Frage von Catcrusade, 61

Ist Schicksal eigentlich gleichbedeutend mit Leben oder gibt es da einen Unterschied?

Antwort
von Hullewusch, 34

Unter dem Schicksal versteht man das von Geburt an vorherbestimmte Ablaufen von Ereignissen im Leben durch (meistens) eine göttliche Macht. So nach dem Motto du kannst nichts daran ändern, dass die Dinge passieren wie sie passieren, weil es nunmal so sein soll.

Das Leben ist nur der Rahmen innerhalb dessen diese Dinge passieren.

Gegenteil von Schicksal ist Zufall. Ich persönlich halte das Schicksal für Quatsch, ich bestimme was in meinem Leben passiert :D

Kommentar von BertRollmops ,

Und das ist im Plan des Schicksals schon enthalten. Das Schicksal weiß um die Möglichkeiten der myriaden Teilchen und ihre Wege.

Antwort
von JTKirk2000, 15

Wie ich schon in meinem Kommentar zur Antwort von moonchild1972 schrieb, bedeutet Schicksal, dass alles von vornherein festgelegt und im Nachhinein nicht mehr beeinflussbar ist.

Zufall wäre sozusagen das Gegenteil von Schicksal, denn Zufall bedeutet Unvorhersehbarkeit von allem was geschieht, unabhängig davon, wie man sich auch entscheiden mag.

Nach meinem Verständnis sich sowohl Zufall, als auch Schicksal, sowohl Glück als auch Unglück und so weiter nur Versuche, etwas zu beschreiben, was in seiner eigentlichen Form, der Entwicklung durch Konsequenzen der Entscheidungsfreiheit aller direkt und indirekt teilhabenden Individuen entspricht.

Ich habe in meinem Leben mehrmals merklich erlebt, dass die Entwicklung meines Lebens sowohl von meinen Entscheidungen abhängt, als auch von Entscheidungen derer, die durch diese Entscheidungen einen Einfluss auf mein Leben haben. Sei dieser jeweilige Einfluss nun maßgeblich oder minimal.

Kommentar von moonchild1972 ,

Es gibt zwei Bedeutungen des Schicksals.

Die Eine ist, dass mein Leben von einer höheren Macht bestimmt wird, die mein Schicksal bestimmt.

Die Andere ist, dass ein Ereignis, dass mein Leben entscheidend beeinflusst, ohne dass ich daran noch etwas ändern kann.

Wenn ich an die höhere Macht glaube, kann ich egal was ich tue, im Endeffekt gar nichts gegen mein Schicksal unternehmen. Ich werde handlungsunfrei. Ich kann zwar das Beste aus meiner Sache machen und die höhere macht um Segen bitten und versuchen, ein gutes Leben zu führen.

Bei der zweiten Beschreibung kann ich, kann ich mich für etwas entscheiden (einen bestimmten Weg einschlagen), wo ein Ereignis geschieht, was ich nicht mit Sicherheit voraus sehen kann. Wie auch immer dieses Ereignis ausfällt, es kann schicksalhaft verlaufen, brauch es aber auch nicht. Bei Variante zwei kann ich auch gläubig sein. Oder auch nicht.

Antwort
von moonchild1972, 25

Dein Lebensweg ist, von der Geburt bis zum Tod, Anfang und Ziel.

Schicksal ist, wenn auf diesem Wege Umwege sind, oder Weggabelungen, bzw. Kreuzungen, wo Du Dich entscheiden musst, wo Du lang möchtest.

Du kannst zwar bewusst einen Weg wählen, kannst jedoch nicht wissen, was Dich am Ende, bzw. am Anfang (Abschnitt-Neubeginn) erwartet.

Das ist dann Schicksal.

Aber ein Ende kann ein Anfang sein. Das Schicksal kann auch positives bringen.

Kommentar von JTKirk2000 ,

Schicksal ist, wenn auf diesem Wege Umwege sind, oder Weggabelungen, bzw. Kreuzungen, wo Du Dich entscheiden musst, wo Du lang möchtest.

Das ist Entscheidungsfreiheit.

Du kannst zwar bewusst einen Weg wählen, kannst jedoch nicht wissen, was Dich am Ende, bzw. am Anfang (Abschnitt-Neubeginn) erwartet.

Das ist dann Schicksal.

Das ist dann Konsequenz der eigenen Entscheidung.

Schicksal wäre, wenn alles im Leben bereits von vornherein feststeht und keine Entscheidungsmöglichkeit mehr besteht.

Kommentar von moonchild1972 ,

Grüße Dich JTKirk2000

das stimmt teilweise.

Klar, ist der Weg, den wir wählen unsere persönliche Entscheidungsfreiheit.

Wenn ich mich jetzt entscheide für eine OP an dem Rücken, kann sie gut oder schlecht verlaufen.

Das wäre für Dich dann die Konsequenz aus meiner eigenen Entscheidung.

Ich kann leider nicht darüber entscheiden, ob die OP mir nicht behindert macht und ich dauerhaft behindert bin :/ hmmm!

Aber ich kann ganz unabhängig davon, ob sie gut oder schlecht verläuft, Menschen im Krankenhaus kennen lernen, die wesentlich für mein Leben sein können.

Z.B die Liebe meines Lebens. Oder einen anderen Menschen, dem ich hätte besser nicht vertrauen sollen :/ , aber auch andere Menschen, die für den weiteren Lebensweg von Bedeutung sind....

das sind dann die Verzweigungen von denen ich sprach.

Was dann am Ende dieser Wege auf mich wartet, darüber habe ich keinen Einfluss. das ist Schicksal.

Schicksal wäre wenn alles im Leben bereits von vornherein feststeht und keine Entscheidungsmöglichkeit mehr besteht.

Stimmt aus o.g. Begründung nur bedingt ;-)

Denn wenn mein Leben von vornherein fest steht, hätte ich keine Freiheit darüber.

Das wäre eine göttliche Fügung. Aber kein Schicksal.

Alle Gute Dir,

LG.

Kommentar von moonchild1972 ,

Ganz unter uns gesagt: Ich glaube an Gott den Herrn. Ich weiß, es ist ein guter Gott. Und glaube an Jesus Christus als meinen Erlöser. Ich habe für mich selbst keinen Anspruch, perfekt zu sein. Heilig ist nur Gott allein. Ihm gebührt alle Ehre und alle Anbetung. Ich bin nur ein kleines Menschlein. Und ich will leben. Das Leben leben, das Gott mir geschenkt hat.

Goethe sagte einmal:

Wer das Rechte kann, der sollt es wollen.

Wer das Rechte will, der sollt es können.

Und ein jeder kann´s der sich bescheidet

Schöpfer seines Glücks zu sein im Kleinen.

Fromm erbittet Segen Euch von Oben.

Aber Hilfe schafft Euch tätig wirkend selber.

was ich tu oder nicht tu hat immer Konsequenzen. Ich kann Gott bitten, mir gnädig zu sein und versuchen, das Beste zu tun, um ihm zu gefallen. Ich weiß aber, dass ich täglich neu versage und mein eigener Anspruch an mich selbst und anderen viel zu hoch gesteckt war. Deswegen lasse ich besser. Es steht mir nicht zu, perfekt zu sein oder in irgendeiner Form zu urteilen. Wer über mich richten will, der möge es ruhig tun.

Im Endgültigen richtet nur Einer allein: GOTT SELBST. Und das ist für mich tröstend. Denn ich weiß, Er ist viel göttlicher und weiser, als wir kleinen, eingeschränkten Menschen.

Und Schicksal? Schicksal ist etwas, worauf wir keinen Einfluss haben, egal, wie gut oder wie schlecht wir einen Weg gehen.

Jesus Christus aber ist der Weg,

die Wahrheit und das Leben.

Gott sei Dank.

Ich kann Ihm vertrauen.

Kommentar von JTKirk2000 ,

Ich glaube auch an Gott, den Vater, an seinen Sohn und an den Heiligen Geist, aber das steht in dieser Frage ja nicht zur Debatte.

Was die Konsequenzen von Entscheidungen angeht, so werden diese nicht nur von uns selbst beeinflusst, sondern diese Konsequenzen werden sowohl von uns selbst, als auch von allen anderen ebenso mit beeinflusst, in gewisser Hinsicht sogar durch Prägung auch von Leuten, die andere oder uns bzw. unsere Eltern oder weiteren Vorfahren beeinflusst haben, wodurch auch direkt oder indirekt unsere Erziehung beeinflusst wurde. Trotz allem sind wir selbst in augenscheinlichen Zwangssituationen frei, uns in einem gewissen Rahmen entscheiden zu können, auch wenn die Konsequenzen mancher Entscheidungen, die eben auch durch Entscheidungen anderer beeinflusst werden, manchmal nicht erstrebenswert aussehen.

Nehmen wir einmal an, ich werde von jemanden bedroht, der mir eine Pistole an den Kopf hält und der mir sagt, dass er entweder mein Geld haben oder mich umbringen will. Wenn ich ihm nun sage, dass ich kein Geld habe, entweder weil ich tatsächlich kaum oder kein Geld habe, oder weil ich versuche, dem Anderen möglichst nichts geben zu müssen, so ist dies meine Entscheidung. Seine ist es dagegen, entweder zu glauben, was ich sage oder dies nicht zu glauben und natürlich, ob er den Abzug der Pistole betätigt oder nicht. Letztere beiden Entscheidungen sind nicht meine, aber die Konsequenzen davon trage ich auf meine Weise ebenso wie der Andere auf seine Weise. Auch das hat nichts mit Schicksal zu tun, in dem Sinne, dass alles vorherbestimmt ist, selbst wenn es nur zu einem gewissen Grad ist. Man hat immer, die Freiheit der Entscheidung. Es stellt sich nur die Frage danach, wie attraktiv die Optionen erscheinen, zwischen denen man wählen kann.

Kommentar von moonchild1972 ,

ich glaube wir meinen im Grunde genommen dasselbe und drücken uns nur anders aus.

Ich danke Dir erst mal für Deine Courage und Offenheit. Besonders auch für Deinen guten Beitrag zum Thema und wünsche Dir von Herzen einen schönen Abend.

Antwort
von BertRollmops, 11

Versuch mal, Deine Frage genauer zu formulieren. Was meinst Du mit Leben? Das, was Du in der Retrospektive als "Dein Leben" bezeichnest? Oder geht Schicksal darüber hinaus? 

Es ist alles mit allem verbunden. Jede Möglichkeit ist so real wie die andere, bist etwas in unserem Leben Spuren hinterlässt, die wir als absolut und real ansehen. Dabei sind sie nur die Interpretationen von Sinneseindrücken, die mit sehr beschränkten Mitteln eingefangen werden. Wie viel schärfer sieht ein Habicht, riecht ein Hund, hört eine Fledermaus?

We read as we write our own diaries.

Antwort
von Retschkopf, 40

DEin Leben wird durch dein Schicksal geleitet

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