Ist Schmerz für den Menschen in der Gemeinschaft notwendig?

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5 Antworten

Schmerz ist generell als Warnsystem gegen Überlebensbedrohung "sinnvoll". Nach Epikur hat die Natur grob gesprochen zwei Lebensorientierungs-Leitplanken eingezogen. Eines als Sicherung gegen Lebensbedrohung sind Leid und Schmerz. Ein anderes als Signal für eine positive Problemlösung sind Freude, Lust und Wohlgefühl. Ist die Schmerzempfindlichkeit gestört, hat die Leitplanke gegen Lebensbedrohung ein "Loch". Allerdings, so einfach wie in den Filmen und Serien sind die Zusammenhäng im realen Leben nicht. Das reale Leben muss ja auch nicht in 60 oder 90 Minuten fertig sein und eine plausible Erklärung vorweisen samt Happy-End. In der Realität gibt es unendlich viele Varianten, woran dann die Wissenschaften wie Soziologie oder Psychologie und ähnliche zu knabbern haben.

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Kommentar von Rango87
09.07.2016, 09:45

Mit einer Expertenantwort hätte ich nun nicht gerechnet. Lieben Dank! :)

Ja, Schmerz als Warnsystem/Lernsystem (heisse Herdplatte anfassen) ist klar, ist funktionell.

Aber was ist mit Seelischen schmerz durch z.B. Beleidigung/Mobbing. Evtl. als eine Art Erziehungssystem kann es zur heutigen Zeit zu sehr negativen Entwicklungen, wie hier schon genannte Amokläufe führen.
Kann man das als Fehler in der Entwicklung oder der aktuellen Gesellschaft bezeichnen?

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Nur weil man viel Leid erfährt, wird man meiner Meinung nach nicht unbedingt ein besserer Mensch. So denke ich an Schüler, die nach jahrelangem Mobbing zum Amokläufer werden. 

Sicherlich ist es für empfindungsgestörte Menschen schwieriger, sich in die Gesellschaft einzufinden, eine größere Gefahr würde ich jedoch nicht zwingend sehen, denn trotz alledem machen doch auch Erfahrungen und die Erziehung einiges aus.

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Kommentar von Rango87
09.07.2016, 01:26

Ja, diese Schulamokläufer würden das genaue Gegenteil ausdrücken..

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Ja ich denke das ist so. Menschen, die in ihrem eigenen Leben viel Leid erfahren haben, sind oft sehr dankbar und wissen das Leben zu schätzen, was sie zu zufriedenen Leuten macht und zufriedene Menschen, sind gute Menschen. 


Es geht ja auch nicht nur um körperlichen Schmerz, aber Schmerz kann ja auch etwas sein, wie Liebeskummer, Angst, schlechtes Gewissen oder Mitleid und wenn du solche Gefühle nicht besitzt, dann bist du kalt und reuelos, was in jedem Fall gefährliche Eigenschaften sind. 

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Nur weil man keinen Schmerz empfinden kann, kann man doch immernoch Glück empfinden.  Und warum sollte ein glücklicher Mensch einem anderem Menschen schaden wollen?

"Und das man nur dadurch, dass man selber Leid erfahren hat ein guter Mensch sein kann?"

Was meinst du mit Leid? Und was ist ein guter Mensch? Ich glaub aber nicht, dass es Leid braucht, um ein guter Mensch zu sein.

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Kommentar von Rango87
09.07.2016, 01:23

Konkret meinen tue ich damit nichts, ist eben eine Frage.

Wenn ich "Leid" erklähren sollte.... würde ich sagen negative Erfahrungen in unbestimmter Form.

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1. ein empfindungsgestörter Mensch KANN im Zweifelsfall eine Gefahr für andere darstellen, weil er/sie die "normalen Empfindungen" von Schmerz, Freude, Traurigkeit usw. nicht nachvollziehen kann, und sie über die Affekte anderer miterleben möchten könnte.

2. die Empfindung eigenen Leides kann die Empathie = Einfühlsamkeit gegenüber anderen Menschen erhöhen und befördern.

3. woher rührt diese Frage und was sind DEINE Motive dafür?

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Kommentar von Rango87
09.07.2016, 01:20

Um auf 3. zu antworten:

Eben weil ich es immer so einseitig dargestellt sehe und dazu gern Meinungen, wenn nicht sogar Erfahrungen lesen wollte um zu versuchen eine solche Situation nachvollziehen zu können.

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