Ist Religion so wichtig für unsere Kinder, dass es in der Schule gelehrt werden muss?

... komplette Frage anzeigen

24 Antworten

Hallo JulianeX1,

ich könnte hundert Gründe aufzählen, warum Religion wichtig ist für unsere Kinder. Aber ich erzähle einfach eine Geschichte: Mein Onkel hat sich stets lustig gemacht über das Christentum und die damit verbundenen Lehren. Irgendwann (keine Ahnung wie er auf den Trichter kam) schickte er seine Kinder ganz bewusst in den Religionsunterricht. Dort wurden im wesentlichen die vielen Geschichten aus dem alten Testament erzählt. Er machte die Entdeckung, dass das eine unerwartet wohltuende Wirkung auf seine Kinder hatte, die er, wie er sich ausdrückte, rational nicht erklären konnte.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Nun ja, Schule ist nicht nur Sachvermittlung, sondern auch das Auseinandersetzen mit Werten, die in unserer Kultur entscheidend sind.

Wenn nicht Religionsunterricht, dann eben Ethik

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Man muss schon zugeben, dass Religion ein großen Einfluss auf unsere Kultur hatte und immer noch hat. Ich finde es wichtig, dass man zum Beispiel die Bedeutung von Ostern und Weihnachten kennt.

Ich meine, dass es noch wichtiger ist in der Schule etwas über die gesamte europäische Kultur zu lernen. Man sollte also das Fach Religion auch auf Etik und "Kulturwissenschaften" ausweiten. Natürlich würde man den Umfang von Religion an etwas reduzieren.


Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Meine Religionslehrerin ist mal fast ausgerastet, als jemand gesagt hat der Mensch und der Affe haben gleich Vorfahren. Soviel dazu.

Ich finde es falsch, dass etwas gelehrt wird, dass einfach keinen Hauch von naturwissenschaftlicher Wurzel hat. Weiters finde ich es falsch, dass man mit einer Religion "geboren" wird. Glaube und Zwang sollten in keinem Zusammenhang stehen.

Den kulturellen Aspekt sehe ich natürlich ein. Gerne kann man über die Hintergründe unserer Sitten und Bräuche unterrichten. Es sollte aber als Glaube einer Gemeinschaft von vielen dargestellt werden und nicht als bombenfeste Fakten.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von botanicus
27.10.2015, 14:56

Offenbar hast Du von Geisteswissenschaft ebensowenig Ahnung wie die erwähnte Relilehrerin. Wenn Du Schulbildung auf Naturwissenschaften einengen willst, fallen Künste, Literatur, Religion, Ethik, Philosophie, Geschichte und im Grunde die wesentlichen Teile unserer Kultur weg. Erbärmlich!

Niemand wird ernsthaft bestreiten, dass die Evolutionstheorie die naturwissenschaftlich stichhaltige Erklärung für unser Dasein ist. Aber es erklärt nur die Wirklichkeit, nicht die Wahrheit. Der Mensch ist mehr als nur sein Verstand. 

1

wichtig? für einige menschen schon. das ist genauso wie die frage ist latein wichtig? für einige menschen schon. stell dir vor du willst doc werden und hast auf deiner schule nicht das geringste an latein gehabt und musst dann ganz von vone anfangen in deiner ausbildun, wäre nicht so toll wen andere dann schon weit vor dr wären. genauso ist es wenn du prister werden willst dann wären andere die das fach gehabt hätten weit vor dir. nicht immer wird dieser wunsch von den eltern bewegt. also finde ich es gut das die kinder ab 14 dies selber entscheiden könne ob oder ob nicht reli unterricht

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von jimithechainsaw
26.10.2015, 22:03

Von Latein profitiert man auf jeden Fall. Ob man Medizin, Recht, Sprachen oder sonst was studiert, oder einfach um mehr über Geschichte die Entstehung von Sprache, die.... ach die Liste ist endlos. Aber Religion bringt niemanden etwas, noch nicht mal den 0,001% (geschätzt) die Priester werden wollen, den dafür ist der Unterricht meistens zu schlecht gestaltet, und dafür ist er ja auch nicht da.

0

Religion ansich nicht. 

Aber etwas wie "Ethik" oder "Werte und Normen", ja, das halte ich für sehr wichtig. 

An etwas zu glauben gibt Sicherheit und Halt. Es muss ja nicht zwangsläufig eine Religion, ein Gott sein. 

Aber ohne jegliche Richtwerte treibt die Jugend planlos, ziellos umher. Kennt weder Respekt noch Rücksicht, verliert eine Zukunft im Miteinander. 

Und viele bekommen das leider heute nicht mehr automatisch von zu Hause mit.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Religion ist einfach ein bedeutender Teil unserer Geschichte und Gesellschaft und kann nicht außen vorgelassen werden. Es gibt sowohl gläubige und nichtgläubige Menschen. Man muss den Kindern selbst überlassen, ob man an die jeweilige Religion glaubt oder eben nicht. Aber es nützt auch nichts, wenn man die Religion nicht lehrt. Schwachpunkt ist das Lehrangebot. Es gibt eigentlich immer nur katholisch und evangelisch. Inzwischen aber auch immer mehr islamische Religion. (+später Ethik, aber das ist ja nochmal was ganz anderes) Dannoch sind viele andere Religionen nicht vertreten... sie werden im Unterricht nur angesprochen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich finde das gehört zur Allgemeinbildung.
Außerdem gibt es auch noch viele Gläubige in Deutschland. Ich glaube auch, unter anderem aufgrund der erfüllten Prophezeiungen der Bibel. Weitere Gründe können Sie nachlesen, wenn Sie meine bereits beantworteten Fragen ansehen.
Wer nicht in den Religionsunterricht gehen möchte kann ja zu Ethik wechseln.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Gegen Religionsunterricht im Sinne von "vergleichender Religionswissenschaft" wäre sicher nichts einzuwenden. Der Religionsunterricht an deutschen Schulen ist aber nicht in erster Linie sachliche Wissensvermittlung über Religionen, sondern Bekenntnisunterricht. Religionslehrer haben einen verbindlichen Missionierungsauftrag und müssen sich nach den Vorgaben der Kirchen richten.

Ich finde es geradezu verwerflich, schon sechsjährige Kinder einer weltanschaulichen Unterweisung zu unterziehen. Natürlich sollte sich ein Jugendlicher im Laufe seiner Schulzeit mit Religionen wie mit nichtreligiösen Weltanschauungen auseinandergesetzt haben. Aber neutral, nicht unter der Kontrolle der Kirchen. Kirchenvertreter auf Kosten des Steuerzahlers ihre Ideologie verbreiten zu lassen (noch dazu gegenüber Altersgruppen, die überhaupt keine Chance haben, sich kritisch damit auseinanderzusetzen), das halte ich für ein Unding.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Es ist noch gar nicht so lange her, da wurden die Kinder in der Familie erzogen und lernten soziale, ethische und religiöse Werte von den Eltern kennen, die ihnen das auch vorlebten. Aber in unserer "modernen" Welt mit den zerrissenen Familien, die selber oft gottlos aufgewachsen sind, können die Kinder daheim nichts mehr lernen. Deshalb die letzte Möglichkeit, den Kindern Werte zu vermitteln, ist die Schule. Leid tun mir nur die Lehrer, die das nun auch übernehmen müssen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Das ist meine persönliche Meinung ich finde das Religion unwichtig ist zum Glück kannst man es abwählen :)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Naja... jeder hat da seine Meinung zu. Ich persönlich fände es ja doof wenn ich das Abi hätte aber nicht wüsste wer Adam und Eva ist

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Jeder sollte frei entscheiden dürfen ob und wie er sich mit Religion befassen will, das sollte nicht durch Schule aufgezwungen werden.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ist überaus wichtig, aber an der Schule braucht es nicht gelehrt werden. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ja. Die meisten Eltern bringen den Kindern Religion schon nicht bei, da bleibt nur die Schule.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Religion hat in der Schule nichts zu suchen. Eine Schande, dass wir daran auch 2015 immer noch festhalten. In diesen Dingen ist uns Frankreich weit voraus.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Moooses
27.10.2015, 18:12

Religion sollten die Eltern vermitteln. Das ist Bestandteil der Erziehung in der Familie. Kinder müssen Werte lernen, die vertrauensvoll von den lieben Eltern vermittelt und vorgelbt werden sollen.

0

Man sieht an Ostdeutschland und Pegida, wohin die religionslose Gesellschaft steuert.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Quesnay
27.10.2015, 18:01

Mit Verlaub, aber unter der Anhängerschaft von Pegida findet sich eine erhebliche Anzahl von Christen. Der Name steht für "Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes". Die Assoziation "christliches Abendland" ist hier gewollt und kommt in Slogans wie "Abendland in Christenhand" zum Ausdruck.

Im gesamtdeutschen Durchschnitt treffen rassistische Positionen unter Christen auf signifikant mehr Zustimmung als unter Atheisten. Und die Gesellschaften, die den deutschen, italienischen, spanischen oder kroatischen Faschismus hervorgebracht haben, waren durch die Bank weg christlich.

Ich will damit ganz gewiss nicht sagen, dass alle Christen latente Rassisten oder Nazis sind - sehr viele sind das glatte Gegenteil. Aber die obige Unverschämheit lasse ich mir als Atheisten nicht bieten.

1
Kommentar von RobinsonCruesoe
27.10.2015, 18:54

bisschen Provokation muss sein. Und ist es nicht so, dass Pegida unter dem Deckmantel des Christentums Stimmung macht? Das sind in meinen Augen Atheisten, die sich halt zu ihrem Zweck christlicher Symbolik bedienen. Der eigentliche Zweck ist ja, gegen die vermeintliche Islamisierung des Abendlandes zu agitieren, da greift man halt schon mal in die christliche Trickkiste, auch wenn man sonst nicht viel davon hält

0

Kommt auf die Prioritäten an. Manche würden auch gerne Musik, Kunst oder gar Sport streichen. Ich halte davon nichts. Überhaupt kommt es mehr auf die individuelle Umsetzung an, ob der Unterricht den Kindern etwas mit gibt.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von jimithechainsaw
26.10.2015, 21:57

Musik, Kunst, Sport, davon kann man profitieren. Persönlich jedenfalls, Gesundheitlich eventuell, beruflich vielleicht, aber irgendwie sicher. Religion dagegen braucht niemand.

2

Ist es denn irgendein anderes Fach wirklich?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von JulianeX1
26.10.2015, 21:37

Mathe und Deutsch sind wohl essenziell hier in Deutschland, oder?

0
Kommentar von jimithechainsaw
27.10.2015, 01:48

Ich glaube dass meiste über "unsere" (ich setze dass bewusst unter Anführungszeichen) Kultur, lernen Kinder in der Zeit zwischen den Unterrichtsstunden. Noch mehr über Imitation oder zumindest Beobachtung (vor allem der Eltern). Dafür braucht es echt keinen Unterricht. Und falls doch, was durchaus sein kann, dann wird der Religionsunterricht nichts dazu beitragen, hat er nie, wird er nie, also weg damit...

0

Aber ja. Religion vermittelt Werte, und wenn ich mich so umschaue, dann brauchen wir alle eine ordentliche Portion an Werten.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von jimithechainsaw
27.10.2015, 01:37

Religion vermittelt Werte? Welche denn? Frauen sind weniger wert als Männer? Schwul sein ist Böse? Anders sein ist unartig? Der Zweck heiligt die schlimmsten Mittel? Tolle Werte fürwahr...

1