Frage von janam,

Ist Rassismus etwas natürliches und wird vom Menschen künstlich verdrängt?

Ich weiß sensibles Thema, wahrscheinlich wird GF die Frage auch gleich aus unerklärlichen Gründen löschen, weil sie eben für Zensur sind und nicht für wahre Freiheit.

Ist Rassismus etwas natürliches? Um seine Sippe zu schützen vor äußeren Eindringlingen? Und macht sich der Mensch nur etwas vor, wenn er meint, kein Rassist zu sein?

Bedeutet: Wenn z.B. ein Weißer, in einem Gebiet lebt, wo überwiegend Schwarze sind, dann schaltet sich instinktiv sein "Überlebensinstinkt" ein und misstraut dann automatisch keinen Schwarzen mehr?

Ein Hinweis zur Frage Support

Liebe/r janam,

das ist eine sehr spannende Frage, die allerdings in unseren Foren-Bereich gehört, da Du an der Meinung der anderen User interessiert bist. In die Frage im ersten Satz bereits eine Beleidigung zu intergrieren, ist nicht der ideale Weg.

Du hast zahlreiche tolle Antworten bekommen, weswegen die Frage geschlossen, aber nicht gelöscht wird. Bitte achte in Zukunft darauf, dass auf der Hauptplattform nur ratsuchende Fragen erlaubt sind.

Herzliche Grüsse

Amelie vom gutefrage.net-Support

23 Antworten Die Frage wurde geschlossen
Hilfreichste Antwort von josfine,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Wenn ich 1 Kind hätte, das ich aus dem Wasser vor dem Ertrinken retten muss, und das Kind einer anderen Mutter befände sich unter gleichen Umständen in der gleichen Gefahr, ich kann aber nur ***einem *** Kind helfen - welches Kind würde ich retten?

Kann man mein Beispiel ausweiten auf die "Sippe", die du in deiner Frage angesprochen hast?

Und auf den Überlebensinstinkt? "Frauen und Kinder zuerst in die Rettungsboote" : bei akuter erkennbarer, unmittelbarer Gefahr drängen die stärkeren Männer die schwächeren Frauen zur Seite. Ein erweitertes "Survival of the fittest"?

Die Antworten und Schlussfolgerungen aus den Beispielen muss wohl jeder für sich im stillen Kämmerlein finden, dann, wenn er ganz ehrlich sein kann.

Ja, das ist ein hochsensibles Thema und nicht allein an meinen Beispielen abzuhandeln, aber zu deiner Frage sind mir diese Gedanken recht schnell durch den Kopf geschossen.

Kommentar von josfine,

Soll heissen: "Wenn ich 1 (mein eigenes) Kind hätte, das ich aus dem Wasser vor dem Ertrinken retten will, und das Kind einer anderen Mutter...."

Kommentar von pebbles08,

Jeder würde sein eigenes Kind retten, wenn es die Möglichkeit gibt. Denn zu diesem Kind hat man eine emotionale Bindung, Rassistisch ist das allerdings nicht. Wenn da zwei Menschen wären mit unterschiedlicher Herkunft, würde man den retten,den man leichter erreicht, alles andere wäre Irrsinn.

Kommentar von josfine,

Mit meinem Beispiel "Welches Kind rette ich" wollte ich nur einen Denkanstoß geben: wie Menschen sich - wahrscheinlich - generell verhalten, wenn es um das Überleben ihrer Gruppe, ihrer Familie, ihres Stammes geht. Und letztendlich um das Überleben ihres Volkes (?).

Die Retter (betrifft ein Unglück im Norden, eine Fähre, vor einigen Jahren) hatten bei der Rettung schon Schwierigkeiten, wen sie überhaupt zuerst retten sollten:

denjenigen, der nach der Rettung noch gute Chanceb auf Überleben hatte oder denjenigen, der schon halb tot im Wasser trieb und nach der Rettung wahrscheinlich nicht überlebt hätte.

Vielleicht gibt es auf das Entscheidungsbeispiel, wie du es noch hinzugefügt hast, keine "richtige" Antwort, sondern manchmal gibt es nur ein trauriges Dilemma.

Antwort von Annemaus85,
12 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Nein, Rassismus ist etwas Angelerntes, das merkt man an kleinen Kindern, die keine Vorurteile haben, wenn jemand eine andere Hautfarbe hat. Sie merken zwar später, dass der andere anders aussieht, aber ohne Vorurteile zu haben hat man auch nicht das Gefühl sich vor etwas schützen zu müssen. Wovor denn auch?

Antwort von taigafee,
5 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

ich kann nur von mir selbst sprechen. je älter ich werde, desto eingeschränkter werde ich. als kind fand ich schwarze toll. sie sind lebendig, natürlich, impulsiv, haben viele kinder und lachen und tanzen viel. das war mein bild von ihnen und ich war gern mit ihnen zusammen.

heute ist es mir schon unangenehm, wenn ich irgendwo eine andere sprache höre. ich will unter meinesgleichen sein. die fähigkeit, mich anzupassen, geht langsam verloren.

der wahre rassismus aber war immer ein werkzeug der mächtigen, die die neigung der menschen, sich über andere erheben zu wollen auszunutzen verstanden. dafür braucht man aber keine rassenunterschiede, das sieht man ja sehr deutlich an den feindseeligkeiten innerhalb der rassen.

Antwort von Gronkor,
5 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Der moderne Rassismus ist letzten Endes ein Ergebnis der Kolonialzeit. Um den Kolonialismus zu rechtfertigen, musste man den Kolonisierten ein Stück weit das Mensch-sein absprechen, bzw. sie zu Menschen zweiter Klasse degradieren.

Das Phänomen, dass die Menschen in Gruppen eingeteilt werden, von denen die eine gegen die andere aufgehetzt wird, ist allerdings so alt wie die Menschheit.

Die Differenzierung in "Wir" und "Die" ist vermutlich schon irgendwie angeboren, vgl. z.B. das berühmte "Stanford-Prison-Experiment:

http://de.wikipedia.org/wiki/Stanford_Prison_Experiment

Wer zu der "In-Group" und wer zu der "Out-Group" gehört, und ob das Kriterium die Hautfarbe oder was auch immer ist, ist wohl mehr oder weniger austauschbar.

Kommentar von josfine,

Gutes Beispiel für ein Phänomen ( das Einteilen in Gruppen), das "so alt wie die Menschheit ist..."

Antwort von Praline,
4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Ein Schwarzer geht in eine Bar. Ein Weißer sagt zu ihm "Farbige Leute sind hier nicht erlaubt!!!" Dann sagt der Schwarze.....Als ich geboren wurde, war ich schwarz,wenn mir kalt ist, bin ich schwarz, wenn ich krank bin, bin ich schwarz & wenn ich tot bin, bin ich schwarz! Aber als du geboren wurdest warst du rosa! Wenn dir kalt ist, bist du blau, wenn du krank bist, bist du grün & wenn du tot bist, bist du lila! Und du hast den Nerv mich farbig zu nennen?!! Von Paula 2005 geklaut! Bin Plagiatorin -nur!

Antwort von Angel84,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Nein.

Unbesehen übernommen... die eigenen Feindbilder projizierend... nachbabbeln, ohne selber zu denken... nicht erkennend, dass es die Ablehnung eines eigenen Aspektes, eine Facette des eigenen Selbst ist... ein seltsames Spiel, das wir mit uns selbst spielen... um lieben zu lernen...

Ich würde deinen Satz sogar umdrehen:

Der Mensch ist etwas Natürliches und dies wird von Gedankenkonstrukten künstlich verdrängt, sodass Rassismus erst entstehen kann...

Antwort von filoubalu,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

viele ungebildete und unkultivierte menschen glauben sich dadurch erhöhen zu können, in dem sie andere erniedrigen

diesen wesenszug haben sich die machthaber in religion und politik schon zu eigen gemacht, ein feindbild zu stilisieren.

gibtst du dem mitläufer und aktivisten deiner gruppe etwas besseres oder besonderes zu sein, indem du die gegner und anderesdenken, oder ganz einfach anders aussehende menschen herab würdigst, dann stehen sie dir treu zur seite.

das funktioniert insbesondere gut bei menschen mit geringem selbstbewusstsein und mangelnder intelligenz

nietsche hat es auf seine weise auf den punkt gebracht - du willst dich ver10fachen, ver100fachen, ver1000fachen? du suchst anhänger? suche ................ nullen

rassisten sind nullen - wenn auch gefährliche.......................

Kommentar von janam,

Deine Meinung.

Die Ästethik spielt jedoch in der Menschheit eine große Rolle.

Anhand des Videos erkennt man, dass die Kinder, die weißen Puppen schöne finden.

Kommentar von findesciecle,

Moment - ich widerspreche dir nicht grundsätzlich, aber darin, dass du diesen ASpekt als nur den ungebildeten und dummen Menschen zuschreibst. (beim Rassismus im engeren Sinne hast du freilich Recht)

Aber die Erhöhung der subjektiven Wertschätzung durch Abwerten anderer Menschen ist eine ganz normale normaler Mechanismus menschlicher Kognition: z.B. Tun das auch MEnschen, die sich in unserer Gesellsch als Leistungselite sehen (FDP-Klientel)

Kommentar von filoubalu,

ok - ich möchte es etwas differenzieren - wir haben auf der einen seite die dumpfbacken, die kaum ihren namen richtig schreiben können und für jeden noch so hirnlosen mist empfänglich sind, und jene die sich zur vermeintlichen elite küren, jedoch nur elitär tun und mit wirklich gebildeten kultivierten menschen genaus wenig zu tun haben. ein anzugsträger macht ja noch keinen anständigen menschen.... ;-)

das menschen glauben sich dadurch erhöhen zu können indem sie andere erniedrigen liegt nur bedingt in der natur der sache. ich stimme dir zu, dass der mensch leicht in diese richtung lenken läßt, denn es ist der bequemste weg für menschen mit wenig oder negativer intelligenz, sich in einer gruppe hervor zu tun.

ich kenne einige länder (lebe seit 1985 nicht mehr in deutschland), wo ein solches verhalten extrem missbilligt wird und sich solche typen sofort ins abseits stellen. vor allem in asien ist das noch sehr viel stärker im sozialen miteinander verhaftet, eher ein harmonisches miteinander zu schaffen, wozu jeder dann durch sein verhalten seinen beitrag zu leisten hat. menschen der leisen töne sind da also eher willkommen als das großspurige auftreten von möchtegern-herren-reiter (das ist auch ein grund warum es immer noch so viele westl. firmen schwer haben, dort fuß zu fassen)

in menschlichen wesen scheint es meiner meinung nach nicht angelegt zu sein.

es ist wohl viel eher der fluch der abrahamitischen religionen, die vor allem diese denkweise gefördert haben und über nun viele hundert jahre dieses gift in die seelen der menschen spritzen. aus,- und abgrenzung ist das ziel, herabwürdigung der anderen bis hin zur offenen anfeindung, das mittel

ich stimme dir zu, dass es heute so selbstverständlich geworden ist, andere klein zu machen, dass man schon annehmen kann, dies sei ein teil der menschlichen psyche.

bsp.: in einem verwahrlosten sozialen klima wie es mittlerweile in deutschland herrscht, ist es kein wunde,r dass alle möglichen extremen politischen wie religiösen gruppen (ich denke da vor allem an die christlichen sekten) fuß fassen können und deren tun genau nach dem oben genannten schnittmuster wieder reiche ernte an "menschenmaterial" wie hit..tler es nannte einfahren läßt.

und da die menschen nicht schlauer werden, wird es wieder so kommen wie es kommen muss, weil sich korrupte asoziale elitäre nur noch um ihre pfründe scheren...

eine nation ohne vision und bildung endet zwangsläufig in der radikalität - rassismus ist nur ein phänomen, welches aber das schmiermittel der radikalen ist, ihre ziele zu erreichen

es ist ein einfaches aber effekties mittel, schnell viele mitglieder zu gewinnen, es kostet ja nix jemanden, auf die schulter zu klopfen weil er groß und blond oder deutsch, christ, jude oder moslem oder sonst was ist..... es ist immer das selbe muster.... und wer das erst einmal erkannt hat, der kann schnell erfolgreich werden, denn er muss ja nur die nullen einsammeln

Antwort von Failinc,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

"er sieht anders aus als wir. dem trau ich nicht"

ist doch überall so :) denke das hat auch viel mit der vergangenheit zu tun (ausbeuterei massenvernichtung etc)

Antwort von kwon56,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Es gibt keine Rassen, nur Menschen.

Kommentar von Snanifo,

Von der Natur her gibt es verschiedene Menschenrassen. Allerdings sind alle Menschen, welcher Rasse sie auch angehören.

Kommentar von kwon56,

Rassen sind Einbildungen der Menschen , wie vieles.

Antwort von paula2005,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Rassismus ist ne Sache des Verfassungsschutzes...Menschen sollen nicht in einer Gemeinschaft friedlich leben...

http://www.welt.de//politik/deutschland/article13715153/Die-moegliche-Verbindung...

Antwort von Gronkor,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Um es noch einmal etwas geordneter zu bringen:

Ich denke, die Möglichkeit, die Menschen in "meine Leute" und "die Anderen" einzuteilen, wird schon irgendwie angeboren sein und hat wahrscheinlich damit zu tun, dass sich die Menschen zu Urzeiten in Stämmen organisiert haben. Aber wer dann konkret "wir" und wer "die Anderen" sind, das ergibt sich aus den jeweiligen Umständen und hängt davon ab, wie der jeweilige Mensch sozialisiert wurde. Die Hautfarbe kann dann sicherlich so ein trennendes Merkmal sein, aber z.B. auch die Nationalität, die Religion, die gesellschaftliche Klasse, die Subkultur oder sogar das Stadtviertel oder die Anhängerschaft eines Fußballvereins (auch wegen so was hat es schon Tote gegeben).

Dein Beispiel mit dem "Überlebensinstinkt" verstehe ich übrigens nicht ganz. Wenn ein Weißer prinzipiell Schwarzen misstraut und dann in ein Land zieht, das mehrheitlich von Schwarzen bewohnt ist, wird sich sein Misstrauen möglicherweise auflösen, weil er merkt, dass es nicht in der Realität begründet ist - oder es wird bleiben, weil sein Rassismus schon so tief sitzt, dass er seine Umwelt nur noch sehr selektiv wahrnimmt. Ich denke, bei so was sind komplizierte Dynamiken am Werk und die werden durch "Überlebensinstinkt" nicht gut beschrieben.

Antwort von riara,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Ich denke die meisten Menschen orientieren sich erstmal am äußeren Erscheinungsbild, weswegen die einzig neutralen Menschen in diesem Kontext wohl nur Blinde sind...:-)

Das Anderssein drückt sich außer in der Hautfarbe ja auch in 1.000 verschiedenen Dingen aus, man wird kaum bestreiten können, dass sich ein Berliner schon sehr von einem Münchner oder Kölner unterscheidet, sofern man davon ausgeht, dass sie jeweils in diesem Umfeld aufgewachsen sind...

Ich kann mich noch gut an meine Besuche in recht entlegenden afrikanischen Dörfern erinnern, viele der sehr kleinen Kinder hatten panische Angst vor mir, auf Grund der mir bekannten Umstände, hatten sie noch nie einen Weißen erblickt, die völlig unterschiedliche Erscheinung löst also auch in Kindern fremdeln aus, nur ist fremdeln kein Rassismus...

In kleinen Dörfern oder entlegenden Gemeinschaften löst der Besuch eines Fremden nicht unbedingt grenzenlose Freude aus, kennt man keine andere Menschen, als die mit denen man aufgewachsen ist, ergibt sich daraus ersteinmal ein großes Potential für Missverständnisse und die reichen von lustigen Dingen bis hin zu tiefen Beleidigungen...Rassismus ist es trotzdem nicht...

Hat man negative Erfahrungen mit Menschen aus einem bestimmten Umfeld/Ethnie gemacht, führt das beim erneuten Kontakt zu einer Erwartungshaltung, die kann - entsprechend des vorher erlebten - positiv oder negativ sein, aber auch daraus ergibt sich kein Rassismus...

Der Begriff Rassismus entstammt dem beginnenden 20. Jh. auch wenn man ähnliche Dinge bereits viel früher kennt. Der Unterschied liegt aber in der Definition des biologischen Begriffs 'Rasse', die Definition unterschiedlicher Rassen beschränkte sich ja nicht auf die bloße Erscheinung, sondern ordnete sogleich auch einen Klassenunterschied zu, also machte z.B. nicht-europäische Menschen zu Untermenschen, deren Behandlung und Verwendung sogleich ausserhalb der allgemein gültigen Werte und Gesetze stand. Die Kolonialisierung Afrikas, wäre z.B. ohne diesen Rassismus nur sehr schwer zu rechtfertigen gewesen. Früher gab es zwar die Sklavenhaltung, dessen Grundlage sich irgendwie auch schon auf diese Feststellung beriefen, nur kaufte man Sklaven bereits als Sklaven, der Prozess war also am Sammelpunkt bereits abgeschlossen...

Der Rassismus ist also dazu bestimmt, die eine über die andere Rasse zu erheben, so etwas machen Nationalstaaten, Parteien oder Gruppen, die sonst nur wenig andere Punkte haben, welche die Massen für sie einnehmen. Es fühlt sich halt gut an, zu den Übermenschen zu gehören und es ist leichter einen Untermenschen zu quälen oder zu töten als einen Menschen.

Grundsätzlich passieren rassistische Äußerungen und Handlungen unbewusst. Wie Waldfrosch es schon ganz richtig ausdrückte, wird einem das erst bewusst, wenn man sich z.B. als Weißer in einem Land aufhält, dass nur oder überwiegend aus Schwarzen besteht. Auch Afrikaner sind z.T. rassistisch, bei Ihnen erklärt sich das aus der jahrelangen Unterdrückung und vor allem durch Ihre eigene Armut und Rechtlosigkeit. Sobald man sich in Afrika in besseren Kreisen aufhält, verschwimmen die Grenzen von Äußerlichkeiten, denn ein Schwarzer Golf-Spieler unterscheidet sich nur marginal von einem Weißen Golf-Spieler...

Machen wir es kurz. Rassismus ist ein Ausdruck von Unsicherheit, fehlender Bildung und Wissen um den, der anders aussieht. Es ist eine defensive Reaktion auf das Eindringen in die uns vertraute Nachbarschaft, schlägt aber auf Grund der Herabwürdigung schnell in Hass und Aggression um. In jedem Fall bekommt man das Gefühl erst weg, wenn man den anders aussehenden Menschen kennenlernt, da dazu oft keine Zeit bleibt, hält sich Rassismus eben in vielen Bevölkerungsschichten und Ländern, eine sehr negative und bedauernswerte Eigenschaft...

Antwort von findesciecle,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

beides stimmt: a) die Leute 1933 - 1945 und ihre Vorgänger beharrten darauf, dass Rassismus natürlich ist und angeboren. Da gab es einen LEhrfilm: Fazit: auch Hühner und Primaten betreiben angeblich Rassehygiene.

Ist aber quatsch. Was verwechselt wird:
Richtig ist schon, dass es Eigenschaften der menschlichen und tierischen Psyche gibt, die dafür sorgen, dass der MEnsch die Ähnlichkeiten zu sich liebt (z.B. Theorie der Homophilie) D.h. eine gewisse Tendenz, ähnliche MEnschen zu bevorzugen gibt es.

Aber 1933-1945 wurde einfach in den Wissenschaften, ne MEnge Mist geschrieben: Fängt damit an, dass entgegen aller Theorien der Nazis die meisten Deutschen gar nicht von GErmanen abstammen.

Und z.B. hat weder Antike noch Mittelalter noch frühe NEuzeit je mit KAtegorien von Rasse argumentiert! Die Vorstellung gab es z.B. in Europa der Antike nicht. Germanentum - Kelten - Latiner - Slawen - unsere Vorstellungen ergeben sich aus dem 19. Jh! !!! Sie sind konstruiert!

Antwort von waldfrosch,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich
  • Die frage kann ich nicht so beantworten , aber ich habe in meinem Leben eine Erfahrung gemacht die mich sehr erstaunt hat ,nach dem ich immer der Meinung war ,Rassismus würde vor allem von der weissen Rasse betrieben.

  • Als einzige weisse unter lauter schwarzen in Afrika habe ich Rassimus ame igenen Leib gespürt ,eine elendes Gefühl kann ich nur sagen .

  • Es ist also nicht nur ein Problem der weissen Menschen .

Antwort von Snanifo,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Rassen, sowohl bei Menschen als auch bei anderen Lebewesen, gibt es einfach. Aber Rassismus ist doch etwas anderes. Bei Rassismus wird der Unterschied der Hautfarbe, der Nase, der Augenpartie zu einem ganz anderen Zeichen erklärt, z. B. der Dummheit, der Faulheit oder anderen. Und zwar, ohne das im einzelnen Falle nachzuprüfen, ob das auch stimmt. Die Unterschiede werden also in der Natur vorgefunden, allerdings moralische Werte diesen Unterschieden zugeordnet, die damit nichts zu tun haben.

Ich denke also, es ist gerade umgekehrt: Unterschiede in der Natur werden von Menschen künstlich moralisiert!

Antwort von OlliPeh,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Und wer definiert, was Rassismus ist? Wenn man Begrifflichkeiten (z.B. Neger oder Ausländer) offiziell ändert, bekämpf man noch lange keinen Rassismus, sondern schafft sich nur ein ruhiges Gewissen. Ich versteh bis heute nicht, was an diesen beiden Begriffen falsch sein soll. Die Wörter definieren ganz genau, wer was ist. Nigger wäre für mich vielleicht rassistisch oder Kanake.

Aber darüber sollen sich die sogenannten Gutmenschen streiten.

Antwort von janam,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Hier ein paar Beispiele aus der Realität....

Kommentar von waldfrosch,

Das ist sehr Traurig !

Kommentar von janam,

Die Natur, kennt keine Traurigkeit oder Fröhlichkeit.

Die Natur, liegt doch immer richtig oder nicht? Ist das nicht die Realität?

Kommentar von Gronkor,

"Die Natur"?

Das Verhalten der Kinder ist doch eindeutig ansozialisiert.

Oder willst Du ernsthaft behaupten, die Kinder geben instinktiv der weißen Puppe den Vorzug?

Kommentar von Gronkor,

... bzw. die weiße Puppe sei objektiv schöner?

Kommentar von Autonomer129,

ich selbst habe mich damals auch für ne schwarze puppe entschieden :) habe ich leztetns wieder gefunden :)

Kommentar von josfine,

Mag gut sein, dass das Kind die weisse Puppe schlichtweg "schöner" fand.

Vielleicht hat das Kind aber auch bereits "gelernt", dass die "weisse" Puppe "irgendwie" "besser" ist.

Habe da noch eine andere Anmerkung:

ist es im Menschen nicht fest verankert, seit mehr als Millionen von Jahren, aus der Urgeschichte der Menscheit, dass alles, was "dunkel" ist, zunächst mit Skepsis zu betrachten ist? Wie gesagt, nur "zunächst", denn der Verstand entwickelte sich steitig weiter, und dennoch gibt es auch heute noch einen Platz im Menschen für die Angst vor "dem Dunklen" ? Genauso wie es eine Angst vor "der Höhe" gibt u.a.

Ich hatte auch eine dunkle Puppe, aber vielleicht habe ich sie auch nur genommen, weil ich damit mehr Aufmerksamkeit erzeugte...

Kommentar von josfine,

Bin übrigens auch der Meinung, dass die Vorliebe für Puppen den Mädchen nicht angeboren ist. Aber man "legt sie ihnen in die Wiege".

Kommentar von Enders9,
Kommentar von josfine,

"dürfte" ist ok.

Kommentar von Tobias87,

Farblichen Geschmack und Rassismus gleichzusetzen, ist sehr fragwürdig.

Kommentar von paula2005,

Ein Schwarzer geht in eine Bar. Ein Weißer sagt zu ihm "Farbige Leute sind hier nicht erlaubt!!!" Dann sagt der Schwarze.....Als ich geboren wurde, war ich schwarz,wenn mir kalt ist, bin ich schwarz, wenn ich krank bin, bin ich schwarz & wenn ich tot bin, bin ich schwarz! Aber als du geboren wurdest warst du rosa! Wenn dir kalt ist, bist du blau, wenn du krank bist, bist du grün & wenn du tot bist, bist du lila! Und du hast den Nerv mich farbig zu nennen?!!

Antwort von Dackelmann888,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Ein heißes Eisen

Antwort von karhenn,

Warum mussen wir Weisse besonderes sein? Es ist nicht so für uns Weisse. Aber jeder Rasse sind doch gut.

Antwort von Tobias87,

Rassismus basiert auf Vorstellungen von der Existenz und Ungleichwertigkeit verschiedener Rassen. Da diese nicht natürlich sind, kann jener es auch nicht sein.

Antwort von Autonomer129,

rassismus ist eine erscheinung die in gesellschaften entstehen kann, es ist ein sympthom was auf egoismus und angst beruht, besonders gefördert wirde es in rückschritttlichen bevölkerungen, in dennen eine geringe bildung herrscht, oder an orten wo viel sozial neid, angst und konkurrenz herrscht.

Um rassismus zu bekämpfen braucht es eine solidarische gesellschaft, was bedeuten würde den kapitalismus zu umgehen!

Antwort von Cibag,

Ich denke das der Mensch an sich bestimmt einen gewissen Überlebensinstinkt bezüglich seiner eigenen Rasse als Mensch gegenüber anderen Lebewesen hat, aber ich glaube nicht das sich dieser Instinkt natürlicherweise gegen Menschen anderer Hautfarbe oder Herkunft richtet. Das ist meiner Meinung anerzogen.

Antwort von Abnehmbar,

Selbst wenn, derjenige der die Zeit findet, Leute wegen ihrer Hautfarbe zu diskriminieren, weiss nicht, was ihm entgeht. Aus vielen Kulturrepresentanten kann viel Potential geschöpft werden, um mehrere Kulturen zu erreichen. Sei es, um sprachliche Barrieren zu überwinden oder Vertrautheit zu fördern. Es ist immer gut für ein Unternehmen, eine gute Mischung zu beinhalten. Der Wettbewerb geht nicht Hautfarbe gegen Hautfarbe, sondern Individuum gegen Individuum.

Kommentar von janam,

Geht hier nicht um Kulturen sondern nur um die Rasse.

Kommentar von Praline,

Es gibt ebend Rassen! Oft wird das verleugnet! Rasse ist Rasse! Das sollte beachtet werden!

Kommentar von josfine,

Danke - wenigstens eine mutige Aussage.

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