Eveline am 23.10.2007 um 17:57 Uhr
Mich ärgert immer diese Verallgemeinerung über junge Leute. Ich kenn eine ganze Menge nette und mit beiden Beinen im Leben stehende junge Leute. Klar haben sie andere Ansichten als ich alte Frau, aber hatten wir das früher nicht auch? Und aus uns ist auch was geworden!

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Über "die Jugend" wurde sich immer schon gerne aufgeregt.
"Ich habe überhaupt keine Hoffnung mehr in die Zukunft unseres Landes, wenn einmal unsere Jugend die Männer von morgen stellt. Unsere Jugend ist unerträglich, unverantwortlich und entsetzlich anzusehen." - Aristoteles
Ich persönlich denke, die Jugend von heute ist nicht schlechter als die von gestern. Die Probleme sind andere, die Wertigkeiten haben sich verschoben und die Gesellschaft hat ihre Anforderungen geändert.

Genauso gibt es Verallgemeinerungen über Sozialhilfeempfänger, HartzIV-Empfänger, dicke Menschen, Ausländer, Behinderte...die Liste ist beliebig erweiterbar...
Mich auch - ich bin sehr stolz auf meine Kinder (12,17,19 Jahre).

Die Jugend an sich ist nicht schlecht. Schlecht ist, dass viele Eltern die Erziehung kurzerhand an andere abgeben. Kindergarten und Schule sollen's richten und das kann einfach nicht klappen. Ich finde einige Kinder schlichtweg furchtbar (da schlecht oder gar nicht erzogen) und überlege mir immer, wie die wohl mal durch's Leben kommen. Natürlich ist meine Erziehung auch kein Garant für Erfolg, aber es lebt sich weit angenehmer. Und ich kann nur bestätigen, dass wirklich sehr viele, sehr nette junge Leute (sagen wir mal so ab 16) gibt, aber leider genau so viele Muffelige. Eine andere Ansicht kann nicht schaden, wenn man sie gut begründen kann. Wenn man sich aber einfach nicht benehmen kann (und das als "Ansicht" verkaufen möchte), fühle ich mich einfach belästigt.

Jaein... vielen fehlt es an gutem Benehmen und nach einer Richtschnur... das Leben ist nicht einfacher geworden, die Möglichkeiten vielfältiger, aber auch die Erwartungen, viele Jugendliche scheitern oft an denen an sie gestellten Erwartungen und werden dann auffällig... Aber generell würde ich sagen, sind die Jugendlichen nicht schlechter, sie habens einfach schwerer ihren Weg zu finden.

Wenn ich meine eigene Jugend mit der heutigen vergleiche, sind die meisten heute doch recht harmlos. (Hm; ist das jetzt unpädagogisch?)
So sehe ich das auch. Und wer weiß, wie ich mich verhalten hätte, hätte ich all das zur Verfügung gehabt, was die Jugend heute besitzt! Lasst die Meckerei über die Jugend sein, dieser topos ist schon bei den alten Griechen feststellbar. Heute würde man sagen: Vorurteile! Und das ist nicht unpädagogisch: Jugendliche lieben e h r l i c h e Erwachsene!
Man darf nicht alle über einen Kamm scheren, es gibt jene und solche... Meist sind Jugendliche das Spiegelbild Ihrer Eltern, aber auch Schule und Gruppenzwang spielen eine Rolle. Sehr wichtig ist ein intaktes Elternhaus, sonst können später größere Probleme auftreten.
Ich bin auch oft schnell dabei und sage, daß früher alles besser war. Auch die Jugend, aber das ist wohl schwachsinn. Dann müßten wir in einigen Generationen später in der Hölle sein!

Ich finde alle diese Antworten einfach super - endlich mal kein Geschwätz, sondern ernsthaft überlegte Meinungen zu einem interessanten Thema!
Früher waren aber die Verlockungen und die Vielfalt an Gefahren nicht so groß. Heute sind die Probleme viel komplexer. Die Jugendlichen meinen sich in irgendwelche Richtungen orientieren zu müssen. Da gibt es heute viel zu viele falsche Vorbilder.

Also ich muß dazu sagen das ich viele in meinem alter (26) kenne denen es an Respekt und guten Manieren mangelt. Vorallem älteren gegenüber (z.B. Platz in der Strassenbahn anbieten wenn alte Frau oder alter Mann einsteigt)... Ganz zu schweigen gegenüber der Polizei...
Meine Meinung habe ich an anderer Stelle bei einer ähnlichen Frage schon kundgetan. Ich bin nämlich der Meinung - und da bin ich in Einklang mit Wissenschaftlern - dass die jeweilige Jugend nur ein Spiegelbild ihrer Gesellschaft ist. Oder anders formuliert: Jede Gesellschaft hat die Jugend, die sie "heran-gezüchtet hat also verdient! Zusammenfassend ist zu sagen: Im großen und ganzen ist unsere "Jugend von heute" nicht schlechter als früher, aber irgendwie anders: Alles muss Spaß machen (Hedonismus), jeder Konsumwunsch muss sofort erfüllt werden und wir erziehen unsere Kinder zu verwöhnten, schwererziehbaren und narzisstischen Egomanen.