Frage von 1fachmalFragen, 139

Ist Rassismus nicht absolut unbegründet?

Mal angenommen wir haben hier drei Kaninchen in einem Stall, ein Zwergkaninchen, einen Farbenzwerg und einen Widder. Würdest du lachen, wenn ich sage, dass man die Kaninchen nicht zusammen halten kann, weil sie unterschiedlichen Rassen angehören und sie sich deshalb von Grund auf nicht so mögen? Natürlich würdest du lachen, immerhin sind es doch alles Kaninchen. Nun kommt mir folgender Gedanke: Sind wir Menschen denn dann primitiver als Tiere, wenn es bei uns im übertragenen Sinne genau so nicht zugeht? Wieso lachen die Menschen nicht darüber, wenn ich behaupte, dass ein Afrikaner, ein Asiate und ein Europäer nicht in einem Haus leben können, sondern geben mir auch noch Recht? Ist dass nicht Schwachsinn? es gibt so viele Tierarten auf dieser Welt und die einzige, die es nicht schafft, mit Artgenossen anderer Rassen klar zu kommen, ist der Mensch? Der Mensch, der Verstand hat, der es geschafft hat, alles auf dieser Erde einzunehmen, schafft es nicht, mit denen, die mit ihm leben, die den gleichen Bau, den gleichen Ursprung haben, gemeinsam zu leben? Wieso? Weil wir alle größenwahnsinnig und gierig sind? Das glaube ich nicht!

Stell dir doch mal vor, mit dir würde ein gleichaltriger Ausländer in einem Haus leben, er hätte genauso viel Besitz wie du. Was unterscheidet euch dann ausgenommen vom Aussehen? Und sehen wir nicht sowieso alle verschieden aus? Er hätte die Selben Probleme wie du! Und, natürlich, Ausnahmen bestätigen die Regeln, aber die meisten von uns wollen doch einfach nur friedlich leben, immerhin kann man das nicht allzu lange.

Was also motiviert Rassisten, rechtsradikale dazu, so zu sein, wie sie sind? Ist das denn nicht primitiv?

Antwort
von 456kjbgsd, 28

Es stimmt, dass Rassisten ziemlich dumm, vor allem aber engstirnig, sind. Ich glaube, dass die Angst vor Fremden auch eine Rolle spielt.

Ich arbeite mit Flüchtlingen und bekomme auch immer wieder dumme Aussagen von Leuten: Echt? Du als Frau? und lassen dich die Muslime (oder noch besser: Islamisten) in Ruhe? HAst du keine Angst, die könnten dich beklauen? Wollen die dich nicht bekehren? Hast du keine Angst vor HIV (was sich offensichtlich per Unterhaltung übertragen lässt ;) ?...

Es spielt aber sich auch eine Rolle, wie Medien mit dem Thema umgehen: bspw. Überfall auf eine Frau, Täter sehen arabisch aus/Täter waren Flüchtlinge... und dann stellt sich heraus, dass die Täter nicht gefunden wurden und nur aufgrund der Hautfarbe aus dem Mann ein Flüchtling wird... Beim Österreicher/Deutschen steht über den Täter dann andere Infos drin: kurze Hose, Dialekt... aber weiß,. vermutlich Österreicher steht da nicht drin.

Das schafft dann wieder Angst in den Köpfen jener, die nicht so viel denken. Wie oft hört man von Frauen: Ich bin nicht rassistisch, aber ich will nicht dass die Flüchtlinge herkommen, weil sie uns Frauen angreifen, weil sie mit unserer Offenheit nicht klarkommen...

Größter Blödsinn btw. Meine Schüler, junge Männer, hauptsächlich aus dem Irak/Syrien/Afghanistan/Somalia, schützen mich vor anderen Männern, sind mega respektvoll und lassen sich nicht durch meine "Offenheit" verwirren. [Zur Info: Ich bin w, 30]

Kommentar von Ursusmaritimus ,

Vorurteile gehören zu den am schwersten therapierbaren Erkrankungen.

Antwort
von OlliBjoern, 64

Haustiere haben Rassen, sie wurden vom Menschen speziell auf bestimmte Eigenschaften hin gezüchtet. Es gibt Hunderassen, Katzenrassen und Kaninchenrassen (und andere). Ohne den Menschen gäbe es diese in der heutigen Form aber nicht.

Menschen haben keine Rassen, auch wenn dieses Konzept früher (z.B. zur Zeit des 3.Reichs und auch vorher) angewandt wurde. Mitunter findet man auch heute noch (z.B. bei der US-amerikanischen Zensusbehörde) Begriffe wie "caucasian", "african" (oder "afro-american"), "hispanics" usw., aber diese Dinge sind nach aktuellem wissenschaftlichen Stand als überholt anzusehen.

Natürlich sind Menschen verschieden vom Aussehen her, haben verschiedene Ethnien, verschiedene Sprachen und verschiedene Kulturen, Religionen usw. Eine unterschiedliche "Wertigkeit" soll man daraus nicht ableiten.

Antwort
von MagicalMonday, 52

Menschen überhaupt in Rassen zu unterteilen, ist unbegründet.

Was aber ein generelles gesellschaftliches Phänomen ist, ist Gruppenbildung. Das ist weltweit und auch schon bei Kleinkindern zu beobachten.

Beispiel:

Du hast ein Kleinkind, einen Teller Kekse und zwei Handpuppen. Das Kind bekommt einen Keks und findet ihn lecker.
Jetzt probiert auch eine der Puppen einen Keks, mag ihn ebenfalls und freut sich.
Die zweite Puppe mag die Kekse aber überhaupt nicht, sagt "igitt" und schiebt den Teller weg.

Danach ist sofort deutlich zu beobachten, dass das Kind sich mit der Puppe identifiziert, die die Kekse gemocht hat. Und nicht nur das, es freut sich sogar, wenn die andere Puppe bestraft (gehauen) wird.

Wenn du diese Eigenschaft auf erwachsene Menschen projizierst, wird vielleicht etwas klarer, woher Fremdenfeindlichkeit kommt.

Alles was vertraut ist, bedeutet Sicherheit. Familie, Freunde, Menschen die so sind, so denken und sich so verhalten wie wir.

Alles was aber anders ist, ist eine potentielle Bedrohung.

Das beobachtest du aber nicht nur bei Fremdenfeindlichkeit, sondern auch bei generellen Lebenseinstellungen, sexueller Orientierung, etc.

Was da helfen kann ist frühzeitige Aufklärung und Gewöhnung. Je älter und eingefahrener jemand ist, desto unwahrscheinlicher ist es, dass dieser Jemand bereit ist, seine eigenen Überzeugungen zu hinterfragen.

Und am Ende hat es dann auch etwas mit Lernfähigkeit und daher mit Intelligenz zu tun.

Antwort
von NewKemroy, 41

Na, so wie Du die Menschen unterteilst in Rassisten und Nicht-Rassisten unterteilt der Rassist die Menschen in Mitteleuropäer und Südafrikaner.

Ich vermute das kommt aus der Jungsteinzeit, wo die Menschen begannen Ackerbau und Viehzucht zu betreiben. Ebenso gewann der Begriff des Eigentums auf diese Weise einen stark erhöhten Stellenwert (was leider bis heute geblieben ist). Und sicherlich gab es immer wieder dabei den Fall, dass umherziehende anders aussehende Menschen den Sesshaften ihren erarbeiteten Wohlstand streitig machten. Von daher ließe es sich schon erklären, dass die Sesshaften irgendwann sagten: "Nee, die da mit der komischen Haartracht (Erkennungsmerkmal ist wichtig), die wollen wir nicht bei uns haben."

Möglicherweise haben Rassisten doch mehr "Steinzeit-Denken" in ihren Genen/Köpfen als Nicht-Rassisten.

Antwort
von unpolished, 60

Das mit deinen Tieren ist sinnfrei, da es genauso viele Tiere gibt, die sich innerhalb der Rasse nicht verstehen. 

Versuche mal einen Orca-Wal mit einem Zwergwal zusammen zu halten. Müsste doch klappen, weil Wal ist doch Wal oder? Falsch, der Orca wird den Zwegwahl in kürzester Zeit platt machen und fressen. 

Könnte dir da noch zig weitere Beispiele nennen. 

Also such dir noch mal was neues zur Argumentation. :)

Kommentar von 1fachmalFragen ,

Das war doch nur ein Beispiel. Überhaupt hat ein Orca lange nicht so viel Verstand wie der Mensch, also könnte man da schon ein bisschen was erwarten...

Kommentar von Ursusmaritimus ,

Orca und Zwergwal zu vergleichen ist wie Menschen und Bonobos zu vergleichen, immerhin haben beide Rassen gerne Sex.

Kommentar von unpolished ,

Okay mein Fehler. Wäre dir der Gemeine Delfin lieber gewesen? 

Antwort
von vanillakusss, 25

Es geht, beim Menschen, wohl eher darum, dass man sich nicht versteht. Na gut, es gibt einige Fehlgeleitete, die sich etwas auf die weiße Hautfarbe einbilden.....

Aber es ist nun mal so, dass andere "Rassen" auch andere Kulturen und Glaubensrichtungen haben. Und die Art wie sie aufgewachsen sind, wie sie in der Heimat gelebt haben, welche Werte sie mitbekommen haben, was man ihnen eingetrichtert hat usw.

Ich denke, dass das für mehr Unfrieden sorgt, die Hautfarbe, das Aussehen ist es nicht alleine.

Antwort
von Ursusmaritimus, 51

Such dir einen Schwachen und dann schlag ihn!

Sollte der Schwache auf die Idee kommen sich zu wehren renne zu deinen Freunden und erzähle dasa der Schwache dich bedroht und angegriffen hat.

So fühlt man sich gleich besser und größer.........

Antwort
von marinaschern, 37

Omg ich liebe dich :DD

Doch, es ist sogar wissenschaftlich bewiesen, dass Rassisten meist ziemlich dumm sind.

Kommentar von 1fachmalFragen ,

Danke^^  Jaaaaa.....wieso nur? :)

Kommentar von marinaschern ,

ich musste mal mit jemanden diskutieren, der mich angeschrieben hat, einfach nur weil er total rassistische Bemerkungen gemacht hat, und ich halt total dagegen hielt. Danach durfte ich mich mit respektlosen Beleidigungen beschimpfen lassen :'D

Kommentar von Nyaruko ,

Danach durfte ich mich mit respektlosen Beleidigungen beschimpfen lassen

Das kenne ich von Anime-Fans, Vegetarier, Veganer, Omnivoren, Konsolen- und PC-Spieler, Bücherleser, Hundehalter, Mütter, Selbstständige mit einem kleinen Laden, angebliche Psychologiestudenten, junge Menschen, sowie alte Menschen und Personen die gegen Flüchtlinge, aber auch Personen die für Flüchtlinge sind.

Doch, es ist sogar wissenschaftlich bewiesen, dass Rassisten meist ziemlich dumm sind. 

Wenn es doch wissenschaftlich bewiesen ist, warum gibt man keine Belege an?

Kommentar von OlliBjoern ,

Ok, meistens trifft das zu. Aber es gibt auch Ausnahmen (und diese Kombination ist besonders gefährlich). Herrmann Göring hatte einen IQ von 138, das liegt weit über dem Durchschnitt. Er leitete die Luftwaffe unter H!tler. Die "Endlösung der Judenfrage" wurde von ihm beauftragt, die Organisation übernahm Reinhard Heydrich.

Antwort
von MAB82, 41

Die Grundaussage ist zwar richtig aber deine Vergleiche sind unpassend.

Kommentar von 1fachmalFragen ,

Also Antwort ist das auch unpassend...

Antwort
von CountDracula, 14

Ja, es ist Schwachsinn - genau genommen gibt es nicht mal verschiedene Menschenrassen.

Ich kann Dir zu dem Thema das Buch "Der Luzifer-Effekt" von Philip Zimbardo empfehlen.

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