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Ist Selbstmord feige? Warum?

gefragt von Lapush am 30.05.2009 um 2:24 Uhr

Gucke gerade einen Film, da wo sich einer selbst umbrigen will. Da stellt sich mir dir Frage, ist es Feige sich selbst umzubringen? was meint ihr dazu? welche gründe sollte ein mensch haben sich selbst umzubringen?

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Sterben x 303 Selbstmord x 206

loona87
beantwortet von loona87 am 30. Mai 2009 02:26
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nein, das hat nichts mit "feige" zu tun, solche menschen leben in situationen, womit sie selbst nicht mehr klar kommen und total überfordert sind und keinen anderen rat wissen. sie denken, dass das leben ohne sie und deren probleme einfach besser gelöst wäre...

Kommentar von Lapush am 30. Mai 2009 02:35

Ich denke man kann aus jeder problemsituation heraus kommen, man muss nur den willen und die stärke dazu haben. anderen leuten geht es weit aus schlechter als einem selbst, von daher finde ich es persönlich feige wenn jemand sagt ich trete nun aus dem leben weil ohne mich ist das problem gelöst. solche menschen tun mir nur leid, weil sie nicht sehen wie wichtig sie für andere sind oder was sie anderen damit antun, beziehungsweise sich selbst

Kommentar von 244b649b0a5c5aa4206df374b9222f20smallheureka47 am 30. Mai 2009 04:49

...und genau die "Stärke" haben die Menschen nicht, die nur noch den Suizid als Ausweg sehen. Deine Erwägungen klingen sehr theoretisch - und überheblich und lieblos dazu. Du solltest niemand verurteilen. Zumal wenn du keine Ahnung von den Dingen hast.

.

Offenbar warst du noch nicht in einer schweren Krise. Kann aber noch kommen. Und falls dir dann - wie anderen auch - die "Stärke" fehlt und dein Wille dich auch verläßt, weil du nämlich für "Willen" dich anstrengen mußt und Kraft aufbringen und das nicht mehr KANNST, dann könnte helfen, an Gott zu glauben bzw. auf die universelle Liebe zu vertrauen - denn DIE Kraft steht IMMER zur Verfügung. Nur wissen das so viele nicht.


anonym
beantwortet von uli1972 am 30. Mai 2009 02:30
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es ist feige, weil man vor den Problemen flieht und diejenigen in Trauer zurücklässt, die einen lieben...!

Kommentar von 244b649b0a5c5aa4206df374b9222f20smallheureka47 am 30. Mai 2009 04:51

...und es zeugt von Unreife, zu verurteilen - zumal wenn man die Umstände nicht kennt.

Kommentar von uli1972 am 30. Mai 2009 12:03

ich verurteile hier niemanden...lies was da steht! lapush hat nach unserer Meinung gefragt - und das ist sie...! ICH finde Selbstmord feige und egoistisch. Und - by the way... Du kennst meine Umstände auch nicht und bezeichnest mich als unreif - vielleicht auch etwas vorschnell, oder? Vielleicht gibt es ja einen guten Grund, warum ich das so sehe.... Immer shcön vor der eigenen Türe anfangen zu kehren, Heureka!

Kommentar von 244b649b0a5c5aa4206df374b9222f20smallheureka47 am 30. Mai 2009 23:46

Ein spirituell entwickelter Mensch, ein wirklich erwachsener, bewußter Mensch erkennt, daß Verurteilen falsch ist. Nicht - nur - wegen demjenigen, den du verurteilst, sondern wegen DIR! DU trennst dich damit von deiner wahren Identität, von deinem Glücklichsein, weil von der Liebe und von Gott.


mia68
beantwortet von mia68 am 30. Mai 2009 02:26
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...manchmal bedarf es mehr Mut und Kraft, sich dem Leben zu stellen als dem Tod.

"Gründe" (für beides übrigens) kann man immer finden.


Raller
beantwortet von Raller am 30. Mai 2009 05:39
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Nein, eher Verzweiflung!


heureka47
beantwortet von heureka47 am 30. Mai 2009 05:09
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Wenn du mental überfordert bist und sich dir wie zwanghaft die Gedanken an Selbstmord aufdrängen, fragst du nach gar nichts mehr - auch nicht, ob es "feige" ist, oder was irgendwelche Menschen darüber denken könnten...

.

Das gibt der Verstand in solcher Situation nicht mehr her. Aber das wissen die allermeisten Menschen nicht, bevor sie nicht selbst in einer solchen Situation waren.

.

Freiwillig in den Tod zu gehen aus bewußten Gründen nenne ich zur Unterscheidung FREITOD, nicht Selbstmord.


MissCosmo
beantwortet von MissCosmo am 30. Mai 2009 02:31
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Man kann nie fühlen/sehen wie es bei andere Menschen psychisch (innen drin) aussieht. Deshalb wird man es auch nicht wirklich nachempfinden können ob Selbstmord nun feige ist oder für denjenigen einfach das "Beste" (in dessen Augen). Es gibt furchtbare Leben (Erlebnisse, ohne Eltern/Freunde zu leben/aufzuwachsen, nie Glück zu haben) das sammelt sich denke ich an & kann schon über Jahre hinweg ein großer Batzen an Last werden, die man irgendwann vielleicht einfach nicht mehr tragen kann. Und wie schon gesagt wurde, das Leben kostet manchmal mehr Kraft & Mut als den letzten Schritt (in den Tod) zu machen. Aber wirklich nachempfinden kann das wohl niemand, außer jemand, der vielleicht schon einmal in der Situation (kurz vor einem Selbstmord) stand. Sehr schwierige Angelegenheit/Frage.


Jule1973
beantwortet von Jule1973 am 30. Mai 2009 02:28
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Welche Gründe SOLLTE ein Mensch haben?

Keinen.

Den einzigen, den ich nachvollziehen könnte, wäre eine unheilbare tödliche Krankheit, bei der man dadurch einem langen Leiden entgehen will.

Habe heute selbst einen Film gesehen, wo jemand Selbstmord begeht - "Sieben Leben". Ihn konnte ich allerdings auch irgendwie verstehen...

Kommentar von 244b649b0a5c5aa4206df374b9222f20smallheureka47 am 30. Mai 2009 04:58

>>Welche Gründe SOLLTE ein Mensch haben? Keinen. <<:

Genau. Für den typischen Selbstmord gibt es keine Gründe. ER geschieht sozusagen unbewußt / zwanghaft. Die betreffende Person hat keine verstandesmäßige Kontrolle mehr.

.

>>Den einzigen, den ich nachvollziehen könnte, wäre eine unheilbare tödliche Krankheit, bei der man dadurch einem langen Leiden entgehen will.<<: DAS nenne ich FREITOD.

Kommentar von Simple_avatar2smallJule1973 am 30. Mai 2009 12:24

DAS ist jetzt ne Definitionsfrage. Ich "nenne" beides Freitod oder Selbstmord...

und auf die Fragstellung bezogen ist diese Unterscheidung, wenn es denn eine gibt, hier doch nicht vorrangig, oder?

Kommentar von 244b649b0a5c5aa4206df374b9222f20smallheureka47 am 30. Mai 2009 23:49

Ich finde es schon bedeutsam, den Unterschied zu machen, ob es eine wirklich bewußte Entscheidung ist, aus dem Leben zu gehen oder eine vom eigenen bewußten Verstand nicht kontrollierte, nicht kontrollierbare, gewissermaßen "zwanghafte" Tat!


anonym
beantwortet von alexthek am 30. Mai 2009 02:26
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Ja, es ist feige... es ist feige, weil man sich den problemen, die man meint zu haben, nicht stellt...

es gibt sicher für alle probleme eine besser lösung als den selbstmord...

von daher.. es gibt keine gründe, die jemand haben könnte selbstmord zu betreiben...

Kommentar von 244b649b0a5c5aa4206df374b9222f20smallheureka47 am 30. Mai 2009 04:54

...und es zeugt von Unreife, zu verurteilen.

.

Wenn du selbst mal so weit bist und nicht mehr weiter weißt, wirst du dich vielleicht an diese deine Worte erinnern und du wirst merken, dass sie völlig sinnlos sind. Denn in einer solchen Situation - bedenke das Wort "Selbst-Mord" - steht der rationale Verstand nicht mehr oder nur beschränkt zur Verfügung.


anonym
beantwortet von arcorado am 7. Juli 2009 11:50
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Ich beschäftige mich gerade mit meinem eigenen Tod. Im Leben gibt es Dinge die Zwänge ausüben, ausweichen nicht möglich. Daher denke ich über den eigenen Tod nach. Er bringt meinen "Hinterbliebenen" sogar Vorteile. Geld ist dann genügend da um die Ex-Frau und meine Kids zu bedienen, wo ich jetzt erhebliche Probleme mit habe. Sie können sich freier entfalten. Alles das was jetzt nicht geht. Geldsorgen ooooohne Ende sind damit erledigt.

Ein leben für 3 Leben wäre doch ein guter Tausch ???


anonym
beantwortet von Lylen am 30. Mai 2009 10:09
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also ich persönlich finde es feige, denn man läuft vor seinen problemen davon und löst sie nicht, aber ich kann es gut verstehen wenn einer so verzweifelt ist das er dann selbstmord begeht. es mag vielleicht feige sein aber es ist jedem selbst überlassen...ich selber löse jeden konflikt mit selbstmörd sobal i-was zu viel wird versuch ich was, deshalb würde ich sagen das ich richtig feige bin...


anonym
beantwortet von schwabe77 am 30. Mai 2009 02:25
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unheilbare, tödliche, schmerzhafte Krankheit

Kommentar von alexthek am 30. Mai 2009 02:26

auch das ist feige... irgendwie... wie schrecklich uss das für die familie sein?

Kommentar von schwabe77 am 30. Mai 2009 02:28

hast du schon mal jemand mit unertragbaren Schmerzen sterben sehen? ...kann ziemlich schrecklich sein!

Kommentar von alexthek am 30. Mai 2009 02:31

ja, habe ich.. kann schrecklich sein, aber ich glaube, bei der frage geht es nicht um selbstmord "durch mediziner" sondern eher um selbstmord durch .. von ner brücke werfen... oibbem auto vor nen baum fahren,...

Kommentar von Lapush am 30. Mai 2009 02:31

Ja, mein Großvater, der ist eigentlich bis zum Schluss nur dahinvegetiert, es war zwar kein schöner Anblick aber ihn hat es viel bedeutet weil er einfach miterleben wollte wie seine Enkel aufwachsen. Er wollte das Leben einfach nicht verpassen.

Kommentar von Simple_avatar2smallJule1973 am 30. Mai 2009 02:31

ich glaube, die Familie kann das am ehesten nachvollziehen - habe oben von einer Frau erzählt, der Mann konnte das nachvollziehen.

Wenn es um so etwas geht, finde ich es manchmal schon "schade", dass es hier nicht wie zum Beispiel in der Schweiz die Möglichkeit gibt, bei einer unheilbaren Krankheit, die tödlich ist und nur noch Schmerzen und Leid auch für die Angehörigen bedeutet, selbst entscheiden zu dürfen, wann man gehen möchte - natürlich nur, wenn diese Diagnose bzw. Prognose von Ärzten (ggf. mehreren) ganz sicher ist.

Kommentar von schwabe77 am 30. Mai 2009 02:37

ich finde es UNTER BESTIMMTEN BEDINGUNGEN überhaupt nicht feige! hab als Zivi viele Menschen in den Tod begleitet und auch schon in der Familie! Unter bestimmten Umständen ist es in meinen Augen humaner- wenn man mit einer bestimmten Würde aus dem Leben scheiden kann. Würde ich unter bestimmten Umständen auch machen!

Kommentar von Simple_avatar2smallJule1973 am 30. Mai 2009 02:46

ich auch. Ich bekomme es auf der Arbeit auch oft zu hören - wie würdelos teilweise die letzte Zeit war, wenn man nur noch bettlägerig war, auf andere angewiesen. Wie schlimm es auch für die Angehörigen ist, den geliebten Menschen so leiden zu sehen, teilweise von ihm nicht mehr erkannt zu werden? Ganz im Ernst - die Schweiz hat uns da was voraus...meine Meinung. Und wenn man dann SELBST entscheidet, nicht mehr zu wollen, kann ich das durchaus nachvollziehen


anonym
beantwortet von uli1972 am 30. Mai 2009 02:24
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keinen!


anonym
beantwortet von gremlin241290 am 30. Mai 2009 02:24
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Es gibt keinen wirklichen Grund für Selbstmord. Für alles gibt es eine Lösung. Verstehen könnte man es, wenn ein Arzt dir heute sagt das du in einer Woche qualvoll sterben wirst, und du dir das nicht antun möchtest. Aber ansonsten gibt es für alles eine Lösung.

Kommentar von Lapush am 30. Mai 2009 02:27

Ich weiß nicht, will man nicht gerade dann, wenn man so eine diagnose erhält das Leben bis zum Schluss auskosten, mit oder ohne schmerzen. einfach die schönen dinge am leben nochmal genießen?

Kommentar von Simple_avatar2smallJule1973 am 30. Mai 2009 02:29

kann man das dann noch? Wenn die Krankheit soweit fortgeschritten ist? Mir hat ein Mann von seiner Frau erzählt - sie hat die Diagnose bekommen "Bauchspeicheldrüsenkrebs, inoperabel, unheilbar, keine lange Lebenserwartung". Sie hat sich am nächsten Tag das Leben genommen...

Kommentar von gremlin241290 am 30. Mai 2009 02:30

Schwer zu sagen. Man könnte das ja machen und wenn man merkt das die schmerzen anfangen dem ganzen ein Ende setzen. Aber gutes Argument.

Kommentar von Simple_avatar2smallJule1973 am 30. Mai 2009 02:36

Ich weiß nicht, ob ich es dann noch "auskosten" könnte, wenn ich quasi nur noch drauf "warte", dass es schlimmer wird, die Schmerzen kommen...

Es ist ja in der Regel nicht so, dass man sich topfit fühlt, keine Krankheit hat und plötzlich hört "du hast noch 4 Wochen". Dann KÖNNTE man ganz anders "handeln", auskosten...

Kommentar von 244b649b0a5c5aa4206df374b9222f20smallheureka47 am 30. Mai 2009 05:01

@ gremlin: Graue Theorie. Keine Ahnung von der Wirklichkeit. "Selbstmord" geschieht bei mentaler Überforderung unter Fehlfunktion oder Ausschluß des rationalen Denkens sozusagen durch Lenkung aus dem Unbewußten, quasi zwanghaft.


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