Frage von ama86, 47

Ist Systemkamera von gestern und Handycam mit Objektiv Zukunft?

Vor kurzem ist mir in Asien aufgefallen, dass viele junge Leute zum Fotos machen, nur noch Handys mit Objektiven in Verbindung mit Selfie Sticks verwenden. Bald keine Systemkameras mehr?

Antwort
von Nemesis900, 34

Für ein paar Schnappschüsse und so ja. Für alles was anspruchsvoller ist nein. Egal wie gut das Objektiv sein sollte, einfach von der Größe her ist es in einem Handy nicht möglich einen ordentlichen Sensor zu verbauen.

Antwort
von Kai42, 16

Die Frage ist, was du mit dem Bild machen willst. Ein Handybild sieht auch nur auf einem Handy gut aus.

Meist ist es jpg. Das ist komprimiert, die Farbeinstellungen sind gepusch,  Kontrast verstärkt und nachträglich so extrem geschärft, dass dir eigentlich schlecht werden müsste.

Schau dir so ein Bild mal am PC-Monitor an. Kannste vergressen. Und wenn du dir das als 150x120cm Ausdruck auf Leinwand an die Wand hängen willst, wird das nichts.

Antwort
von HDXFTGHF, 26

Gegen eine "richtige Kamera" (Also eine mit Wechselobjektiven und großen Sensor mit großen Dynamikumfang kommt eine Smartphone Kamera nicht im geringsten gegen an.
ABER, viele Smartphone Kameras sind heutzutage besser als Kameras im Segment bis ca. 250-300€.
Daher lohnt sich das Fotografieren damit für Laien mehr, als mit einer extra Point-and-Shoot Kamera.
Vor allen Dingen auch, weil man das Smartphone immer dabei hat.

Antwort
von MaHi84, 31

Zwischen Handy- und Spiegelreflex- oder Systemkameras liegen Welten. Sowohl von der Qualität, aber insbesondere auch was die Einstellungsmöglichkeiten betrifft. Natürlich sollte man mit umgehen können...

Kommentar von ama86 ,

Aktuell sicherlich. Aber es wird bestimmt bald auch zum Hype mit den Aufsätzen in Europa. Wer weiß wie die Technik weiter geht. Aber klar... Absolute Profibilder wird es wohl vorerst nicht geben vom Telefon aus.

Antwort
von JuergenWB, 25

Für 90 % der Fotos reicht das Handy sicherlich aus. Aber für ein geiles Bild an der Wand sicherlich nicht!

Schärfentiefe und viele andere Parameter sind direkt von der Brennweite und damit auch von der Sensorgröße abhängig, da fehlt dem Handy der Platz. und Wechselobjektive direkt am Handy, so dass auch mal andere Brennweiten möglich sind, gibt es noch nicht.

Antwort
von intello99, 11

Ich befürchte, dass die HandyCam (auch als Video Kamera) eher die Zukunft ist.

Das Problem ist, dass Fotos, die mit einer HandyCam gemacht werden, inzwischen ziemlich gut sein können und dass diese Fotos oftmals BESSER zu sein scheinen, wie Fotos, die mit einer high End "Systemkamera" gemacht werden.

Es gibt da nämlich ein Problem: inzwischen gibt es nur noch wenige "Anzeigesysteme", die auch sehr hohe Auflösungen "anzeigen" können ... Mit "Anzeigesystem" sind Sachen wie Monitore, bedrucktes Papier, Fotopapier, DIA-Projektoren, Film-Projektoren ... und alles was sonst ein Bild "anzeigen" kann, gemeint. Fotopapiere, die eine viel grössere Auflösung haben, wie so ein Monitor, die gibt es fast nicht mehr.

Ein Monitor zum Beispiel hat eine Auflösung, die eher einem Bild von einer HandyCam entspricht, wie der von einer hochauflösenden Systemkamera. Da das Bild dann nicht umgerechnet werden muss, hat es dann eine bessere Qualität auf der "Anzeige".

Wenn ich zum Beispiel ein Foto, für eine Zeitschrift mache, dann nehme ich, auch an der Systemkamera, eine Bildauflösung, die möglichst genau dem Raster des Druckes entspricht. Wenn ich das Bild in einer hohen Auflösung mache, dann wird es für den Druck auf eine geringere Auflösung heruntergerechnet ... dabei geht viel von der Qualität verloren.

Die Qualität der "Anzeige", ist immer nur dann optimal, wenn ein Bildpunkt, auf der "Anzeige", einem Bildpunkt, auf dem Bildsensor entspricht.

Kommentar von JuergenWB ,

Stimmt! Solange ich die Bilder nur in Facebook schicken mchte, 2048 Pixel maximale Kantelnänge, jpeg, und drastisch komprimiert, ist es fast egal womit Du das Bild machst! Das kann auch das Handy!

Bildwirkung durch die Brennweite, Freistellung durch offene Blende, da sieht das schon anders aus. Das sind klare Fakten für den großen Sensor, der halt nicht ins Handy passt. Dazu die Lichtempfindlichkeit respektive High-Iso-Fähigkeit, die einfach ein großes Loch vorne verlangt wo mehr Licht reinkommt, auch das passt nicht ins Handy.

Dann kommt die Sache mit der Auflösung: die Nikon D810 mit ihren 36 Megapixeln am Vollformatsensor (24x36 mm) veranlasste verschiedene Einrichtungen die Objektive zu testen - und siehe da, nur wenige Edellinsen lieferten annähernd diese Auflösung an dieser Sensorgröße!

Pardon, aber was kommt da noch auf dem Handysensor an? 5 Megapixel? Höchstens! Alles andere ist interpoliert, also nicht real!

Fazit: für die Web-Darstellung reicht ein Handy, wenn Du nicht gezielt mit der Unschärfe und der Perspektive arbeiten willst und es hell genug ist. Für alles andere brauchst Du geeignetes Werkzeug.

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