Frage von Randler, 113

Ist Selbstmord eine Charakterschwäche?

Mir gehts darum ob wenn sich jemand umbringt das eine Flucht also eine Aufgabe seiner Propleme ist. Denn man kann ja jedes Proplem lösen egal wie schwierig es ist. Ist es also von diese Personen schwach oder egoistisch oder auch eine Art von Faulheit sich selbst das Leben zu nehmen. Was denkt ihr denn darüber ?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von lamarle, 44

Schwäche ist es auf keinen Fall. Für mich gehört eher Mut dazu - Mut, einen Weg zu gehen, von dem Du nicht weißt, wo er endet (denn nicht alle Versuche enden wirklich mit dem Tod) und wie es sich anfühlen wird.

Egoismus - vielleicht. Der Betroffene denkt sicher sehr intensiv drüber nach, ob er das tun "darf", wie vielleicht Angehörige etc drüber denken und wie sie reagieren. Zum Schluss ist das dem Betroffenen sicher weniger wichtig als dass seine Situation, die ihm unerträglich erscheint, endlich beendet ist. Ich finde, ein bisschen egoistisch darf man schon sein.

Faulheit - ganz bestimmt nicht.

Antwort
von rockylady, 69

diese Leute sehen das was du aufzählst nicht, dieses "es gibt für alles eine Lösung". Sie sind krank und es erscheint alles aussichtslos.

Antwort
von LegendenTraum, 43

Was auch immer einen Menschen dazu bringt, sich selbst umzubringen: Es ist niemals Faulheit oder Egoismus. Jeder Mensch hat seine eigene Geschichte zu tragen. Und Leute die denken, dass Suizid die einzige Lösung ist benötigen Hilfe. Je früher desto besser. Du musst dir vorstellen, dass sie einem enormen Druck ausgeliefert sind und die eigenen Gedanken ziehen einen runter, wie in einem Sog. Da ist es auf irgendeine Art logisch, dass sie keinen Ausweg mehr sehen. Sie sehen nur noch die Probleme - egal wie schön die Welt rundherum ist. Das Negative überwiegt.

Kommentar von Randler ,

Aber warum schaffen es dann Leute sich nicht umzubringen obwohl sie am Boden sind. Wie z. B. Krebskranke..?

Kommentar von LegendenTraum ,

Wenn ich etwas gelernt habe (eigene Erfahrung), dann ist es folgendes: Suizidenten wollen eigentlich gar nicht sterben, sie wissen einfach nicht mehr wie sie weiterleben sollen. Du musst dir vorstellen, dass jeder Mensch eine eigene Schwelle/ Grenze hat. Manchmal sind es die Umstände, die sofort fremde Hilfe hinzu zieht und es den Versuch damit unmöglich macht durchzuführen. Und manchmal klappt es aus genetischer Sicht nicht. 

Antwort
von OtakuLissy, 49

Meiner Meinung ist sich umbringen Schwäche. Es zeigt das du es nicht geschafft hast das Leben aus natürlich gründen zu beenden. Meine Meinung ^^.

LG:Lissy :3

Antwort
von devinha35, 26

das sehe ich nicht so. Freitod wurde auch schon in der Antike von manchen als Heldentat bezeichnet. 

Irgendwie hat es auch etwas edles. Wenn ich mir vorstelle da an Schläuchen zu hängen und in einem Altenheim vor mich hin zu vegetieren ?

Kommentar von devinha35 ,

Eine gesunde Geisteshaltung gegenüber Leben und Tod trifft auf mich zu. 

Antwort
von Eduardo7Santini, 31

Es ist nicht ungewöhnlich, daß junge Menschen Selbstmord begehen, weil sie an etwas verzweifeln, was anderen vielleicht sogar völlig belanglos erscheint. Jugendliche, die tief verletzt wurden und sich ohnmächtig fühlen, mögen ihren Tod als Mittel betrachten, sich an denjenigen zu rächen, die ihnen den Schmerz zugefügt haben.

Antwort
von wasisdalos99, 37

Charaktersvhwäche ist eine harte Aussage. Die Menschen die diesen Ausweg nehmen haben meist keine kraft mehr dagegen anzukämpfen, sie halten die Welt nicht mehr aus. Ob du das als Charaktersvhwäche siehst ist deine sache

Antwort
von Boddah1987, 52

Ich finde auch dass diese Frage nicht mit einem einfachen "Ja" oder "Nein" beantwortet werden kann.

Jeder der schonmal eine ernsthafte Krise durchgemacht hat, hat schonmal mit solchen Gedanken gespielt, ist aber nicht gleich in eine Depression gefallen. Und nicht jeder der denkt er hätte eine Depression, hat auch eine Depression.

Selbstmord ist manchmal eben der einfachste Weg und wenn du sagst "Es gibt für jedes Problem eine Lösung" dann hast du noch nie in einer wirklichen Krise gesteckt. Denn eine Lösung ist für dich dann genauso unwahrscheinlich wie ein 6er im Lotto ohne dass du überhaupt Lotto gespielt hast. Also, der Gedanke daran dass es eine Lösung gibt, existiert in solch einer Situation gar nicht für dich.

Das ist ein wirklich sehr komplexes Thema, welches sich von Mensch zu Mensch so stark unterscheiden kann dass eine richtige Antwort hier nicht gegeben werden kann.

Das ist zumindest meine Meinung!!!

Kommentar von SergeantPinpack ,

Starke Antwort!

Kommentar von Randler ,

Ich habe schon in größeren Krisen gesteckt. Aber rational Betrachtet gibt es immer eine Lösung.

Kommentar von lamarle ,

Aber nicht jede Lösung ist für jeden Menschen machbar. Eins ist Suizid aber ganz sicher: selbstbestimmt. Und Selbstbestimmung ist mir z.B. sehr wichtig.

Kommentar von Boddah1987 ,

Naja.... das ist deine Meinung. Ich weiss leider nicht ob du dich auf einen bestimmten Fall beziehst, aber solltest du immer bedenken dass du eben nicht derjenige bist der sich umbringen will. Auch wenn für dich deine Krisen weit schlimmer waren, weisst du nicht mit Sicherheit wie schlimm die Krise für jemand anderen ist.

Ein Beispiel: Wenn ich als Mann mal 1-2 Kg zunehme ist das für mich noch lange kein Grund auszurasten oder gar von einer Krise zu sprechen, wenn du nun aber ein junges Mädchen nimmst und diese 1-2kg zunimmt, wird sie das ganz anders empfinden als ich oder???


P.S.: Eine rationale Lösung gibt es fast immer. Ich will nicht sagen immer, aber fast immer auf jeden Fall. Der Mensch ist aber kein rationales, sondern in erster Linie ein emotionales Wesen.

Antwort
von AlienFactory, 36

Selbstmörder sind für mich feige und egoistisch ihren Angehörigen gegenüber.

Ich hätte allenfalls noch Verständnis dafür, wenn sich jemand umbringt, der unheilbar krank ist, es vor furchtbaren Schmerzen nicht mehr aushält, weil keine Medikamente mehr anschlagen.

Kommentar von Boddah1987 ,

Aber genau das tun sie ja!!! Sie haben so furchtbare psychische Schmerzen, dass sie sich wünschten lieber zu sterben. Diesen Schmerz kann keiner nachvollziehen der nicht schon einmal in dieser Situation gesteckt hat.

Sie glauben auch nicht an eine Heilung und für sie gibt es in diesem Moment keine Hilfe!!!

Antwort
von Kapodaster, 23

Ein Psychologe sagte einmal: "Eine schwere Depression ist eine tödliche Krankheit."

Weil sich viele Betroffene *aufgrund der Krankheit* das Leben nehmen.

Dies als Charakterschwäche zu diffamieren, ist beleidigend und uninformiert.

Antwort
von Harkoon, 30

Feigheit in einigen Fällen. Jedoch werden einige auch von Krankheiten in den Selbstmord getrieben ( Depressionen z.B. )

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