Frage von ImanuelKant, 55

Ist Religion die Erkenntnis aller unserer Pflichten als göttliche Gebote?

Ist Religion die Erkenntnis aller unserer Pflichten als göttliche Gebote?

Antwort
von Andrastor, 39

Die Religiosität führt sich biologisch auf die langanhaltende Hilflosigkeit und
Hilfsbedürftigkeit des kleinen Menschenkindes zurück, welches, wenn es später seine wirkliche Verlassenheit und Schwäche gegen die großen Mächte des Lebens erkannt hat, seine Lage ähnlich wie in der Kindheit empfindet und deren Trostlosigkeit durch die regressive Erneuerung der infantilen Schutzmächte zu verleugnen versucht.

-Sigmund Freud

Sprich die Religion ist nichts weiter als ein Schnuller um unreife Erwachsene zu beruhigen, wenn sie mit der Grausamkeit des Lebens konfrontiert werden.

Kommentar von Dianaartem ,

suuuper :D 

Kommentar von TSanswer ,

Freud war Atheist. Ich könnte auch entgegnen: 

"Die Religion ist die einzige Metaphysik, die das Volk imstande ist, zu verstehen und anzunehmen."

Joubert


Kurz: Religion ist mehr als nur Glaube. 



Kommentar von Andrastor ,

So wie du es beschrieben hast, ist Religion eine Erklärung für Dumme, was natürlich auch der Wahrheit entspricht.

Antwort
von TSanswer, 23

Religion ist dogmatisierter und/oder organisierter Glaube. Die Erkenntnis aller unserer Pflichten als göttliche Gebote hat zwei fehlerhafte Prämissen:

1. Der Mensch ist beschränkt, kann daher nicht all seine Pflichten kennen, da diese vermutlich eine große endliche Summe sind.

2. Göttliche Gebote haben von der Wortherkunft her den Anspruch auf eine absolute Wahrheit. Ob und inwieweit es diese überhaupt gibt wird dem Menschen wohl verborgen bleiben (siehe Punkt 1).

Antwort
von Giustolisi, 12

Nein, Religion ist nur der irrationale Glaube an irgendwelche Zauberwesen und die (je nach Religion) mehr oder weniger organisierte Struktur rund um diesen alten Aberglauben.

Durch Religion lassen sich Menschen leicht steuern. Wenn sie erst mal glauben, irgend ein mensch hätte einen direkten Draht zu dem himmlischen Zauberwesen, dann legitimiert das fiktive Himmelswesen die Macht mancher menschen auf der Erde.

Der Franzl im Vatikan ist entweder geistig nicht ganz auf der Höhe und glaubt selbst, was er verzapft, oder er lacht sich darüber kaputt, dass ihm die leute den ganzen Quatsch wie auch seinen Vorgängern immer noch abnehmen und die Luftnummer nicht erkennen.

Um Macht zu haben, muss man gar keine Millionen oder Milliarden Gläubige kontrollieren, es reicht schon aus, wenn man in einem der Gotteshäuser ein paar Dutzend Leuten sagen kann, was sie zu glauben und zu denken haben, oder wie die heilige Schrift richtig zu interpretieren ist.

Die Angst vor Bestrafung und die Aussicht auf Belohnung bringt die Gläubigen dazu, zu gehorchen.

Für die Gläubigen erfüllt die Religion mehrere Funktionen. Erst mal haben sie ihren fiktiven Himmelskumpel, dem sie zum Beispiel ihre Sorgen erzählen können, wenn es ihnen mal schlecht geht. Sie glauben auch, dass sie dieser Fantasiefreund beschützt und ihre Gebete erhört.
Außerdem hat der jeweilige einzig wahre Gott auch dafür gesorgt, dass sie keine angst vor dem Tod haben müssen, denn danach soll es ja weiter gehen. das widerspricht zwar allem, was man weiß, aber Gläubige können Wissen ausblenden, wenn die falsche Hoffnung nur verlochend genug ist.

Mit Pflichten hat Religion natürlich auch zu tun. Es ist unglaublich, was sich Gläubige aufbürden, um ihrem Fantasiekumpel zu gefallen. So regeln Religionen wann man mit wem wie vögeln darf, was man essen und was man nicht essen soll, was man nicht denken soll, was man nicht empfinden soll, kein Bereich des Lebens bleibt davon unberührt.
Das ist ein ziemlich großer Aufwand für ein Bündel falscher Versprechungen und leerer Drohungen. 

Antwort
von Rosenblad, 8

Die Normeninhalte (z.B. Gebote) beruhen weniger auf epistemologischen Dispositionen als auf hermeneutischen Konstruktionen bei der ein Konjunktiv in einen Imperativ überführt und sakrosankt eingekleidet wurde.

Oder:

Wer den Zaubermantel trägt dem wird alles geglaubt.

Antwort
von WeicheBirne, 16

Das mag schon sein. Allerdings gibt es einfach nicht viele göttliche Gebiete. Genaugenommen kennen wir Pastafarianisten nur 8

http://flyingspaghettimonster.wikia.com/wiki/The_Eight_I'd_Really_Rather_You_Didn'ts

Viele Pflichten gibt es also nicht.

Antwort
von DerBuddha, 7

nö, denn 1. entstanden die götter viel später im glauben und den religionen, die gebote genauso, (zumal die gebote gar nicht von gott stammen) und 2. sind sämtliche religionen mit ALLEN überwesen darin nur aus dem unverständnis über viele dinge entstanden.............:)

nicht gott hat den menschen erschaffen, sondern der mensch sich seine götter selbst...........und auch erst ziemlich spät, denn die ersten religionen waren naturreligionen der ersten menschen, die keine einzelnen götter hatten sondern viele geistwesen und im einklang mit der natur lebten......... für sie war das grosse geheimniss die mutter natur............götter sind erst viel später entstanden, weil sich der mensch geistig immer weiter entwickelte und alles immer mehr verfeinerte............:)

Antwort
von fricktorel, 9

"Religion" ist in erster Linie die "Verführung aller Menschen" (2.Kor.4,4) vom "Gott dieser Welt" (Offb.12,9).

Unser ewige Vater erwartet von uns "lediglich", dass wir Ihm glauben (Joh.17,17).

Und Er gab Seinen Sohn zum Opfer für die, welche Ihm glauben (Röm.6,23).

Dieser Jesu wird das Reich Gottes in Bälde eröffnen und Satan gefangen nehmen (Offb.14,1; 20,2).

Glauben wir das (Röm.6,8) ?

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