Frage von bachforelle49, 101

Ist Realschule für die meisten Eltern kein Thema mehr?

Fürs kommende Schuljahr zeichnen sich in den Gymnasien eine Besetzung der Klassen von wenigstens 30 Schülern ab. Diese Belastung war vorgestern zumindest noch umstritten, ist jetzt aber der Vielzahl der neuen Anmeldungen geschuldet, sodaß viele Absagen im gewünschten Gymnasium die Folge sind. Der Run auf diese Schulform ist ungebrochen! Heißt das, daß Realschule jetzt out ist, weil die Kinder vorneweg später schlechte Karten haben?

Antwort
von SirKurt, 70

Für Eltern ist immer die Realschule erstmal schlecht, ganz schlecht ist die Gesamtschule neben der Hauptschule. Aber die Eltern vergessen immer das es um das Kind geht.

Man sollte dann schon auf die Empfehlung der Lehrer hören ob man eine Real oder eine andere Schule nimmt. Zur Not kann das Kind immer noch mal wechseln aber in erster Linie wissen die Lehrer was und vor allen wie das Kind lernt und auch das gelernte verarbeitet.

Antwort
von Bianca1349, 25

Eltern wollen unbedingt, dass aus ihren kindern mal was ordentliches wird. Viele eltern vergessen dabei das wohl des kindes. Vielen ist es auf dem gymi zu stressig und sie quälen sich mit ach und krach durch. Dabei kann man mit einem schlechten abi auch nicht soo viel anfangen. Ein studium wird, wenn man angenommen wird, sehr schwierig. Und ne ausbildung kann man meistens genausogut mit einem realschulabschluss schaffen, also warum sich noch 3 jahre länger als normal auf ner schwierigeren schule rumquälen? Außerdem gibt es auch unter ausbildungsberufen sehr viel anspruchsvolles, auf das man durchaus stolz sein kann. Viele erkennen das leider nicht. Außerdem gibt es auch andere wege, wie man zumindest noch an ein fachabi ran kommt, das muss nicht immer direkt über das gymnasium laufen. Aber wenn das kind es eben nicht will oder kann, ist es manchmal besser, den etwas leichteren weg zu wählen. Dann fängt das kind auch früher mit dem geld verdienen an und lernt damit umzugehen.

Antwort
von Gerneso, 62

Fürs kommende Schuljahr zeichnen sich in den Gymnasien eine Besetzung der Klassen von wenigstens 30 Schülern ab.

Die Entwicklung ist doch nicht neu. Das war schon vor 30 Jahren so als ich aufs Gymnasium ging.

Kommentar von bachforelle49 ,

Dazwischen ist mal eine `Art Beruhigung ` eingetreten. Jetzt ist es aber auffallend diese neue `Art von Torschlußpanik `

Davon abgesehen hatte zu deiner Zeit ( und davor ohnehin..) das Gymnasium einen ganz anderen Stellenwert und Bedeutung. Selbst in den 60ern wurde noch ein Eignungstest vorgenommen.. Scheint mir für heutzutage auch angebracht...

Antwort
von Owntown, 42

Durch die Inklusion und die ummodelierung vieler Haupt und Realschulen zu IGS Schulen sind viele Lehrer überfordert, da sie keine erfahrung haben mit Kindern von Förderschulen oder Lernbehinderrungen. Dadurch leidet natürlich das Niveau und sie können ihr normales Lernpensum nicht immer durcharbeiten.

Das sehen auch die Eltern und fürchten das die späteren Arbeitgeber Ihrer Kinder lieber einen Gymi Schüler einstellen.

(An vielen IGS Funktioniert das mit der Inklusion Prima aber die mehrheit hat leider Probleme bei der Integration und förderrung spezieller Schüler)

Kommentar von bachforelle49 ,

.. ja, Integration , Inclusion , Flüchtlingskinder... alles rennt aufs Gymnasium.. Bleiben die `normalen `, aufgeweckten und intelligenten, fürs Gymnasium prädestinierte Schüler jetzt auf der Strecke..??

Kommentar von Owntown ,

Die Flüchtlingskinder rennen erstmal garnich aufs gym da die ohne Deutschkenntnisse nicht so mithalten können.

Ich glaube aber schon das durch den wegfall und die schließung von Förderschulen viele Kinder nicht so gefördert werden können wie sie es benötigen würden.

Expertenantwort
von Joshua18, Community-Experte für Schule, 17

Ja, das würde ich so unterschreiben.

In meiner Stadt ist es nun so, dass fast alle Schüer mit Gymnasialempfehlung auch dort hin gehen.

Diejenigen mit anderen Empfehlungen aber sehr deutlich die Gesamtschulen bevorzugen. Die Anmeldezahlen dort sind so hoch, dass nicht alle Schüler einen Platz bekommen können und daher wieder auf Realschulen ausweichen müssen. Was psychologisch schon mal schlecht für die Realschulen ist.

Leider haben die Realschulen bei vielen Eltern und Grosseltern ihr Image in der Vergangenheit verspielt, da sie bis zur Einführung der reformierten gymnasialen Oberstufen für viele Schüler sowas wie Abiturverhinderungsanstalten waren. Das ist aber nun vorbei, ausser in BW vielleicht.

Die von vielen wohl gehegte Erwartung über eine Gesamtschule nun leichter bis zum Abitur zu kommen, ist wohl eher trügerisch. Vermutlich geht das heutzutage sogar am einfachsten über eine gute Hauptschule und danach Oberstufe Gesamtschule.

Antwort
von Dontknow0815, 57

Viele Eltern denke ihre Kinder währen Genies obwohl die Lehrer etwas anderes empfehlen. Klar ist es gut wenn man seinen Kind die besten Chancen bieten will... Aber wenn sie dann in der 8. klasse merken dass es doch nicht reicht ist das nicht so schön.

Antwort
von basai46, 18

mit oder besser nach der Realschule kannst du auch aufs Gymnasium gehen. Dann machst du zwar zwingend 3 Jahre Oberstufe, weil du die 11te Klasse zwecks Anpassung auch machen mußt, aber das ist ja kein Problem.. Das heißt also, bei Oberstufe mit 2-jährigem Klassendurchgang (G12)  bis zum Abitur müssen Realschuleinsteiger dann auch 3 Jahre büffeln, was dann 13 Jahre bis zum Abitur bedeutet. Obersekunda, Unter- und Oberprima in der klassischen Form gibts ja nicht mehr#




Antwort
von wolfram0815, 24

Ich kann den run auf das Gymnasium, ehrlich gesagt, nicht verstehen! Klar brauchen wir auch Akademiker! Doch wie sieht es denn bitteschön in der realen Welt aus? Wer macht denn dann die Arbeit?

Was nützt unserem Land die vielen Akademiker, wenn man z.B. für seine Heizung einen guten Monteur braucht aber nur schlecht einen bekommt? In diesem Bereich werden die Anforderungen immer höher. Ich habe diesbezüglich eine gute Firma an der Hand. Bei Notfällen ist sofort jemand da. Bei allem anderen sind erhebliche Wartezeiten einzuplanen. Und das nur, weil er keine Facharbeiter bekommt.

Oder in der Firma, in der ich arbeite, wird immer mal wieder ein  guter Elektroniker gesucht. Aber das ist schwierig! Gute Facharbeiter finden auch immer mal wieder eine Stelle. Und es gibt so viele gute Ausbildungen.

Auch sind die Zeiten vorbei, wo ein Elektriker nur noch Schalter, Steckdosen und Licht installiert. Teilweise müssen die sogar kleine Steuerungen in der Hausinstallation beherrschen.

Oder nehmen wir den Automobilmarkt: Was da für Komponenten in den Autos verbaut sind! Elektroautos und Hybridfahrzeuge werden stetig mehr. Da sind in der Entwicklung viele Studierte am Werk. Aber wer wartet und repariert diese Fahrzeuge denn letztendlich? Der Facharbeiter macht das! 

Und es gibt so viele Berufe, die man bis zur Rente durchführen kann. Als krasses negatives Beispiel will ich mal den Beruf des studierten Informatikers ansprechen: Da darf man höchstens 20 Jahre alt sein, Abitur, Studium abgeschlossen und mehrjährige  Berufserfahrung. Mit 30 ist man in dem Job schlicht alt! Und wenn man mit 40 keine Festanstellung hat, dann gibts massiv Probleme. Das Argument, dass Informatiker immer gebraucht werden, zählt darum eigentlich nicht!

Klar muß man sein Leben lang lernen. Dass heißt aber noch lange nicht das mit man mit 40 oder 50 so leicht lernt wie mit 20! Von 60 will ich gar nicht erst reden.

Bei der Berufswahl darf nie das Gehalt an erster Stelle stehen! Ein Gehalt entschädigt natürlich für die Mühen, gar keine Frage. Doch wenn man sich Jahre nur abmüht wegen des Geldes, dann kann nur Frust aufkommen! Ein Beruf muß einem liegen, er darf und muß auch Spaß machen. Dann kommt auch ein gutes Arbeitsergebnis heraus. Und als guter Facharbeiter kann man auch gut verdienen.

Antwort
von ollikanns, 36

Die Realschule ist wichtig, um all die Kinder aufzunehmen, die nach dem 5. oder 6. Schuljahr das Gymnasium wieder verlassen müssen, weil sie es nicht schaffen.

Antwort
von greenhorn7890, 9

Ich kann das auch nicht verstehen. Alle wollen aufs Gymnasium. Dabei verdient ein Handwerksmeister auch sehr gutes Geld. Ich war damals auf der Hauptschule und ALLE die in meiner Klasse waren haben jetzt entweder die Fachhochschulreife oder machen in der nächsten Zeit ihren Meister. Man muss kein Doktortitel haben um gut zu Leben und erfolgreich zu sein. Eine gute Ausbildung sehe ich persönlich genauso hoch an wie ein Studium.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community