Frage von PurpurSound, 156

Ist unsere jugend am verdummen?

Hier gehts nicht um eine objektive statistische erhebung sondern um subjektiven erfahrungsaustausch. Ich gebe nebenbei nachhilfe und habe auch bei meiner dozententätigkeit den eindruck gewonnen, dass unsere jugend buchstäblich "verdummt". Lieber auswendiglernen als nachdenken, lieber spielchen am handy machen als aufpassen... bei geringsten anforderungen überfordert, nach kürzester zeit die konzentration dahin. Probleme mit dem durcharbeiten von skripten und darin sich schriftlich verständlich auszudrücken. Dazu dutzende rechtschreibfehler... u.s.w. teilt jemand meine erfahrungen oder lebe ich in einer anderen welt??

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von DrStrosmajer, 55

Nach dem Lesen der nachfolgend genannten Bücher muß ich leider sagen: Deine Erfahrungen sind durchaus realistisch.

Philip Möller "Isch geh Schulhof"

Anne Weiss & Stefan Bonner "Generation Doof"

Kai Twilfer "Schantall, tu ma...."

Kommentar von PurpurSound ,

Danke dir für die lekturetips, da werd ich gern mal etwas schmökern :-)

Antwort
von Rosenblad, 20

Generalisieren kann und sollte man solche Urteilsfindungen natürlich nicht, aber als "passiver" Kauf-Alles- Konsument für simple Werbeslogans, als Arbeitnehmer für den ureigensten Glauben das er einen Arbeitgeber brauche und ein Elektorat für einfachste "Wählt-mich-Parolen" liegt schon der Gedanke nahe, das für manche Lebensasepkte ein mehr an Allgemeinwissen um die Zusammenhänge nur im Weg stehen könnte.

Ganz zugespitzt hat es einmal Dieter Hildebrandt formuliert - vermutlich auch im Hinblick auf die allzu beliebten "Volks"-Talkshows:

"Die Diskussion ob wir verblöden oder nicht, beschäftigt sich gar nicht mehr
mit dem oder nicht, sie beinhaltet in der Regel nur noch die Frage in welchen Tempo das geschieht.
" (Dieter Hildebrandt , Satierefest, 2004)

Für manch einen steht dann statt einer Bildung eine triviale Ein-Bildung etwas, um etwas und über etwas zu wissen (oder zu glauben) was nur für "Wissen" gehalten wird - i.S. von "Bild" Dir oder "Hör" Dir Deine Meinung.


Kommentar von PurpurSound ,

Schöner beitrag danke! Und hildebrandt hat es eh immer verstabden beobachtungen auf den ironisch-witzigen punkt mut hohem wahrheitsgehalt zu bringen!!

Kommentar von PurpurSound ,

...und generalisierung ist schon eine erlaubte form der zentrierung von erkenntnis. Ständig alke eventualitäten und ausnahmen einzubeziehung würde uns ja überhaupt kein statement zu irgendwas ermöglichen.

Differenzierung ja, aber bitte nicht zum exzess!

Antwort
von MTess217, 55

Was das betrifft, könnte man sagen, dass unsere Jugend durchaus verdummt. Ich sitze teilweise in der Schule im Unterricht, höre zu, was meine Mitschüler von sich geben, und frage mich regelmäßig, wie sie es jemals in meine Klasse geschafft haben. (Wenn man in der 11. Klasse nicht kapiert, dass die Viertelstunde so heißt, weil 15 Minuten ein Viertel von 60 Minuten ist, dann gehen auch schon alle Hoffnungen verloren.)

Das Problem mit dem Auswendiglernen ist sehr wohl vorhanden, da hast du recht. Schüler lernen heutzutage nur für Prüfungen und nicht fürs Leben, es werden Formeln und Merksätze auswendig gelernt, und nach dem Test oder der Arbeit ist alles wieder weg; zumindest scheint es in meiner Schule so zu sein. Da kann man es sich allerdings leicht machen und die Sache unserem Bildungssystem bzw. den Lehrern (die sich teilweise selbst nicht auskennen) in die Schuhe schieben. Das ist schließlich alles andere als perfekt.

Die Sache mit den Handys und dem allgemeinem Desinteresse bzw. der Unfähigkeit, sich auf den Unterricht zu konzentrieren, kommt noch hinzu. Ich muss zwar gestehen, dass ich selber nur allzu oft das Handy dem Unterricht vorziehe, aber mir ist auch klar, dass das nicht gut ist. Daran ändern wird sich vermutlich trotzdem nichts. Das Handy gehört dazu.

Trotzdem ist die Jugend nicht alleine an der "Verdummung" schuld. Schließlich bekommen sie das von irgendjemanden vorgelebt.

Kommentar von PurpurSound ,

Vielen dank für deinen interessanten beitrag! Eine schuld-diskussion wollte ich allerdings nicht eröffnen, wollte kediglich mal hören ob nur ich diese erfahrungen mache :-)

Antwort
von OlliBjoern, 52

Subjektiv kann ich nun nicht sagen, dass unsere Jugend am verdummen wäre. Aber ich bin auch kein Dozent, insofern unterscheiden sich unsere Erfahrungen natürlich. Ein wenig war ich auch versucht, darauf hinzuweisen, dass unsere subjektiven Erfahrungen nicht sonderlich viel bringen werden in diesem Thread, und dass man schon auf die langweiligen (?) statistischen Erhebungen schauen sollte.

Schon bei uns auf der Schule gab es sowohl Kinder, die gerne auswendig gelernt hatten, solche, die gerne etwas verstanden hatten (wobei 1 und 2 kein inhärenter Widerspruch sind), und solche, die gar nicht erst aufgepasst hatten. Das ging auch schon ohne Handy. Auch wenn ich gerne zugestehe, dass die heutige "Handy-Mania" mir auch schon negativ aufgefallen ist.

Diese Handy-Mania hat aber auch viele Erwachsene ergriffen. Das ist nicht auf die Jugend beschränkt.

Kommentar von PurpurSound ,

Subjektive erfahrungen lassen mich immer dann aufhorchen wenn sie sich häufen. So mancher subjektive eindruck oder zufall wurde schon zur wissenachaftlichen these :-)

N.b. bemerkt ist "es gibt..." immer ein seltsamer einwand, denn geben tut es alles mögliche...

Antwort
von Lilo626, 38

Jede Generation ist anders und klar wird das Wissen, was weiter gegeben wird heutzutage nicht so verinnerlicht da es Handys gibt usw.
Aber was kann denn die Jugend dafür? Ich würde das auch nicht auf die Allgemeinheit beziehen, das ist frech.
Also auch viele Erwachsene sind von der "Handy Verdummung " betroffen. Aber in 10 jahren werden wir die neuen Jungedlichen wo dumm finden, da sie nochnicht mal etwss ins handy einspeicher können (Beispiel! ).
Es kommt dir nur so vor, da die Jugend anders als deine war. Dass sie deines Erachtens nach dummer sind hat nichts damit zu tun. Ich glaube dein Problem ist, dass sie nicht so sind wie das bei deiner Zeit mal war. Aber das sollte doch kein Problem sein. Jeder hat seine Generation und dadurch eine einzigartige Zeit. Früher Pokémon, Power Rangers heute Jessie und Violetta. Naund?
Und es ist ja wohl klar dass dein Nachhilfe Schüler nicht der hellste ist, der nimmt doch nachhilfe?!?
Ich finde dass die Jugend anders ist, viele mögen sie auch nicht wegen der neuen Technik aber keiner will darauf verzichten

Kommentar von PurpurSound ,

Mein problem ist eine erfahrungshäufung, die ich noch nicht recht einordnen kann. Ein bloss wertender vergleich mit meiner jugend wäre reichlich dumm :-)

Antwort
von mim27, 66

Ich denke das eher die Motivation fehlt, da heutzutage Wert auf andere Dinge gelegt wird. Von daher beanspruchen viele ihre mentalen Leistungen nicht wirklich.

Ist meine Meinung. Aber ich stimme zu, dass mir Leute in meinem Alter (19), und jünger, sehr oft dumm vorkommen.

Das größte Problem ist einfach die Prioritäten die Leute allen alters setzten, die sind einfach falsch.

-entschuldige für meine Schreibfehler, nicht dass du denkst das ich dumm bin. Aber zu meiner Verteidigung, ich studiere in englisch und hab lange nichts mehr im deutsch geschrieben deswegen viellicht die falsche Kommasetzung. :D

Kommentar von PurpurSound ,

Hey danke dir :-) nur wegen rechtschreibfehlern ist doch jemabd nicht gleich "dumm". Wäre auch mal ne tolle frage hier wann jemand eigentlich als dumm bezeichnet werden kann :-)

Kommentar von mim27 ,

Ich denke jemand ist dumm wenn er nur seine Sichtweise hat und nur diese für richtig hält. Außerdem wenn die Person nicht daran interessiert ist neue `Seiten` in Betracht zu ziehen.

Also Dummheit ist es, wenn man die Möglichkeit hat seinen Horizont zu erweitern es aber nicht tut.

Kommentar von PurpurSound ,

Ein aspekt von dummheit der sicher zutrifft :-)

Kommentar von mim27 ,

Ich dachte du wärst mir nicht so sympathisch, weil du so wie ein Schlaumeier wirktest aber du gibts mir Recht also mag ich dich doch

Kommentar von PurpurSound ,

Würde mich noch interessieten was du unter einem schlaumeier verstehst 😅 wenns was positives ist zieh ich mir den schuh gern an :-))

Antwort
von einfachichseinn, 18

Diese Antwort erhält ein klares: nein!

Jede Generation ist anders, das von dir beschrieben Phänomen gab es schon vor 2000 Jahren. Jemand rezitierte Sokrates schon, daher unterlasse ich das.

Lies mal die Publikationen von Klaus Hurrelmann, die sich auf das Thema "Generation y" beziehen, die sind sehr aufschlussreich.

Kommentar von PurpurSound ,

Na dann scheint es wohl ein blosses gefühl zu sein, das grundsätzlich generationsübergreifend wirksam ist, sehr beruhigend :-) danke für den lekturetip, da schau ich sehr gern mal rein!

Antwort
von lozof, 21

"Die Jugend liebt heutzutage den Luxus. Sie hat schlechte Manieren,
verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor den älteren Leuten und
schwatzt, wo sie arbeiten sollte. Die jungen Leute stehen nicht mehr
auf, wenn Ältere das Zimmer betreten. Sie widersprechen ihren Eltern,
schwadronieren in der Gesellschaft, verschlingen bei Tisch die Süßspeisen, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer."

Das ist ein Zitat, dem ich so ziemlich zustimmen würde. Allerdings ist es von Sokrates - und somit über 2000 Jahre alt. Das Problem der "dummen" und "rücksichtslosen" Jugend gab es also schon immer.

Ich weiß allerdings nicht, ob das mehr Erheiterung oder Besorgnis in mir hervorrufen möchte. Wenn ich mir die ganzen unüberlegten Reaktionen im Internet anschaue: Leute, die lieber hier eine Frage stellen, obwohl die Antwort äußerst schnell recherchiert werden könnte. Leute, die ganz ignorant ihre Meinung als Fakt darlegen und eine andere Vorstellung (und damit auch die Person dahinter) als falsch und idiotisch abstempeln und sich über den anderen lustig machen... Das ist einer guten Gesellschaft nicht gerade förderlich.

Vielleicht liegt das ein bisschen daran, dass wir Deutschen so zurückgezogen leben. Meist - und vor Allem zu fremden Menschen halten wir lieber Abstand, haben mehr Zweifel als Neugier. Wir wollen unabhängig voneinander sein. Wir vertrauen uns selbst, anderen aber nur, wenn wir sie gut kennen. Und teilweise wollen wir uns von anderen auch radikal abgrenzen. Da treten dann gerne mal die unschönen Seiten der Menschen zu Tage.

Antwort
von DustFireSky, 56

Ich kann dein empfundenes zum Teil teilen, allerdings habe ich persönlich auch schon die Erfahrung gemacht, das manche Menschen nicht als Dozent  geeignet sind.

Manche sind gerade zu einschläfernd und lesen ihre Präsentationen 1:1 ab. Null eigen Elan, kein Motivationsaufbau bei den Schülern oder Anekdoten aus eigener Erfahrung. Ein Dozent ist erst dann gut und macht einen guten Job, wenn er mit Herzblut dabei ist und die Schüler das auch merken. 

Ich hatte selber mal einen Dozenten, der es geschafft hat mein Lieblingsthema zu einem Hassthema um zu funktionieren.

Das was du zum Thema Rechtschreibung schreibst, ist mir selber auch schon aufgefallen. Ich kann mir vorstellen, das es an der Digitalisierung liegt. Denn das Handy korrigiert ja alles für mich oder auch nicht ;D

Frage mal Unternehmen, was bei denen alles an Bewerbungen auf dem Tisch landet. 50 Rechtschreibfehler aufwärts. Das ist noch nicht mal das schlimme, denn die Ausdrucksweise ist mitunter unter aller Kanone.

Dieses schnelle aufgeben mancher Schüler ist mir allerdings auch unbegreiflich. An was es genau liegt weiß ich nicht. Ich denke, da müsste ein Psychologe etwas zu sagen.

Dennoch habe ich eine Vermutung!

Viele geben lieber direkt auf, weil sie sich das entweder nicht zutrauen, sich für doof halten oder aber nichts falsch machen wollen. Man fürchtet den Tadel es falsch gemacht zu haben. 

Die Arbeitswelt ist im Prinzip genau so. Wer, der in einem größeren Unternehmen arbeitet gesteht sich Fehler ein ? Da werden meistens andere des Versagens beschuldigt, obwohl man selbst der Vollidiot war. Ich hoffe du verstehst was ich damit ausdrücken möchte.

Es kann allerdings auch damit zusammenhängen, das jeder auch ein bisschen Angst um seinen Arbeitsplatz hat. Wäre zumindest denkbar ;)

Kommentar von PurpurSound ,

Deine idee, dass es auch fürchterlich langweilige lehrer und dozenten gibt, ist sicher richtig, aber die gabs früher auch schon, und zwar ganz fürchterliche :-)

Kommentar von DustFireSky ,

Klar, die gab es natürlich schon immer!

Vielleicht sind manche Dozenten, gerade in der heutigen Zeit, auch nicht mehr so motiviert, da die Bezahlung auch nicht mehr die tollste ist. 

Kommentar von PurpurSound ,

Vielleicht auch das ja. Was mich aber am meisten verblüfft und auch sorgt ist die tatsache wie viele in meinen musikkursen sitzen und weder talent noch wirkliches interesse mitbringen. Was erwarten sie sich davon?

Kommentar von DustFireSky ,

Du redest also von Leuten, die keine Noten lesen können, kein Instrument spielen und selbst die Triangel für diese Personen noch eine extreme Herausforderung wäre :D ?

Tja, vielleicht als Lückenfüller ? Wer weiß das schon...

Antwort
von mychrissie, 7

Die Jugend reagiert unterschiedlich auf die immer wieder wechselnden Anforderungen, die die Gesellschaft an sie stellt. Und oft genug kollidieren die mit ihren oft idealistischen Vorstellungen vom Leben.

Eines aber bleibt seit Urzeiten konstant, dass sich die Alten über den Lebenstil der Jugend aufregen. Zu erkennen, dass sich das Leben ändert, ist jedoch die Anforderung, die an die Alten gestellt wird, und es wird von ihnen auch die weise Erkenntnis erwartet, dass nicht alles, was anders ist, als sie es gewohnt sind, schlechter ist als früher.

Und wenn es um Moral geht, könnte ich mir vorstellen, dass sich heute viele Jugendliche vor Entsetzen schütteln würden, wenn sie wüssten, was wir Alten in den 70ern alles getrieben haben. :-)

P.S. Ich bin 77.

Kommentar von PurpurSound ,

Dass sich umstände, möglichkeiten und lebensweisen verändern wird sicher kein vernünftiger mensch kritisieren, wohl aber wenn sich tendenzen zeigen, dass sich junge menschen für kaum was interessieren, keine eigenen ziele entwickeln, keinen bock auf irgendwas haben und als diskussionskultur den absoluten rückzug und das anzweifeln aller werte pflegen...

Kommentar von mychrissie ,

Solche Jugendlichen hat es doch immer schon gegeben, aber das ist doch nicht die Jugend!

Wir können doch nicht die Jugend in einen Topf werfen und zugleich für uns in Anspruch nehmen, dass wir in allen Fällen eine differenzierte Meinung dazu haben, wie es besser geht.

Übrigens: Hat "die Jugend von heute" die AfD oder die Pegida oder TTIP erfunden? Das waren doch wohl eher die alten ignoranten Säcke!

Antwort
von howelljenkins, 49

es macht keinen guten eindruck, wenn jemand rechtschreibfehler bemaengelt, der selbst eine individuelle rechtschreibung hat (mal so am rande).

meiner ansicht nach wird bei der bildung nicht nur in der schule sondern auch im studium weniger wert als frueher auf transferleistungen gelegt. das fuehrt dazu, dass die schueler verbluefft sind, wenn fragen gestellt werden, die mehr als das auswendig gelernte als antwort verlangen.

und ja, das koennte man im weitesten sinne als verdummung bezeichnen, wobei ich da die schuld nicht allein bei der jugend sehe.

Kommentar von PurpurSound ,

Die rechtschreibung war ein nebenaspekt, damit ist es heute eh so eine sache... transferleistungen, ja da dürfte etwas dran sein! Nebenbei habe ich eine beobachtung geschildert und keine schuldfrage aufgenacht, das wäre eine schwierige diskussion. Die welt ist einfach heute wohl auch eine ganz andere geworden mit anderen an- und herausforderungen...

Antwort
von grubenschmalz, 73

Ich bin Lehrer und habe diese Erfahrung nicht gemacht. Stinkfaule Personen gibt es in allen Altersklassen, da macht die "heutige Jugend" keinen großartigen Unterschied zu früher.

Antwort
von AntwortMarkus, 44

Wenn man den Satz "Ist unsere Jugend am verdummen " ließt,  kann man auf die Idee kommen. 

Kommentar von PurpurSound ,

Bin glaub ich selbst schon am verdummen weil ich deine antwort nicht kapiert hab :-)

Kommentar von AntwortMarkus ,

Dann mußt  du was dran lernen tun. 😆

Kommentar von PurpurSound ,

Ah danke, nun ist es mir klarer :-)

Antwort
von Antonions, 48

Die Kids können nur so viel wie wir ihnen beibringen. Wie sind denn die Anforderungen in den Schulen heute? Es wird doch schon verlangt, daß man den Lernstoff nur bis zum Test sich merkt und dann abhakt. Wir, die
Gesellschaft formen die Kinder. Also sind wir auch verantwortlich was aus ihnen wird.

Kommentar von DustFireSky ,

Das schlimme an der ganzen Sache ist aber auch, das wirklich wichtige Dinge, die für das Leben einmal notwendig sein werden, nicht gelehrt werden. Man lernt überwiegend überflüssigen Dünnpfiff, den man nie mehr brauchen wird.

Kommentar von PurpurSound ,

Nochmals: es geht mir nicht um gründe oder schuld sondern um eine beobachtung...

Kommentar von Antonions ,

@Purpur - kann es sein, daß es genau mit unserer Wahrnehmung ist wie bei unseren Eltern? Früher war alles besser und wir hatten damals eine bessere Kindheit? Die Kids sind nicht doofer als wir. Wir sind nur schon erfahrener.

Kommentar von PurpurSound ,

Nochmal zu Antonions: "besser" ist so eine sache. Aber zu meiner zeit war die anforderung etwa ans abitur genauso gross und keiner hat deshalb gleich geritzt oder sich die pulsadern aufgeschlitzt.. Das nur weil ich immer wieder den einwand höre dass die schüler heute viel grösserem druck ausgesetzt wären...

Kommentar von DustFireSky ,

Jajajajaja, ich weiß ^^

Ich habe Dir meinen Eindruck bereits vermittelt oder nicht.

Kommentar von Antonions ,

@Dust - Hmm, ich hatte Dich aber jetzt nicht angesprochen. Aber ok. Sag mir mal wirklich wichtige Dinge fürs Leben, die Du in der Schule gelernt hast und heut nicht mehr gelehrt werden.

Kommentar von PurpurSound ,

Finde es immer amüsant wenn schüler beurteilen wollen was "notwendig" oder "wichtig" ist. Ein gewisses vertrauen an lehrpläne und lehrerfahrung wäre schon erforderlich, auch wenn lehrpläne und lehrer der lebenspraxis manchmal etwas nachhinken :-)

Kommentar von Antonions ,

@Purper - waren wir damals anders? Ist nicht gerade das Hinterfragen der Grundstein für eine Weiterentwicklung? Wir älteren müssen nun auch mal lernen, daß die Kids andere Wege gehen. Wir müssen nur die Neugier bei den jungen Menschen wecken. Ich laube schon, daß mir dieses bei den meinen ganz gut gelungen ist.

Antwort
von somi1407, 44

Ja, das Gefühl habe ich auch. Schon allein, wenn man hier die Fragen mancher Leute liest, entsteht der Eindruck, dass 90% Legastheniker sind.

"Lieber auswendiglernen als nachdenken" -> Lieber googlen als nachdenken. ;-)

Kommentar von PurpurSound ,

Typische frage: "hilfe ich hab morgen referat und noch nix gemacht. Wer kann mir noch schnell helfen?" :-)

Kommentar von DustFireSky ,

Das mit dem googlen würde ich nicht verteufeln, denn keiner kann alles wissen. Wichtig ist, das man selbst in der Lage ist, sich Neues Wissen anzueignen. Ich muss in meinem Beruf auch sehr oft googeln, da ich selbst gar nicht alles Wissen kann ;) Weißt du denn alles :D ?

Und auswendig lernen ist auch nur dann förderlich, wenn man das Gedanklich verankern kann.  Man vergisst grundsätzlich nichts, das man im Gehirn mit Bildern oder Situationen speichern kann. Ich rede nicht von einem Foto des Buches :D

Bei mir ist das so, das ich nie etwas vergesse, wenn das in Interaktion mit einem Kunden geschehen ist oder mit anderen Mitarbeitern. Man speichert die Situationen, den Kunden, das Problem und dessen Lösung ab ;)

Toll unser Gehirn :D Juhu

Kommentar von somi1407 ,

Das mit dem googlen meine ich bezogen auf Dinge, die man selbst wissen sollte. Ich hab manchmal das Gefühl, dass manche Leute selbst 2+2 googlen...

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