremismus? Wenn ja, warum? Wenn nein, warum nicht?

Kommentar von ApfelTea ,

Dann hättest du die Frage doch auch gleich so stellen können ;) damit hättest du dir bestimmt viel Diskussion zu dem Rest deines Textes erspart.

Antwort
von Viktor1, 104

Also - hier auf der Plattform wurden Vaganer von "Fleischessern", auch von dir, mehr runter gemacht als umgekehrt.
Wenn manche Vaganer die starke Befindlichkeit entwickelt haben, daß der Natur mit dem Verzehr von Fleisch oder auch der "Benutzung" der Tiere" Unrecht getan wird und sie das vertreten, dann kann man dies doch nicht  abwerten wie du das so bringst:

warum Menschen sich einer Sache derart militant 
verschreiben

und dich ereiferst - wichtig machst ?
 Ich bin kein Vaganer oder Vegetarier.

Kommentar von MarkusPK ,

Von mit runter gemacht? Bitte gib mir ein Beispiel. Wo habe ich unsachlich und ohne Beispiele zu geben argumentiert, so wie du das hier selbst machst? Deine Antwort spiegelt genau das, was du selbst zum Vorwurf machst. Hier macht sich nur einer wichtig und das bist du.

Kommentar von Viktor1 ,
Von mit runter gemacht? Bitte gib mir ein 
Beispiel.

Deine Frage und dein einleitender Satz tun das schon. Du stellst sie in eine negative Ecke in welcher "gefühlt" Fanatiker stehen, welche die Welt bedrohen wie IS u.a.. (militant !)
Deine negativen Erfahrungen mit Vaganern werden hier so von Niemandem geteilt (man muß bezweifeln, daß du diese so hattest). Du hast sie verallgemeinert.
Reicht das als "Beispiel" ?

Kommentar von MarkusPK ,

Die Assoziation mit der Weltbedrohung kommt aber von dir und nicht von mir. Ich habe bloß Gemeinsamkeiten aufgezeigt, die in meinen Augen vorliegen. Woher du aber wissen möchtest, welche Erfahrungen ich mit Veganern gemacht habe, ist mir schleierhaft - wir kennen uns nicht und du weißt über mich, mein Leben und meine Erfahrungen nicht das geringste. 

Ein Diskussion läuft so leid es mir tut nunmal so ab: Jemanf äußert eine These und führt Argumente an, die seine Ansicht bestärken. Danach äußern andere dann ihre Ansichten und belegen sie mit Argumenten. 

Wenn du mein Ansicht also nicht teilst und Gegenargumente hast, warum Veganismus keine extremistische Weltanschauung sein kann, möchte ich gern, dass du sie mir mitteilst. Wenn du das nicht möchtest, darfst du jetzt gern die Arme vor der Brust verschränken und schmollen. Aber weiter kommen wir so nicht.

Kommentar von Viktor1 ,
Wenn du mein Ansicht also nicht teilst und 
Gegenargumente hast, warum Veganismus keine
extremistische Weltanschauung sein kann,

Nein, so geht das nicht. Ich muß für deine Statements keine Gegenargumente haben. Du hast ein Referat los gelassen mit irgendwelchen Vorhaltungen gegen Vaganer deiner Erfahrung und dies "verallgemeinert" , nicht wörtlich sondern in dem du "deiner Erfahrung" eine elementare Bedeutung zugewiesen hast welche darüber hinaus geht  (z.Bsp. weltanschaulicher Extremismus !)
Gegen diese Vorhaltungen habe ich mich geäußert.
Gegen unsinnige nicht begründete Behauptungen muß man keine besonderen Belege bringen.

Kommentar von wickedsick05 ,

Gegen unsinnige nicht begründete Behauptungen muß man keine besonderen Belege bringen.

 und wenn man die Behauptung Belegt?

In einer Hinsicht jedenfalls - und das haben sie wiederum mit den religiösen Eiferern gemein - kommen alle Fraktionen des ernsthaften Vegetarismus auf einen Nenner: Ihre Kritikfähigkeit lässt arg zu wünschen übrig. Kaum ein Vegetarier (von welcher Abteilung auch immer) würde zugeben wollen, dass eine konsequent vegetarische Ernährung sehr wohl Gesundheitsrisiken birgt, vor allem für Kinder und Säuglinge.

https://www.heise.de/tp/features/Nicht-nur-sauber-sondern-rein-3366324.html

so und JETZT? Jetzt ist es nicht nur seine Meinung sondern SOGAR ergebnis einer Studie... Jetzt machst NUR du dem Fragesteller nicht begründete Vorwürfe...

Kommentar von Maisbaer78 ,

Dort steht nur eine weitere Meinung verknüpft mit weiterer Pauschalisierung. Eine Meinung kann nicht beweisführend für eine andere Meinung sein.

Kommentar von MarkusPK ,

Auf einer Party wurde ich neulich von einer Gruppe von Veganern beschimpft und aufs übelste beleidigt. Man müsse mir meinen Hochsitz umsägen, am besten wenn ich noch drauf säße, und ich sollte auch mal von meinen Hunden durch den Wald gejagt werden, damit ich mal sehe, wie das ist. In der Tat messe ich einer mir geäußerten Todesdrohung eine elementare Bedeutung zu. Ich denke doch, dass mir das in diesem speziellen Fall zusteht, und wenn dir das noch immer keine Begründung ist, dann weiß ich auch nicht weiter, wie ich dich endlich dazu bringen kann, deinen eigenen Standpunkt endlich einmal schlüssig darzulegen. Was du bisher getan hast: Meine Standpunkte als Unsinn zu bezeichnen und diesen Vorwurf unbegründet gelassen. Meine Erfahrungen mit den Veganern angezweifelt und mich quasi Lügner genannt - ebenfalls wieder ohne Begründung. Und auf die jetzt bereits schon dirtte Nachfrage nach einem Argument jede Aussage verweigert und behauptet, solche wären nicht erforderlich. Ich fordere diese Argumente jetzt aber ein letztes Mal von dir ein. Wenn du nicht imstande bist, welche zu nennen und mich zu widerlegen, dann lass es eben. Aber wage es nicht, mir dann vorzuwerfen, ich würde Unsinn schreiben. Das ist dann wirklichn frech.

Kommentar von wickedsick05 ,

dazu musst du nicht mal auf eine Party gehen. Schau dich einfach mal in Veganer Foren oder die Kommentare unter Youtube Videos an oder auf Facebook oder unter Zeitungsartikeln. Dort gibt es Menschenverachtende Kommentare von hardcoreveganern die HIER abgestiritten werden und klein geredet werden. wiederlich

Dort steht nur eine weitere Meinung verknüpft mit weiterer Pauschalisierung.

BASIEREND auf DATEN und FAKTEN...

Der Psychologe Hank Rothgerber von der Bellarmine University in Louisville / Kentucky hat nun einmal untersucht, ob sich diese
Hierarchien der Hingebung auch bei denjenigen finden, die sich fleischfrei ernähren.

aber hey das ist  mal wieder die "Lügenpresse"...

Meinungen und FAKTEN sind nur dann willkommen wenn sie in einem bestimmten Kontext nützlich sind. in diesem Fall Pro Vegan...

Kommentar von Etter ,

"Also - hier auf der Plattform wurden Vaganer von "Fleischessern", auch von dir, mehr runter gemacht als umgekehrt."

Hoi Fleischesser hier.

Abgesehen davon, dass mir hier schon von Veganern vorgeworfen wurde, dass ich ein Tierquäler bin und absolut ahnungslos (oder gar dumm/ungebildet) bin oder dass ich, wenn ich mal ne Schlachtung sehen würde niehie wieder Fleisch essen würde....sry ich hab den Faden verloren in den Beispielen.

Achja. Persönlich finde ich es unfreundlich als "Fleischfresser" bezeichnet zu werden. Ich nenne andere Leute ja auch nicht Rasenmäher oder "Pflanzenfresser".

Gegenseitiger Respekt würde häufig helfen.

Und ja es sind nicht alle Veganer mir meine Nerven rauben oder mich beleidigen wollen (ich schätze sogar mal, dass die Mehrheit mir nicht auf den Keks gehen will), allerdings mangelt es mir nicht an Beispielen zu eben solchen Leutchen.

Kommentar von Maisbaer78 ,

Wer hat dich denn Fleischfresser genannt?

Kommentar von Etter ,

Diverse Veganer. Sowohl auf dieser Website, als auch auf anderen ;)

Kommentar von MarkusPK ,

"Fleischfresser" ist noch harmlos im Vergleich zu dem, was ich in letzter Zeit hören durfte.

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