Frage von YoungLOVE56, 146

Ist Veganismus ein Schritt in die richtige Richtung? Warum seid ihr vegan?

Es gibt ja total unterschiedliche Meinungen zu der Sache, die einen finden's gut, die anderen eher weniger. Ich denke, da so viele Menschen vegan sind, kann's ja nicht so schlecht sein...oder was meint ihr?

Antwort
von Pangaea, 47

Es sind gar nicht viele, sie sind nur besonders laut und nervig. Die meisten, die das probieren, weil es gerade so gehypt wird, lassen es ganz schnell wieder. Es ist eine einschränkende und freudlose Mangelernährung.

Ich halte Veganismus für einen Schritt in die völlig falsche Richtung und bin nicht vegan.

Ich war mal einige Jahre Vegetarierin (ovo-lakto) aber das war mir auf Dauer auch schon zu einschränkend, und die selbstgerechten "Ich bin besser als du"-Sprüche der Vegetarier, die es damals schon gab, gingen mir auch damals schon auf den Keks.

Antwort
von silberwind58, 78

Das muss jeder für sich selbst entscheiden! Wenn ich einmal in der Woche zum Bauernhof fahre,auf dem Tiere noch wirklich glücklich und würdevoll leben dürfenund ich mir dort mein Schnitzel kaufe,bin ich nicht schlechter als ein Veganer! Ich mach mir sehr viele Gedanken darüber,wo kommt die MIlch,der Käse,die Eier her,die ich esse und trinke. Aber ich bin auch ehrlich,ab und zu ein Schnitzel ist ein Genuss! Dafür fahre ich etwas weiter und zahle auch mehr!

Antwort
von Buckykater, 31

Das muss meiner Meinung nach jeder für sich entscheiden. Für Menschen die sich für diese Ernährung entschieden haben war es ein Schritt in die richtige Richtung.  Man kann sogar recht gesund leben wenn man sich richtig informiert.  Ich bin nicht Vegan akzeptiere aber jede Meinung. Man soll nur nicht versuchen andere gegen ihre Überzeugung Missionieren zu wollen. Das klappt sowieso nicht. Einfach leben und leben lassen. 

Kommentar von MarkusPK ,

Ich begegne nur Veganern, die selbst missionieren wollen, mit meinen eigenen gut recherchierten Argumenten. Wer sich aus einfachen Gewissensgründen vegan ernähren möchte, darf dies aber ohne jegliche Kritik von mir durchaus gerne tun. 

Antwort
von altgenug60, 54

Jeder muss einfach selbst wissen, wie er sich ernähren möchte. Und ob er einfach genießen und dabei möglichst gesund sein möchte, oder ob er eine Ernährungsform zum Kult oder zur Ersatzreligion erhebt. Selbst das kann jeder für sich persönlich so machen. Sobald dann aber einer anfängt, mich missionieren zu wollen, werde ich ziemlich grantig.

Guten Appetit, was auch immer du essen möchtest!

Antwort
von plohmann, 19

Aus Gründen der Ethik und aus Gründen der Ökologie ist das verständlich.

Die häufig daraus gemachte Ideologie mit Abwertung anderer Verhalten, die Missionierung, die zwanghafte Fixierung auf gesunde Ernährung, das Leugnen, dass vegane Ernährung eine Mangelernährung, sind abzulehnen.

Antwort
von Arianator2000, 1

Ich ernähre mich momentan noch lacto-vegetarisch. Werde mich aber bald nur noch vegan ernähren. Ich finde, dass manche Leute wirklich krampfhaft versuchen, anderen ihre Lebensweise aufzuzwingen. Das finde ich nicht gut. Aber wenn man normal versucht, mit den Fleischessern zu reden (was schwierig ist, denn die fühlen sich IMMER angegriffen und haben das Gefühl sich rechtfertigen zu müssen) erreicht man mehr. Ich versuche dann einfach aufzuzeigen, welches Leid die Tiere erleben müssen. Also ich finde, dass die Menschheit nur überleben wird, wenn wir uns für die vegetarischen, besser noch zur veganen Lebensweise entscheiden. :)

Antwort
von mulano, 12

Veganismus ist nicht nur ein Schritt in die richtige Richtung. Ich würde sagen es ist "der" Schritt welcher den größten Einfluss auf Gesundheit, Tierschutz, Umweltschutz und gerechterer Ressourcenverteilung hat. Es wird kaum etwas geben was die Welt positiver verändert.

Antwort
von MarkusPK, 62

Ganz klar nein. Veganismus ist weder ökonomisch noch ökologisch und auch auf gar keinen Fall gesundheitlich oder gar moralisch in irgendeiner Weise "besser" als eine bewusst, aber ausgewogene Ernährung. Veganer argumentieren was diese Aspekte angeht meist sehr vage und ohne wissenschatliche Belege. In der Tat kann man nahezu alle Vorteile, die Veganer als Gründe für ihre Ernährung anführen, leicht widerlegen. 

Nur einen Grund akzeptiere ich voll und ganz: wenn ein Mensch sich aus rein persönlichen Gründen, wie der Abscheu vor Tierprodukten und aus Gründen des eigenen Gewissens auf diese verzichtet. Dieser Grund reicht mir völlig aus, denn es ist ihre persönliche Entscheidung und diese respektiere ich. 

Dass einigen Veganern dieser einfache Grund jedoch nicht ausreicht und sie auch gern behaupten, sie wären moralisch in irgendeiner Weise besser aufgestellt als Normalesser und sie denen auch gern mit ihrer Ideologie auf die Nerven gehen, akzeptiere ich hingegen nicht. 

Kommentar von AloeVera1403 ,

Ich will in nicht missioniren oder mich in irgend einer Form über andere Menscgen stellen. (ich bin auch nicht vegan, und auch dann würde ich es nicht machen. Kein Mensch ist besser oder schlechter als andere Menschen.) Allerdings gibt es sehr viele Gründe dafür vegan zu leben. z.b. ethische: -Schau dir mal an wie die Tiere in konventioneller Haltung leben und geschlachtet werden. Das ist schon bisschen krank! oder umweltbedingte gründe: -die Tierproduktion trägt mehr zur Erderwärmung bei, als der gesamte Verkehr an Autos, Flugzeugen usw. -durch die übermäßige Produktion von Fleisch wird auch übermäßig viel Gülle produziert, was das Grundwasser stark belastet. Wie gesagt, ich will niemand meinen Willen oder meine Denkweise aufzwingen, aber man sollte immer alle Fakten kennen und sich informieren. Nur dann kann man am besten Entscheidungen für sich treffen.

Kommentar von MarkusPK ,

Deine Einwände klingen auf den ersten Blick gut, sind aber nicht zuende gedacht. Wenn du Fakten willst, hier sind einige für dich. 

In den meisten konventionellen Tierbetrienen steht alle zwei bis drei Tage eine Kontrolle an, die gewährleistet, dass alle rechtlichen und tierethischen Auflagen eingehalten werden. Qualhaltung ist äußerst selten und wird zumindest bei uns in Deutschland strafrechtlich geahndet. 

Deine anderen Gründe setzen die Utopie voraus, dass alle Menschen sich vegan ernähren müssten, um ein positives Ergebnis zu erzielen. Und selbst dann ist dir Argumentation noch mehr als vage. Sicher, wenn alle vegan leben würden, bräuchte man meine Zuchtbetriebe mehr. Aber wohin dann mit all den Tieren, die es nunmal gibt? Die lösen sich dann doch nicht in Luft auf. 

Und außerdem: auch zur Produktion von pflanzlichen Produkten sind Tiere unmittelbar notwendig. Es fängt bei den Bienen zur Bestätigung an, geht bei den Kühen und Schweinen zur Düngererzeugung weiterund hört bei der Schädlingsbekämpfung auf.

Ich bin leider zu gut über das Thema informiert, so dass ich weiß, dass alle deine Argumente, außer den Gründen deines eigenen Gewissens natürlich, in eine Sackgasse führen werden. Du darfst natürlich selbst entscheiden, ob du vegan leben möchtest. Aber außer deinen eigenen subjektiven Entscheidung gibt es keine objektiven Gründe, die dafür sprechen, dass solltest du dir klar machen.

Kommentar von Marielovescake ,

Dein Argument bezüglich der Utopie aller Menschen als Veganer könnte man vermutlich besser erklären mit dem Wissen das selbst sollte dies, was ich für sehr unwahrscheinlich halte, geschehen, so würde es über einen längeren Zeitraum passieren. Dh die Nachfrage sinkt ist aber dennoch vorhanden was dazu führen könnte das weniger Tiere gezüchtet würden und das würde dafür sorgen das es nicht so viele Nutztiere gibt. 

Dessweiteren verstehe ich die Argumentation über die Kühe und Bienen nicht. Wenn Bienen Blumen bestäuben und Honig produzieren sind sie meines Wissens nach nicht auf Menschen angewiesen die diesen dann verwerten. Und nur weil man die Kühe nicht mehr im großen Stiel hält spricht nichts dagegen immer noch ein paar auf Bauernhöfen zu haben... 

Kommentar von MarkusPK ,

Du verstehst nicht? Kein Problem. Bienen gehen in Freihei und ohne Aufsicht ein. Durch die Globalisierung haben wir uns viele schlimme Pilze und andere Krankheiten ins Land geholt, welche freie Bienenvölker bedrohen. Dazu kommt noch die Belastung mit Pestiziden. Durch diese Umstände sind die Bienen bereits jetzt bedroht und werden ohne den Menschen zumindest in Mitteleuropa bald ausgestorben sein.

In deinem anderen Gedankenspiel spinnen wir den Faden mal ein bisschen weiter und reduzieren die Viehwirtschaft über einen längeren Zeitraum. Ein paar Kühe (setzen wir mal ein paar Millionen an, um die Düngemittelproduktion aufrechtzuerhalten) bleiben, ist ja so wie du sagst okay. Aber wer nimmt ihnen die überschüssige Milch ab? Kippen wir die dann einfach in die Nordsee? Und wohin, wenn die Kühe einmal sterben sollten? Einfach verscharren? Oder lieber verbrennen? Zum einen wäre das Verschwendung und angesichts des Welthungers ein Faustschlag in die leeren Mägen von vielen Millionen Menschen und damit absolut unethisch und unmoralisch. Vorhin kam außerdem das Wasserverschmutzungsargument von dir, jetzt drehe ich es mal in deine Richtung um und behaupte, dass ein deutschlandweiter Veganismus, bei denen alle anfallenden Nutztierkadaver verscharrt oder verbrannt werden, zur schlimmsten Grundwasserverseuchung oder Luftverschmutzung seit Beginn der Industrialisierung führen würde.

Ich habe nun aber keinr Lust mehr, mich im Bereich von Utopie und Science-Fiction zu begeben. Denn in jedem der daraus resultierenden Szenarien verändert der Veganismus tatsächlich eine Menge, aber leider niemals zum Guten. Weder für Umwelt, Mensch noch Tier.

Antwort
von wickedsick05, 21

nein denn:


Warum veganes Leben Unsinn ist

http://www.berliner-zeitung.de/gesundheit/veganer-in-berlin-warum-veganes-leben-...


Wer sich streng vegetarisch ernährt, beansprucht
besonders wenig hochwertiges Ackerland für die Produktion seiner
Lebensmittel. Wer aber geringe Mengen an Fleisch und Milchprodukten in
seinen Speiseplan einbaut, geht noch effizienter mit der verfügbaren
landwirtschaftlichen Fläche um. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommt eine Studie der amerikanischen Cornell-Universität.

Für jede tierische Kalorie im Fleisch müssen bis zu 14 pflanzliche
Kalorien verfüttert werden. Trotzdem gehen Mischköstler bei moderatem
Verzehr von tierischen Lebensmitteln noch effizienter mit dem Ackerland
um als Vegetarier. Der Grund dafür liegt in der Qualität der benötigten
Fläche. Getreide, Kartoffeln und Gemüse können nur auf besonders
hochwertigen Böden angebaut werden, deren Fläche begrenzt ist.
Wiederkäuer, wie Rinder, Kühe und Schafe, lassen sich dagegen auch auf Weiden halten, die nicht als Ackerland nutzbar sind. So benötigen Mischköstler zwar absolut gesehen mehr Fläche, aber ihr Bedarf an hochwertigem Ackerland ist geringer als bei Vegetariern.

umweltjournal.de/AfA_naturkost/13315.php

Ich denke, da so viele Menschen vegan sind, kann's ja nicht so schlecht sein...oder was meint ihr?

es sind auch viele Menschen Anhänger des IS oder es rauchen viele... das macht es aber nicht gut...nur weil es viele tun.

Antwort
von Gingeroni, 40

Stiller Protest.
Ich lebe nach dem Motto “Sei du selbst die veränderung die du dir wünschst für diese Welt.“

Antwort
von Vivibirne, 18

Jeder soll so leben wie er will.
Ich dränge niemandem was auf aber mir soll auch keiner was aufdrängen.

Antwort
von Rationales, 23

Wenn Milliarden Menschen etwas tun, dann ist es längst noch nicht gut und richtig. Siehe die "Weltreligionen".

Veganerei hat sich als "Ersatzreligion" ausgebreitet - gestützt durch die Propaganda in Internet und Schulhof.

Aber richtig ist es dadurch längst nicht. Alle Ernährungsexperten warnen vor dieser Einseitigkeit.

Antwort
von Mikkey, 57

Ich bin nicht vegan, halte das aber zumindest für eine konsequente Einstellung.

Milch und Eier bekommt man nicht, ohne den Tod von Tieren in Kauf zu nehmen. Voraussetzung für Milch sind Kälber. Kälber und "verbrauchte" Milchkühe kommen nicht auf den Friedhof - ebensowenig wie "verbrauchte" Legehennen.

Kommentar von YoungLOVE56 ,

Milch und Eier bekommt man nicht ohne den Tod von Tieren in Kauf zu nehmen? Da stimmt doch was nicht, oder? :D

Kommentar von Mikkey ,

Was sollte daran nicht stimmen?

Kommentar von YoungLOVE56 ,

Isst du befruchtete Eier zum Frühstück?

Kommentar von Mikkey ,

Es geht nicht um Tiere in den Eiern sondern um die Legehennen.

Kommentar von Gingeroni ,

Mal abgesehen von den männlichen Küken etc..

Kommentar von YoungLOVE56 ,

Geschlachtet werden sie trotzdem nicht wegen den Eiern, sondern wegen dem Fleisch. Ja, auch Hähne sind essbar.

Kommentar von Mikkey ,

Legehennen existieren nur wegen der Eier, sie werden geschlachtet, weil ihr "Output" nicht mehr ausreichend ist. Das Schlachten ist lediglich die Verwertung von dem, was übrig ist.

Jemand, der Milch und Eier zu sich nimmt, sollte sich dessen bewusst sein: Kein Milch ohne Kalbfleisch und kein Ei ohne Suppenhuhn.

Kommentar von AloeVera1403 ,

Nein, in der konventionellen Tierhaltung werden die männlichen Tiere zu den Legehennen bereits am ersten Tag entweder vergast oder geschlachtet.

Kommentar von MarkusPK ,

Bitte belege deine Behauptung 

Antwort
von BlueBubble99, 60

Also.. Ich selber bin nicht vegan, kenne aber einige Veganer. Diese ernähren sich so, da sie wissen, dass Tiere auch für Eier, Milch und andere tierische Produkte gequält werden. Ich finde das ziemlich cool, da es stimmt. Ich wohne jedoch noch bei meiner Familie und da ist das nicht möglich 😐

Kommentar von MarkusPK ,

Es stimmt ja auch nicht. Erstens ist Qualhaltung eine traurige Ausnahme, die auch strafrechtlich geahndet wird, und zweitens kann man durch bloßen Verzicht auf das Produkt die Umstände, die zu seiner Herstellung führen, auch nicht verhindern. 

Kommentar von AloeVera1403 ,

die konventionelle Haltung ist eben eine ziemliche Qual für die Tiere. Nur weil es gesetzlich erlaub ist, heißt es nicht das es auch nur ansatzweiße Artgerecht ist.

Kommentar von MarkusPK ,

Wenn Tierfarmen als Wellnesshotels für Tiere geführt werden würden, würde das Pfund Fleisch 200€ kosten und die Veganer würden sich immer noch weigern, Fleisch zu essen, selbst wenn man es ihnen schenken würde. Was soll also dieses Argument?

Kommentar von BlueBubble99 ,

Deshalb esse ich ja kein Fleisch. Wenn das jeder machen würde, könnten alle Schlachter zumachen

Kommentar von BlueBubble99 ,

und dann gäbe es auch keine Massentierhaltungen mehr

Antwort
von DrUrensohn, 56

Damit kann man sich für etwas besseres halten, weil man keine süßen Tiere isst. Und man kann Fleischesser verurteilen, weil sie etwas völlig normales tun. Veganismus ist echt super! ... Dass es Leute gibt, die sich informieren, wo die tierischen Produkte herkommen und bewusst einkaufen, ist ihnen egal.

Kommentar von maedchenxdxd ,

nein ist uns nicht egal, find ich auch gut aber die Mehrheit achtet halt nd drauf weil man doch meistens zu den biligen sachen greift oder zum mci geht

Kommentar von Marielovescake ,

Ich finde es besonders faszinierend das es anscheinend ein paar Veganer gibt die ihrem ruf alle Ehre machen so wie es ein paar blondienen gibt die den blondienen Witzen alle Ehre machen... Und dann gibt es noch etliche Menschen die automatisch von diesen auf den Rest der "Gruppierung" schließen. Ich kann nur sagen das es mir so unendlich egal ist was andere Menschen essen. Sollen sie selbst entscheiden, ist nicht mein Bier. Ich mache es weil ich mich damit wohler fühle, nicht weil ich mich für etwas besseres halte...

Kommentar von MarkusPK ,

So ist es auch richtig und dagegen ist auch nicht das geringste einzuwenden.

Antwort
von RexImperSenatus, 38

Soviele sind.........dann kann es ja nicht schlecht.........

Das erinnert mich doch stark an was, daß vor einiger Zeit schon einmal stattgefunden hat.....

Mach es nicht, weil es Millionen andere tun - erkundige Dich fachgerecht, bilde Dir eine EIGENE Meinung und entscheide dann, was für Dich allein das Richtige ist !

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