Wäre so eine Aktion nicht strafbar?

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13 Antworten

Das ist selbstverständlich eine Geschichte, aber eine gute. Über die könnte mann sich normalerweise kaputtlachen wenn es inzwischen durch Personalabbau und Spardiktat nicht inzwischen zu absurden Situationen bei Polizeieinsätzen gekommen wäre. Im Gesetz ist verankert das Gewaltmonopol liegt beim Staat. Nur kann er es noch aufrechterhalten? Mann muss sich doch nur mal die Statistiken zum Thema Wohnungseinbrüche ansehen. Jetzt mal ehrlich will es da jemand dem " gemeinen Volk " verübeln wenn es damit beginnt sich selbst zu schützen? Was daraus erwachsen wird kann nichts gutes sein. Doch es wird umsichgreifen in einem Ausmaß das sich heute einfach niemand vorstellen möchte. Hier sollten sich insbesondere unsere dauerschlafenden Herren Innenminister Gedanken machen , die es in jahrelanger Arbeit geschafft haben unsere Polizei Kaputtzusparen.Das ist der Grund weshalb Leute zur Selbsthilfe greifen. Ich habe inzwischen Verständnis dafür. Traurig aber Wahr.

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Kommentar von Bitterkraut
02.10.2016, 00:17

Die Story stammt aus einer Frage von 2010... das sagt alles, den Leuten fallen nicht mal mehr eigene Fragen ein...

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Hallo ArmaniBOSS,

wenn sich die Sache so wie von Dir vorgetragen abgespielt hat, wird die Polizei ein Strafverfahren nach folgender Rechtsgrundlage gegen Dich einleiten.

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§ 145d StGB - Vortäuschen einer Straftat

(1) Wer wider besseres Wissen einer Behörde oder einer zur Entgegennahme von Anzeigen zuständigen Stelle vortäuscht,

  1. daß eine rechtswidrige Tat begangen worden sei oder
  2. daß die Verwirklichung einer der in § 126 Abs. 1 genannten rechtswidrigen Taten bevorstehe,

 wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft, wenn die Tat nicht in § 164, § 258 oder § 258a mit Strafe bedroht ist

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Neben der Geld.- oder Freiheitsstrafe die auf Dich zukommen kann, wird man Dir die gesamten Einsatzkosten auferlegen. Sprich die zivilrechtliche Forderung wird sicherlich in den vierstelligen bis fünfstelligen Bereich gehen.

Schöne Grüße
TheGrow

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Kommentar von Lestigter
01.10.2016, 23:34

Um das weiter zu spinnen - Seit wann wäre ein im Raum stehende "Notwehr" (Vorsatz schließe Ich mal aus) eine rechtswidrige Tat?

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Kommentar von TheGrow
02.10.2016, 02:38

Das ganze Gerede um Notwehr, überzogene Notwehr etc. ist irrelevant, denn da in der Fragestellung angeführt wurde:

"Beide Einbrecher wurden auf frischer Tat festgenommen!!"

Das heißt, die Polizei wurde wider besseren Wissens von der Fragestellerin darüber informiert das sie die Einbrecher erschossen hat. Tatbestandsmäßig hat sie somit der Polizei mitgeteilt, dass sie ein Tötungsdelikt (Totschlag oder Mord) erfüllt hat.

Notwehr oder überzogene Notwehr, sind ja keine eigenen Straftatbestände, sondern regeln nur, dass Jemand der in Notwehr oder überzogener gehandelt hat zwar den Straftatbestand des entsprechenden Paragraphen erfüllt hat, aber für die Tat  nicht  bestraft werden kann, weil er nicht  rechtswidrig gehandelt hat.

Aber da erst viel später von der Staatswirtschaft und nicht von der Polizei bei Anrufannahme zu prüfen ist, ob hier Notwehr geltend gemacht werden kann bedeutet das, dass hier wider besseren Wissens, vorgetäuscht wurde, dass die Tötung eines Menschen staatgefunden hat.

Und genau das war ja eben nicht der Fall, sondern die Einbrecher konnten ja lebend von der Polizei festgenommen werden.

Der Sinn und Zweck des § 145d des StGB wegen des  des Vortäuschens einer Straftat ist ja auch eben genau der um den Staat davor zu schützen, dass wie im Fall der Fragestellung , unnötig staatliche Kräfte von Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte tätig werden.

Im konkreten Fall der Fragestellung, wurde seitens der Polizei darauf hingewiesen, dass alle Einsatzkräfte zur Zeit gebunden sind.

Wenn die Leitstelle nun doch so schnell Kräfte zur Fragestellerin geschickt hat, kann das nur bedeuten, dass die Kräfte von anderen Fällen abezogen worden sind, obwohl sie dort wahrscheinlich dringend gebraucht wurden.

Die Leitstelle muss ja bei mehreren Einsätzen immer Prioritäten setzen, welche Einsätze wichtiger sind.

Ein Einbruch mit Täter vor Ort ist schon vom Grundsatz her sehr hoch. Wahrscheinlich lag also irgendwo anders ein Einsatz vor, der noch wichtiger als Täter vor Ort  war. Beispielsweise die Absicherung einer Unfallstelle um weitere Unfälle zu vermeiden. Aufgrund der gemeldeten Schussabgabe, wurde nun ein Einsatz abgebrochen, nur weil die Fragestellerin  wissentlich falsche Tatsachen vorgespielt hat.

Wenn es blöd läuft, kommen nun aufgrund der abgezogenen Kräfte an der Stelle Menschen zu schaden oder gar zu Tode.

Gibt ja zahlreiche Einsätze die von der Priorität höher liegen, als paar Einbrecher die ein Carport leerräumen. Beispiele:

- Meldung, Jemand wird gerade zusammengeschlagen oder

- Jemand will sich das Leben nehmen oder

- eine Person gefährdet durch seine Fahrweise fortlaufend Andere oder

- aus einer Wohnung ist zu hören wie gerade Kinder brutal mißhandelt werden.

Und solche Einsätze werden natürlich sofort abgebrochen, wenn die Polizei über ein Tötungsdelikt informiert wird und der Täter noch mit der Waffe anwesend ist und eine Gefahr für eintreffende Rettungskräfte darstellt.

Frage mich, was ihr Euch vorstellt, warum gesagt wurde, dass keine Einsatzkräfte frei sind.? Sicher nicht, nur weil die keine Lust zum kommen hatten.

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Also erst mal ist ja mal klar, dass dieser Post Fantasie ist, und so sicherlich nicht statt gefunden hat.

Ansonsten kann man sagen, dass Fehl- bzw. Falschmeldungen bei Notrufen, einen Schadensersatzanspruch für den Anrufer nach sich ziehen. Das heißt er zahlt den Einsatz, bzw. in diesem fiktiven Fall, den Mehraufwand an Einsatzkräften.

Strafrechtlich findet hier wohl §145 StGB Anwendung Missbrauch von Notrufen, eventuell auch §145d Vortäuschen einer Straftat.

Aber wie gesagt der Post ist fiktiv, sehr fantasievoll, aber auch völliger Blödsinn.

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Kommentar von ArmaniBOSS
01.10.2016, 23:26

Muss man denn überall alles offensichtliche dazu schreiben!? ES IST MIR KLAR, DASS DAS SATIRE IST! DIE FRAGE IST REIN HYPOTHETISCH ZU BETRACHTEN! 

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Ich denke, wenn man das so handhaben würde, ginge das in Richtung "Vortäuschen einer Straftat". Aber genau weiß ich es nicht. Nachmachen würde ich es jedenfalls nicht... Aber schon ne witzige Idee ;-)

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Ja ist sie. Zumindest wegen des Vortäuschens einer Straftat, möglicherweise auch wegen des Missbrauchs von Notrufeinrichtungen für den zweiten, sinnfreien Anruf.

Dass sich die Verfügbarkeit von Einsatzkräften immer auch nach dem Einsatzanlass richtet und diese Gewichtung bei einem Doppelmord anders ausfällt als bei einem Einbruch, sollte eigentlich jedem Menschen klar sein, der Facebook bedienen kann.

Was ein Hubschrauber und drei Löschwagen bei einem Doppelmord sollen und wie man in fünf Minuten ein Spezialeinsatzkommando (so die korrekte Bezeichnung hinter der Abkürzung SEK) an den Einsatzort bekommt, erschließt sich mir nicht so richtig.

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Käme drauf an. So aus dem Bauch heraus dürfte es ein Missbrauch von Notrufen sein (§ 145 StGB).

Hinzu dürften die Einsatzkosten für diesen Scherz kommen. Alleine der Hubschrauber schlägt mit mehreren tausend Euro pro Stunde zu Buche. 

Wäre ein ziemlich teurer Spaß.

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Doch! Einbruch und Diebstahl sind Straftaten.

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Nein, denn ich denke eher dass es nicht so ganz ernst gemeint war

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Kurz (das war nicht deine Frage,mich weiß): Du hättest sie tatsächlich erschießen dürfen.

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Kommentar von Lupulus
01.10.2016, 23:14

Kurz: Falsch.

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Kommentar von zippo1970
01.10.2016, 23:17

In Texas ja. Nicht in Posemuckel....

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Deine Aktion ist strafbar und was die Polizei zurzeit abliefert ist traurig. Bei uns war auch ein Einbrecher, ich habe sofort angerufen erst nach 2 Std waren die da, den Einbrecher habe ich aber schon verdroschen und gefesselt, jetzt droht mir eine Anzeige und ich muss wahrscheinlich auch Schmerzensgeld zahlen. Armes und erbärmliches Deutschland. Von Sicherheit keine Spur und mit Selbstjustiz macht man sich selber zum straftäter.

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Kommentar von zippo1970
01.10.2016, 23:13

Du wirst doch diese "Geschichte" nicht ernst nehmen und glauben??? Aber Deine "Geschichte" glaubst Du vermutlich auch? Was ist bloß los mit den Menschen?

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Kommentar von Lestigter
01.10.2016, 23:39

Eigentlich müsstet du auch jedem User, der deine Geschichte hier gelesen hat und dafür 15 Sekunden seinen Lebens unwiederbringlich opferte Schmerzensgeld zahlen...

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ja man darf keinen Fahrraddieb einfach so erschießen. Das gilt nicht mehr als Notwehr!  

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